Was ist die Kunst des Barock?

Der Barock Stil wurde kurz vor 1600 in Rom aus der Taufe gehoben und international verbreitet: In Architektur und Skulptur setzte Gian Lorenzo Bernini neue Maßstäbe, so wie es Caravaggio in der Malerei tat. Das dramatische Hell-Dunkel und die Verletzung des decorum (Schicklichkeit) des ungestümen Malerstars wurde richtungsweisend und namensgebend für realistische Schilderungen von Martyrien und Genreszenen der so genannten Caravaggisten. Das Goldene Zeitalter (17. Jahrhundert) der holländischen Malerei ist nicht nur von Rembrandt van Rijn geprägt, sondern brachte aufgrund des enorm angewachsenen Wohlstandes des Bürgertums mit Genre, Landschaft und Stillleben drei neue Kunstgattungen hervor. In Spanien und den Kolonien prägten hingegen sakrale und höfische Aufträge die Kunstproduktion. Mit Peter Paul Rubens gelang einem Flamen eine europäische Karriere, da er in seiner Malerei größte Prachtentfaltung, Dynamik und emotionale Ergriffenheit geschickt verbinden konnte. Sein Schüler Anthonis van Dyck feierte an den Höfen von Genua, Brüssel, Den Haag und vor allem London als Portätist große Erfolge.

 

Definition

Der Begriff Barock leitet sich vom portugiesischen Wort barocco für eine unregelmäßig geformte Perle ab. Er wurde erstmals im späten 18. Jahrhundert abwertend für die Epoche des Absolutismus und der Gegenreformation verwendet. Datiert wird das Barock (auch der Barock) von etwa 1575 bis 1770 und kann in drei Phasen gegliedert werden:

  • Frühbarock (ca. 1575–ca. 1650)
  • Hochbarock (ca. 1650–1720)
  • Spätbarock | Rokoko (ca. 1720–1770)

Barocke Kunst diente der Herrscherrepräsentation und der Durchsetzung der Gegenreformation. Charakteristisch für den barocken Stil ist seine Prachtentfaltung, die sich in überbordenden Dekorationen, farbigen Freskenausstattungen, Materialreichtum, großformatigen Staatsporträts zeigt. Während des 17. Jahrhunderts blühte die Kunst vor allem in Spanien und Holland (Goldenes Zeitalter), zwei Nationen, die aufgrund ihrer Handelskontakte zu großem Reichtum gekommen waren. In Frankreich wurde vor allem die Palastarchitektur (Versailles) prägend und in Rom die Sarkalarchitektur. Ebenfalls in der Ewigen Stadt lebten mit Caravaggio und Gianlorenzo Bernini zwei der wichtigsten Künstler des Barock, deren neuartige, weil realistische bzw. emotional mitreißende Darstellungen in ganz Europa rezipiert wurden.

 

Bilderdekret am Konzil von Trient

Am Konzil von Trient (1545–1563) wurden wichtige Beschlüsse über die Errichtung von Kirchen und der Bildproduktion erlassen, darunter die Einführung des Hochaltars. Die von den Protestanten abgelehnte Bildproduktion wird von katholischen Theologen bestätigt, indem sie auf das Inkarnationsdogma verwiesen: Der unsichtbare Gott ist durch die Menschwerdung sichtbar und für die Kunst darstellbar geworden.

Die Folge war der bewusste Umgang mit bildender Kunst – allerdings auch die Kontrolle derselben durch den Klerus. Daniele da Volterra wurde beauftragt, die nackten Figuren in Michelangelos „Jüngstem Gericht“ in der Sixtina zu bekleiden. Paolo Veroneses Darstellung des „Abendmahls“ im Refektorium der Mönche von San Giovanni e Paolo in Venedig erregte aufgrund vieler Nebenszenen im Treppenbereich der vorderen Bildebene Anstoß. Der venezianische Maler wurde kurz nach Beendigung am 18. Juli 1573 vor ein Inquisitionsgericht geladen, da er das decorum [Regeln der Sitten] nicht eingehalten hätte. Der Prozess fand, wie die Prozessunterlagen im Staatsarchiv Venedigs dokumentieren, unter dem Vorsitz eines päpstlichen Legaten und des Patriarchen von Venedig statt und verurteilte den Künstler das Werk zu überarbeiten.

 

Kunstakademien

Im Barock wurde die Ausbildung von Künstlern endgültig in die Hände von teils staatlichen Akademien gelegt – und vor allem an Höfen das Zunftsystem umgangen. Die Akademien waren aber nicht nur Ausbildungsstätten, sondern auch Orte des Austauschs und des Kunstdisputs zwischen Kollegen. Um in die Akademie aufgenommen zu werden, mussten Künstler ein Aufnahmestück vorlegen. Vor allem in Frankreich wurde die Akademiezugehörigkeit zu einem wichtigen Status innerhalb der Künstlerschaft, da die Akademie auch Ausstellungen organisierte und höfische Aufträge vergab. Zudem ehrten die Akademien herausragende Mitglieder und organisierten Exequien nach deren Ableben (z.B. ein Trauergerüst für Michelangelo in Florenz).

