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Albertina: Manfred Willmann Neuer Blick auf das Landleben

Manfred Willmann, Ich träume nie!, Detail, Teil 3 aus der Serie „Schwarz und Gold“, 1979–1981, Silbergelatineabzug (Albertina, Wien © Manfred Willmann)

Manfred Willmann, Ich träume nie!, Detail, Teil 3 aus der Serie „Schwarz und Gold“, 1979–1981, Silbergelatineabzug (Albertina, Wien © Manfred Willmann)

Der österreichische Fotograf Manfred Willmann (* 1952) hält in seinen über mehrere Jahre hinweg aufgenommenen Serien alltägliche Szenen aus seinem unmittelbaren Lebensumfeld in Graz und der ländlichen Südsteiermark fest. Revolutionär ist Willmann auch bei der Verwendung der Farbfotografie, die er als einer der ersten österreichischen Fotografen als künstlerisches Ausdrucksmittel einsetzt.

Die von einer sehr direkten, subjektiven Sichtweise gekennzeichneten Bilder lassen sich sowohl als autobiografische Introspektion als auch als Studie über ländliche Sozialgefüge lesen. Durch enge Bildausschnitte, den Fokus auf Details und die konsequente Verwendung von Blitzlicht verfremdet Manfred Willmann bis dahin als nicht darstellungswürdig erachtete Motive und bricht so radikal mit einer idyllischen Darstellung des Landlebens in Österreich.

Die Albertina widmet Manfred Willmann eine umfassende monografische Ausstellung, in der sechs umfangreiche Serien zu sehen sind. Die zwischen 1979 und 2018 entstandenen Foto–Serien kulminieren in den einflussreichen Arbeiten „Schwarz und Gold“ und „Das Land“. Es werden zentrale Aspekte seines Schaffens beleuchtet sowie Willmanns Entwicklung als „Blitzlichtfotograf“ aufgezeigt.

 

 

Manfred Willmann: Bilder

  • Manfred Willmann, Ohne Titel, aus der Serie „Das Land“, 1981–1993, C–Print (Albertina, Wien © Manfred Willmann)
  • Manfred Willmann, Ohne Titel, aus der Serie „Das Land“, 1981–1993, C–Print (Albertina, Wien © Manfred Willmann)
  • Manfred Willmann, Ohne Titel, aus der Serie „Das Land“, 1981–1993, C–Print (Albertina, Wien © Manfred Willmann)
  • Manfred Willmann, Ohne Titel, aus der Serie „Das Land“, 1981–1993, C–Print (Albertina, Wien © Manfred Willmann)
  • Manfred Willmann, Ohne Titel, aus der Serie „Das Land“, C–Print (Albertina, Wien © Manfred Willmann)
  • Manfred Willmann, Ohne Titel, aus der Serie „Die Welt ist schön“, 1981–1983, C–Print (Besitz des Künstlers © Manfred Willmann)
  • Manfred Willmann, Volkmarweg 36, Teil 1 aus der Serie „Schwarz und Gold“, 1979–1981, Silbergelatineabzug (Albertina, Wien © Manfred Willmann)
  • Manfred Willmann, Volkmarweg 36, Teil 1 aus der Serie „Schwarz und Gold“, 1979–1981, Silbergelatineabzug (Albertina, Wien © Manfred Willmann)
  • Manfred Willmann, Ich träume nie!, Teil 3 aus der Serie „Schwarz und Gold“, 1979–1981, Silbergelatineabzug (Albertina, Wien © Manfred Willmann)
  • Manfred Willmann, Ich träume nie!, Teil 3 aus der Serie „Schwarz und Gold“, 1979–1981, Silbergelatineabzug (Albertina, Wien © Manfred Willmann)
  • Manfred Willmann, Ich träume nie!, Teil 3 aus der Serie „Schwarz und Gold“, 1979–1981, Silbergelatineabzug (Albertina, Wien © Manfred Willmann)

Beiträge zur Fotografie

11. Dezember 2018
Dorit Margreiter, Boulevard, 2019, Filmstill (© Dorit Margreiter)

mumok: Dorit Margreiter. Really! Erste Retrospektive der österreichischen Medienkünstlerin

Das mumok bereitet für Frühjahr 2019 eine umfassende Einzelausstellung der in Wien lebenden Künstlerin Dorit Margreiter vor. Margreiters Interesse gilt den Verbindungen von visuellen Systemen und räumlichen Strukturen, dem Verhältnis von Gegenwart und Geschichte, sowie jenem von Realität, Repräsentation und Fiktion.
3. Dezember 2018
Nathalie Djurberg & Hans Berg, Worship, 2016, Stop-Motion-Animation, Video, Musik, 08:26 Min., © Nathalie Djurberg & Hans Berg / VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Schirn Nathalie Djurberg Hans Berg Video, Installationen, Skulpturen, VR-Erfahrung

Die Begegnung mit den Filmen von Nathalie Djurberg (* 1978) und Hans Berg (* 1978) hat etwas von einer Verführung – eindrucksvoll und unmittelbar ziehen sie die Betrachter an, hinein in farbenprächtige, von hypnotischer Musik begleitete, suggestive Welten. In spielerisch erzählten, düsteren Fabeln voller schwarzem Humor werden die großen Fragen der Menschheit verhandelt.
21. November 2018
Matthias Herrmann, To hide his deformity he wore special clothing, Detail, 1996, William Wegman, artist, 1971, black & white photograph, 2018 © Matthias Herrmann

Matthias Herrmann. Textpieces 1996–1998 Inszenierte Fotografie als Kommentar auf Kunst und Gesellschaft

Matthias Herrmanns „Textpieces“ (1996–1998) zählen zu den interessantesten Auseinandersetzungen mit Körper, Geschlecht und Kunsttheorie. Im Gespräch mit Adrian Kowanz spricht der Künstler über seine Vorbilder, sein Konzept, seine Vorgangsweise.

Ausstellungen der Albertina

7. Dezember 2018
Albrecht Dürer, Feldhase, Kopf, 1502 (© Albertina, Wien)

Albertina: Ausstellungen 2019 Fürstliche Schätze Liechtenstein, Dürer, Lassnig, Scully, Willmann, Sammlung Guerlain

Was stellt die Albertina 2019 aus? Albrecht Dürer, Maria Lassnig, Fürstliche Schätze Liechtenstein und Zeichnungen aus der Sammlung Guerlain. Infos und Zeiten findest du hier.
7. Dezember 2018
Mark Dion, The Shipwreck, 2001, Buntstift auf Papier, 27,5 x 34,8 cm (Schenkung der Sammlung Florence und Daniel Guerlain, 2012 | Centre Pompidou – Musée National d’Art Moderne, Paris)

Albertina: Zeichnungen aus der Sammlung Guerlain Zeichnen heute: Internationale Positionen seit 2000

Die Albertina zeigt eine Auswahl an zeitgenössischen Zeichnungen aus der Sammlung von Florence und Daniel Guerlain, Stifter des Prix de dessin, die vor einigen Jahren dem Centre Pompidou 1.200 Arbeiten auf Papier schenkten.
7. Dezember 2018
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Albertina: Sean Scully. Eleuthera Bislang privateste Serie des abstrakten Malers

Sean Scully ist vor allem für seine ausdruckstarken abstrakten Gemälde farbiger Streifen oder Rechtecke bekannt. Die Albertina präsentiert erstmals eine Werkserie, die Scully von einer ganz neuen Seite zeigt. „Eleuthera“ aus dem Jahr 2016 hat ein sehr privates Sujet zum Hauptthema!
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.