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Wien | Albertina modern: Marina Abramović 50 Jahre Performance-Kunst | 2025

Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 9. Oktober 2025
Marina Abramović, The Hero, Detail, 2001, © Marina Abramović, Foto: © TheMahler.com, Courtesy of the Marina Abramović Archives, VG Bild-Kunst, Bonn 2018 © Marina Abramović/Bildupphovsrätt 2017 Photo: © TheMahler.com Courtesy of the Marina Abramović Archives

Marina Abramović, The Hero, Detail, 2001, © Marina Abramović, Foto: © TheMahler.com, Courtesy of the Marina Abramović Archives, VG Bild-Kunst, Bonn 2018 © Marina Abramović/Bildupphovsrätt 2017 Photo: © TheMahler.com Courtesy of the Marina Abramović Archives

Marina Abramović (*1946) ist eine Legende, weltweit anerkannt und gefeiert für ihre Performances, was jüngst durch die Verleihung des Praemium Imperiale nochmals unterstrichen wurde. Zu den zentralen Fragen ihrer Arbeit gehören: Wie weit darf Performancekunst gehen? Welche Rolle spielt das Publikum? Kann Performance den Augenblick überdauern? Seit über 50 Jahren überrascht und fasziniert Marina Abramović mit ihren radikalen Arbeiten (→ Marina Abramović: Biografie).

Marina Abramović

Österreich | Wien: Albertina Modern
10.10.2025 – 1.3.2026

Marina Abramović 2025 in Wien

Die bereits für 2023 angekündigte Einzelausstellung Abramovićs findet im Herbst/Winter 2025 endlich statt. Da das Kunstforum Wien geschlossen wurde, konnte in der Albertina Modern ein würdiger Ort für die lang erwartete Ausstellung gefunden werden. Die Künstlerin ist Wien durch ihre Galeristin Ursula Krinzinger eng verbunden, hat aber in den letzten Jahren in keiner großen Institution Österreichs mehr ausgestellt.

Als Schwerpunkt der Präsentation in der Albertina Modern werden über die gesamte Laufzeit täglich Reenactments der historischen Performances zu sehen sein. Die Performancekunst hat in Wien eine lange Tradition, mit dem Aktionismus als bekanntester Ausprägung.

„Ich bin eine Performance-Künstlerin, ich möchte etwas schaffen, mit dem das Publikum interagieren kann, das es fühlen kann, mit dem es eine persönliche Erfahrung mit seiner eigenen Art von Energie machen kann.“ (Marina Abramović)

 

Von „Rhythm“ bis „Four Crosses“

Marina Abramović’ frühe Performanceserie „Rhythm“ verbindet Konzept mit Körperlichkeit, Ausdauer mit Empathie, Mittäterschaft mit Kontrollverlust, Passivität mit Gefahr. Es ging der Künstlerin darin bereits um Zeit, Stille, Energie und das übersteigerte Bewusstsein, das durch Langzeitperformances entsteht – Themen, die sich durch Abramovićs ganzes Schaffen ziehen. Der Körper war ihr Subjekt und zugleich ihr Medium. Indem sie sich Schmerz, totaler Erschöpfung und Gefahr aussetzt, testet sie bis heute ihre physischen und psychischen Grenzen aus, immer auf der Suche nach emotionaler und spiritueller Transformation.

Von 1976 bis 1988 performte Marina Abramović’ zusammen mit ihrem Lebenspartner Ulay (1943–2020). Seitdem sind Solowerke entstanden, die sich mehr der Interaktion mit dem Publikum widmeten, Objekte, die zur Partizipation einladen, und Performances wie „The Artist Is Present“, wo sie 2010 im New Yorker Museum of Modern Art beinahe drei Monate lang acht Stunden täglich den Besucher:innen die Möglichkeit gab, ihr für eine Minute schweigend an einem Tisch gegenüberzusitzen. Diese Performance machte sie endgültig einem breiten Publikum bekannt.

 

Partizipation, Kommunismus, Körpergrenzen, Energie aus der Natur oder Erleuchtung

Für die Abramović-Retrospektive wird die Albertina Modern gemeinsam mit der Künstlerin Räume einrichten, die jeweils einem Thema wie Partizipation, Kommunismus, Körpergrenzen, Energie aus der Natur oder Erleuchtung gewidmet sind. Darin präsentiert werden frühe Arbeiten, die noch in Belgrad entstanden sind, die ersten Soloperformances, die Zusammenarbeit mit Ulay und die legendären gemeinsamen Performances, die zur Partizipation einladenden „Transitory Objects for Human Use“, die den Beginn ihrer zweiten Solokarriere markierten, die spektakuläre Performance „Balkan Baroque“, für die sie 1997 auf der Biennale di Venezia einen Goldenen Löwen erhielt, sowie neuere Videoarbeiten und skulpturale Werke.

