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Bonn | Kunstmuseum: Alexej von Jawlensky Gesicht | Landschaft | Stillleben

Alexej von Jawlensky, Früchtestillleben, Detail, um 1908/31, Öl/Karton, 32 x 47,8 cm (Museum Wiesbaden)

Alexej von Jawlensky, Früchtestillleben, Detail, um 1908/31, Öl/Karton, 32 x 47,8 cm (Museum Wiesbaden)

Als zentraler Künstler der frühen Moderne hat Alexej von Jawlensky (1864 Torschok/ Russland – 1941 Wiesbaden) die Möglichkeiten der Farbe wesentlich erweitert. Während er die sichtbare Welt zu Beginn expressiv farbig darstellte, reduzierte er später die Formen des Bildes und steigerte die innere Leuchtkraft der Farben zum Ausdruck einer immateriellen und geistigen Wahrheit. Trotz der großen Individualität seines Wegs hat er der Malerei bis zur Gegenwart im Blick auf die Bedeutung der Farbe, des Seriellen und Spirituellen wichtige Anregungen gegeben.

Jawlensky im Kunstmuseum Bonn

1971 hat das Kunstmuseum Bonn das Werk von Jawlensky zuletzt in einer Einzelausstellung gezeigt. 50 Jahre später widmet sich das Kunstmuseum erneut der Kunst Jawlenskys und folgt in einer exemplarischen Auswahl von rund 70 Gemälden und Zeichnungen der Entwicklung der drei großen Themen Gesicht, Landschaft, Stillleben, auf die sich Jawlensky konzentriert hat.

Die Ausstellung führt von frühen, seit 1901 in München entstandenen Porträts und Stillleben zu intensiv farbigen Gemälden, in denen Jawlensky seine eigene Position bestimmte. Nach der Emigration in die Schweiz 1914 begann Jawlensky mit der Serie der „Variationen“, es folgten ab 1917 die „Mystischen Köpfe“, die „Abstrakten Köpfe“ und die kleinformatigen „Meditationen“, an denen der Künstler bis 1937 arbeitet.

Die Ausstellung wurde realisiert in Kooperation mit dem Museum Wiesbaden, das zeitgleich ein Konvolut der wichtigsten Werke von August Macke aus der Sammlung des Kunstmuseum Bonn zeigt: Wiesbaden | Museum Wiesbaden: August Macke

Quelle: Kunstmuseum Bonn

Alexej von Jawlensky. Gesicht | Landschaft | Stillleben: Ausstellungskatalog

Volker Adolphs (Hg.)
Mit Beiträgen von Volker Adolphs, Anna Niehoff und Roman Zieglgänsberger
ISBN 978-3-422-98526-1
Deutscher Kunstverlag

Alexej von Jawlensky. Gesicht | Landschaft | Stillleben: Bilder

  • Alexej von Jawlensky, Murnau, um 1910, Öl/Pappe, 50 × 53 cm (Kunstpalast, Düsseldorf)
  • Alexej von Jawlensky, Helene mit blauem Turban, 1911, Öl/Pappe, 48,1 x 53,3 cm (Kunstmuseum Bonn, Dauerleihgabe aus Privatsammlung seit 2003)
  • Alexej von Jawlensky, Früchtestillleben, um 1908/31, Öl/Karton, 32 x 47,8 cm (Museum Wiesbaden)

Weitere Beiträge zu Alexej von Jawlensky

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Im Herbst 2022 zeichnet diese Ausstellung erstmals das besondere Verhältnis zwischen dem Museum Folkwang und den Künstler*innen des Expressionismus nach.
10. Juli 2021
Ernst Ludwig Kirchner, Vier Badende, Detail, 1909/10 (Von der Heydt-Museum, Wuppertal)

Wuppertal | Von der Heydt-Museum: Brücke und Blauer Reiter Zusammenwirken der beiden Künstlergruppen

30. Oktober 2020
Alexej von Jawlensky, Früchtestillleben, Detail, um 1908/31, Öl/Karton, 32 x 47,8 cm (Museum Wiesbaden)

Bonn | Kunstmuseum: Alexej von Jawlensky Gesicht | Landschaft | Stillleben

In einer exemplarischen Auswahl von rund 70 Gemälden und Zeichnungen folgt die Ausstellung im Kunstmuseum Bonn der Entwicklung der drei großen Themen Gesicht, Landschaft, Stillleben, auf die sich Jawlensky zeitlebens konzentriert hat.

Aktuelle Ausstellungen

10. Juli 2021
Yayoi Kusama, Infinity Mirrored Room – Filled with the Brilliance of Life, 2011/2017 (Tate © Yayoi Kusama)

London | Tate Modern: Yayoi Kusama. Infinity Mirror Rooms Magie - Unendlichkeit - Selbstauslöschung

Die japanische Künstlerin und Schriftstellerin Yayoi Kusama erschafft mit den „Infinity Mirror Rooms“ Kunstwerke, in die man eintreten und eintauchen kann. Zwei große Installationen – „Infinity Mirrored Room - Filled with the Brilliance of Life“ (2012) sowie „The Universe as Seen from the Stairway to Heaven” (2021) – begeistern nun ein ganzes Jahr das Publikum.
1. Juli 2021
Hans Robertson, Der Tänzer Harald Kreutzberg, Detail, 1925, Gelatinesilberpapier, 23,4 × 17,1 cm (Städel Museum, Frankfurt am Main, Foto: Städel Museum, Frankfurt am Main)

Frankfurt | Städel Museum: Fotografie zwischen den Weltkriegen Neu Sehen in den 1920er und 1930er Jahren

Das Städel Museum zeigt 2021 eine Ausstellung über Tendenzen und Bewegungen in der Fotografie der Moderne. Die Schau präsentiert eine Auswahl von rund 120 wegweisenden Fotografie - mit Alfred Ehrhardt, Hans Finsler, Lotte Jacobi, Felix H. Man, Albert Renger-Patzsch, Erich Salomon, August Sander, Umbo, Paul Wolff, Yva uvm.
22. Juni 2021
Bonn, Beuys - Lehmbruck

Bonn | Bundeskunsthalle: Beuys – Lehmbruck Denken ist Plastik

Im Jahr 1986 erhielt Joseph Beuys den Wilhelm-Lehmbruck-Preis. In seiner Dankesrede betont er die Bedeutung, die die Kunst des expressionistischen Bildhauers für ihn hatte. Zum 100. Geburtstag von Joseph Beuys geht die Ausstellung „Beuys – Lehmbruck. Denken ist Plastik“ dem Weg vom expressionistischen Bildhauer zur Sozialen Plastik nach.