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Wallraf-Richartz-Museum: Inside Rembrandt • 1606–1669 Größte Rembrandt-Schau in Deutschland während des Rembrandt-Jahrs 2019

Rembrandt (Harmensz. van Rijn), Gelehrter im Studierzimmer, Detail, 1634, Öl/Lw (Nationalgalerie Prag, Foto: Museum)

Rembrandt (Harmensz. van Rijn), Gelehrter im Studierzimmer, Detail, 1634, Öl/Lw (Nationalgalerie Prag, Foto: Museum)

Meister, Virtuose, Genie oder Star - die Synonyme für Rembrandt van Rijn sind so vielfältig wie seine Kunst, die die Menschen weltweit begeistert. Aber warum ist das so? Dieser Frage geht das Wallraf-Richartz-Museum im Winter 2019/20 mit einer großen Sonderausstellung nach: „Inside Rembrandt • 1606–1669“ ist eine Hommage an den Maler zu seinem 350. Todestag († 4. Oktober 1669 in Amsterdam). Sie taucht ein in die Welt des Niederländers und erzählt bildgewaltig von einem dramatischen Künstlerleben zwischen Tragödie und Komödie. Dazu zeigt das Wallraf neben eigenen Rembrandt-Werken auch hochkarätige Leihgaben aus zahlreichen internationalen Häusern. So schickt die traditionsreiche Prager Nationalgalerie ihr faszinierendes Gemälde „Der Gelehrte im Studierzimmer“ erst zum zweiten Mal auf eine Reise ins Ausland. Um den Kosmos Rembrandt in all seinen Facetten aufleben zu lassen, präsentiert die Ausstellung auch ausgesuchte Arbeiten seiner Zeitgenossen und Schüler wie Jan Lievens, Govert Flinck und Ferdinand Bol.

Rembrandt im Wallraf-Richartz-Museum Köln

Die Ausstellung „Inside Rembrandt“ startet dort, wo auch für Rembrandt alles beginnt: im niederländischen Leiden. Hier wird er am 15. Juli 1606 geboren und verbringt seine Kindheit und Jugend in einer Geisteswelt, die ihn privat wie beruflich für immer prägt. Und hier eröffnet er im Jahre 1625 auch sein erstes Atelier. Anhand von frühen Rembrandt-Werken zeigt die Sonderschau eindrucksvoll, wie intensiv und detailversessen sich der Künstler schon damals dem Porträtieren von Menschen widmet. Klug und liebevoll platziert er sie in passende Interieurs und taucht sie in ein geradezu spirituelles Licht.

 

 

Doch seine Geburtsstadt wird dem ambitionierten jungen Mann zu eng und so zieht es ihn Anfang der 1630er Jahre nach Amsterdam. Hier wird aus seiner Könner- eine Meisterschaft; schnell steigt er zum bestbezahlten Maler der Niederlande auf. In dieser Zeit, auf dem Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens, malt Rembrandt auch den Prager „Gelehrten“. In diesem glanzvollen Bild stecken das ganze Können und der Ehrgeiz des Malers, weshalb das Gemälde auch im Zentrum der Ausstellung hängt. Gemeinsam mit anderen Werken zeugt es von der Strahlkraft des Niederländers. Diese findet sich aber nicht nur in seinen eigenen Gemälden, Radierungen und Zeichnungen, sondern steckt auch in Bildern seiner Schüler, Werkstattmitarbeiter und Kollegen, die ihm allesamt nacheiferten. Wer „Inside Rembrandt“ besucht, der lernt ein altes Genie von einer neuen Seite kennen.

Quelle: Pressetext

Kurz vor der großen Rembrandt-Schau eröffnet das Wallraf-Richartz-Museum eine Ausstellung zum grafischen Werk Rembrandts: XX

 

 

Wallraf-Richartz-Museum. Inside Rembrandt: Bilder

  • Rembrandt, Alter Mann mit Pelzmütze, 1630 (Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck, Foto Tiroler Landesmuseen)
  • Rembrandt (Harmensz. van Rijn), Portrait einer jungen Frau, 1633, Öl auf Holz (The Museum of Fine Arts, Houston, Foto: Museum)
  • Rembrandt (Harmensz. van Rijn), Das Bad der Diana mit Aktäon und Kallisto, 1634, Öl/Lw, 93,5 x 168 cm (Wasserburg Anholt, Sammlung der Fürsten zu Salm-Salm, Foto: Wasserburg)
  • Rembrandt (Harmensz. van Rijn), Gelehrter im Studierzimmer, 1634, Öl/Lw (Nationalgalerie Prag, Foto: Museum)

Beiträge zur Rembrandt van Rijn

23. Juli 2019
Rembrandt, Die Blendung Simsons, 1636, Öl/Lw, 206 x 276 (Städel Museum, Inv.-Nr. 1383)

Frankfurt | Städel: Rembrandt

Einschließlich der Druckgrafiken besitzt das Städel Museum 35 Werke in seinen Sammlungen. Mit der „Blendung Simsons“ von 1636 nennt es ein Hauptwerk der 1630er Jahre sein Eigen.
13. Juni 2019
Rembrandt van Rijn, Selbstbildnis mit Saskia, Detail, 1636 (Kupferstich-Kabinett © SKD, Foto: Andreas Diesend)

Dresden | Residenzschloss: Rembrandts Strich Rembrandts Persönlichkeit, Saskia, Werkprozess, Licht und Schatten

„Rembrandts Strich“ in Dresden vermittelt das unerschöpfliche Interesse des Barockkünstlers an der Natur, seine unventionellen Bildfindungen, wie er lernte und lehrte, aber auch die Rolle seiner Ehefrau Saskia im Werk. Rembrandt war zweifellos auch ein „Künstler für Künstler“, wie die Werke von Goya, Corinth, Kollwitz, Picasso, A.R. Penk, Kentridge und Dumas belegen.
13. Februar 2019
Rembrandt, Die Nachtwache, Detail, 1642, Öl/Lw, 379,5 x 453,5 cm (Rijksmuseum, Amsterdam)

Rembrandt im Rijksmuseum Alle Werke des Holländers 2019 zu sehen!

