Rembrandt van Rijn

Wer war Rembrandt?

Rembrandt Harmeszoon van Rijn (1606–1669) zählt zu den bedeutendsten Malern des Barock in Europa und den führenden Künstlern des „Goldenen Zeitalters“ der niederländischen Kunst (→ Rembrandt: Steckbrief fasst alle Daten zu Rembrandt van Rijn kompakt zusammen). Um seinem Ziel, der größte Geschichtenerzähler der Kunstgeschichte zu werden, nahezukommen, brach der barocke Maler mit den Regen der Kunst seiner Zeit. Er widmete sich Episoden, die zuvor noch nie dargestellt wurden, um Emotionen und Affekte der Menschen zu zeigen. Zudem vermied er die Idealisierung und experimentierte unermüdlich mit Mal- und Radiertechniken, Licht- und Schatteneffekten und Möglichkeiten, um die Betrachter in seine Bilder einzubeziehen. Rembrandt war -trotz aller finanzieller und künstlerischer Probleme in seiner späten Zeit - so erfolgreich, dass er zu den wenigen Künstlern zählt, die mit ihrem Vornamen angesprochen werden.

 

Kindheit und Besuch der Lateinschule

Rembrandt war das zweitjüngste von zehn Kindern, von denen drei im Kindesalter starben. Seine Eltern waren Harmen Gerritsz (1567 / 68–1630) und Neeltgen Willemsdr, geborene van Zuytbrouck (um 1568–1640) aus Leiden. Rembrandts Vater gehörte der wohlhabenden Mittelschicht an. Seine Malzmühle befand sich seit vier Generationen im Familienbesitz von Harmen Gerritsz. Der Standort der umgebauten Mühle am Rhein führte dazu, dass sie „de Rijn“ genannt wurde. Harmen Gerritsz wurde seit Beginn des 17. Jahrhunderts daher Harmen Gerritsz van Rijn genannt. Rembrandts Familie lebte gegenüber der Mühle in einem kleinen Haus in Weddesteeg 25. Leiden war im 17. Jahrhundert nach Amsterdam die zweitgrößte Stadt in der niederländischen Republik.

Das genaue Geburtsdatum von Rembrandt van Rijn ist nicht gesichert. Der Leidener Buchhändler und Bürgermeister Jan Jansz Orlers berichtet in seiner „Beschreibung der Stadt Leiden [Beschrijvinge der Stadt Leyden]“ (1641), dass Rembrandt am 15. Juli 1606 geboren wurde. Allerdings gibt es zwei Dokumente, in denen Rembrandts Alter festgehalten wurde. Eines datiert vom 10. Juli 1634 und bezeichnet Rembrandt als 26-jährigen. Das zweite Dokumente stammt vom 16. September 1653 und hält das Alter von Rembrandt mit 46 Jahren fest. Demnach müsste das Geburtsjahr mit 1607 anstatt 1606 berechnet werden, wenn er tatsächlich am 15. Juli geboren wurde.

Im Gegensatz zu seinen Brüdern erhielt Rembrandt keine kaufmännische Ausbildung, sondern wurde auf die Lateinschule in Leiden geschickt. Vielleicht zeigte er größere intellektuelles Potenzial als sie, oder seine Eltern hatten einfach größere Ambitionen für ihn. Durch den Besuch der Lateinschule lernte Rembrandt Latein und Rhetorik, zudem dürfte er einige Grundkenntnisse in Griechisch, Mathematik, Geografie und Schönschreiben gehabt haben. An der Schule soll er 1613 auch in Malerei unterrichtet worden sein. Am 16. Mai 1620 meldeten Harmen und Neeltgen Rembrandt als Student an der Universität Leiden an, obwohl er zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz 14 Jahre alt gewesen sein dürfte. Diese frühe Einschreibung darf nicht als Zeichen dafür verstanden werden, dass er ein Kindergenie war. Rembrandts Eltern wollten ihm wohl einen Platz sichern; er wurde nur eingeschrieben, hat aber nie studiert!

 

Lehre bei Van Swanenburg und Lastmann

Rembrandt van Rijn erhielt seine Ausbildung bei Jacob Isaacsz van Swanenburgh (1571–1638) sowie dem Amsterdamer Historienmaler Pieter Lastmann (um 1583–1633).

