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Berlin | Gemäldegalerie: Anna Dorothea Therbusch

Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 3. Dezember 2021
Anna Dorothea Therbusch, Selbstbildnis, Detail, um 1782 (© Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie Jörg P. Anders)

Anna Dorothea Therbusch, Selbstbildnis, Detail, um 1782 (© Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie Jörg P. Anders)

Anna Dorothea Therbusch wurde vor 300 Jahren in Berlin geboren und in der Folge eine der bedeutendsten Künstlerinnen des 18. Jahrhunderts. Anlässlich des runden Jubiläums würdigt die Gemäldegalerie im Herbst 2021 diese außergewöhnliche Künstlerin und Vorreiterin der Emanzipation mit einer fokussierten Sonderausstellung mit wichtigen Werken aus den eigenen Beständen der Staatlichen Museen zu Berlin.

Anna Dorothea Therbusch
Eine Berliner Künstlerin der Aufklärung

Deutschland | Berlin: Gemäldegalerie
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Ungewöhnlicher Karriereweg der Anna Dorothea Therbusch

Der ungewöhnliche Karriereweg von Anna Dorothea Therbusch (1721–1782) begann als Tochter des preußischen Hofmalers Georg Lisiewsky, von dem sie wie ihre Geschwister früh eine erste Ausbildung als Malerin erhielt. Doch als Ehefrau eines Gastwirts und Mutter von fünf Kindern blieben ihre Fähigkeiten auf diesem Gebiet zunächst ungenutzt. Umso energischer widmete sie sich ab ihrem 40. Lebensjahr der Malerei, sodass ihr als einer der wenigen Frauen überhaupt im Jahr 1767 die Aufnahme in die wichtigste europäische Kunstakademie der Zeit, die Pariser Académie royale de peinture et de sculpture, gelang. Zurück in ihrer Heimatstadt wurde sie eine gefragte Porträtmalerin und mit Bildnissen etwa von Henriette Herz, Friedrich II. und dem Arzt Christian Andreas Cothenius zur bedeutenden Chronistin der Zeit der Aufklärung.

 

Anna Dorothea Therbusch in Berlin

Werke der großen Berlinerin finden sich in gleich zwei Häusern der Staatlichen Museen zu Berlin – der Gemäldegalerie und der Alten Nationalgalerie. Von dort aus sind sie als Dauerleihgaben in weiteren Museen über die Stadt verteilt präsent – im Bode-Museum, im Kunstgewerbemuseum sowie im Jüdischen Museum. Besonders bekannt ist ihr um 1782 entstandenes großformatiges Selbstbildnis in der Gemäldegalerie; in ihm präsentiert sich Therbusch als gelehrte und elegante Respektsperson sowie als nahbare und hellwache Gesprächspartnerin, die durch das Buch in ihrer Hand sowie den frontalen Blick durchs Augenglas ihr Interesse an den Dingen und dem Gegenüber demonstriert.

Um dieses Hauptwerk versammelt die Gemäldegalerie anlässlich des 300. Geburtsjubiläums im Herbst 2021 den fast gesamten Bestand an Therbusch-Arbeiten aus den Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin in einer fokussierten Sonderausstellung. Ergänzt durch Referenzwerke von Zeitgenossen ergibt sich ein repräsentatives Bild des Schaffens und beruflichen Netzwerks von Anna Dorothea Therbusch sowie ihrer Zeit.

 

Anna Dorothea Therbusch in Berlin: Bilder

  • Anna Dorothea Therbusch, Selbstbildnis, um 1782 (© Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie)
  • Anna Dorothea Therbusch, Johann Julius von Vieth und Golßenau, 1771 (© Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie)
  • Anna Dorothea Therbusch, Christian Andreas Cothenius, 1777 (© Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie)
  • Anna Dorothea Therbusch, Porträt der Henriette Herz, 1778 (© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie)

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