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Berlin | Hamburger Bahnhof: Ausstellungen 2020 Welche Ausstellungen zeigt der Hamburger Bahnhof 2020?

Berlin, Hamburger Bahnhof, Ausstellungen 2020

Berlin, Hamburger Bahnhof, Ausstellungen 2020

Der Hamburger Bahnhof, Berlin, zeigt 2020 vier Ausstellungen:

Die Gruppenausstellung „Magical Soup“ zeigt Medienkunstwerke aus der Sammlung der Nationalgalerie, der Friedrich Christian Flick Collection und Leihgaben, deren gemeinsamer Ausgangspunkt Musik und Geräusche sind (ab (2.4). Nach Ostern verwandelt Katharina Grosse für „It wasn’t us“ die Historische Halle des Hamburger Bahnhofs sowie Teile des Außenbereichs für ein neues Bild mit skulpturalen Elementen (ab 24.4.). Dem Berliner Autodidakten Michael Schmidt wird mit „Fotografien 1965–2014“ eine erste Retrospektive seines Werks ausgerichtet (ab 21.5.). Die Preisträgerin des Preis der Nationalgalerie 2019, Pauline Curnier Jardin, präsentiert ab November 2020 ihre Einzelausstellung im Hamburger Bahnhof.

 

Hier geht es zu den weiteren Ausstellungen der Staatlichen Museen zu Berlin:

 

Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin: Ausstellungen 2020

Magical Soup. Medienkunstwerke aus der Sammlung der Nationalgalerie, der Friedrich Christian Flick Collection und Leihgaben (2.4.–16.8.2020)

Die Gruppenausstellung „Magical Soup“ erkundet soziale, politische, räumliche, körperliche und imaginäre Grenzen. Musik und Geräusche sind dabei ein gemeinsamer Ausgangspunkt für die Medienkunstwerke, Installationen und Papierarbeiten, die von den 1970er Jahren bis in die unmittelbare Gegenwart reichen. Gezeigt werden Arbeiten von Medienkunst-Pionieren*innen wie Nam June Paik, Jochen Gerz, Charlemagne Palestine, Ulrike Rosenbach oder Keiichi Tanaami, von multimedial arbeitenden Künstler*innen wie Nevin Aladag, Stan Douglas, Cyprien Gaillard, Douglas Gordon, Rodney Graham, Anne Imhof, Pipilotti Rist, Diana Thater, Lawrence Weiner, Nicole Wermers oder David Zink Yi sowie zeitgenössische Positionen von Korakrit Arunanondchai, Trisha Baga, Dineo Seshee Bopape, Christine Sun Kim, Sandra Mujinga und Sung Tieu.

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin

 

Katharina Grosse. It wasn’t us (24.4.–4.10.2020)

Mit ihren spektakulären ortsbezogenen Malereien, die sie mit Sprühpistole und starkfarbigen Acrylfarben anfertigt, nimmt Katharina Grosse (* 1961, Freiburg i. Br.) eine zentrale Position in der Gegenwartskunst ein. Ihre raumgreifenden Arbeiten sind als pulsierende, dreidimensionale Bildwelten zu erleben, die Wand, Decke und Boden mit einbeziehen und auch Objekte im Raum besetzen können. Alles wird in dieser Malerei zum Bildträger und wird erfasst von einer vibrierenden Farbenergie, die unser gewöhnliches Realitätsbild stört und noch nicht erdachte Möglichkeitsräume eröffnet. Grosses begehbare Bilder tauchen in Innen- wie Außenräumen auf und reflektieren den Umgang mit institutionellen wie städtischen Räumen.

Im Frühjahr 2020 wird die Künstlerin die Historische Halle des Hamburger Bahnhofs sowie Teile des Außenbereichs für ein neues Bild mit skulpturalen Elementen verwenden, das die bestehende Ordnung des musealen Raums radikal destabilisieren und neu verhandeln wird.

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin

 

Michael Schmidt – Retrospektive. Fotografien 1965–2014 (21.5.–25.10.2020)

Michael Schmidt (1945–2014) bezieht in der deutschen Gegenwartsfotografie eine einzigartige Position. In Berlin geboren, fand er Mitte der 1960er Jahre als Autodidakt zur Fotografie als künstlerischem Ausdrucksmittel. Für jede seiner Werkgruppen hat Schmidt eine individuelle fotografische Methode des Zugangs zur Wirklichkeit entwickelt.

Die Retrospektive im Hamburger Bahnhof stellt erstmals das gesamte Lebenswerk Michael Schmidts chronologisch vor und ist die erste Übersichtsausstellung des Berliner Fotografen in seiner Heimatstadt nach 25 Jahren.Neben den Werkgruppen „Waffenruhe“ (1987), „Einheit“ (1996), „Lebensmittel“ (2012) und weiteren Originalfotografien stellen unveröffentlichte Arbeitsabzüge, Buchentwürfe und Archivmaterialien die Entwicklung der künstlerischen Arbeit vor, die für eine jüngere Generation Fotografierender durch ihre ständige Erforschung und Innovation Vorbildcharakter hat.

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit der Stiftung für Fotografie und Medienkunst mit dem Archiv Michael Schmidt

 

Preis der Nationalgalerie 2019: Pauline Curnier Jardin (November 2020–Mai 2021)

Pauline Curnier Jardin ist Gewinnerin des Preis der Nationalgalerie 2019. Im November 2020 folgt ihre Einzelausstellung im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin, in der sie den visuellen Reichtum und die narrative Vielfalt ihrer künstlerischen Praxis in raumgreifenden Arbeiten zeigt. Jardins filmische und installative Sprache greift oftmals altertümliche, mythenhafte Erzählungen auf, die sie aber dekonstruiert und durchbricht. Es eröffnet sich ein Wahrnehmen der Welt, das vereinnahmt wie verunsichert. Der Preis der Nationalgalerie wird alle zwei Jahre vergeben und ist eine museale Ehrung für Künstler*innen unter 40, die in Deutschland leben und arbeiten.

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin

Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.