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Düsseldorf | K20: Franz Marc

Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 18. August 2025
Franz Marc, Drei Katzen, 1913, 101 × 72 cm, Öl auf Leinwand (©Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, 2025)

Franz Marc, Drei Katzen, 1913, 101 × 72 cm, Öl auf Leinwand (©Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, 2025)

Franz Marcs  (1880–1916) expressionistische Werke faszinieren mit leuchtenden Farben und tief berührenden Themen. Besonders seine Tierdarstellungen sind Hauptwerke des Expressionismus und ziehen die Betrachter:innen in ihren Bann. Marcs Tiere stehen für Harmonie und eine innige Verbundenheit mit der Natur – Werte, die heute verloren scheinen.

Mit „Franz Marc. Die Suche nach einer besseren Welt“ zeigt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen im K20 am Grabbeplatz die erste monografische Ausstellung zu Franz Marc (1880–1916) seit mehr als zwanzig Jahren. Im Zentrum stehen die leuchtenden Tierbilder, mit denen Marc als Mitbegründer des „Blauen Reiter“ zu einem der einflussreichsten Wegbereiter der Abstraktion wurde.

Franz Marc. Die Suche nach einer besseren Welt

Deutschland | Düsseldorf: K20
12.9.2026 — 24.1.2027

Franz Marc in Düsseldorf 2026

Die letzte große monografische Marc-Schau in Deutschland liegt zwei Jahrzehnte zurück – 2005/06 zeigte die Städtische Galerie im Lenbachhaus München „Franz Marc: Die Retrospektive“. Seither war der Maler zwar immer wieder Teil von Gruppenausstellungen zum „Blauen Reiter“ (zuletzt etwa in München, London oder Wien), stand aber nie wieder allein im Zentrum einer großen Überblicksschau. Die Kunstsammlung NRW in Düsseldorf schließt 2026/27 diese Lücke. Das macht die Ausstellung für Fachpublikum und Allgemeinheit zu einem der wichtigsten Ausstellungstermine des Jahres.

Franz Marcs expressionistische Werke faszinieren mit leuchtenden Farben und tief berührenden Themen. Besonders seine Tierdarstellungen ziehen die Betrachter*innen in ihren Bann. Sie stehen für Harmonie und eine innige Verbundenheit mit der Natur – Werte, die in unserer heutigen Zeit oft verloren gehen. Obwohl Franz Marc (1880–1916) ein eher zurückgezogenes Leben führte, war er alles andere als ein Einzelgänger. Als engagierter Künstler und Kritiker baute er ein weitreichendes Netzwerk zwischen Paris, Berlin und München auf. Gemeinsam mit Wassily Kandinsky gründete er die Redaktionsgemeinschaft „Der Blaue Reiter“ und setzte sich leidenschaftlich für die moderne Kunst ein. Die Ausstellung in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf bietet Ihnen einen umfassenden Einblick in das Werk dieses außergewöhnlichen Künstlers.

Highlights der Marc-Ausstellung

Franz Marcs gesamtes Werk entstand in nur etwa zehn Jahren, zwischen 1904 und 1914. Die Ausstellung folgt diesem kurzen, aber enorm verdichteten Weg: von den frühen, noch naturalistischen Tierstudien über die programmatische „Animalisierung der Kunst“ – Marcs eigener Begriff dafür, das innere Wesen des Tieres statt seiner äußeren Erscheinung einzufangen – bis zu den kubistisch grundierten Abstraktionen der Kriegsjahre.

Die folgende Auswahl zeigt, wie unterschiedlich Marcs Tierbilder zwischen 1911 und 1913 ausfielen – von der intimen Studie bis zum großformatigen Farbklang.

 

Blauschwarzer Fuchs (1911)

Das Von der Heydt-Museum Wuppertal leiht diese kleinformatige, intime Fuchsstudie aus. Sie entstand im Juli 1911 in August Mackes Bonner Atelier, auf der Rückreise von einem London-Aufenthalt – gemeinsam mit einem zweiten, gleich großen Bild, „Roter Hund“. Beide Gemälde steckten ursprünglich in ein und demselben Rahmen. Die weiche, in sich ruhende Maltechnik und die gedämpft leuchtende Farbigkeit dieser Nahaufnahmen zählen zu den stillsten, kammermusikalischsten Werken Marcs aus dieser Zeit.

 

Die weiße Katze (um 1912)

Aus dem Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) kommt dieses Bild eines Katers auf gelbem Kissen nach Düsseldorf. Das Gemälde zeigt exemplarisch, wie Marc häusliche Tiermotive in reine Farbflächen-Kompositionen übersetzte.

