Josef Mikl. Das satirische Werk im MUSA
0

Josef Mikl. Das satirische Werk

Josef Mikl, Letzte Reise des Wunderpferdes auch Zauberpferd genannt, Detail, 1951 © Wien Museum

Josef Mikl, Letzte Reise des Wunderpferdes auch Zauberpferd genannt, Detail, 1951 © Wien Museum

Josef Mikl (1929–2008) ist als Maler großformatiger Abstraktionen bekannt, seine satirische Seite hat der in Wien geborene Künstler stets im Rahmen von Zeichnungen und Tagebucheinträgen offenbart. Das MUSA erhielt von Brigitte Bruckner-Mikl eine Schenkung von Skizzenbüchern, Textblättern, Episkopbildern und Heften, die das Zentrum dieser Ausstellung bilden. Wenn auch Mikl vor allem für seine zwischen 1992 und 1997 entstandenen Gemälde im Großen Redoutensaal der Wiener Hofburg. das Deckenbild1 und 22 Wandbilder2 bekannt ist, so lässt sich seine bissige Seite an den Zeichnungen nachvollziehen.

Wie in seiner Malerei steht auch in der Grafik der Mensch im Zentrum von Mikls Reflexionen. In Form der Journalistenfresserin Hawranek, die er auch in der Öffentlichkeit auftreten ließ, reagierte der österreichische Maler und Professor an der Akademie der bildenden Künste auf die Kritik. Zeitgenossen und die Kunstszene seiner Zeit bekamen in abenteuerlichen Geschichten wie Mikls „Wunderpferd“- Heften oder der „Kulturtagung von Worpswede“ ihr Fett weg. Oder wie er es selbst formulierte:

„Vor vielen Jahren, als die Erde noch flach war, zerbiss die Hawranek schon Zeitungen und Redakteure“.

Kuratiert von Gabriele Baumgartner, Semirah Heilingsetzer

Josef Mikl. Das satirische Werk: Bilder

  • Josef Mikl, Das Wunderpferd oder auch Zauberpferd, 1948 © Wien Museum
  • Josef Mikl, Letzte Reise des Wunderpferdes auch Zauberpferd genannt, 1951 © Wien Museum
  • Josef Mikl, Letzte Reise des Wunderpferdes auch Zauberpferd genannt, Detail, 1951 © Wien Museum
  • Josef Mikl, Kulturtagung in Worpswede, 1951 © Wien Museum

Weitere aktuelle Ausstellungsberichte

17. Mai 2024
Franz Grabmayr, Sandgrube, 1969, Öl auf Jute (ALBERTINA, Wien - Sammlung Batliner © Bildrecht, Wien 2024)

Wien | Albertina: Franz Grabmayr Farbe, Dynamik, die Kraft des Lebendigen | 2024

„Farbe, Dynamik, die Kraft des Lebendigen – das sind die Mittel meiner Bildgestaltung“, so beschreibt Franz Grabmayr seine Malerei. Aus der Nähe betrachtet gemahnen seine oft bis zu 60 kg schweren, plastischen Gemälde an abstrakte, zufällige Kompositionen. Doch sind Künstler und Werk in der Natur beheimatet.
17. Mai 2024
Jacob Matham nach Hendrick Goltzius, Der gestrandete Wal bei Berjhey, Detail, 1598 (Narodniy Galeria Prag)

Prag | Waldstein Reithalle: Von Michelangelo bis Callot Druckgrafik des Manierismus | 2024

Die Druckgrafik spielte im Manierismus eine entscheidende Rolle für die rasche Verbreitung von Motiven und Konzepten. Gleichzeitig etablierte sie sich aber auch als eigenständige künstlerische Disziplin mit technischer als auch künstlerischer Exzellenz.
16. Mai 2024
Angelika Kauffmann, Farbe – Colouring, ab 1778/vor Mai 1780, Öl/Lw, queroval, 130 x 149,5 cm (Royal Academy of Arts, London © Royal Academy of Arts, London/ Foto: John Hammond)

London | Tate Britain: Britische Künstlerinnen 1520–1920 Erfolgreiche Frauen im britischen Kunstbetrieb | 2024

Mit über 150 Werken räumt die Ausstellung mit Stereotypen über Künstlerinnen in der Kunstgeschichte auf und analysiert den steinigen Weg von Frauen in die Kunstwelt. Mit Werken von Mary Beale, Angelika Kauffmann, Elizabeth Butler und Laura Knight.
  1. Das Deckenbild: 34,80 m x 11,60 m = 404 m², Öl auf Leinwand
  2. Die Wandbilder haben eine Größe von insgesamt 214 m², Öl auf Leinwand.
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.