ARTinWORDS Logo, kleinARTinWORDS Logo, kleinARTinWORDS Logo, kleinARTinWORDS Logo, klein
  • Ausstellungen
    • Aktuelle Ausstellungen
      • Ausstellungen 2026
      • Ausstellungen in Deutschland
      • Ausstellungen in Österreich
      • Ausstellungen in der Schweiz
      • Ausstellungen in Frankreich
      • Ausstellungen in Großbritannien
      • Ausstellungen in Niederlande
      • Ausstellungen in Spanien
      • Ausstellungen in Italien
      • Ausstellungen in USA und Kanada
    • Ausstellungen Vorschau
      • Ausstellungen 2027
      • Ausstellungen in Deutschland: Vorschau
      • Ausstellungen in Österreich: Vorschau
      • Ausstellungen in der Schweiz: Vorschau
      • Frankreich
      • Großbritannien
      • Italien
      • Niederlande
      • Spanien
      • Dänemark
      • USA und Kanada
    • Ausstellungen Archiv
      • Ausstellungen 2025
      • Ausstellungen 2024
      • Ausstellungen 2023
      • Ausstellungen 2022
      • Ausstellungen 2021
      • Ausstellungen 2020
  • Künstler:innen
    • Berühmte Künstlerinnen
    • Alte Meister und Meisterinnen
    • Berühmte Künstler der Renaissance
    • Berühmte Künstler des Barock
    • Berühmte Künstler und Künstlerinnen: Romantik bis Jugendstil
    • Berühmte Künstler und Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts
    • Berühmte Künstler und Künstlerinnen von heute: die Megastars der Gegenwartskunst
  • Kunstgeschichte
    • Kunstgattungen
      • Malerei
      • Zeichnung & Druckgrafik
      • Druckgrafik
      • Fotografie & Medienkunst
      • Skulptur & Installation
      • Architektur
      • Design & Kunsthandwerk
    • Kunstbegriffe
  • Themen
    • Gespräche mit Persönlichkeiten aus der Kunstwelt
    • ARTinLIFE
    • Hotels
  • Newsletter
✕
No results See all results

Salzburg | Dommuseum: Johannes Nepomuk Der Heilige schlechthin?

Veröffentlicht von Univ.-Doz. Dr. Werner Telesko von 26. August 2021
Johannes Nepomuk, Detail, um 1750, Gouache auf Pergament, Reliefstickerei mit Metallfäden auf Seide (Dommuseum Salzburg / J. Kral)

Johannes Nepomuk, Detail, um 1750, Gouache auf Pergament, Reliefstickerei mit Metallfäden auf Seide (Dommuseum Salzburg / J. Kral)

Als eine der wenigen Institutionen widmet das Salzburger Dommuseum dem hl. Johannes von Nepomuk (um 1345/50–1393) eine Ausstellung anlässlich der Seligsprechung des Prager Kanonikers vor 300 Jahren. Auf der Basis einer 2017 erfolgten Schenkung einer privaten Johannes von Nepomuk-Sammlung entstand eine kleine und mit viel Liebe zum Detail gestaltete Schau. Vorteilhaft ist, dass die vielfältigen Bilder des Heiligen sich gut in die ständige Sammlung mit ihren hagiografischen Schwerpunkten integrieren. Insofern kombiniert die Ausstellung unter dem kennzeichnenden Begriff von „Salzburgs Fünf-Sterne-Patron“ den lokalgeschichtlichen Aspekt mit dem überregionalen Kontext, der Johannes von Nepomuk vom hohen Norden bis nach Italien seine einzigartige Rolle verlieh.

Johannes Nepomuk
Salzburgs Fünf-Sterne-Patron
Zum 300-Jahr-Jubiläum seiner Seligsprechung

Österreich | Salzburg: DomQuartier, Dommuseum
15.5. – 25.10.2021

Bohuslav Balbin, Vita S. Joannis Nepomuceni, 1729 (Frontispiz), Kupferstich von Johann Andreas Pfeffel (Dommuseum Salzburg / J.Kral)
Bohuslav Balbin, Vita S. Joannis Nepomuceni, 1729 (Frontispiz), Kupferstich von Johann Andreas Pfeffel (Dommuseum Salzburg / J.Kral)
Jakob Matthias Schmutzer nach Franz Anton Maulbertsch, Der Leichnam auf der Moldau, Neujahrsblatt der Nepomuk-Bruderschaft bei der Piaristenkirche Maria Treu in Wien, zwischen 1754 und 1775, Radierung (Dommuseum Salzburg / J.Kral)
Jakob Matthias Schmutzer nach Franz Anton Maulbertsch, Der Leichnam auf der Moldau, Neujahrsblatt der Nepomuk-Bruderschaft bei der Piaristenkirche Maria Treu in Wien, zwischen 1754 und 1775, Radierung (Dommuseum Salzburg / J.Kral)

