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Chemnitz | Kunstsammlungen am Theaterplatz: Lorenzetti, Perugino, Botticelli aus Altenburg Italienische Meister aus dem Lindenau-Museum Altenburg

Paolo di Giovanni Fei, Anbetung der hl. Drei Könige, Detail, um 1395–1400 (Lindenau-Museum Altenburg, Foto Bernd Sinterhaus © Lindenau-Museum Altenburg)

Paolo di Giovanni Fei, Anbetung der hl. Drei Könige, Detail, um 1395–1400 (Lindenau-Museum Altenburg, Foto Bernd Sinterhaus © Lindenau-Museum Altenburg)

In Deutschland existiert eine weltberühmte Sammlung früher italienischer Malerei, die neben den großen und bekannten Sammlungen in der Alten Pinakothek München, den Alten Meistern der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Gemäldegalerie Berlin zu den größten und schönsten europäischen Konvoluten frühitalienischer Kunst außerhalb Italiens zählt: die Sammlung des Philanthropen und Politikers Bernhard August von Lindenau, die heute einen Kernbestand des Lindenau-Museum Altenburg bildet. Lindenau trug im 19. Jahrhundert 180 Tafeln des 13. bis 16. Jahrhunderts zusammen und hatte dabei sein Augenmerk auf die Zeit vor Raffael gesetzt, so wie es viele Künstler der Romantik in Deutschland oder die sogenannten Präraffaeliten in England getan haben.

Geprägt ist die italienische Malerei des 13. bis 16. Jahrhunderts durch die allmähliche Loslösung der religiösen Darstellung von völliger geistiger Erhebung und himmlischer Transzendenz hin zu einer stärkeren weltlichen Orientierung und irdischen Schönheit. Dieser Wandel, der einhergeht mit einer selbstständigeren Ausformulierung künstlerischen Könnens in Italien, ist charakteristisch für den Wechsel der durch die byzantinische Kunst geprägte Gotik hin zur italienischen Renaissance und revolutionierte die europäische Kunst und Kulturgeschichte.

Die Ausstellung in Chemnitz zeigt mit einer erstklassigen Auswahl der besten Tafeln aus der herausragenden Sammlung Bernhard von Lindenaus diesen Wandel und die ganze Breite der geistigen und irdischen Schönheit der mittelitalienischen Malerei dieser Zeit mit Tafeln u. a. von Sandro Botticelli, Perugino, Lippo Memmi, Pietro Lorenzetti, Marco Zoppo, Lorenzo Monaco und Luca Signorelli.

Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Lindenau-Museum Altenburg und der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz
Quelle: Kunstsammlungen Chemnitz

Italienische Meister aus dem Lindenau-Museum Altenburg: Bilder

  • Paolo di Giovanni Fei, Anbetung der hl. Drei Könige, um 1395–1400 (Lindenau-Museum Altenburg, Foto Bernd Sinterhaus © Lindenau-Museum Altenburg)

Beiträge zur Kunst der Gotik und der Frührenaissance

27. Oktober 2020
Paolo di Giovanni Fei, Anbetung der hl. Drei Könige, Detail, um 1395–1400 (Lindenau-Museum Altenburg, Foto Bernd Sinterhaus © Lindenau-Museum Altenburg)

Chemnitz | Kunstsammlungen am Theaterplatz: Lorenzetti, Perugino, Botticelli aus Altenburg Italienische Meister aus dem Lindenau-Museum Altenburg

Die Ausstellung in Chemnitz zeigt mit einer erstklassigen Auswahl der besten Tafeln aus der herausragenden Sammlung Bernhard von Lindenaus diesen Wandel und die ganze Breite der geistigen und irdischen Schönheit der mittelitalienischen Malerei dieser Zeit mit Tafeln u. a. von Sandro Botticelli, Perugino, Lippo Memmi, Pietro Lorenzetti, Marco Zoppo, Lorenzo Monaco und Luca Signorelli.
15. November 2019
Meister von Mondsee, Anbetung der Heiligen Drei Könige, Detail, von den Schreinflügeln des sog. Mondseer Altars, vor 1499 (Linz, Oberösterreichisches Landesmuseum)

Wien | Belvedere: Meister von Mondsee

Die Ausstellung vereint erstmals das gesamte Ensemble seines sogenannten Mondseer Altars und beleuchtet dieses Meisterwerk im kunst- und kulturhistorischen Kontext.
31. Oktober 2019
Konrad Witz, Die Königin von Saba vor Salomo, Detail, um 1430/37, Öl auf Eichenholz (© Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie / Jörg P. Anders)

Berlin | Gemäldegalerie: Spätgotik Spätgotische Kunst nach 1430 im deutschsprachigen Raum und das Wechselspiel der Medien

Malerei, Skulptur und Druckgrafik der spätgotischen Kunst in deutschsprachigen Ländern werden im Herbst 2020 in Berlin einander gegenübergestelle, um die medialen Innovationen nach 1430 herauszuarbeiten.
23. Mai 2019
Albrecht Dürer, Bildnis des Nürnberger Malers Michael Wolgemut, Detail, 1516, Malerei auf Lindenholz, 29,8 x 28,1 cm (Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg, Dauerleihgabe der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München)

Nürnberg | Germanisches Nationalmuseum | Michael Wolgemut – mehr als Dürers Lehrer Maler und Leiter von einer der größten wie effektivsten Künstlerwerkstätten der Spätgotik

Michael Wolgemut (1434/37–1519) führte in Nürnberg eine der größten und effektivsten Künstlerwerkstätten der Spätgotik. Der Lehrer von Albrecht Dürer wird im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg der Vergessenheit entrissen (Winter 2019)
15. April 2019
Paris, Notre-Dame, Ansicht von Südosten

Paris: Notre-Dame in Feuer Berühmte gotische Kathedrale auf der Île-de-la-Cité brennt!

Am Montagabend, dem 15. April 2019, brach gegen 18:50 ein Feuer in der berühmten gotischen Kathedrale Notre-Dame in Paris aus. Videos zeigen die Flammen im aus dem Dachstuhl schlagen. Die Rose des Kurz vor 20:00 stürzte der Dachreiter ein. Eine halbe Stunde später ist der Dachstuhl nahezu ausgebrannt. Ob das Gewölbe hält, wird sich erst zeigen. Besonders bedroht scheint die Rose der Südquerhausfassade zu sein!
24. März 2019
Meister von Heiligenkreuz, Verkündigung, Detail, Diptychon, um 1415/20, Eichenholz, Goldgrund, 72 × 43,5 cm (© KHM-Museumsverband)

KHM: Der Meister von Heiligenkreuz Spätgotische Tafelbilder eines französischen Meisters in Wien

Wer war der Meister von Heiligenkreuz? Die in Wien, Cleveland, Washington erhaltenen Tafeln lassen den Maler als Vertreter der „Internationalen Gotik“ mit einer Ausbildung im Paris um 1400 erscheinen. Bald danach muss er in den Osten des deutschen Sprachraums gezogen sein, um für höfische Auftraggeber Altarbilder und auch Porträts zu malen.