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Österreichische Bundesmuseen bekommen gemeinsamen Generalsekretär

Kunsthistorisches Museum (c) KHM

Kunsthistorisches Museum (c) KHM

Am 1. Januar 2020 soll ein Generalsekretär die Bundesmuseenkonferenz verstärken. Der unter Bundesminister Gernot Blümel geschaffene Posten soll die Direktoren „operativ“, d.h. bei der „strategischen Planung und Koordinierung“ unterstützen. Dafür wird eine Bundesmuseen-Service-GmbH gegründet.

Die bisher völlig unabhängig voneinander agierenden Bundesmuseen – Albertina, Kunsthistorisches Museum, Belvedere, MAK – Museum für angewandte Kunst, mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Naturhistorisches Museum, Technisches Museum, Österreichische Nationalbibliothek – sollen offensichtlich eine gemeinsame Führung erhalten. Diese Idee war bereits unter Blümels Vorgänger, Thomas Drozda (SPÖ), aufgekommen und in einem „Weißbuch“ vorgeschlagen worden. Das immer wieder zitierte Vorbild ist die Organisation der Staatlichen Museen zu Berlin. Gemeinsam mit den Direktorinnen und Direktoren der Bundesmuseen hätte er, so der Minister heute in einer Pressekonferenz, diese Lösung erarbeitet. Jedwede inhaltliche Einmischung würde ausgeschlossen. Wer auch immer diesen sicher heiß begehrten Posten erhalten wird – am 1. Januar ist bereits Dienstbeginn.

Aktuelle Ausstellungen

10. April 2019
Georg Baselitz, Ein Grüner zerrissen, Detail, 1967, Öl/Lw, 131,5 x 162 cm (Staatsgalerie Stuttgart © Georg Baselitz 2018)

Baselitz – Richter – Polke – Kiefer Die jungen Jahre der Alten Meister

Die Ausstellung zum Frühwerk von Georg Baselitz, Gerhard Richter, Sigmar Polke, Anselm Kiefer in der Staatsgalerie Stuttgart und den Deichtorhallen in Hamburg zeigt die Auseinandersetzung der vier aufstrebenden Künstler mit ihrer Gegenwart und der NS-Zeit. Dies - wie auch die „Marke Made in Germany“ - interessiert Kurator Götz Adriani.
5. April 2019
Oskar Kokoschka, Das rote Ei, Detail, 1940–1941, Öl/Lw, 61 x 76 cm (National Gallery in Prague, © Fondation Oskar Kokoschka, Vevey / 2017 ProLitteris, Zürich)

Oskar Kokoschka: Eine Retrospektive Österreichischer „Expressionist. Migrant. Europäer“ auf dem Prüfstand

Oskar Kokoschka (1886–1980) zählt zu den wichtigsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Sein nachhaltiges Erbe für die Kunstproduktion der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart ist unbestritten und dennoch rätselhaft.
3. April 2019
Pablo Picasso, Minotaure aveugle guidé par une Filette dans la Nuit [Der blinde Minotaurus von einem Mädchen durch die Nacht geführt], Detail, 1934, Abzug 1939, Radierung und Aquatinta auf Vergépapier, 24,7 x 34,7 cm (Städel Museum, Frankfurt am Main, Graphische Sammlung © VG Bild-Kunst, Bonn 2018)

Städel: Picasso. Druckgrafik als Experiment Innovation und Virtuosität in allen druckgrafischen Techniken

Pablo Picasso bediente sich scheinbar mühelos aller Gattungen, Techniken und Materialien und beschritt dabei häufig neue Wege - auch in der Druckgrafik.
30. März 2019
Banksy, Devolved Parliament, Detail, 2009 (Privatsammlung, © Banksy)

Bristol Museum präsentiert Banksys „Devolved Parliament”: ein Kommentar auf den Brexit? Was ist die Bedeutung des Bildes?

Zum Gedenken an die Ausstellung „Banksy vs. Bristol Museum“ – so das Museum – präsentiert es über den Sommer das Gemälde „Devolved Parliament“ von Banksy. Der Künstler hatte es anlässlich seiner Einzelpräsentation 2009 gemalt – jetzt scheint es zur Brexit-Problematik zu passen. Was steckt hinter dem Bild?
26. März 2019
Helene Funke, Träume, Detail (© Belvedere, Wien)

Künstlerinnen in Wien von 1900 bis 1938. Stadt der Frauen Belvedere zeigt weibliches Kunstschaffen von der Wiener Moderne bis Neuer Sachlichkeit

Im Kanon der Kunstgeschichte werden sie bis heute kaum genannt. Jene Künstlerinnen, die zur Zeit der Wiener Moderne und der Ersten Republik in Österreich mit ihren Werken einen wesentlichen Beitrag zum Kunstgeschehen geleistet haben, wie z.B. Elena Luksch-Makowsky, Broncia Koller-Pinell, Helene Funke oder Erika Giovanna Klien.
24. März 2019
Meister von Heiligenkreuz, Verkündigung, Detail, Diptychon, um 1415/20, Eichenholz, Goldgrund, 72 × 43,5 cm (© KHM-Museumsverband)

KHM: Der Meister von Heiligenkreuz Spätgotische Tafelbilder eines französischen Meisters in Wien

Wer war der Meister von Heiligenkreuz? Die in Wien, Cleveland, Washington erhaltenen Tafeln lassen den Maler als Vertreter der „Internationalen Gotik“ mit einer Ausbildung im Paris um 1400 erscheinen. Bald danach muss er in den Osten des deutschen Sprachraums gezogen sein, um für höfische Auftraggeber Altarbilder und auch Porträts zu malen.
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.