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Gerhard Richter. Abstraktion Museum Barberini zeigt Überblick zu Richters ungegenständlichen Bildern

Gerhard Richter, A B, Still, 1986, Detail (Museum Barberini © Gerhard Richter 2018 (29062018)

Gerhard Richter, A B, Still, 1986, Detail (Museum Barberini © Gerhard Richter 2018 (29062018)

„Gerhard Richter. Abstraktion“ im Museum Barberini schlägt den großen Bogen von den 1960er Jahren bis zu neuen Arbeiten. Sie widmet sich dabei erstmals einem für Gerhard Richters Malerei zentralen Thema: den abstrakten Strategien und Verfahrensweisen im Gesamtwerk des Künstlers.

Die Schau geht von dem Rakelbild „A B, Still“ (1986) aus der Sammlung des Museums Barberini aus und vereint über 90, zum Teil noch nicht ausgestellte Werke aus internationalen Museums- und Privatsammlungen. Sie zeigt Richters Entwicklung von den schwarzweißen Fotobildern und Farbtafeln über die Ausschnitte, die Grauen Bilder und Vermalungen bis zu den Abstrakten Bildern, wie Richter von den späten 1970er Jahren an seine Gemälde mit ihren Pinsel-, Rakel- und Spachtelspuren im Farbauftrag häufig betitelte. In der Variationsbreite unterschiedlichster Werkgruppen werden so Elemente erkennbar, die sich durch das gesamte Werk ziehen.

 

 

„Abstraktion ist ein roter Faden durch Richters Malerei. So sprunghaft und vielgestaltig sie manchen Zeitgenossen beim Wechsel zwischen verschiedenen Werkphasen erschien, so konsequent entwickelte sich sein Werk als stetige Fortführung und Wandlung der Abstraktion. Durch kalkuliertes Einbeziehen des Zufalls nimmt Richter die bewusste Steuerung des Malprozesses zurück. Er arbeitet mit Rasterstrukturen, hinter denen das Schöpferische zurücktritt oder zieht mit der Rakel über die gesamte Bildfläche. Er vermeidet schöpferisches Pathos und Bedeutungen, die außerhalb der Kunst liegen, die Bilder wirken so durch sich selbst.“ (Ortrud Westheider, Direktorin des Museum Barberini)

 

Die Ausstellung ist in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit Gerhard Richter entstanden. Ein umfangreiches Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm mit Vorträgen, Führungen, Konzerten und Filmen begleitet die Ausstellung.

Kuratiert von Dietmar Elger, Leiter des Gerhard Richter Archivs an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

Quelle: Pressetext

 

Gerhard Richter. Abstraktion: Bilder

  • Gerhard Richter, A B, Still, 1986 (Museum Barberini © Gerhard Richter 2018 (29062018)
  • Gerhard Richter, 192 Farben, 1966 (Hamburger Kunsthalle, Sammlung Gerhard und Elisabeth Sohst, © Gerhard Richter 2018 (29062018)
  • Gerhard Richter, Abstraktes Bild, 1984 (Privatsammlung, © Gerhard Richter 2018 (29062018)
  • Gerhard Richter, Rot-Blau-Gelb (339-4), 1972, Öl/Lw, 98 x 92 cm (Privatsammlung, Schweiz. © Gerhard Richter 2018 (29062018)
  • Gerhard Richter, Vorhang (58-1), 1964, Öl auf Leinwand, 65 x 47 cm, Sammlung Block, Berlin. © Gerhard Richter 2018 (29062018)

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Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.