 

Im Regen (1912)

Ein besonders persönliches Bild: Unter den steil diagonalen, vom italienischen Futurismus inspirierten Regenlinien lassen sich Franz und Maria Marc selbst erkennen, während ihr Hund Russi im Vordergrund gerade noch dem Wolkenbruch entkommt. Die Leihgabe aus dem Lenbachhaus München verbindet damit Marcs formales Interesse an Bewegung und Wetterdynamik mit einem intimen biografischen Moment.

 

Drei Katzen (1913)

Aus dem eigenen Bestand der Kunstsammlung NRW stammt „Der Katzen“. Die aufrechte Haltung der vorderen Katze, die auf den Vorderpfoten balanciert, griff Marc kurz zuvor bereits in dem großformatigen, monochromen Bild „Spielende Katzen“ (1912/13) auf.

 

Langes gelbes Pferd (1913)

Ein Beispiel für Marcs zunehmend rhythmisierte, kristalline Formensprache kurz vor dem endgültigen Schritt in die Abstraktion.

Düsseldorf und der Blaue Reiter

Die Wahl Düsseldorfs als Ausstellungsort ist kein Zufall: Die Kunstsammlung NRW zählt mit ihren Beständen der Klassischen Moderne zu den wichtigsten Häusern für deutschen Expressionismus im Rheinland. Hier entwickelte sich durch August Macke (Bonn) und den Sonderbund Köln 1912 selbst ein Knotenpunkt von Marcs künstlerischem Netzwerk.

Beiträge zu Franz Marc

10. März 2026
Franz Marc, Kühe, rot, grün, gelb, 1911, Öl auf Leinwand, 62 cm x 87,5 cm (Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 10. März 2026

München | Lenbachhaus: Der Blaue Reiter. Über die Welt hinaus

Ab März 2026 widmet das Lenbachhaus dem "Blauen Reiter" eine neue Ausstellung - mit Fokus auf der Internationalität der beteiligten Künstler:innen.
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11. April 2025
Egon Schiele, Bildnis Wally Neuzil, 1912 (Heidi Horten Collection, Wien)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 11. April 2025

Wien | Heidi Horten Collection: Schiele meets Nosferatu Experiment Expressionismus | 2025

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25. April 2024
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 25. April 2024

London | Tate Modern: Kandinsky, Münter und Der Blaue Reiter Freundschaften, Netzwerk und Künstlerinnen | 2024

Im Frühjahr 2024 sind bahnbrechende Kunstwerke eines Freundeskreises zu Gast, die unter dem Namen „Der Blaue Reiter“ 1911/12 erstmals in London ausstellten.
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Aktuelle Ausstellungen

24. Juli 2026
Herbert Boeckl, Gruppe am Waldrand, Detail, 1920 (© Leopold Museum, Wien)
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 24. Juli 2026

Wien | Leopold Museum: Boeckl & Josephsohn

Im Sommer und Herbst 2026 widmet das Leopold Museum dem österreichischen Expressionisten Herbert Boeckl eine große Ausstellung - und präsentiert das epochale malerische Werk im Dialog mit Skulpturen von Hans Josephsohn.
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17. Juli 2026
Gustave Courbet, Der vor Angst Wahnsinnige, Detail, um 1844 (Nasjonalmuseet, Oslo; Foto: Børre Høstland/Nasjonalmuseet, Oslo)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 17. Juli 2026

Essen | Folkwang Museum: Gustave Courbet

Die große Retrospektive im Folkwang Museum widmet sich einem der prägendsten Künstler des 19. Jahrhunderts: Gustave Courbet war ein künstlerischer Erneuerer mit schillernder Persönlichkeit – getrieben vom Streben nach Unabhängigkeit. "ICH, GUSTAVE COURBET. Maler und Rebell" beleuchtet Werk & Leben Courbets: Selbstbild & Öffentlichkeit, soziale Realität, Erotik, Landschaft & Exil. | 2026
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15. Juli 2026
Simon Hantaï, Tabula, 1976, Acryl auf Leinwand, 262,5 x 462 cm, Privatsammlung © Archives Simon Hantaï / VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 15. Juli 2026

Baden-Baden | Museum Frieder Burda: Simon Hantaï. Entfaltung der Farbe

Baden-Baden | Museum Frieder Burda: Simon Hantaï. Entfaltung der Farbe Simon Hantaï. Entfaltung der Farbe Deutschland | Baden-Baden: Museum Frieder Burda15.8.2026 – 10.1.2027 Simon Hantaï (1922–2008) […]
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