Harmen und Neeltgen folgten den Wünschen ihres jüngsten Sohnes und ließen ihn von Jacob Isaacsz van Swanenburg (1571–1638) ausbilden, dessen Spezialitäten Stadtbilder und Höllenszenen waren. Van Swanenburg war der Sohn des berühmtesten Malers von Leiden in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, Isaac Claesz van Swanenburg (1537–1614). Isaacsz van Swanenburg hatte seine eigene Ausbildung in Italien vollendet, er hatte einige Jahre in Venedig, Rom und Neapel gearbeitet.
Rembrandt begann seine Ausbildung bei Van Swanenburg 1621, als er 15 Jahre alt war. Er verbrachte etwa drei Jahre bei Van Swanenburg. Nichts von dem, was er während seiner Lehrzeit hervorgebracht hat, ist erhalten geblieben. Üblich war, die Lehrlinge durch intensive Zeichenstunden dreidimensionale Objekte zeichnen zu lassen. Das Zeichnen nach der Natur war wichtig, aber die ultimative Herausforderung für jeden Künstler bestand darin, „aus dem Kopf“ zu zeichnen. Darunter verstand man das Zeichnen von Figuren oder kompletter Szenen aus der Fantasie.

Nachdem Rembrandt seine Ausbildung bei Van Swanenburg vermutlich 1624 abgeschlossen hatte, arbeitete er kurz in der Werkstatt von Pieter Lastman (1583–1633) in Amsterdam. Lastman war der wichtigste Historienmaler in der niederländischen Republik vor Rembrandt. Es war die erste Gelegenheit für den Müllersohn aus Leiden sich in Amsterdam aufzuhalten. Allerdings war Rembrandt nach einem halben Jahr bei Lastman bereits in der Lage selbstständig zu arbeiten. Das lässt darauf schließen, dass er bereits zu Beginn seiner Ausbildung bei ihm sehr fortgeschritten war.

 

Früher Werke: Rembrandts erstes Atelier in Leiden

Rembrandt eröffnete 1625 sein erstes eigenen Atelier in seiner Heimatstadt Leiden, wo erste Gemälde wie „Die Steinigung des hl. Stephanus“ (Lyon) und ab 1626 Radierungen entstanden.

Rembrandts früheste signierte und datierte Gemälde – eines trägt das Datum 1625 und fünf das Datum 1626 – lassen keinen Zweifel darüber aufkommen, dass der Sohn des Müllers weit über die bloße Beherrschung von Lastmans Stil hinausging. Er übernahm den Malstil von Pieter Lastman, wie dessen bunte Palette. Dazu nahm er Motive, Kompositionen und Maltechniken von anderen Künstlern auf. Rembrandt war offensichtlich wichtig, dass er die Geschichten auf eine neue Art und Weise erzählte, indem er bestehenden Kompositionen ein neues Ziel gab (z.B. das Leidener „Historie“ von 1626). „Die Musikstunde“ zeigt beispielsweise vier extravagant gekleidete Figuren, von denen drei Musik machen – ein Thema, das Lastman nie dargestellt ht. Zwei der vier Figuren tragen tatsächlich orientalische Gewänder. Das Gemälde im Gemälde zeigt die Flucht von Lot und seiner Familie aus der Stadt Sodom. Damit sind das flüchtige Leben und die Sinnlosigkeit von Vergnügen und materiellen Gütern gemeint. Solche fröhlichen Szenen wurden in den 1610er und 1620er Jahren besonders gerne von den Utrechter Caravaggisten, Anhängern des römischen Malers Caravaggio (1571–1610) gestaltet. Einige dieser Szenen können als Bordellszenen erkannt werden. So weist auch Rembrandts Szene einen erotischen Unterton auf. Allerdings kleidet Rembrandt als einziger seine Figuren, in Trachten aus dem Nahen Osten. Vielleicht verarbeitete Rembrandt hierin Erfahrungen mit dem Botschafter aus Persien, der die Niederländische Republik zwischen Februar 1626 und März des folgenden Jahres besucht hatte.

 

Rembrandt in Amsterdam

Wahrscheinlich gegen Ende des Jahres 1631 zog Rembrandt nach Amsterdam, wo er beim Kunsthändler Hendrick Uylenburgh wohnte. Bis 1634 malte er hauptsächlich Porträts, darunter 1632 sein erstes Gruppenporträt „Die anatomische Vorlesung des Dr. Nicolas Tulp“ für die Amsterdamer Chirurgengilde. Nachdem er 1634 Bürger von Amsterdam und als Mitglied in der Lukasgilde aufgenommen geworden war, heiratete er Saskia Uylenburgh (1612–1642). Das Paar hatte vier gemeinsame Kinder, von denen jedoch nur der Sohn Titus das Erwachsenenalter erreichte.

