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Wien | Belvedere: Joseph Rebell

Joseph Rebell, Sonnenuntergang über den Campi Flegrei gegen die Inseln Procida und Ischia, Detail, 1819, Öl/Lw, 98 x 136 cm (Belvedere, Wien)

Joseph Rebell, Sonnenuntergang über den Campi Flegrei gegen die Inseln Procida und Ischia, Detail, 1819, Öl/Lw, 98 x 136 cm (Belvedere, Wien)

Das Belvedere widmet im Frühjahr und Sommer 2021 dem bedeutenden Landschaftsmaler Joseph Rebell (1787–1828) eine erste Einzelausstellung. Der Künstler wurde im Jahr 1787 in Wien geboren und wirkte ab 1813 in Neapel und Rom. Seine Bilder genossen höchstes Ansehen beim kunstinteressierten Publikum in ganz Europa, bei Aristokratinnen, Aristokraten und Königen. Die umfangreiche Schau zeigt zahlreiche Ansichten Rebells aus öffentlichen und privaten Sammlungen in Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz, die nun erstmals miteinander verglichen werden können.

Durch Rebell kommt das Tageslicht in die Malerei

Rebells Arbeiten unterscheiden sich von jenen seiner Zeitgenossen durch das Licht. Seine Landschaften erstrecken sich unter klarem Himmel und sind vom warmen Licht der südlichen Sonne beschienen. Das lässt die Ansichten vom Golf von Neapel, von der Küste bei Amalfi oder von den Inseln Capri und Ischia besonders realistisch und natürlich erscheinen. Auch der österreichische Kaiser Franz I. erkennt bei seinem Aufenthalt 1819 in Rom die Modernität der Bilder von Joseph Rebell und beauftragt ihn sogleich mit vier großformatigen Ansichten aus der Gegend von Neapel – sie befinden sich heute im Belvedere. Wenig später holt er den Maler als Direktor an die kaiserliche Gemäldegalerie im Oberen Belvedere. Rebell wandelt diese von 1824 bis zu seinem plötzlichen Tod im Dezember 1828 mit innovativer Tatkraft von einem Sommerschloss in einen modernen Musemsbau um.

Jopseph Rebell 2021 im Belvedere

Die Ausstellung findet in der Orangerie des Unteren Belvedere statt. Auf einer Ausstellungsfläche von 350 Quadratmetern sind etwa 70 Gemälde und 40 Zeichnungen zu sehen. Der thematische Schwerpunkt der Schau liegt auf den Ansichten aus Süditalien, doch auch frühe Zeichnungen von Joseph Rebell, etwa von den oberitalienischen Seen sowie die arkadischen Landschaften, werden angemessen beleuchtet.

Kuratiert von Sabine Grabner.
Quelle: Belvedere, Wien

Joseph Rebell in Wien: Bilder

  • Joseph Rebell, Sonnenuntergang über den Campi Flegrei gegen die Inseln Procida und Ischia, 1819, Öl/Lw, 98 x 136 cm (Belvedere, Wien)

Beiträge zum Klassizismus

28. Januar 2020
Angelika Kauffmann, Selbstporträt der Künstlerin am Scheideweg zwischen Musik und Malerei, Detail, Rom 1794, Öl/Lw, 147,3 x 215,9 cm (Nostell Priory, West Yorshire © National Trust Images/John Hammond)

Düsseldorf | Museum Kunstpalast: Angelika Kauffmann Bedeutendste Künstlerin Europas um 1800

Angelika Kauffmann (1741–1807) vertritt exemplarisch den neuen Typus einer europaweit vernetzten und weltgewandten Künstlerin. Ihr breitgefächertes Œuvre repräsentiert wesentliche Aspekte des internationalen Klassizismus im Zeitalter der Aufklärung und Empfindsamkeit.
14. Januar 2020
Elisabeth Louise Vigée Le Brun, Friede bringt Überfluss, Detail, 1780, Öl/Lw, 102,5 x 132,5 (Paris, Musée du Louvre, Département des Peintures)

Paris | Musée du Luxembourg: Malerinnen 1780–1830 Berühmte Malerinnen des Klassizismus und Kämpferinnen für weibliches Kunstschaffen in Paris

Im Musée du Luxembourg wird 2020 der Weg dieser bewunderungswürdigen Vorkämpferinnen für das Recht auf künstlerische Betätigung nachgezeichnet, wobei die Leitung noch keine Namen angekündigt hat. Vermutlich werden die Hauptvertreterinnen des französischen Klassizismus - von Vigée-Lebrun bis Meyer - gezeigt.
20. November 2019
Francisco de Goya, Bekleidete Maya [La maja vestida], Detail, 1800–1807, Öl auf Leinwand, 95 x 190 cm /Museo Nacional del Prado, Madrid, © Photographic Archive. Museo Nacional del Prado. Madrid)

Fondation Beyeler: Francisco de Goya Spanischer Hofmaler und Begründer der Modernen Kunst 2020 in Riehen

Das Ausstellungshighlight der Fondation Beyeler in Riehen b. Basel 2020 wird eine Retrospektive des spanischen Malers Francisco de Goya! Dessen „Hexensabbat“ (1797/98, Museo Lázaro Galdiano, Madrid) ist ein eindrucksvolles, rätselhaftes Gemälde und wird in der Schau genauso zu sehen sein wie die bekleidete Maja aus dem Prado.