Akademiegründungen:

  • 1564 Accademia del Disegno, Florenz, durch Giorgio Vasari
  • 1593 Accademia di San Luca, Rom
  • 1666 Académie de France à Rome, durch Colbert als Zweigstelle der Pariser Akademie

 

Berühmte Barockmaler

Barockmaler in Italien

 

Berühmte Malerinnen des Barock

 

Barockmaler in Flandern

 

Barockmaler in den nördlichen Niederlanden

  • Jan Vermeer
  • Dirck van Baburen
  • Jan Steen
  • Pieter de Hooch
  • Hendrick ter Brugghen
  • Pieter Claesz
  • Gerard Dou
  • Frans II Francken
  • Pieter de Hooch
  • Rembrandt van Rijn

 

Barockmaler in Spanien

 

Barockmaler in Frankreich und Lothringen

  • Nicholas Poussin
  • Claude Lorrain
  • Claude Vignon
  • Philippe de Champaigne
  • Charles Le Brun
  • Georges de La Tour

 

Barockmaler in Österreich

 

Barühmte Barockarchitekten

  • Gian Lorenzo Bernini
  • Francesco Borromini
  • Pietro da Cortona
  • Carlo Maderno
  • Cosmas Damian Asam
  • Familie Dientzenhofer
  • Familie Carlone
  • Familie Galli-Bibiena
  • Familie Muggenast
  • Antonio Beduzzi
  • Johann Bernhard Fischer von Erlach
  • Joseph Emanuel Fischer von Erlach
  • Johann Lucas von Hildebrandt
  • Jakob Prandtauer

 

Berühmte Barockbildhauer

  • Gian Lorenzo Bernini (1598–1680)
  • Paul Strudel (um 1648–1708)
  • Balthasar Permoser (1651–1732)
  • Georg Raphael Donner (1693–1741)
  • Balthasar Ferdinand Moll (1717–1785)
  • Jakob Gabriel Mollinarolo (1717–1780)
  • Franz Xaver Messerschmidt (1736–1783)
12. Oktober 2018
Antico, Büste des Marc Aurel, Detail, um 1500, Bronze, vergoldet, 72,5 x 60,0 cm (LIECHTENSTEIN. The Princely Collections, Vaduz–Vienna, Inv.-Nr. SK 1630)

Die Fürstlichen Sammlungen Liechtenstein zu Gast in der Albertina Rubens bis Makart, Arcimboldo bis Waldmüller

Zum 300. Geburtstag des Reichsfürstentums Liechtenstein sind die Fürstlichen Sammlungen Liechtenstein zu Gast in der Albertina: Arcimboldo, Rubens, Amerling, Waldmüller.
14. August 2018
Rembrandt Harmensz. van Rijn, Nathan ermahnt David, Detail, um 1660–1663, Feder in Braun, stellenweise gewischt, graubraun laviert, auf Papier (© Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Jörg P. Anders)

Aus Rembrandts Werkstatt Kupferstichkabinett Berlin zeigt Zeichnungen der Rembrandtschule

Rembrandt oder nicht Rembrandt? Zeichnungen des holländischen Meisters wurden schon von Beginn an mit Zeichnungen seiner Schüler und Mitarbeiter verwechselt. Die Ausstellung zeigt rund 100 der besten Zeichnungen aus Rembrandts Umfeld sowie einige Originale aus der eigenen Sammlung und anderen Museen.
16. Juli 2018
Caravaggio, Hl. Johannes der Täufer (Knabe mit Widder), Detail, 1602, Öl/Lw, 129 × 94 cm (Musei Capitolini, Pinacoteca Capitolina, Rom – Archivio Fotografico dei Musei Capitolini © Roma, Sovrintendenza Capitolina ai Beni Culturali)

Caravaggio in Rom. Freunde und Feinde Musée Jacquemart-André zeigt Caravaggios künstlerische und private Beziehungen

Michelangelo Merisi da Caravaggio (1571–1610), kurz Caravaggio genannt, revolutionierte die italienische Malerei des 17. Jahrhunderts durch einen neuartigen Einsatz von Licht und Schatten. Die Ausstellung im Musée Jacquemart André in Paris ist Caravaggios Leben und Wirken in Rom gewidmet, dem Milieu, dem er künstlerisch und intellektuell entstammt. Bereits kurz nach 1600 reagieren offensichtlich römische Maler auf die Neuerungen Caravaggios, wie die Schau belegt. Über kunsthistorische Vergleiche hinaus, stehen aber auch die Beziehungen des unangepassten Malers mit Sammlern, Mäzenen wie Giustiniani und Kardinal Francesco Maria Del Monte, aber auch mit Künstlern, Dichtern und Intellektuellen seiner Zeit.
12. Juni 2018
Gerard van Honthorst, Die Kupplerin, Detail, 1625, Öl/Lw, 71 x 104 cm (Centraal Museum Utrecht, aankoop met steun van de Vereniging Rembrandt 1951, Foto: Tom Haartsen)

