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Frankfurt | Schirn: Niki de Saint Phalle Facettenreiches Werk einer Außenseiterin | 2023

Leonardo Bezzola, Niki de Saint Phalle, Luzern, 1969 (Kunsthaus Zürich, Foto © Nachlass Leonardo Bezzola, Werk © Niki Charitable Art Foundation / 2021, ProLitteris, Zürich)

Leonardo Bezzola, Niki de Saint Phalle, Luzern, 1969 (Kunsthaus Zürich, Foto © Nachlass Leonardo Bezzola, Werk © Niki Charitable Art Foundation / 2021, ProLitteris, Zürich)

Im Frühjahr 2023 würdigt die Schirn eine der berühmtesten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts: Niki de Saint Phalle. Die in New York aufgewachsene Französin bildete Anfang der 1960er den weiblichen Part in der Gruppe „Nouveau Réalisme“. Mit ihrem betont rebellischen Werk, in dem sie den weiblichen Körper und das Frausein in den Mittelpunkt stellte, revolutionierte Niki de Saint Phalle die Kunst ihrer Generation. Sie aktivierte das Publikum, sie thematisierte Schwangerschaft und später AIDS, sie baute farbenprächtige Kunstgärten (→ Niki de Saint Phalle: Biografie).

Niki de Saint Phalle entwickelte als visionäre Außenseiterin eine unverwechselbare Formensprache und schuf ein ebenso eigenwilliges wie facettenreiches Werk. Die „Nanas“, ihre bunten, großformatigen Frauenfiguren, begründeten ihren internationalen Erfolg und gelten bis heute als ihr Markenzeichen. Dabei ist das künstlerische Spektrum der Autodidaktin sehr viel breiter, ihr Werk subversiver und gesellschaftskritischer als weithin angenommen.

Niki de Saint Phalle in der Schirn 2023

In einer großen Ausstellung beleuchtet die SCHIRN das vielseitige Schaffen dieser außergewöhnlichen Künstlerin. Niki de Saint Phalle entwickelte ihre Kunst aus ihrer ganz persönlichen Gefühlsverarbeitung wie auch aus einer radikal feministischen Haltung heraus. Sie nahm sich sozialer und politischer Themen an, kritisierte Institutionen und Rollenbilder und verhandelte in ihrem Werk öffentliche Diskurse, die bis heute ihre Relevanz behalten haben. Ihre legendären „Schießbilder“ und ihre eindrücklichen Installationen im öffentlichen Raum zeugen von einer transformativen Wirkungskraft ihrer Kunst, die sich in Malerei, Zeichnung, Assemblagen, Aktionen wie auch im Theater, Film und Architektur entfaltete.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Kunsthaus Zürich.
Quelle: Schirn Kunsthalle Frankfurt

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