Das Rijksmuseum besitzt die weltweit größte Sammlung an Gemälden von Rembrandt van Rijn (1606–1649). Erstmals zeigt das Museum in Amsterdam anlässlich des 450. Todestages des holländischen Barockmalers sämtliche Werke aus den Depots!
26. Dezember 2018
Rembrandt van Rijn, Selbstbildnis mit Mütze, den Mund geöffnet, Detail, 1630, Radierung, 5,1 x 4,6 cm (© Hamburger Kunsthalle / bpk, Foto: Christoph Irrgang)

Hamburger Kunsthalle: Rembrandt. Meisterwerke aus der Sammlung Zwei Gemälde und rund 60 Radierungen

Zwei Gemälde Rembrandts werden in der Hamburger Kunsthalle um eine Auswahl von rund 60 Radierungen ergänzt, darunter Landschaftsdarstellungen, Porträts und Arbeiten zu religiösen Themen.
26. Dezember 2018
Rembrandt, Frau im Bett (Saskia?) mit einer Amme, Detail, um 1638, Feder und Pinsel in Braun, braun laviert, 22,7 x 16,4 cm (© Staatliche Graphische Sammlung München)

Rembrandt in der Münchner Sammlung 14 Zeichnungen und eine Auswahl an Radierungen

Die 14 in München befindlichen Zeichnungen von Rembrandts Hand sowie eine repräsentative Auswahl herausragender Radierungen bieten einen Augenschmaus zu Ehren des seit Jahrhunderten hochgeschätzten Künstlers und außerordentlichen Meisters der Grafik.
25. Dezember 2018
Rembrandt, Selbstporträt, Detail, 1669 (Erworben mit Hilfe der Rembrandt Association und privaten Spnedern, 1947, Mauritshuis, Den Haag)

Rembrandt im Mauritshuis Elf echte „Rembrandts” und die Wertschätzung des Niederländers

Insgesamt 18 Werke von Rembrandt und seinem Atelier besitzt das Mauritshuis in Den Haag - darunter „Die Anatomiestunde des Dr. Nicolaes Tulp“ und das letzte Selbstporträt. Wie kamen die Bilder ins Museum? Welche gelten heute als authentisch? Wie hat sich die Rezeption des niederländischen Barockmalers über die Jahrhunderte verändert?
25. Dezember 2018
Rembrandt, Abraham, die Engel bewirtend, Detail, 1656 (Graphische Sammlung, Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Dieter Bongartz)

Wallraf-Richartz-Museum: Rembrandts graphische Welt Japanpapier, prozessuales Arbeiten und Motivwelt des Niederländers

Was macht eine Rembrandt-Radierung auch nach rund 400 Jahren von Sammlern, Kennern und Liebhabern der Graphik zu einem Meisterwerk? Die besondere Kunstfertigkeit des Radierers Rembrandt, seine häufig überarbeiteten Kupferplatten, die Mischung verschiedener Techniken und die kluge Materialauswahl - konstatiert das Walraf-Richartz Museum anhand einer Auswahl aus seinem Bestand an Rembrandt Radierungen.
14. August 2018
Rembrandt Harmensz. van Rijn, Nathan ermahnt David, Detail, um 1660–1663, Feder in Braun, stellenweise gewischt, graubraun laviert, auf Papier (© Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Jörg P. Anders)

Aus Rembrandts Werkstatt Kupferstichkabinett Berlin zeigt Zeichnungen der Rembrandtschule

Rembrandt oder nicht Rembrandt? Zeichnungen des holländischen Meisters wurden schon von Beginn an mit Zeichnungen seiner Schüler und Mitarbeiter verwechselt. Die Ausstellung zeigt rund 100 der besten Zeichnungen aus Rembrandts Umfeld sowie einige Originale aus der eigenen Sammlung und anderen Museen.
5. Juni 2018
Rembrandt van Rijn, Mädchen am Fenster, Detail, 1645, Öl/Lw, 81.8 x 66.2 cm (Dulwich Picture Library, London, Bourgeois Bequest, 1811)

Rembrandt in Großbritannien Hype um Druckgrafiken, Selbstporträts und die „Windmühle“

Rembrandt van Rijn (1606–1669) war schon zu Lebzeiten für experimentellen Radierungen international berühmt. In Großbritannien setzte die Rembrandt-Manie bereits im 17. Jahrhundert ein und fand einen ersten Höhepunkt vor 1800. Maler wie Druckgrafiker fanden in Rembrandts Werk Lösungen für anstehende künstlerische Probleme. Der reiche Bestand an Rembrandts Drucken, Zeichnungen und Gemälden belegt die hohe Wertschätzung des niederländischen Barockmalers.
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.