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Riehen b. Basel | Fondation Beyeler: Ruth Asawa

Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 18. Oktober 2026
Porträt der japanisch-amerikanischen Künstlerin Ruth Asawa, wie sie inmitten mehrerer ihrer aus Drahtschlingen gefertigten Skulpturen auf dem Boden kniet, November 1954, Detail, Foto: Nat Farbman/The LIFE Picture Collection/Shutterstock, Artwork © 2025 Ruth Asawa Lanier, Inc., Courtesy David Zwirner

Porträt der japanisch-amerikanischen Künstlerin Ruth Asawa, wie sie inmitten mehrerer ihrer aus Drahtschlingen gefertigten Skulpturen auf dem Boden kniet, November 1954, Detail, Foto: Nat Farbman/The LIFE Picture Collection/Shutterstock, Artwork © 2025 Ruth Asawa Lanier, Inc., Courtesy David Zwirner

Im Herbst 2026 widmet die Fondation Beyeler Ruth Asawa (1926–2013) eine erste Retrospektive in Europa. Die US-amerikanische Künstlerin mit japanischen Wurzeln verwandelte einfachste Materialien in faszinierende Objekte und hob dabei die Grenzen zwischen Abstraktion und Figuration, Kunst und Kunsthandwerk, Aktion und Kontemplation auf. Das vielseitige Werk Asawas umfasst Draht- und Bronzeskulpturen, Zeichnungen, Druckgrafiken, Gemälde sowie Arbeiten im öffentlichen Raum.

Ruth Asawa

Schweiz | Riehen b. Basel: Fondation Beyeler
18.10.2026 – 10.1.2027

Porträt der japanisch-amerikanischen Künstlerin Ruth Asawa, wie sie inmitten mehrerer ihrer aus Drahtschlingen gefertigten Skulpturen auf dem Boden kniet, November 1954, Foto: Nat Farbman/The LIFE Picture Collection/Shutterstock, Artwork © 2025 Ruth Asawa Lanier, Inc., Courtesy David Zwirner
Porträt der japanisch-amerikanischen Künstlerin Ruth Asawa, wie sie inmitten mehrerer ihrer aus Drahtschlingen gefertigten Skulpturen auf dem Boden kniet, November 1954, Foto: Nat Farbman/The LIFE Picture Collection/Shutterstock, Artwork © 2025 Ruth Asawa Lanier, Inc., Courtesy David Zwirner

Ruth Asawa 2026 in der Schweiz

Erst vor wenigen Jahren begeisterten die filigranen Werke von Ruth Asawa auf der „Biennale von Venedig“. Jüngst widmeten ihr das San Francisco Museum of Modern Art und dem Museum of Modern Art in New York große Retrospektiven – und nun bringt die Fondation Beyeler in Riehen bei Basel die Amerikanerin dem europäischen Publikum näher. Man darf sich freuen auf schwebende Skulpturen, naturnahe Motive in Asawas Zeichnungen und Druckgrafiken. Die Ausstellung macht die Wechselwirkungen zwischen all diesen Ausdrucksformen anschaulich und lädt ein, das Werk der in den USA berühmten Künstlerin Ruth Asawa in Europa in all seinen Facetten zu entdecken.

„Ein gewebtes Netz, nicht anders als mittelalterliche Kettenhemden. Ein durchgehendes Stück Draht, Formen umhüllen innere Formen, dennoch sind alle Formen sichtbar (transparent). Der Schatten zeigt ein genaues Bild des Objekts.“

 

Wer war Ruth Asawa?

Die 1926 in Norwalk, Kalifornien, geborene Ruth Asawa war die Tochter japanischer Immigranten. Schon als Kind half sie am Bauernhof ihrer Eltern beim Gemüseanbau mit. Als während des Zweiten Weltkriegs alle japanischen Immigranten in Internierungslagern gebracht wurden, wurde auch Ruth Asawa Opfer dieses Vorgehens (1942). Da ihr künstlerisches Talent bereits in der Volkschulzeit entdeckt worden war, konnte sie sich nun mit ebenfalls internierten Zeichnern aus den Disney Studios beschäftigen.

Von 1943 bis 1946 studierte Ruth Asawa am Milwaukee State Teachers College in Wisconsin und von 1946 bis 1949 am legendären Black Mountain College bei Josef Albers und anderen, wie Richard Buckminster Fuller und Merce Cunningham.

„Ich habe Zeichnen und Malen studiert und wir wurden ermutigt, alles zu verwenden, was wir finden konnten. Da wir nichts zum Arbeiten hatten, arbeiteten wir mit den Blättern, die es in North Carolina reichlich gab, den wilden Blättern. Als der Frost kam, färbten sich die Blätter des Hartriegels leuchtend rot.“ (Ruth Asawa)

Mitte 1949 zog Ruth Asawa mit ihrem Mann nach San Francisco. Das folgende Jahrzehnt war für die Künstlerin und Mutter - bis 1959 kamen sehcs Kinder zur Welt - finanziell hart und künstlerisch fordernd. Ruth arbeitete zu Hause in ihrem Atelier, oft nachts und am frühen Morgen, während ihre Kinder schliefen. Asawa entwickelte in diesen Jahren eine eindrucksvolle Werkgruppe filigraner Drahtskulpturen, für die sie heute berühmt ist. Die schwerelosen Ojekte hängen von der Decke oder stehen wie getrocknete Pflanzen im Raum. Zum einen verglich die Künstlerin sie mit mittelalterlichen Kettenhemden, zum anderen fand sie Inspiration in der Natur. Doch nicht nur die Struktur der gebundenen Drahtskulpturen begeistert, sondern auch Asawas subtiler Einsatz von Farben, die sie durch einen umgekehrten Galvanisierungsprozess entstehen ließ. Parallel dazu schuf Asawa vielgestaltige Zeichnungen, die eigenständig neben den Skulpturen stehen.

Ab den späten 1960er Jahren realisierte Ruth Asawa zahlreiche öffentliche Auftragsarbeiten wie Brunnen, Wandbilder und Gedenkstätten und setzte sich maßgeblich für die Kunsterziehung in der kalifornischen Bay Area ein.

„Ruth Asawa“ gründet in einer Ausstellungspartnerschaft zwischen dem San Francisco Museum of Modern Art und dem Museum of Modern Art in New York. Diese Präsentation wird von der Fondation Beyeler entwickelt.

 

Bilder

  • Porträt der japanisch-amerikanischen Künstlerin Ruth Asawa, wie sie inmitten mehrerer ihrer aus Drahtschlingen gefertigten Skulpturen auf dem Boden kniet, November 1954, Foto: Nat Farbman

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