Utrechter Caravaggismus: Honthorst, Baburen und Ter Brugghen Niederländische Maler im Lichte Caravaggios

Gerrit van Honthorst, Dirck van Baburen, Hendrik ter Brugghen lebten in den 1610ern in Rom, wo sie den Utrechter Caravaggismus als typisch niederländischen Barockstil prägten.
10. Juni 2018
Frans Hals, Die Van Campen Family in einer Landschaft (Fragment), Detail, um 1623–1625, Öl/Lw, 151 x 163.6 cm (Toledo Museum of Art, Toledo, Ohio, inv. 2011.80)

Frans Hals: Familienportäts Was ist eine Familie im niederländischen Barock?

Frans Hals schuf nur vier Familienporträts in seinem Leben; diese werden erstmals gemeinsam untersucht - und in den Kontext des Gesamtwerks gestellt! Die Ausstellung in Toldeo, Brüssel und Madrid mit der Frage: Was ist eine Familie im niederländischen Barock?
9. Juni 2018
Johannes Vermeer, Briefleserin in Blau, Detail, um 1663 (Rijksmuseum Amsterdam, Leihgabe der Stadt Amsterdam, Vermächtnis A. van der Hoop © Rijksmuseum Amsterdam)

Vermeers „Briefleserin“ in der Alten Pinakothek, München Fokus: Holländische Malerei des Goldenen Zeitalters

Die Alte Pinakothek feiert die Wiedereröffnung der modernisierten Sammlungsräume mit einem noblen Gast, der „Briefleserin in Blau“ des holländischen Malers Johannes Vermeer (1632–1675).
20. Mai 2018
Rembrandt - Velázquez, Rijksmuseum - Prado

Rembrandt – Velázquez Goldenes Zeitalter in den Niederlanden und Spanien

Zwei Mal Goldendes Zeitalter – in den Niederlanden und in Spanien. Obwohl beide Länder bis 1648 gegeneinander Krieg führten, blühte die Kunst im 17. Jahrhundert. Rijksmuseum und Prado stellen die größten Künstler des Barock einander gegenüber!
20. Mai 2018
Rembrandt, Die Nachtwache, Detail, 1642, Öl/Lw, 379,5 x 453,5 cm (Rijksmuseum, Amsterdam)

Rembrandt im Rijksmuseum Alle Werke des Holländers 2019 zu sehen!

Das Rijksmuseum besitzt die weltweit größte Sammlung an Gemälden von Rembrandt van Rijn (1606–1649). Erstmals zeigt das Museum in Amsterdam anlässlich des 450. Todestages des holländischen Barockmalers sämtliche Werke aus den Depots!
20. Mai 2018
Hals und die Modernen, Hals - Manet

Frans Hals und die Moderne Hals trifft Manet, Singer Sargent, Van Gogh

Der Einfluss des niederländischen Barockmalers Frans Hals (1580–1666) auf die Moderne war enorm! Die Ausstellung im Frans Hals Museum in Haarlem thematisiert die Wiederentdeckung des lange vergessenen Künstlers durch die französischen Impressionisten vor 150 Jahren. Seither schätzten und schätzen Maler wie Manet, Liebermann, Singer Sargent und Van Gogh den Holländer für seine gestische Malerei, in der Unschärfe genauso einen Stellenwert hat wie präzise herausgearbeitete Partien.
15. Mai 2018
Die Verlobung, Detail, Darstellung der Erzherzogin Christine, des Herzogs Albert von Sachsen-Teschen und der Gräfin Fuchs, um 1780, Kaiserliche Porzellanmanufaktur Wien, Modell Anton Grassi, © MAK/Mika K. Wisskirchen

MAK feiert 300 Jahre Wiener Porzellanmanufaktur Kunsthandwerk auf höchstem Niveau seit 1718

Rund 1.000 Exponate aus den Beständen des MAK sowie aus nationalen und internationalen Sammlungen bieten in der umfassenden Jubiläumsausstellung „300 Jahre Wiener Porzellanmanufaktur“ einen eindrucksvollen Überblick über die Entwicklung der zweitältesten Porzellanmanufaktur Europas.
6. Mai 2018
Martin Johann Schmidt [Kremser Schmidt], Immaculata, Detail, 1762, Öl/Lw, 130 x 90 cm (Pfarre Waidhofen/Ybbs)

Kremser Schmidt: Out of the Dark im Diözesanmuseum St. Pölten Sakrales Strahlen in Altar- und Andachtsbildern des Spätbarock

