0

Paris | Musée d’Orsay: Marlene Dumas Werke zum 200. Geburtstag von Charles Baudelaire

Marlene Dumas, Charles Baudelaire, Detail, 2020 (© Courtesy Zeno X Gallery)

Marlene Dumas, Charles Baudelaire, Detail, 2020 (© Courtesy Zeno X Gallery)

Zur Feier des 200. Jahrestages der Geburt von Charles Baudelaire (1821–1867) hat Marlene Dumas, die seit Mitte der 70er Jahre in den Niederlanden lebt und arbeitet, eine Reihe von Gemälden nach dem Vorbild des Pariser Autors angefertigt. Neben der ersten Präsentation dieses neue Zyklus wird „Korrespondenz" vorgestellt, ein Dialog von drei Schlüsselwerken von Marlene Dumas mit Werken aus den Sammlungen des Museums.

Marlene Dumas „Der Spleen von Paris“

Das Werk der südafrikanischen Künstlerin Marlene Dumas wird von ihren leidenschaftlichen, fragmentarischen Lesungen, Poesie und Literatur genährt. Dieses Projekt entstand aus ihrer Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller und Übersetzer Hafid Bouazza (1970–2021), mit dem sie zuvor eine Ausgabe von „Venus und Adonis“ Shakespeares realisiert hatte. Im Anschluss an diese Zusammenarbeit haben Marlene Dumas und Hafid Bouazza ein neues Projekt rund um den „Spleen von Paris“ (1855–1867) ins Leben gerufen. Es entstanden 14 Gemälde, die alle von Charles Baudelaire inspiriert sind: Hier sind unter anderem Porträts der Autorin und von Jeanne Duval zu sehen, aber auch Motive aus Gedichten – die Ratte, die Flasche – und Werke, die direkt mit einem Text verbunden sind - wie das „Spielzeug des Armen“, oder „Die Verzweiflung der Alten“.

Diese Serie ermöglicht, jene kreative Inspiration zu spüren, die Baudelaire für eine der größten lebenden Malerinnen bedeuten muss. Man kann auch die vielfältigen Formen der Malerei entdecken, die Marlene Dumas praktiziert: sehr genau gemalte Werke – insbesondere Porträts –, kontrollierte und veränderliche malerische Gesten. Die Künstlerin experimentiert immer wieder mit neuen Arten des Malens, und „Le Spleen de Paris“ stellt einen poetischen Kern für ihre Schöpfung dar.

Marlene Dumas im Musée d’Orsay: Bilder

  • Marlene Dumas, Charles Baudelaire, Detail, 2020 (© Courtesy Zeno X Gallery)

Weitere Beiträge zu Marlene Dumas

19. September 2021
Berthe Morisot, Junge Frau auf dem Sofa [Jeune Femme au Divan], Detail, 1885, Öl/Lw, 61 x 50.2 cm (Tate, London; Bequeathed by the Hon. Mrs A.E. Pleydell-Bouverie through the Friends of the Tate Gallery 1968, Photo ©Tate)

Riehen b. Basel | Beyeler: Close Up. Berthe Morisot bis Elizabeth Peyton

Die Ausstellung zeigt Werke von Künstlerinnen, deren Schaffen herausragende Positionen innerhalb der Geschichte der Moderne seit 1870 bis heute darstellen. Es ist der Zeitraum, zu dessen Beginn es Künstlerinnen in Europa und Amerika erstmals möglich wurde, auf breiter Basis professionell tätig zu sein.
30. Dezember 2020
Die am häufigsten gegoogelte Künstler und Künstlerinnen 2020

Die am häufigsten gegoogelten Künstlerinnen und Künstler 2020

Wer waren die am häufigsten gegoogelten Künstlerinnen und Künstler 2020? ARTinWORDS hat für euch drei Listen mit einigen Überraschungen!
29. Juli 2020
Edvard Munch, Madonna, Detail, 1895/1902, Farblithografie mit Lithokreide, -tusche und Nadel in Schwarz, Oliv, Blau und Rot / Japanpapier (ALBERTINA, Wien © ALBERTINA, Wien)

Wien | Albertina: Munch und die Folgen Welchen Einfluss hatte Munch auf Künstler wie Warhol, Doig, Emin?

Edvard Munch (1863–1944) in Wien setzt 60 Werke des Norwegers mit Bildern von Francis Bacon, Louise Bourgeois, Georg Baselitz, Andy Warhol, Peter Doig, Tracey Emin in Dialog (ab Februar 2021)

Aktuelle Ausstellungen

19. September 2021
Hermann Carl Eduard Biewend, Ich und mein Luischen, Detail, 1851, kolorierte Daguerreotypie (Private Sammlung © Collection H. G.)

Schweinfurt | Museum Georg Schäfer: Frühe Jahre der Fotografie Neue Wahrheit? Kleine Wunder!

Erste Präsentation einer britischen Privatsammlung zu Louis Daguerre, Daguerreotypien aus EU & USA, Karikaturen, Stereofotografie, Porträts und einer seltenen Ambrotypie.
19. September 2021
Berthe Morisot, Junge Frau auf dem Sofa [Jeune Femme au Divan], Detail, 1885, Öl/Lw, 61 x 50.2 cm (Tate, London; Bequeathed by the Hon. Mrs A.E. Pleydell-Bouverie through the Friends of the Tate Gallery 1968, Photo ©Tate)

Riehen b. Basel | Beyeler: Close Up. Berthe Morisot bis Elizabeth Peyton

Die Ausstellung zeigt Werke von Künstlerinnen, deren Schaffen herausragende Positionen innerhalb der Geschichte der Moderne seit 1870 bis heute darstellen. Es ist der Zeitraum, zu dessen Beginn es Künstlerinnen in Europa und Amerika erstmals möglich wurde, auf breiter Basis professionell tätig zu sein.
18. September 2021
Alicja Kwade, Selbstporträt, 2020, Courtesy of the artist; KÖNIG GALERIE, Berlin/ London/ Seoul/ Decentraland, Foto: Roman März

Berlin | Berlinische Galerie: Alicja Kwade. In Abwesenheit

Alicja Kwade (* 1979) erarbeitet 2021 eine ortsspezifische Installation in der ersten großen Ausstellungshalle der Berlinischen Galerie.