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Bonn | Kunstmuseum: Welt in der Schwebe. Luft als künstlerisches Material

Michael Pinsky, Pollution Pods, Tautra, © Michael Pinsky

Michael Pinsky, Pollution Pods, Tautra, © Michael Pinsky

Während Luft im alltäglichen Leben normalerweise als Selbstverständlichkeit betrachtet wird, erscheint sie in aktuellen gesellschaftlichen Diskursen als zentrales Element: seit der Corona-Krise tragen wir Mund-und-Nasen-Schutz, um andere vor unserer Atemluft zu schützen, Wissenschaftler:innen untersuchen, welche Rolle Aerosole bei der Übertragung des Corona-Virus spielen, und Fridays for Future kämpft für saubere Luft gegen den Klimawandel.

Welt in der Schwebe. Luft als künstlerisches Material in Bonn

Im Fokus der Ausstellung steht Luft als Träger von Formen und Ideen. Als solcher tritt sie seit der Moderne in den bildenden, angewandten, aber auch darstellenden Künsten in Erscheinung. Piero Manzoni verewigte seinen „Künstleratem“, Andy Warhol ließ „Silver Clouds“ im Raum umherschweben. In den 1970er Jahren tauschten Marina Abramović und Ulay ihre Atemluft bis kurz vor der Ohnmacht aus, und Yoko Ono bot Luft handlich verpackt im Kaugummiautomaten an. Bis zu seinem Tod schuf der Zero-Künstler Otto Piene spektakuläre „Inflatables“ und „Sky Events“. Das Künstlerpaar Lang/Baumann ergänzt solide Gebäude durch riesige Luft-Architekturen. Zu den neuesten Arbeiten in der Ausstellung zählt die große Außeninstallation der Pollution Pods von Michael Pinsky, in denen die Luftverschmutzung in den Metropolen der Welt nacherlebt werden kann.

Quelle: Kunstmuseum Bonn

Welt in der Schwebe. Luft als künstlerisches Material: Bilder

  • Lang/Baumann, Comfort #14, 2016, Poyestergewebe, Gebläse, 5 Schläuche zu 30 m Länge, Durchmesser 190 cm
  • Lang/Baumann, Comfort #17 (Nizza), 2018, Poyestergewebe, Gebläse, 6 x 6.8 x 9.5 m
  • Michael Pinsky, Pollution Pods, Trondheim 20.06.2017
  • Michael Pinsky, Pollution Pods, Tautra