Geheimnisvoll leuchten Christus, Maria und unzählige Heilige aus den spätbarocken Schöpfungen von Martin Johann Schmidt, genannt Kremser Schmidt. Der in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts äußerst populäre Maler von Altar- und Andachtsbildern erzeugte stimmungsvolle Kompositionen, in denen sogar nahsichtige Todesszenen, Visionen, ja das heilige Geschehen insgesamt als emotional berührende, selten schreckenserregende Ereignisse präsentiert werden. Dabei bedient sich Kremser Schmidt einer ausgeklügelten Lichtregie und eines subtilen Kolorits.
6. April 2018
Peter Paul Rubens, Die Gefangennahme von Samson, Detail, 1609/10, Öl/Holz, 50.4 x 66.4 cm (Chicago, Art Institute of Chicago, Robert A. Waller Memorial Fund)

Peter Paul Rubens‘ Ölskizzen Farbige Skizzen revolutionieren den kreativen Prozess

Wie arbeitete Peter Paul Rubens (1577–1640) in seinem Atelier? Wie kommunizierte er mit Auftraggebern und Werkstattmitarbeitern? Als einer der ersten nutzte der Antwerpener Meister dafür farbige Ölskizzen, mit denen er seine Bildideen konkretisierte, vermittelte aber auch dokumentierte.
8. März 2018
Artemisia Gentileschi, Selbstporträt als die Allegorie der Malerei (La Pittura), Kopf, um 1638/39, Öl/Lw, 98.6 x 75.2 cm (Royal Collection of Her Majesty the Queen Elizabeth II., Royal Collection Trust, RCIN 405551)

Artemisia Gentileschi, Selbstporträt als die Allegorie der Malerei Selbstreflexion und Personifikation als Künstlerin

Artemisia Gentileschi (1593–1652) wurde 1638 von König Karl I. nach London eingeladen und schuf dieses spannende und hochkomplexe Selbstporträt vielleicht in England. Darin zeigt sie sich eindeutig als Malerin bei der Arbeit und gibt zugunsten der Lebendigkeit ihres Bildnisses repräsentative Posen auf.
4. Februar 2018
Jacob Ochtervelt, Die Serenade, Detail, Öl/Lw, 51 x 40 cm (Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen)

Sammlung Schünemann in der Kunsthalle Bremen: Tulpen, Tabak, Heringsfang Niederländische Malerei des Goldenen Zeitalters

Anlässlich der Schenkung Schünemann präsentiert die Kunsthalle Bremen ihren gesamten Bestand an niederländischer Barockmalerei. Dabei tritt die bislang gänzlich unbekannte Privatsammlung in Dialog mit den Sammlungsbeständen.
12. Dezember 2017
Kuppelaufblick in die Salesianerinnenkriche, Foto: ARTinWORDS, Alexandra Matzner

Salesianerinnen-Kloster in Wien Weibliches Wirken im Geheimen

Kaiserin Amalia Wilhelmina (1673–1742) holte die Salesianerinnen nach Wien und ließ ab 1717 eine Klosterresidenz für sich selbst errichten: Ausstattung der Kirche, Paramente-Sammlung und ein wunderbarer Ausblick auf das Obere Belvedere.
12. Dezember 2017
Rembrandt, Die Auferweckung des Lazarus (große Platte), Zustand V (10), Detail, um 1632, Radierung, Grabstichel, 36,6 x 25,8 cm (Albertina, Inv.-Nr. DG1926/140), Foto: © Albertina, Wien

Rembrandt, Die Auferweckung des Lazarus (große Platte) Dramatisches Licht und pathetische Gestik

Rembrandt (1606–1666) setzte sich während seines Lebens mehrfach mit der Auferweckung des Lazarus auseinander. Diese 1632 entstandene Radierung aus der Albertina ist in zehn Zuständen bekannt.
11. Dezember 2017
Aert van der Neer (1603–1677), Große Winterlandschaft mit Eisvergnügen bei Sonnenuntergang, Öl auf Leinwand; 98 x 126,5 cm, Hohenbuchau Collection, Inv.-Nr. HB 43.

Aert van der Neer: Große Winterlandschaft Eisvergnügen bei Sonnenuntergang

Als Aert van der Neer (1603/04–1677) begann, sich mit diesem Thema zu beschäftigen, hatte es schon einen wichtigen Platz unter den differenzierten Landschaftsschilderungen der Niederländer.
7. Dezember 2017
Paul Troger, Allegorie auf die Unbefleckte Empfängnis Mariens, Maria, nach 1733, Öl/Lw, 109 x 85 cm (Belvedere, Inv.-Nr. 3154)

Paul Troger, Allegorie auf die Unbefleckte Empfängnis Mariens Göttliches Licht besiegt die Mächte der Finsternis

Paul Trogers Darstellung der Unbefleckten Empfängnis dokumentiert die Marienfrömmigkeit im österreichischen Barock. Der in Italien geschulte Maler und bedeutende Freskant schildert sie in Verbindung mit der Vision des Apokalyptischen Weibes nach Johannes.
2. Dezember 2017
Martin Johann Schmidt, Kremser Schmidt, Venus mit Amor, 1788 dat, Öl/Lw, 92 x 110 cm (Belvedere, Inv.-Nr. 3153)

Martin Johann Schmidt, genannt Kremser Schmidt, im Belvedere Österreichs letzter Barockmaler