 

Marina Abramović in der Ruprechtskirche

Darüber hinaus wird in der Ruprechtskirche die Installation „Four Crosses“ (2019) gezeigt.

Marina Abramović: Ausstellungskatalog

Hg. Royal Academy of Arts, London, Zürcher Kunstgesellschaft / Kunsthaus Zürich und Kunstforum Wien
mit Beiträgen von Karen Archey, Rebecca Bray, Bettina M. Busse, Adrian Heathfield, Svetlana Racanović, Andrea Tarsia, M. Varadinis, Devin Zuber
280 S., 327 Abb., 22 × 28,9 cm, gebunden
ISBN 978-3-7774-4412-3
Hirmer Verlag

Internationale Autor:innen führen in Abramovićs gesamtes Œuvre ein, beleuchten Hintergründe und Kontroversen, die ihre einzigartige Kunst begleiten – von Re-Performances berühmter Stücke über Zeichnungen, Objekte und Video-Installationen bis hin zu aktuellen Arbeiten. Mit exklusivem Zugang zu Original-Aufführungen in einer Augmented-Reality-App für iOS und Android. Die Publikation entsteht in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin.

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6. Mai 2026
Marina Abramović, Pietà (Anima Mundi), Detail, 1983–2002, C-print, 183 × 183 × 5.5 cm
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2026 widmet Venedig der Pionierin der Pferormance-Kunst, Marina Abramović, eine Ausstellung mit "Transforming Energy" und einem Dialog mit Tizian.
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10. August 2025
Edvard Munch, Zwei Menschen. Die Einsamen, 1906–1908, Öl auf Leinwand, 80 × 110 cm (Busch-Reisinger Museum, Cambridge, Massachusetts, The Philip and Lynn Straus Collection, Foto: © President and Fellows of Harvard College, 2023.551)
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 10. August 2025

Chemnitz | Kunstsammlungen am Theaterplatz: Edvard Munch Angst | 2025

Die Ausstellung zeigt Angst im Werk von Edvard Munch und verbindet dieses existenzielle Thema mit zeitgenössischen Positionen.
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25. Oktober 2024
Marina Abramović, Rythm, Performance 1974 © Courtesy of the Marina Abramović Archives / 2024, ProLitteris, Zurich.
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 25. Oktober 2024

Zürich | Kunsthaus: Marina Abramović 50 Jahre Performancekunst | 2024/25

50 Jahre Performancekunst von und mit Marina Abramović (*1946). Die Ausstellung gibt einen Überblick und präsentiert ihre Kunst als Erhebung des menschlichen Geistes, als Meditation und Heilung.
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Aktuelle Ausstellungen

11. Juni 2026
Barbara Hepworth, Eidos, 1947 (National Gallery of Victoria, Melbourne. Purchased with the assistance of the Samuel E. Wills Bequest to commemorate the retirement of Dr E. Westbrook, Director of Arts for Victoria, 1981 © Bowness. Foto: Predrag Cancar / NGV. Image courtesy National Gallery of Victoria, Melbourne)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 11. Juni 2026

London | The Courtauld: Hepworth in Farbe

Barbara Hepworths Einsatz von Farbe ist das Thema im Sommer 2026 im Courtauld. Fühe Farbskulpturen & Zeichnungen der 1940er treffen auf Werke der folgenden Jahrzehnte.
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10. Juni 2026
Georg Baselitz, Sigmund fliegt mit Sex im Koffer, 2024, Öl und Plastik auf Leinwand (courtesy White Cube Bermondsey, London)
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 10. Juni 2026

London | White Cube Bermondsey: Georg Baselitz. Back Again

White Cube Bermondsey plant ab Juni 2026 neue, großformatige Gemälde und Arbeiten auf Papier von Georg Baselitz (1938–2026) zu zeigen. Neben bereits Bekanntem wie den expressiven und schonungslosen Selbstporträts, den Bildnissen seiner Ehefrau Elke widmete sich der Künstler zum Schluss noch goldenen Gottheiten Indiens. Man darf gespannt sein!
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10. Juni 2026
Van Cleef & Arpels im MAK, 2026
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 10. Juni 2026

Van Cleef & Arpels im MAK Wien: glitzernde Juwelen x Meisterwerke des MAK

Ein funkelndes Gipfeltreffen der Moderne: Ab Juni 2026 konfrontiert das MAK Wien unter dem Titel „GLANZSTÜCKE“ die spektakuläre Patrimonial Collection der Pariser Maison Van Cleef & Arpels mit den visionären Entwürfen der Wiener Werkstätte. In einer labyrinthartigen Inszenierung treten rund 500 Exponate – von meisterhaftem High Jewelry über japanische Wandschirme bis hin zu Gustav Klimts Werkzeichnungen – in einen fesselnden ästhetischen Dialog. Erfahren Sie hier, wie Geometrie auf florale Poesie trifft und zwei Modemetropolen das frühe 20. Jahrhundert neu erfanden.
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