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Frankfurt | Städel Museum: SurFace. Über Haut

Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 4. Juni 2026
Dora Maar, Mannequin mit Dauerwelle, 1935, Silbergelatine-Azug auf Barytpapier auf Karton, 23,4 x 17,7, cm (Städel Museum, Frankfurt a.M., Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V. © VG Bild-Kunst, Bonn 2026)

Dora Maar, Mannequin mit Dauerwelle, 1935, Silbergelatine-Azug auf Barytpapier auf Karton, 23,4 x 17,7, cm (Städel Museum, Frankfurt a.M., Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V. © VG Bild-Kunst, Bonn 2026)

Die Oberfläche als Spiegel der Seele und Grenze des Seins: Das Städel Museum in Frankfurt widmet sich in einer spektakulären Themenausstellung der faszinierendsten und verletzlichsten Membran der Kunstgeschichte – der Haut. Unter dem Titel „Surface“ beleuchtet die Schau, wie Künstlerinnen und Künstler von der Alten Kunst bis zur Gegenwart die Haut nicht nur als anatomische Hülle, sondern als Projektionsfläche für Identität, Begehren, Vergänglichkeit und Schmerz inszenieren. Gemeinsam mit dem Städel erfühlen wir die Kunst Haut richtig in Szene zu setzen. Die Grafik-Ausstellung setzte sich zum Ziel, die Grenzen zwischen Malerei, Skulptur und Körpererfahrung radikal aufzulösen.

SurFace. Über Haut

Deutschland | Frankfurt a. M.: Städel Museum
2.12.2026 – 28.2.2027

Haut von der Renaissance bis zur Gegenwartskunst im Städel

Mit rund zwei Quadratmetern ist die Haut das größte Organ des Menschen. Sie bedeckt und umhüllt den Körper, begrenzt und schützt ihn, ermöglicht zu fühlen. Auf ihrer Oberfläche schreiben sich Erfahrungen und Empfindungen ein. In der Kunst verbinden sich mit der Haut  sowohl technische als auch inhaltliche Fragestellungen. 

Die Ausstellung präsentiert ausgehend von ausgewählten Arbeiten der Graphischen Sammlung über 60 Werke verschiedener Medien und Epochen zu diesem faszinierenden Thema: Zeichnung, Malerei oder Skulptur – von den Alten Meistern bis zur Gegenwartskunst entfaltet sich ein vielschichtiges Panorama, das die Wiedergabe der Haut als eine der grundlegenden Aufgaben künstlerischer Praxis vor Augen führt.

Zu sehen sind sowohl weniger bekannte Werke als auch Arbeiten namhafter Künstler wie Hans Baldung gen. Grien, Raffael, Tizian, Peter Paul Rubens, Auguste Rodin oder Robert Mapplethorpe. Durch die Gegenüberstellung der Werke werden Unterschiede und Parallelen in der Darstellung der Haut sichtbar und die Vielfalt gestalterischer Ansätze deutlich. Die verwendeten Materialien und Techniken – ob Pinsel und Farbe, Metallstift, Kreide, Kohle oder die dreidimensionale Form – machen die Körperoberfläche unmittelbar sinnlich erfahrbar. Darstellungen von Berührungen verstärken diese sinnliche Wirkung und verbinden Sehen, Fühlen und Begreifen. So erweist sich die Kunst als ein inspirierendes „Archiv“ dafür, wie wir die Haut wahrnehmen und empfinden.

Kuratiert von Dr. Astrid Reuter (Leiterin Graphische Sammlung bis 1800, Städel Museum).

Bilder

  • Dora Maar, Mannequin mit Dauerwelle, 1935, Silbergelatine-Azug auf Barytpapier auf Karton, 23,4 x 17,7, cm (Städel Museum, Frankfurt a.M., Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V.)

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