Er wird mitunter als letzter großer Maler seiner Zeit gesehen – sein Tod 1801 gilt als spätes Ende der Ära des österreichischen Barock. Und doch reichen seine Einflüsse noch weit in die nächste Künstlergeneration hinein. Martin Johann Schmidt, genannt Kremser Schmidt (1718–1801), zählt bis heute zu den populärsten mitteleuropäischen Barockmalern.
2. Dezember 2017
Peter Paul Rubens, Die Wunder des hl. Franz Xaver, Heiliger, um 1616/17, Öl/Lw, 535 × 395 cm (Wien, Kunsthistorisches Museum, Gemäldegalerie, Inv. GG 51)

Peter Paul Rubens: Die Wunder des hl. Franz Xaver Gegenreformatorische Bildpropaganda in Antwerpen

Peter Paul Rubens‘ (1577–1640) über fünf Meter hohe Altäre für die ehemalige Jesuitenkirche in Antwerpen gehören zu den bedeutendsten Werken des Kunsthistorischen Museums in Wien. „Die Wunder des hl. Franz Xaver“ und „Die Wunder des hl. Ignatius von Loyola“ entstanden in der zweiten Hälfte der 1610er Jahre und bekräftigten Rubens‘ Ruf als fähiger Bilderfinder im Dienste der Gegenreformation.
10. November 2017
Jan Vermeer, Die Briefleserin (am offenen Fenster), Detail, um 1657/59, Öl/Lw, 83 x 64,5 cm (Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister – Staatliche Kunstsammlungen)

Jan Vermeer: Brieflesendes Mädchen am offenen Fenster Dresden restauriert seinen zweiten Vermeer

Jan Vermeers Gemälde „Brieflesendes Mädchen am offenen Fenster“ (um 1657/59) gehört zu den Hauptwerken der Dresdener Gemäldegalerie und wird bis 2019 restauriert. Stofflichkeit, Materialität und weiche Modellierung, für die der Maler aus Delft weltberühmt ist, können neu bewertet werden.
17. Oktober 2017
Peter Paul Rubens und Jan Brueghel d. Ä., Infantin Isabella Clara Eugenia, um 1615 (oder um 1618–1620?), Öl/Lw, 113 x 178,5 cm (Madrid, Museo Nacional del Prado © Museo Nacional del Prado, Dist. RMN-GP / image du Prado)

Peter Paul Rubens. Fürstliche Porträts Rubens als Porträtist der Eliten

Peter Paul Rubens (1577–1640) zählte zu den gefragtesten Malern des 17. Jahrhunderts – auch als Porträtist von Mitgliedern der europäischen Höfe. Anhand von 89 Werken gelingt es dem Musée du Luxembourg, die Leistungen Rubens‘ auf diesem Gebiet vorzustellen. Beispiele aus der Werkstatt, druckgraphische Blätter und Tapisserien begleiten die 21 eigenhändigen Arbeiten, unter welchen sich auch Rubens Selbstporträt aus der Sammlung von Queen Elizabeth II. befindet.
3. Oktober 2017
Bartolomé Esteban Murillo, Selbstporträt, Detail, um 1650–1655, Öl/Lw, 107 x 77.5 cm (The Frick Collection, New York, Gift of Dr. and Mrs. Henry Clay Frick II, 2014 © The Frick Collection, New York)

Murillo: Selbstporträts Selbstdarstellung und Selbstbefragung in Sevilla um 1660

Anlässlich des 400. Geburtstags von Bartolomé Esteban Murillo (1617–1682) vereinen die Frick Collection, New York, und die National Gallery London die beiden einzigen bekannten Selbstporträts des Künstlers. Zum ersten Mal seit rund 300 Jahren hängen die beiden Bilder Seite an Seite und belegen sowohl das hohe malerische Können wie auch die Selbstreflexion des Barockmalers aus Sevilla.
26. September 2017
Adriaen van Ostade, Der Maler in seiner Werkstatt, Detail, 1663 (Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister © bpk, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Hans-Peter Klut)

Die Geburt des Kunstmarktes Rembrandt, Ruisdael, van Goyen und die Künstler des Goldenen Zeitalters

Seit wann gibt es einen Markt für Kunst, und wie definiert man den Kunstmarkt? Wie konnte sich dieser gerade in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts entwickeln? Welche Auswirkungen hatte er auf den Umgang mit Kunstwerken, auf deren Schöpfer, auf die Käufer und die Darstellungen? Diesen Fragen widmet sich der Direktor des Bucerius Kunst Forums, Franz Wilhelm Kaiser, in seiner ersten Ausstellung: Die Geburt des Kunstmarktes. Rembrandt, Ruisdael, van Goyen und die Künstler des Goldenen Zeitalters.
2. September 2017
Claude Lorrain, Blick vom Monte Mario über den Tiber, um 1640, Pinsel in Braun, 185 x 265 mm (London, British Museum, Department of Prints and Drawings © Trustees of the British Museum)

