0

Olga Chernysheva. Chandeliers in the Forest in der Wiener Secession

Olga Chernysheva, aus der Serie Escalation, Detail, 2015–2017, Courtesy Diehl Gallery, Berlin

Olga Chernysheva, aus der Serie Escalation, Detail, 2015–2017, Courtesy Diehl Gallery, Berlin

Olga Chernysheva (* 1962) zeigt in der Wiener Secession eine multi-mediale Schau unter dem Titel „Chandeliers in the Forest“. Als Mittel, alles um uns herum zum Leben zu erwecken, bleibt Animation ein wichtiges Prinzip ihrer Kunst; auch der Einfluss der metaphorischen Bildsprache von Meistern des klassischen sowjetischen Films wie Alexander Dovzhenko und Sergei Eisenstein ist in ihrem Werk spürbar.

Darüber hinaus bezieht sich Chernysheva auch auf andere historische Bewegungen in der Kunst. Ihre Arbeiten in verschiedenen Medien, darunter Zeichnung, Malerei, Fotografie, Video und äußerst knappe Essays in Verbindung mit Stand- oder Bewegtbildern, beruhen auf einer genauen Beobachtung ihrer Lebenswelt. Ihr Werk steht damit in der langen Tradition des sozialen Realismus in der russischen Kultur (nicht zu verwechseln mit dem sozialistischen Realismus, wie er in der UdSSR offizielle künstlerische Doktrin war) und einer Kunst, die mit kritischer Anteilnahme Geschichten erzählt (dabei aber durchaus formal avanciert und experimentell sein kann).

 

 

An die Kunst wie an das Leben geht sie mit formaler Raffinesse und subtilem Humor heran. Eine Inspirationsquelle (und Gegenstand ihrer Diplomarbeit an der Filmakademie) ist das Oeuvre des Offiziers und Malers Pavel Fedotov (1815–1852), der auch als der “russische Hogarth” bekannt ist.

Quelle: Pressetext

 

 

Biografie von Olga Chernysheva (* 1962)

1962 Olga Chernysheva wurde in Moskau geboren. Die Künstlerin wuchs in Moskau und Damaskus (Syrien) auf.
1981–1986 Chernysheva studierte Filmanimation an der Moskauer Russischen Staatlichen Universität für Kinematografie (ehemals Staatliches All-Unions-Institut für Kinematografie).
1994–1995 Stipendium vom Prins Bernhard Fonds, Amsterdam
1994–1996 Studium an der Rijksakademie van beeldende kunsten in Amsterdam.
1996–1997 Stipendium vom Fonds voor beeldende kunsten, Amsterdam
1998 Stipendium von Kulturkontakt, Wien
2000 Stipendium von der Cité Internationale des Arts, Paris
Olga Chernysheva lebt und arbeitet in Moskau

 

Olga Chernysheva. Chandeliers in the Forest: Bilder

  • Olga Chernysheva, aus der Serie Escalation, 2015–2017, Courtesy Diehl Gallery, Berlin
  • Olga Chernysheva, On Duty, 2007, 136 x 90 cm, Barytabzug
  • Olga Chernysheva, On Duty (Mann), 2007, 136 x 90 cm, Barytabzug
  • Olga Chernysheva, Domestication, 2013, 90 x 120 cm, analoger Farbdruck
  • Olga Chernysheva, Domestication, 2013, 90 x 120 cm, analoger Farbdruck

Weitere Beiträge zur /eitgenössischen Kunst | Gegenwartskunst

16. August 2019
Sheela Gowda, Making of And ..., 2007 © Sheela Gowda

München | Lenbachhaus: Sheela Gowda Maria-Lassnig-Preisträgerin 2019 im Kunstbau

Die Maria-Lassnig-Preisträgerin 2019 Sheela Gowda (* 1957 in Bhadravati, Indien) lebt und arbeitet in Bangalore. In ihren Arbeiten verbindet Gowda alltägliche Materialien und damit Konnotationen von Alltagsgebrauch mit einer poetischen Aufladung. Dabei bezieht sich für die Künstlerin auf das städtische wie ländliche Leben in Indien.
14. August 2019
Georg Baselitz-Saal mit den Werken der Schenkung zu Ehren von S.K.H. Herzog Franz von Bayern in der Pinakothek der Moderne, München, 2019, Foto: Johannes Haslinger, Bayerische Staatsgemäldesammlungen © Georg Baselitz 2019

München | Pinakothek der Moderne: Georg Baselitz. Die Schenkung Pinakothek der Moderne besitzt nun über 31 Werke des Künstlers – von 1962 bis in die Gegenwart