Das heute als Rembrandthuis in der Sint Anthonisbreestraat geführte Museum erwarb Rembrandt am 5. Januar 1639. Rembrandt finanzierte diesen Erwerb hauptsächlich über Kredite, denn er galt galt nach dem Stadtgeschichtsschreiber Jan Jansz Orlers als einer der „berühmtesten Maler des Jahrhunderts“.

Im Juni 1642 verstarb Saskia. Rembrandt wurde der „Nießbrauch [Genuss]“ ihres Vermögens zugesprochen, solange er nicht wieder heiratete. Geertje Dircx (1610/15–nach 1656?), die Kinderfrau von Titus, wurde Rembrandts Geliebte, b 1649 gefolgt von Hendrickje Stoffels (1626–1663). In diesem Jahr vollendete Rembrandt sein heute berühmtestes Gemälde, die „Nachtwache“ für die Amsterdamer Bürgerwehr. Ebenfalls in den 1640ern wandte sich Rembrandt der Landschaftsmalerei zu und radierte auch Landschaften.

Ab 1653 verschlechterte sich die finanzielle Lage des Malers dramatisch: Er musste sich die restliche Rate von 8.470 Gulden für das 1639 erworbene Haus leihen. Die reformierte Kirche schloss Hendrickje Stoffels am 25. Juni 1654 wegen „Hurerei mit dem Maler Rembrandt“ vom Empfang des Abendmahls aus, da sie mit der gemeinsamen Tochter Cornelia schwanger war. Um seine Schulden zu tilgen versteigerte Rembrandt zwischen Dezember 1655 und Januar 1656 seine Sammlung. Im gleichen Jahr musste Rembrandt ehrenhaften Konkurs beantragten, weshalb das Haus am 1. Februar 1658 zwangsversteigert wurde. Vermutlich verlor Rembrandt damit auch seine Druckerpresse, denn bis 1664 entstanden nur noch vier Radierungen.

1660 erhielt der einst so hochgelobte Maler noch einen Auftrag für Gemälde für das neue Rathaus in Amsterdam. Er malte die „Verschwörung des Claudius Civilis“ in seinem berühmten Spätstil. Sein Gemälde wurde wenige Jahre später aus dem Rathaus entfernt und durch ein Bild mit demselben Sujet von Govert Flinck ersetzt. Hendrickje und Titus gründeten gemeinsam eine Kunsthandlung, die Rembrandt vor finanziellen Zugriffen seiner Gläubiger geschützt wurde. Ein Jahr vor seinem Tod, 1667, erhielt Rembrandt herrschaftlichen Besuch: Großherzog Cosimo de’Medici besuchte den „berühmten Maler“ Rembrandt, dessen Werke allerdings von den meisten Zeitgenossen nicht verstanden wurden. Am 4. Oktober 1669 verstarb Rembrandt völlig verarmt in Amsterdam.

 

Aufstieg zum Jahrhundertkünstler

Rembrandt starb 1669 verarmt in Amsterdam. Im 17. Jahrhundert war er vor allem als Druckgrafiker über die Landesgrenzen der Republik hinaus bekannt. Sein Werk war zwar im 18. Jahrhundert teilweise sehr beliebt, sein kometenhafter Aufstieg zum höchsten internationalen Rang setzte aber erst nach 1800 ein. Dabei spielten französische Radierer des 19. Jahrhunderts eine wichtige Rolle, allen voran jene Künstler, die sich an den Köpfen, Interieurs und Landschaften Rembrandts orientierten. Die Franzosen übernahmen von Rembrandt einzelne Motive, vor allem aber das dramatische Helldunkel mit einer Vorliebe für das Dunkel und den gezielten Einsatz von Unbestimmt­heit und Nicht­ Vollendung.

  • Paul Huet (1803–1869)
  • Adolphe Hervier (1818–1879)

 

Rembrandt beeinflusste folgende Künstler

  • William Hogarth
  • Thomas Hudson
  • Joseph Wright of Derby
  • Allan Ramsay
  • Sir Henry Raeburn
  • Sir Thomas Lawrence

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