 

Der Schwerpunkt der Johannes von Nepomuk-Sammlung in der reichen Produktion der Augsburger Druckgrafik des Barock liegt, veranschaulichen zahlreichen Text-Bild-Kombinationen die Multimedialität der Frühe Neuzeit. So kombinierte beispielsweise Johann Andreas Pfeffel als Stecher und Verleger der „Vita S. Joannis Nepomuceni“, verfasst von Bohuslav Balbin (1621–1688), in der Edition von 17291 in 33 Stichen die wichtigsten Szenen des Lebens des Heiligen mit Bibelzitaten, weiteren Heiligen mit Namen Johannes und einer textlichen Kurzfassung aus der Vita des Heiligen. Damit schuf Pfeffel einen wesentlichen Grundstock für die weitere Entwicklung für die Ikonografie des Heiligen.

Auch heute noch ist der hl. Johannes von Nepomuk als „Brückenheiligen“ bekannt. Wie als großformatige „Gegenbilder“ vermögen die in einer Endlosschleife präsentierten Fotos von Denkmälern und Plastiken des Heiligen die fast unheimliche Gegenwart des böhmischen Märtyrers in Erinnerung zu halten. Erstaunlich ist, dass diese Bilder und Statuen in Salzburg bereits unter Fürsterzbischof Thun (reg. 1687–1709) entstanden.

 

Johannes Nepomuk als Brückenheiliger, um 1750, Holz, gefasst (Dommuseum Salzburg / J.Kral)
Johannes Nepomuk als Brückenheiliger, um 1750, Holz, gefasst (Dommuseum Salzburg / J.Kral)

 

Die Salzburger Schau, zu der auch eine Katalogbroschüre erschien, unterstreicht darüber hinaus mit ihrem Anteil an volkskundlichen Objekten, dass der Heilige gleichermaßen ein Objekt der Verehrung der Eliten als auch breiter Kreise der Bevölkerung gewesen ist. Insofern existiert keine künstlerische Aufgabenstellung in der Frühen Neuzeit, die Johannes von Nepomuk nicht zu ihrem Thema gemacht hat.

Auch im opulenten Rundgang des Salzburger Domquartiers erfüllt die Schau im Domoratorium eine wichtige Funktion, da sie eingängig und instruktiv, etwa anhand zahlreicher großformatiger Reproduktionen nach Stichen, verdeutlicht, wie Heiligenverehrung in der Frühen Neuzeit im Detail funktionierte. Der prominente Name des Heiligen, Johannes, der typologische Assoziationen vom Täufer bis zum Evangelisten stimulierte, unterstreicht, dass der Prager Kanoniker in gewisser Weise die Summe abendländischer Hagiografie repräsentiert.

 

Madonna mit Jesuskind und hll. Antonius von Padua und Johannes Nepomuk, Ende 18. Jahrhundert, Venezianisch, Öl/Lw (Dommuseum Salzburg (Leihgabe der Pfarrkirche Leopoldskron) / J.Kral)
Madonna mit Jesuskind und hll. Antonius von Padua und Johannes Nepomuk, Ende 18. Jahrhundert, Venezianisch, Öl/Lw (Dommuseum Salzburg (Leihgabe der Pfarrkirche Leopoldskron) / J.Kral)
Carl Miller, Nepomuk-Zunge mit Gebet, 1725, Kupferstich, koloriert (Dommuseum Salzburg / J.Kral)
Carl Miller, Nepomuk-Zunge mit Gebet, 1725, Kupferstich, koloriert (Dommuseum Salzburg / J.Kral)

 

Besonders deutlich wird dies im symbolträchtigen Organ der Zunge: Der legendären Überlieferung zufolge, widerstand Johannes von Nepomuk Folter und Todesandrohung und hatte auch das Geheimnis der Beichte der Gemahlin von König Wenzel IV. nicht gebrochen. Entsprechend häufig wurde seine Zunge in Darstellungen visualisiert. In Predigten stand die Zunge des Heiligen sowohl für sein Schweigen wie auch seine Verkündigung des Glaubens. In diesem Sinne liefert die Salzburger Schau auch einen wesentlichen kulturgeschichtlichen Beitrag, ohne den Werke von Rainer Maria Rilke, Karl Heinrich Waggerl oder Christoph Ransmayr nicht verständlich sind. Sie und viele andere standen und stehen unter der Wirkung des „Fünf-Sterne-Patrons“.

