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London | Tate Modern: Bruce Nauman

Bruce Nauman, Violins Violence Silence, 1981/82. ARTIST ROOMS Tate and National Galleries of Scotland. Lent by Anthony d'Offay 2010. © ARS, NY and DACS, London 2020

Bruce Nauman, Violins Violence Silence, 1981/82. ARTIST ROOMS Tate and National Galleries of Scotland. Lent by Anthony d'Offay 2010. © ARS, NY and DACS, London 2020

Bruce Nauman ist ein unruhig erfinderischer Künstler. Seit den späten 1960er Jahren hat er kontinuierlich getestet, was ein Kunstwerk sein kann, indem er alte Formen umgeformt und neue schuf. Seine bahnbrechenden Arbeiten mit Ton, Film, Video, Neon, Hologrammen und 3D haben Generationen von Künstlern beeinflusst.

Die Tate Modern organisiert die erste große Ausstellung seiner Arbeiten in London seit mehr als 20 Jahren. Sie führt durch eindringliche Installationen mit starkem Schwerpunkt auf Ton und Bewegtbild sowie poetischen Skulpturen und Neonstücken, um in das Universum des Künstlers einzuführen.

Hauptwerke wie Double Steel Cage Piece 1974, Anthro / Socio (Rinde Spinning) 1991 und Contrapposto Split 2017 werden Naumans besondere Anliegen hervorheben und wie er sie unaufhörlich wiederholt - und sich nie wiederholt.

Wer ist Bruce Nauman?

Bruce Nauman wurde 1941 in Fort Wayne, Indiana, geboren. Er studierte Mathematik, Physik, Kunst und Musik an der University of Wisconsin, Madison, und erwarb einen MA in Kunst an der University of California, Davis. Heute lebt und arbeitet er auf einer Ranch im Norden von New Mexico. 2004/05 bespielte Bruce Nauman die Turbinenhalle der Tate Modern. Kurze Zeit darauf erhielt er den Praemium Imperiale.

Bruce Nauman in der Tate Modern 2020: Bilder

  • Bruce Nauman, Violins Violence Silence, 1981/82. ARTIST ROOMS Tate and National Galleries of Scotland. Lent by Anthony d'Offay 2010

Beiträge zu Bruce Nauman

4. November 2016
Alberto Giacometti, Homme qui marche [Schreitender Mann], 1960, Bronze, 190 × 112,5 × 28 cm (Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk, Donation: The New Carlsberg Foundation), Ausstellungsansicht Schirn 2016, Foto: Alexandra Matzner.

Giacometti – Nauman Konfrontation in der Schirn

Gleißendes Licht von Bruce Naumans „Lighted Center Piece“ (1967/68) empfängt die Besucherinnen und Besucher in der Schau „Giacometti–Nauman“ in Frankfurt. Das Licht und seine Reflexion sind so hell, dass die Augen schmerzen. Gegenüber, wenn auch in sicherer Entfernung, steht Giacomettis „L’objet invisible (Mains tenant le vide)“ (1934/35). Das titelgebende Objekt, das die Figur Giacomettis hält, ist unsichtbar und wird nur durch die Handhaltung erahnbar. Dieses genaue Betrachten möchte Kuratorin Esther Schlicht herausfordern – sogar wenn es weh tut, sogar wenn es unmöglich scheint. Genau hinzustehen, befähigt, die beiden so bekannten Künstler in neuem Licht zu sehen. Dabei geht es in der Schirn weniger um das Wie ihrer Arbeitsweisen, sondern das Was! Ein überraschender Vergleich, ausgehend von Leitbegriffen, der rundum gelungen ist!
30. Mai 2010
Bruce Nauman, Wall-Floor Positions, 1968, Film Still, Courtesy Electronic Arts Intermix (EAI), New York © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Bruce Nauman im Hamburger Bahnhof Videos, Korridore und Körperfragmente

Der amerikanische Medien- und Objektkünstler Bruce Nauman (* 1941) ist einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart und zweifacher Preisträger des Goldenen Löwen der Biennale von Venedig. Die Schau in der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof in Berlin führt anhand der Sammlung von Christian Flick in Leben und Werk des US-Künstlers ein.

Aktuelle Ausstellungen

19. Mai 2020
Raffael, Selbstporträt, Detail, um 1506, Öl-Holz, 47,5 x 33 cm (Uffizien, Florenz)

Rom | Scuderie del Quirinale: Raffael Größte Raffael-Ausstellung 2020

Die Raffael-Ausstellung in den Scuderie in Rom wird vermutlich die wichtigste Ausstellung des Raffael-Jahrs 2020. Die Scuderie und arbeiten für die Raffael-Ausstellung mit den Gallerie degli Uffizi und dem Palazzo Pitti in Florenz zusammen.
15. Mai 2020
Paula Modersohn-Becker, Mädchenbildnis mit gespreizter Hand vor der Brust, Detail, um 1905 (© Von-der-Heydt-Museum, Wuppertal)

Lindau | Kunstmuseum: Paula Modersohn-Becker und Otto Modersohn „Paula & Otto – Kunst und Liebe im Aufbruch“

Paula Modersohn-Becker (1876-1907) und Otto Modersohn (1865-1943) ist das bedeutendste deutsche Künstlerpaar des frühen 20. Jahrhunderts. Das Kunstmuseum Lindau präsentiert 2020 das faszinierende Thema von Liebe und Kunst im Aufbruch zur Moderne.
14. Mai 2020
Jasper Johns

Potsdam | Museum Barberini: Jasper Johns „The 100 Monotypes”

Anlässlich seines 90. Geburtstags am 15. Mai 2020 würdigt ihn das Museum Barberini mit der Präsentation seiner jüngsten Serie „The 100 Monotypes“, die begleitend zu seinem Werkverzeichnis (Wildenstein-Plattner Institut, 2017) entstanden ist.
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.