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Berlin | Hamburger Bahnhof: Joseph Beuys zum 100. Geburtstag Sprache als Ausgangspunkt von Beuys‘ Kunst

Joseph Beuys, Richtkräfte einer neuen Gesellschaft, 1974–1977 (erworben 1976 durch das Land Berlin, © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Mathias Völzke, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020)

Joseph Beuys, Richtkräfte einer neuen Gesellschaft, 1974–1977 (erworben 1976 durch das Land Berlin, © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Mathias Völzke, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020)

1985 trug Joseph Beuys an den Münchner Kammerspielen zu der Reihe „Reden über das eigene Land: Deutschland“ bei. In seiner Rede hielt er fest, dass er seine Werke „von der Sprache aus“ entwickle. Bildnerischen Gestaltungsmitteln ebenbürtig, verstand er die Sprache als plastisches Material, durch das jede Einzelne und jeder Einzelne körperlich, intellektuell und kommunikativ an der Neuordnung der Gesellschaft teilhaben könne. So reicht seine Auseinandersetzung mit Sprache vom Schweigen bis zur stundenlangen Diskussion, von animalisch klingenden Lauten bis zu präzisen Begriffserörterungen und verrätselten Schriften.

Zu Beuys‘ 100. Geburtstag rückt der Hamburger Bahnhof die Sprache in den Mittelpunkt einer Ausstellung, die Skulpturen, Zeichnungen, Installationen, Filme, Plakate und Dokumente – darunter der Zyklus „The secret block for a secret person in Ireland“ und die Installation „Das Kapital Raum 1970–1977“ – aus den Beständen der Nationalgalerie, der Sammlung Marx, des Kupferstichkabinetts und der Kunstbibliothek umfasst.

Die Ausstellung ist Teil des Beuys Jahres 2021: Joseph Beuys: Ausstellungen 2021
Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin
Quelle: Staatliche Museen zu Berlin

Joseph Beuys in Berlin: Bilder

  • Joseph Beuys, Richtkräfte einer neuen Gesellschaft, 1974–1977 (erworben 1976 durch das Land Berlin, © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie)

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