Georg Baselitz schenkte den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen zu Ehren von S.K.H. Herzog Franz von Bayern sechs Gemälde und eine Skulptur aus den Jahren 2008 bis 2017. Der Baselitz-Saal in der Pinakothek der Moderne zeigt bis auf Weiteres diese Arbeiten in unterschiedlicher Zusammenstellung.
12. August 2019
Karla Black, Festival d'Automne à Paris, École des Beaux Arts, Installationansicht, 20. Oktober 2017–17. Januar 2018, © Karla Black, Foto: Simon Vogel, Köln

Frankfurt | Schirn: Karla Black Raumskulptur der schottischen Künstlerin für die Rotunde

Karla Black wird für die SCHIRN eine neue Raumskulptur für die öffentlich zugängliche Rotunde entwickeln´(Herbst/Winter 2019).
15. Juli 2019
Olafur Eliasson, Stardust particle, 2014, Ø 1760 mm (Tate, Foto: Jens Ziehe, 2017)

London | Tate Modern: Olafur Eliasson Retrospektive zu Natur, Wissenschaft und Teilhabe unter dem Titel „In real life“

Der dänisch-isländische Künstler Olafur Eliasson (* 1967) war bereits 2003 für seine Installation „The weater project“ in der Tate Modern international gewürdigt worden. Im Juli 2019 kehrt er für eine großangelegte Ausstellung und ein Kunstwerk im öffentlichen Raum nach London zurück.
15. Juli 2019
Vladimir Dubossarsky & Alexander Vinogradov, Earth Wins!, Detail, 2004, Öl/Lw, 295 x 390 cm (Collection of Ekaterina and Vladimir Semenikhin © Vladimir Dubossarsky & Alexander Vinogradov)

Salzburg | Museum der Moderne: Fly Me To The Moon 50 Jahre Mondlandung aus künstlerischer Perspektive analysiert

50 Jahre Mondlandung. Dieses Ereignis hat unser Verhältnis zur (Um-)Welt verändert. Wie haben Künstlerinnen und Künstler auf den Mond und die Mondlandung reagiert? Die Ausstellung ist ein Streifzug durch die Geschichte künstlerischer Auseinandersetzung mit dem Mond. Ausgehend von der Romantik liegt ihr Schwerpunkt in der Kunst der Gegenwart – mit Werken von Kiki Kogelnik, Vladimir Dubossarsky & Alexander Vinogradov u.v.m.
28. Juni 2019
Monica Bonvicini, Hy$teria, 2019, Aluminium, gewachst 73,5 x 200 x 2 cm, Foto: Roman März, © Monica Bonvicini und Bildrecht Wien

Wien | Belvedere 21: Monica Bonvicini „I Cannot Hide My Anger” ortsspezifische und raumgreifende Installation

Monica Bonvicini zeigt im Belvedere 21 eine ortsspezifische und raumgreifende Installation über Kontrollmechanismen und Machtdispositive.
28. Juni 2019
Antony Gormley, Clearing V, 2009, ca. 11 km von 12.7 mm Aluminiumröhre, Installationsansicht Kunsthaus Bregenz, Österreich © the Artist. Photo: Markus Tretter

London | Royal Academy of Arts: Antony Gormley Körper-Raum-Erfahrungen des britischen Objektkünstlers

Der Bildhauer Antony Gormley (* 1950) zählt seit über einem Jahrzehnt zu den bedeutendsten Künstlern in Großbritannien. Die Ausstellung in der Royal Academy of Arts vereint für diesen Anlass sowohl bestehende als auch dafür konzipierte neue Arbeiten, von Zeichnungen und Skulpturen bis hin zu experimentellen Environments.
27. Juni 2019
Elizabeth Peyton, The Age of Innocence, Detail, 2007 (Courtesy The Brant Foundation, Greenwich, CT. USA © Elizabeth Peyton. Courtesy the artist and Gladstone Gallery, New York and Brussels)

London | National Portrait Gallery: Elizabeth Peyton Überblick zu den Porträts und historische Nachbarschaften

Die Ausstellung „Elizabeth Peyton. Porträts“ entsteht in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin und untersucht die Entwicklung von Peytons Porträts von den 1990er Jahren bis in die Gegenwart.
26. Juni 2019
Cindy Sherman, Untitled Film Still #21, Detail, 1978 (© Cindy Sherman, Courtesy of the artist, Sprüth Magers and Metro Pictures, New York)

Cindy Sherman: „Untitled Film Stills” in der National Portrait Gallery, London Retrospektive der amerikanischen Fotokünstlerin

National Portrait Gallery zeigt die gesamte Serie „Untitled Film Stills“ (1977–1980) von Cindy Sherman. Wichtige Fotografien aus weiteren Serien ergänzen die Schau zu einer Retrospektive. Aufschlussreich wird die Gegenüberstellung von Ingres' Porträt von Madame Moitessier und Shermans Interpretation der Komposition.
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.