Claude Lorrain. Das Licht der Campagna Zeichnungen Claude Lorrains aus dem British Museum, London

Der aus Frankreich stammende und beinahe sein ganzes Leben lang in Rom lebende und arbeitende Maler und Zeichner Claude Gellée, gen. Claude Lorrain (1604/05–1682) gehört zu den bedeutendsten Landschaftskünstlern des 17. Jahrhunderts. Während fünf Jahrzehnte seines Malens und Zeichnens in Rom – von 1627 bis zu seinem Tod im Jahr 1682 – widmete er sich der pastoralen Idylle bzw. der Ideallandschaft mit mythologischer oder historischer Staffage. Doch nicht nur in der Malerei ging Claude Lorrain neue Wege – auch in seiner Art, Gemälde präzise mit Hilfe von getuschten Zeichnungen vorzubereiten: erste Skizzen, aquarellierte Lichtstimmungen bis hin zu den Erinnerungszeichnungen im sog. Liber veritatis (ab 1835).
17. Juli 2017
Henri Gascar (Paris 1634 oder 1635–1701 Rom), Porträt der Familie von Jan III. Sobieski, 1691, Öl auf Leinwand, 151 × 232 cm (Krakau, Königsschloss auf dem Wawel – Staatliche Kunstsammlungen)

Jan III. Sobieski. Ein polnischer König in Wien

Jan III. Sobieski (1629–1696) war einer der bedeutendsten militärischen Protagonisten der Barockepoche, damit ein Zeitgenosse von Prinz Eugen von Savoyen und spielte eine herausragende Rolle während der Belagerung Wiens 1683. Das Oberkommando Sobieskis bei der militärischen Operation des Entsatzes von Wien führte ihn zu hohen Ehren. Sobieski verstand es, den Sieg durch seine Künstler und das Protokoll inszenieren zu lassen.
13. Juli 2017
John Michael Wright, Charles II, Detail, um 1676, Öl auf Leinwand, 281,9 x 239,2 cm (Royal Collection Trust/© Her Majesty Queen Elizabeth II 2017)

Charles II. Kunst und Macht

Am 29. Mai 1660 feierte Charles II seinen 30. Geburtstag und seine triumphale Rückkehr nach London. Mit seiner Besteigung des englischen und irischen Königsthrones endete eine über zehn Jahre dauernde Periode republikanischer Regierung. Im Laufe der folgenden 25. Jahre spielten die Künste eine wichtige Rolle in der Legitimierung von Charles‘ Autorität als Herrscher.
10. Juli 2017
Maria Sibylla Merian, Ast einer West Indischen Kirsche mit einem Blauen Morpho Falter (quer), 1702/03, aus: Metamorphosis Insectorum Surinamensium (Royal Collection Trust/© Her Majesty Queen Elizabeth II 2017)

Maria Sibylla Merian: Schmetterling aus Surinam Ausstellung in der Royal Collection in London mit Bildern aus dem Buch der Schmetterlinge

1705 publizierte Maria Sibylla Merian (1647–1717) ihr bahnbrechendes Buch über die Flora und Fauna von Surinam. Die Royal Collection besitzt eine Ausgabe von „Metamorphosis Insectorum Surinamensium [Die Metamorphose der Insekten aus Surinam]“, die teilweise auf Pergament gedruckt und teilweise handgemalt ist. König George III. (1738–1820) erwarb den Prachtband um 1810 für seine wissenschaftliche Bibliothek in Buckingham Palace.
29. Juni 2017
Friedrich Heinrich Füger, Kaiserin Maria Theresia im Kreise ihrer Kinder, 1776, Tempera auf Pergament 34,2 x 39 cm Rahmenmaße: 48 x 53 x 6 cm © Belvedere, Wien

Maria Theresia und die Kunst Kunst- und Kulturförderung in Wien während des 18. Jahrhunderts

Maria Theresias Ruf als Kunstförderin ist nicht herausragend: Häufig bevorzugte sie wenig avancierter Künstler am Wiener Hof. Aus heutiger Sicht ist die größte und wirkmächtigste kulturpolitische Leistung der mariatheresianischen Zeit die Öffnung der kaiserlichen Sammlung im Oberen Belvedere für das allgemeine Publikum. Die bildende Kunst erfuhr nicht nur aus propagandistischen Gründen kaiserliche Unterstützung, wobei der Landschaftsmalerei erstmals größere Bedeutung zukam.
12. Juni 2017
Aelbert Cuyp, Gewitter über Dordrecht, um 1645, Öl auf Eichenholz (Stiftung Sammlung E.G. Bührle Zürich, Inv.Nr. 149)

Wetter-Smalltalk im Museum Niederländische Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts aus Sicht der Meteorologie

Mit Smalltalk-Leichtigkeit lädt aktuell das Kölner Wallraf-Richartz-Museums zu einer zwanzig Werke umfassenden, Sonderschau ein, welche sich der Darstellung von meteorologischen Phänomenen und der Frage nach deren Realitätsgehalt widmet.
16. Mai 2017
Elisabeth Louise Vigée Le Brun, Marie Antoinette in einem Chemisen Kleid, Detail, 1783, Öl auf Leinwand, 89.8 × 72 cm (Hessische Hausstiftung, Kronberg)

