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Kopenhagen | Nationalgalerie: Nolde und Kirchner

Ernst Ludwig Kirchner, Das Soldatenbad, Detail, 1915, Öl/Lw, 140 x 150 cm (Nationalmuseum, Oslo)

Ernst Ludwig Kirchner, Das Soldatenbad, Detail, 1915, Öl/Lw, 140 x 150 cm (Nationalmuseum, Oslo)

Die Nationalgalerie in Kopenhagen kündigt für das Frühjahr 2021 eine Ausstellung über die beiden Expressionisten Emil Nolde und Ernst Ludwig Kirchner an. Die Dänen sind erfreut, selten zu sehende Werke des deutschen Expressionismus zu zeigen und fokussieren sich auf das Interesse der Künstler für außereuropäische Kulturen.

Kirchners „Das Soldatenbad“

Zudem konnte die Nationalgalerie schon 2019 ankündigen, dass Kirchners wichtige Bild „Das Soldatenbad“ von 1915 ausgestellt sein wird. Das 1,40 mal 1,50 Meter große Werk zeigt die beengte, beschämende Situation in einem Männerbad während des Ersten Weltkriegs. Der Galerist Alfred Flechtheim erwarb das Gemälde 1920, das 1938 auf ungeklärtem Weg an das NSDAP-Mitglied Kurt Feldhäusser gelangte. Nach dem Tod von Feldhäusser 1945 verkaufte seine Mutter das Kirchner-Gemälde über die Weyhe Gallery in New York an Morton D. May. Dieser verkaufte es 1956 ans Museum of Modern Art; 1988 gelangte „Das Soldatenbad“ im Zuge eines Bildertauschs ins Guggenheim Museum. Das New Yorker Museum restituiert3e 2018 das Gemälde an die Erben von Flechtheim, die es im Herbst auf einer Auktion an die norwegische Sparkassenstiftung „für einen dreistelligen Millionen-Betrag“ (Kronen) versteigerte. Bis die Nationalgalerie Oslo eröffnet sein wird, ist „Das Soldatenbad“ Kirchners in Kopenhagen zu sehen und bildet ein Zentrum der für 2021 angekündigten Ausstellung zu Nolde und Kirchner.

Quelle: Nationalgalerie SMK, Kopenhagen

Nolde und Kirchner in Kopenhagen: Bilder

  • Ernst Ludwig Kirchner, Das Soldatenbad, 1915, Öl/Lw, 140 x 150 cm (Nationalmuseum, Oslo)

Beiträge zu Emil Nolde

17. Mai 2021
Ernst Ludwig Kirchner, Sitzende Frau mit Holzplastik, Detail, 1912

Berlin | Brücke Museum: Nolde und Kirchner

Das Werk von Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) und Emil Nolde (1867–1956) vor dem Hintergrund des deutschen Kolonialismus zwischen 1908 und 1918. betrachtet Es bringt weniger bekannte, gewalttätige Aspekte des Expressionismus ans Licht und fragt nach dem Kontext der Bilde.
28. März 2021
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Wien | Albertina: Stadt und Land von Dürer bis Schiele, Nolde und Klee Landschaften der berühmten Sammlung von der Renaissance bis zur Moderne

7. März 2021
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Hamburg | Bucerius Kunst Forum: Nolde und der Norden Frühwerk Noldes im Dialog mit dänischen Künstler*innen

Erstmals wird Emil Noldes Frühwerk im Spiegel der nordischen Kunst analysiert. Rund 80 größtenteils zwischen 1900 und 1902 entstandene Werke Noldes werden den Gemälden von nordischen Künstlerinnen und Künstlern dieser Zeit gegenübergestellt.

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30. April 2020
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Davos zwischen 1860 und 1938: Kein Ort eignet sich besser, um die Sehnsüchte, Ängste und Bedrohungen Europas im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zu begreifen. Große Köpfe der Zeit sind mit Davos verbunden – Maler und Dichter wie Ernst Ludwig Kirchner, René Crevel, Philipp Bauknecht und Robert Louis Stevenson, Philosophen wie Ernst Cassirer und Martin Heidegger, Wissenschaftler wie Max Raphael und Albert Einstein. Mit seinem Roman „Der Zauberberg“ setzt schließlich Thomas Mann Davos das literarische Denkmal schlechthin.
3. April 2019
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Leopold Museum: Deutscher Expressionismus Die Sammlungen Braglia und Johenning zu Gast in Wien

Ca. 130 Werke aus der Schweizer Sammlung Braglia und der deutschen Sammlung Johenning werden erstmals in Wien präsentiert: mit Nolde, Klee, Marc, Kandinsky, Jawlensky, Werefkin, Macke.