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Frankfurt | Städel Museum: Maria Magdalena

Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 4. Juni 2025
Artemisia Gentileschi, Büßende Maria Magdalena, Detail, 1625–1626, Öl auf Leinwand, 108,8 x 93 cm (Kimbell Art Museum, Kahn Building, South Gallery, Fort Worth, Texas)

Artemisia Gentileschi, Büßende Maria Magdalena, Detail, 1625–1626, Öl auf Leinwand, 108,8 x 93 cm (Kimbell Art Museum, Kahn Building, South Gallery, Fort Worth, Texas)

Sie ist Gefährtin Christi, Heilige und Sünderin, Sinnbild für Begehren und Buße – Maria Magdalena fasziniert seit Jahrhunderten durch ihre Widersprüchlichkeit. Das Städel Museum und die Liebieghaus Skulpturensammlung präsentieren erstmals eine umfassende Ausstellung im deutschsprachigen Raum zur außergewöhnlichen Figur der Maria Magdalena.

Maria Magdalena

Deutschland | Frankfurt a. M.: Städel Museum
17.9.2026–17.1.2027

Artemisia Gentileschi, Büßende Maria Magdalena, 1625–1626, Öl auf Leinwand, 108,8 x 93 cm (Kimbell Art Museum, Kahn Building, South Gallery, Fort Worth, Texas)
Artemisia Gentileschi, Büßende Maria Magdalena, 1625–1626, Öl auf Leinwand, 108,8 x 93 cm (Kimbell Art Museum, Kahn Building, South Gallery, Fort Worth, Texas)
Max Beckmann, Christus und die Sünderin, 1917, öl auf Leinwand, 149,2 x 126,7 cm (Saint Louis Art Museum, Foto © Bequest of Curt Valentin)
Max Beckmann, Christus und die Sünderin, 1917, öl auf Leinwand, 149,2 x 126,7 cm (Saint Louis Art Museum, Foto © Bequest of Curt Valentin)

Maria Magdalena 2026 in Frankfurt

Von den Schriften des Neuen Testaments über mittelalterliche Legenden bis in die heutige Zeit hat Maria Magdalena in der Kunst unzählige Deutungen erfahren. Dabei spiegelt sie immer auch Vorstellungen von Weiblichkeit, Spiritualität und Eigenständigkeit in der jeweiligen Zeit. Die Schau zeigt eindrücklich, wie sich ihr Bild über die Jahrhunderte gewandelt hat – von der asketischen Büßerin über die ekstatische Heilige bis zur modernen, selbstbestimmten Frau als Identifikationsfigur. Maria Magdalena wird dabei als Projektionsfläche kultureller und religiöser Vorstellungen und zugleich als eigenständige, vielstimmige Gestalt gezeigt, die zwischen Körper, Glaube und den ihr zugeschriebenen gesellschaftlichen Rollen vermittelt.

Ausgangspunkt der Ausstellung bilden wichtige Werke aus der Sammlung des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung. Rund 100 Werke aus bedeutenden deutschen und internationalen Sammlungen, darunter Gemälde, Skulpturen und Grafiken, werden in der Präsentation vereint und veranschaulichen die künstlerische und emotionale Bandbreite der Darstellungen der Maria Magdalena. Mit besonderem Fokus auf Künstlerinnen sind unter anderem Arbeiten von Artemisia Gentileschi, Lavinia Fontana, Elisabetta Sirani, Luisa Roldán, Lotte Laserstein, Kiki Smith und Marlene Dumas zu sehen. Daneben werden Hauptwerke bedeutender Künstler wie Albrecht Dürer, Tizian, Pedro de Mena, Guercino, Georges de la Tour, Claude Lorrain, Antonio Canova, Auguste Rodin, Arnold Böcklin und Max Beckmann gezeigt.

Die Ausstellung erstreckt sich bis in die ikonografische Transformation der Maria Magdalena in der Populärkultur. So wird deutlich, wie jede Zeit ihre eigenen Fragen, Vorstellungen oder Sehnsüchte in die Figur der Maria Magdalena eingeschrieben hat und wie sie bis heute dazu einlädt, über Rollenbilder, Spiritualität und die Deutung weiblicher Erfahrung nachzudenken.

Ausgestellte Künstler und Künstlerinnen

Max Beckmann, Arnold Böcklin, Antonio Canova, Marlene Dumas, Albrecht Dürer, Artemisia Gentileschi, El Greco, Guercino, Lavinia Fontana, Georges De La Tour, Claude Lorrain, Pedro De Mena, Auguste Rodin, Luisa Roldán, Elisabetta Sirani, Kiki Smith, Tizian und viele mehr.

Eine Ausstellung des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung
Kuratiert von Dr. Bastian Eclercy (Sammlungsleiter italienische, französische und spanische Malerei vor 1800, Städel Museum) und Dr. Stefan Roller (Sammlungsleiter Mittelalter, Liebieghaus Skulpturensammlung).

Maria Magdalena – eine Frau zwischen Sünde, Gebet und himmlischer Liebe: Ausstellungskatalog

Bastian Eclercy, Stefan Roller (Hg.)
mit Beiträgen von B. Eclercy, S. Grosser, C. Hecht, S. Jolley, S. Petersen, S. Roller, M. Weniger
280 S., 200 Abb., 24,5 × 30,5 cm, Hardcover
ISBN: 978-3-7774-4803-9
HIRMER Verlag

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