Cathérine Hug: „Es ist keine Sünde, wenn man sich mit Mode befasst.“ Kritische Reflexion der Mode: Vorschau auf die Ausstellung „Fashion Drive. Extreme Mode in der Kunst“ im Kunsthaus Zürich

Cathérine Hug, Kuratorin des Kunsthaus Zürich, bereitet mit Kunsthaus Direktor Christoph Becker gerade die Ausstellung „Fashion Drive. Extreme Mode in der Kunst“ vor, für die sie Werke der Sammlung mit rund 150 nationalen und internationalen Leihgaben auf die Darstellung und Bedeutung von Mode untersucht. Im Winterpalais reden wir über kuratorische Zugänge, Künstler als Gesellschaftskritiker und die Rolle der Mode dabei, Mode in der Schweiz, Marie Antoinette als Mode-Rebellin.
10. April 2017
Maria Sibylla Merian, Buschrose mit Miniermotte, Larve und Puppe, Detail, 1679, Aquarell auf Pergament, Städel Museum, Frankfurt am Main, Foto: Städel Museum – U. Edelmann – ARTOTHEK

Blumenbilder Ausstellung "Maria Sibylla Merian und die Tradition des Blumenbildes" in Berlin und Frankfurt

Blumen haben in der Kunst immer schon eine große Rolle gespielt – von Rankenwerken in Pompeij über mittelalterlichen Buchschmuck, vom Genter Altar bis zur Blumen-Symbolik barocker Blumenstillleben. Erste realistische Darstellungen von Blumen finden sich um 1500 in Büchern zu Natur- und Heilkunde. Vergleichbar naturalistische Schilderungen finden sich in der Kunst erstmals in den Werken von Martin Schongauer und Albrecht Dürer. Vorbereitend für das außergewöhnliche Werk von Maria Sibylla Merian, das sowohl naturwissenschaftlich wie kunsthistorisch bedeutsam war, müssen Georg Flegel und Georg (Joris) Hoefnagel angesehen werden.
16. März 2017
Alfred Weidinger mit Pam Hogg, Foto: © Ouriel Morgensztern, Belvedere, Wien.

Alfred Weidinger: „Am Ende bezieht sich das alles auf eine Erlebniswelt, wie es sie im Barock gegeben hat“ Mode als skulptural-performative Kunstform

Rundgang mit Alfred Weidinger durch die Ausstellung „Vulgär? Fashion Redefined“ im Winterpalais des Prinzen Eugen von Savoyen. Die von Judith Clark und Adam Philipps für die Barbican Gallery kuratierte Schau verwebt Modegeschichte mit einer komplexen, weil auch englischen Begriffsdefinition des Vulgären als „Absenz des guten Geschmacks“. Weidinger über die Schwierigkeit eine Ausstellung zwischen zwei Kulturkreisen und Ausstellungsräumen zu übersetzen, Illusionismus, Performance und skulpturale Werte in der Mode.
23. Januar 2017
Jean-Baptiste Greuze, Kopfstudie eines lächelnden Mädchens, Detail, um 1765 (Albertina, Wien)

Französische Zeichnung des Barock, Rokoko und Klassizismus Ausstellung des Sammlungsbestands der Albertina, Wien

Die Albertina besitzt einen repräsentativen Querschnitt französischer Zeichnungen des 17. und 18. Jahrhunderts. Dieser geht auf den Begründer der Albertina, Herzog Albert von Sachsen-Teschen, zurück, der bereits insgesamt 2000 französische Zeichnungen erwarb. Davon datiert rund die Hälfte in das 18. Jahrhundert. Die Themen der ausgestellten Blätter reichen von heroischen Landschaften, barocke Standesporträts, Naturstudien und Eroten des Rokoko bis zu dramatischen Kompositionsstudien für Genregemälde. Der Rundgang durch 70 Meisterwerke ermöglicht einen gerafften Überblick über die Entwicklung der akademischen Zeichnung von meisterhaften Detailstudien und pathosgetränkten Landschaftsausschnitten zu alltäglichen Szenen und theatralischen Inszenierungen.
12. Januar 2017
Maria Sibylla Merian, Buschrose mit Miniermotte, Larve und Puppe, Detail, 1679, Aquarell auf Pergament, Städel Museum, Frankfurt am Main, Foto: Städel Museum – U. Edelmann – ARTOTHEK

Maria Sibylla Merian: Bilder und Bücher von Blumen und Insekten Die wichtigsten Facts zur Künstlerin und Naturforscherin des Barock