Weitere Beiträge zum Barock

4. Juni 2026
Gian Lorenzo Bernini, Bildnis eines alten Mannes, Detail, um 1670 (Kunsthistorisches Museum, Wien, Gemäldegalerie © KHM-Museumsverband)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 4. Juni 2026

Wien | KHM im Palais Lobkowitz: BERNINI. Malerei und Marmor

Die Entdeckung von Gian Lorenzo Berninis "Porträt eines alten Mannes" im KHM ist nichts weniger als eine Sensation! Das Gemälde wird erstmals mit zehn Werken im Dialog präsentiert.
Gefällt es Dir?
Weiter lesen
8. Mai 2026
Rembrandt, Büste eines Greises mit goldener Kette, Detail, 1632 (Gemäldegalerie, Kassel, Inv. Nr. GK 233)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 8. Mai 2026

Kassel | Schloss Wilhelmshöhe: Rembrandt 1632

Die Gemäldegalerie Alte Meister in Schloss Wilhelmshöhe, Kassel, zeigt im Sommer 2026 eine Ausstellung zum jungen Rmebrandt. „Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke“ untersucht, wie der Maler nach Amsterdam zog und sein Stern als Porträtist aufzusteigen gegann. Gleichzeitig experimentierte er mit verschiedenen Gattungen wie dem Historienbild und der Kandschaft.
Gefällt es Dir?
Weiter lesen
5. Mai 2026
Decius Mus in der Schlacht, Detail, 1616/17, Öl auf Leinwand, 289 × 518 cm (The Princely Collections Liechtenstein, Vaduz-Wien)
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 5. Mai 2026

Wien | Gartenpalais Liechtenstein: Peter Paul Rubens, Decius Mus und die Schlacht am Vesuv

Ende 1616 unterschrieb Peter Paul Rubens einen Vertrag über die Entwürfe zum "Decius-Mus-Zyklus". 75 Jahre später ging die Geschichte vom Heldentod des römischen Konsul in den Besitz des Fürstenhauses Lichtenstein über. Die Ausstellung im Frühjahr 2027 präsentiert die Ergebnisse der Restaurierung im Gartenpalais Liechtenstein. Ein MUSS für Rubens-Fans!
Gefällt es Dir?
Weiter lesen

Aktuelle Ausstellungen

11. Juni 2026
Barbara Hepworth, Eidos, 1947 (National Gallery of Victoria, Melbourne. Purchased with the assistance of the Samuel E. Wills Bequest to commemorate the retirement of Dr E. Westbrook, Director of Arts for Victoria, 1981 © Bowness. Foto: Predrag Cancar / NGV. Image courtesy National Gallery of Victoria, Melbourne)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 11. Juni 2026

London | The Courtauld: Hepworth in Farbe

Barbara Hepworths Einsatz von Farbe ist das Thema im Sommer 2026 im Courtauld. Fühe Farbskulpturen & Zeichnungen der 1940er treffen auf Werke der folgenden Jahrzehnte.
Gefällt es Dir?
Weiter lesen
10. Juni 2026
Georg Baselitz, Sigmund fliegt mit Sex im Koffer, 2024, Öl und Plastik auf Leinwand (courtesy White Cube Bermondsey, London)
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 10. Juni 2026

London | White Cube Bermondsey: Georg Baselitz. Back Again

White Cube Bermondsey plant ab Juni 2026 neue, großformatige Gemälde und Arbeiten auf Papier von Georg Baselitz (1938–2026) zu zeigen. Neben bereits Bekanntem wie den expressiven und schonungslosen Selbstporträts, den Bildnissen seiner Ehefrau Elke widmete sich der Künstler zum Schluss noch goldenen Gottheiten Indiens. Man darf gespannt sein!
Gefällt es Dir?
Weiter lesen
10. Juni 2026
Van Cleef & Arpels im MAK, 2026
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 10. Juni 2026

Van Cleef & Arpels im MAK Wien: glitzernde Juwelen x Meisterwerke des MAK

Ein funkelndes Gipfeltreffen der Moderne: Ab Juni 2026 konfrontiert das MAK Wien unter dem Titel „GLANZSTÜCKE“ die spektakuläre Patrimonial Collection der Pariser Maison Van Cleef & Arpels mit den visionären Entwürfen der Wiener Werkstätte. In einer labyrinthartigen Inszenierung treten rund 500 Exponate – von meisterhaftem High Jewelry über japanische Wandschirme bis hin zu Gustav Klimts Werkzeichnungen – in einen fesselnden ästhetischen Dialog. Erfahren Sie hier, wie Geometrie auf florale Poesie trifft und zwei Modemetropolen das frühe 20. Jahrhundert neu erfanden.
Gefällt es Dir?
Weiter lesen
  1. Erstausgabe von 1724.

Univ.-Doz. Dr. Werner Telesko

Copyright by ARTinWORDS
  • Publikationen
  • Biografie
  • Kontakt
  • Impressum
  • Cookie-Richtlinie (EU)