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Olafur Eliasson: Der blinde Passagier Nebel, Licht und keine Sicht

Olafur Eliasson, Der blinde Passagier / Your blind passenger (oranger Nebel), 2010, Photo Studio Olafur Eliasson © 2010 Olafur Eliasson.

Olafur Eliasson, Der blinde Passagier / Your blind passenger (oranger Nebel), 2010, Photo Studio Olafur Eliasson © 2010 Olafur Eliasson.

Olafur Eliasson, der in Dänemark geborene und in Island lebende Licht, Objekt-, Installationskünstler, schuf für das Museum eine neue, 90 Meter lange Installation. Der schmale Gang ist mit dichtem, farbigem Nebel gefüllt, sodass man kaum eine halbe Armlänge weit sieht! Dem Gefühl von Enge, Unsicherheit und „Blindheit“ wird durch intensives Farberleben und einem spannungsvollen Begegnen mit Fremden entgegengewirkt.

Nach einer Eingewöhnungsphase wird das Begehen des Ganges zu einem vergnüglichen Sich-Treibenlassen, einem Erfahren von Raum und Farbe, aber auch ein Ausloten der körperlichen Unzulänglichkeiten. Im Gegensatz etwa zu Arbeiten von James Turrell, der den Farbraum als ein körperloses Gegenüber arrangiert, steht man in Eliassons Installationen mitten im Geschehen. Es ist körperlich spürbar, affiziert alle Sinne; man ist nicht in der Lage, sich davon zu distanzieren. Der Orientierungssinn wird dabei genauso herausgefordert wie das Vertrauen in den Künstler und die Institution.

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Beiträge zu Olafur Eliasson

4. Oktober 2021
Moriz Nähr, Ludwig Wittgenstein, Detail, undatiert, Silbergelatineabzug, 6,7 × 5,2 cm Detail aus Ludwig Wittgensteins Fotoalbum, 1930er Jahre (The Ludwig Wittgenstein Archive Cambridge, Foto: The Ludwig Wittgenstein Archive Cambridge)

Wien | Leopold Museum: Ludwig Wittgenstein. Fotografie als analytische Praxis Philosophie, Fotografie und eine berühmte Wiener Familie

Mit Ludwig Wittgenstein (1889–1951) umkreist die Ausstellung einen der bedeutendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts und seinen revolutionären Umgang mit dem Medium Fotografie.
12. März 2021
Lori Hersberger, Sunset 164, 2006, Neon, schwarzes Floatglas, 1,84 x 3,68 m (Neon), Installationsmaße variabel, © Lori Hersberger Studio, Zürich, Foto: Hans-Georg Gaul, Berlin

Wolfsburg | Kunstmuseum: Licht Macht! Licht! mit politischen, ökologischen oder sozialen Aussagen

Die Ausstellung Macht! Licht! versammelt Lichtkunst mit politischen, ökologischen oder sozialen Aussagen.
18. Dezember 2020
Olafur Eliasson, Life, Installationsansicht in der Fondation Beyeler © Fondation Beyeler, Foto Pati Grabowicz

Riehen b. Basel | Fondation Beyeler: Olafur Eliasson

Die Fondation Beyeler widmet dem Werk von Olafur Eliasson, mit der er Fragen der Wahrnehmung, Bewegung, Körpererfahrung und Selbstempfindung aufwirft, eine Ausstellung.

Aktuelle Ausstellungen

8. November 2021
Pieter Bruegel d. Ä., Die Versuchung des hl. Antonius, Detail, Verleger Hieronymus Cock, zg. Pieter van der Heyden, 1556, Kupferstich, 26.6 x 35.4 cm (Blatt), 24.8 x 32.5 cm (Platte) (Inv. X.2327, Photo Credit: Kunstmuseum Basel Martin P. Bühler)

Basel | Kunstmuseum: Pieter Bruegel d. Ä. Kupferstiche und Radierungen

Kupferstiche und Radierungen von Pieter Bruegel d. Ä., geschaffen vom Verleger Hieronymus Cock nach den Zeichnungen des niederländischen Renaissancekünstlers: Landschaften und humorvolle Gesellschaftsanalyse machten den Maler international berühmt.
3. November 2021
Plakat für die Internationale Ausstellung für Musik und Theaterwesen, 1892; Entwurf Ernst und Gustav Klimt (© MAK, Tibor Rauch)

Wien | MAK: Klimts Lehrer an der Kunstgewerbeschule

Ausstellung über den prägende Einfluss von Gustav Klimts Studienzeit an der Wiener Kunstgewerbeschule: Ferdinand Laufberger, Ludwig Minnigerode, Friedrich Sturm und Michael Rieser bis zu Anselm Feuerbach.
2. November 2021
William Hogarth, A Scene from ‘The Beggar’s Opera’ VI, 1731 (Tate, London)

London | Tate Britain: Hogarth und Europa

Zum ersten Mal wird diese Ausstellung Hogarths wichtigste Werke mit denen seiner Kollegen auf dem gesamten Kontinent zusammenbringen – darunter Francesco Guardi in Venedig, Chardin in Paris und Cornelis Troost in Amsterdam –, um die grenzüberschreitenden Strömungen, Parallelen und Sympathien aufzuzeigen.
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.