Frida Kahlo Ausstellungen im Jahr 2027

Frida Kahlo (Coyoacan 6.7.1907–13.7.1954 Mexiko-Stadt) war eine mexikanische Malerin zwischen Neuer Sachlichkeit und Surrealismus. Das bildnerische Werk Frida Kahlos ist mit nur 144 oder 143 Ölgemälden überschaubar klein.1 Dazu kommt die Auflage, dass 102 Gemälde Mexiko nicht verlassen dürfen, was das Organisieren von Ausstellungen sehr erschwert.

Kahlos Werk setzt nach einem schweren Unfall ein. In über 50 Selbstporträts verarbeitete die Künstlerin ihre körperliche Leidensgeschichte und emotionalen Höhen und Tiefen. Kahlo war zwei Mal mit dem mexikanischen Muralisten Diego Rivera verheiratet, dessen Untreue sie mit ebenso vielen Affären begegnete. Als Kommunistin und Frauenrechtlerin prägte sie ihr Image in der Öffentlichkeit als Mexikanerin. Dafür nutzte sie traditionsreiche, bunte Kleidung, ihre Frisur, ihr Aussehen, das sie in den bereits genannten Selbstbildnissen hinsichtlich Nationalität und Herkunft zu steigern wusste. André Breton sah in Frida Kahlo eine Protagonistin des Surrealismus, was sie selbst jedoch zurückwies.

Frida Kahlo, Selbstbildnis (mit Bonito), 1941, Öl auf Hartfaser, 54,6 x 43,2 cm (Privatsammlung, Courtesy Thomas Ammann Fine Art AG, Zürich)

Wer war Frida Kahlo?


Erst in den 1970er Jahren wiederentdeckt, zählt Frida Kahlo seither zu den Kunst-Superstars. Das große ARTinWORDS-Feature zu Frida Kahlo: Malerin, Surrealistin, Marxistin fasst alle interessanten Daten, Fakten und Werke zusammen.
Frida Kahlo, Die zerbrochene Säule, 1944, Öl auf Leinwand (Museo Dolores Olmedo, Mexiko-Stadt)

Frida Kahlos wichtigste Themen


Hier planen wir einen Beitrag über Frida Kahlos wichtigste Themen in ihrer Malerei: Selbstporträt, Krankheit, indigene Frauen, Stillleben und vieles mehr.

Wo gibt es 2027 Ausstellungen von Frida Kahlo?

"Lateinamerikanische Künstlerinnen. Von Frida Kahlo bis heute" in Bonn

Wo: Deutschland | Bonn: Bundeskunsthalle
Wann: bis 29. März 2027

Radikal, politisch und im deutschsprachigen Raum viel zu selten im Rampenlicht: Die Bundeskunsthalle in Bonn widmet den lateinamerikanischen Künstlerinnen eine wegweisende Epochenschau. Der Bogen spannt sich von ikonischen, identitätsstiftenden Werken einer Frida Kahlo über die geometrisch-radikale Abstraktion der Nachkriegsmoderne bis hin zu den kompromisslosen, körperfokussierten Performances der Gegenwart.

Die Bundeskunsthalle analysiert, wie diese Künstlerinnen koloniale Strukturen aufbrachen, patriarchale Blickachsen zertrümmerten und warum diese Ausstellung der Kunstgeschichte Westeuropas den dringend benötigten Spiegel vorhält. Mehr zur Kunst von Frida Kahlo und ihren Kolleginnen erfährst Du in der Ausstellungsbesprechung zu "Lateinamerikanische Künstlerinnen. Von Frida Kahlo bis heute".

"Frida Kahlo – Die Malerin" in Riehen b. Basel

Wo: Schweiz | Riehen b. Basel: Fondation Beyeler
Wann: Ab 31. Januar 2027

Anfang 2027 startet die Fondation Beyeler mit einem spektakulären Highlight in das Ausstellungsjahr: Eine umfassende Einzelausstellung widmet sich dem Schaffen der mexikanischen Ausnahmekünstlerin Frida Kahlo. Die Schau stellt bewusst ihr künstlerisches Werk in den Vordergrund und bietet dem Publikum eine in dieser Form seltene Gelegenheit in Europa.

Wirf einen ersten Blick auf die jetzt schon legendäre Ausstellung Frida Kahlo – Die Malerin in der Fondation Beyeler. ARTinWORDS hält Sie auf dem Laufenden, welche Werke zu sehen sein werden!

  1. Helga Prignitz-Poda, Die chiffrierte Liebesgeschichte und chiffrierten Geheimschriften im Werk von Frida Kahlo, in: Frida Kahlo. Retrospektive, hg. v. Helga Prignitz-Poda (Ausst.-Kat. Martin-Gropius-Bau und Bank Austria Kunstforum), München/Berlin/Wien 2010, S. 18–35.