Maria Sibylla Merian (1674–1717) war Künstlerin und Naturforscherin in der Epoche der Aufklärung. Wie die Malerinnen Rachel Ruysch (1664–1750) und Maria van Oosterwijck (1630–1693) schuf sie Blumenstillleben, gleichzeitig widmete sie ihr ganzes Leben der Erforschung von Schmetterlingen und Käfern. Bereits als Kind interessierte sich die in Frankfurt geborene Maria Sibylla Merian für Insekten und deren Entwicklung. Von 1699 bis 1701 reiste Merian nach Surinam in Südamerika, was sie in ihrer Publikation über die Metamorphose der dort heimischen Insekten verarbeitete: „Metamorphosis insectorum Surinamensium“ erschien zwischen 1702 und 1705. Außerdem brachte die Naturforscherin Tierpräparate mit, die, folgend den Interessen der Aufklärung, einen traditionellen Bestandteil in naturwissenschaftlichen Sammlungen bildeten.
12. Januar 2017
Maria Sibylla Merian, Buschrose mit Miniermotte, Larve und Puppe, Detail, 1679, Aquarell auf Pergament, Städel Museum, Frankfurt am Main, Foto: Städel Museum – U. Edelmann – ARTOTHEK

Maria Sibylla Merian: Biografie Lebenslauf der außergewöhnlichen Zeichnerin und Naturwissenschaftlerin aus Frankfurt

Maria Sibylla Merian Biografie. Lebenslauf der Künstlerin, Zeichnerin und Naturwissenschaftlerin auf Frankfurt, Bücher, Reisen.
3. Dezember 2016
Clara Peeters, Stillleben mit Früchten und Blumen, um 1612/13, Öl auf Kupfer, 64 x 89 cm (Oxford, The Ashmolean Museum. Bequeathed by Daisy Linda Ward, 1939)

Clara Peeters Antwerpener Stilllebenmalerin im Zeitalter von Peter Paul Rubens

Clara Peeters (um 1594–um 1640) gehört zu den vielen allzu wenig bekannten Malerinnen des Barock. Sie war zwischen 1607 und 1621 in Antwerpen, Amsterdam und Den Haag aktiv, zumindest haben sich aus diesem Zeitraum datierte Stillleben erhalten. Dass die außergewöhnlich präzise arbeitende Künstlerin, die gleichzeitig mit Peter Paul Rubens, Jan Bruegehl dem Älteren, Frans Snyders in der flämischen Stadt tätig war, in Publikationen über flämische und holländische Kunst kaum erwähnt wird, dürfte nach dieser Kabinettausstellung des Prado noch weniger verständlich sein. Peeters Früchte- und Essensstillleben zählen zu den exquisiten barocken Schöpfungen und sind Pionierarbeiten im Fach der Stilllebenmalerei.
29. Juni 2016
Diego Rodríguez de Silva y Velázquez, Der ruhende Mars, um 1638, Öl auf Leinwand, 179 × 95 cm (Museo Nacional del Prado. Madrid, Inv.-Nr. P 1208)

Die Ära Velázquez Ausstellung zu Spaniens Malerei und Skulptur des 17. Jahrhunderts in Berlin und München

Der Begriff „El Siglo de Oro“ – das „Goldene Zeitalter“ – beschreibt die Blüte des Kulturschaffens Spaniens von ca. 1590 bis 1700. Die Berliner Gemäldegalerie und die Kunsthalle München widmen sich in einer spektakulären Schau der Vielfalt von Malerei, Skulptur und Zeichnung auf der Iberischen Halbinsel.
24. Juni 2016
(?) Troyen nach Raffael, Hl. Margarethe, 1660, in: David Teniers d. J., Theatrum pictorium, Brüssel 1660 (Privatsammlung), Installationsansicht: Alexandra Matzner.

Barocke Gemäldegalerien und ihre Kataloge Galeriewerke: die Erfindung des Kunstbuchs und der Kunstwissenschaft

Unter dem Titel „Fürstenglanz. Die Macht der Pracht“ zeigt das Belvedere im Winterpalais des bedeutenden Sammlers und Mäzens Prinz Eugen von Savoyen die Entwicklung des so genannten Galeriewerks. Darunter versteht man die Publikation einer Gemäldesammlung.
6. Juni 2016
Georges de La Tour, Die reumütige Maria Magdalena, Detail, Öl auf Leinwand, 113 x 92.7 cm (National Gallery of Art, Washington. Alisa Mellon Bruce Fund, Washington D. C.)

Georges de La Tour Der lothringische Barockmaler und seine Falschspieler, blinden Musiker, eine Wahrsagerin und mystischen Heiligen

Georges de La Tour (1593–1652) bleibt als Person ein Geheimnis, prominent sind hingegen seine mystischen Heiligendarstellungen und unterhaltsamen Genrebilder. Mit größter Akribie setzte sie der lothringische Barockmaler mit nächtlichen Räumen oder farbenfrohen Gewändern um. Da nur vier Werke datiert und 18 signiert sind, herrscht in der Forschung noch Uneinigkeit über die künstlerische Entwicklung La Tours. Der Prado schaffte es, mit 31 Gemälden zwei Drittel des Gesamtwerks nach Madrid zu holen!