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Tina Blau (1845–1916) darf mit Fug und Recht als die Pionierin der österreichischen Malerei, des Stimmungsimpressionismus und des Realismus genannt werden. Unterstützt von ihrem Vater, war der aus einer jüdischen Familie stammenden Künstlerin die langwierige Ausbildung zur Landschafts- und Stilllebenmalerei in Wien und München möglich. Gemeinsam mit Emil Jakob Schindler (1842–1892) entwickelte Tina Blau in Auseinandersetzung mit der Landschaftsauffassung der Schule von Barbizon, den Malern der Haager Schule und dem italienischen Licht den so genannten Stimmungsimpressionismus (oder Stimmungsrealismus → Stimmungsimpressionismus | Stimmungsrealismus) – und ging darüber hinaus.

 

 

Die Fokus-Ausstellung im Oberen Belvedere findet zum 100. Todestag der berühmten Landschaftsmalerin statt. Präsentiert wird nicht nur ihr bedeutendstes Gemälde – „Frühling im Prater“ (1881, Belvedere) – sondern auch bislang Unbekanntes, das während der Recherche für das neue Werkverzeichnis der Künstlerin entdeckt wurde. Mit der digitalen Veröffentlichung des Werkkatalogs beschreitet das Belvedere am vorletzten Arbeitstag von Direktorin Agnes Husslein-Arco einen neuen Weg.

 

Ausbildung und Frühwerk

Die in Wien geborene Regina Leopoldine Blau war auf Privatunterricht angewiesen, da an der Wiener Akademie erst 1920 Frauen zum Kunststudium zugelassen wurden. Berits als Vierzehnjährige bekam sie Zeichenunterricht von Antal Hanély, gefolgt von August Schaeffer (1859–1869). Letzterer empfahl der angehenden Künstlerin bereits, die gewählten Motive in der freien Natur zu studieren. Nachdem sie die „I. Internationaler Kunstausstellung“ im Münchner Glaspalast gesehen hatte, blieb die im Österreichischen und Münchner Kunstverein bereits verkaufende, junge Künstlerin in der bayrischen Hauptstadt, um sich von 1869 bis 1874 bei Wilhelm Lindenschmit d. J. (1829–1895) fortzubilden und zu wohnen. Wichtige Anregungen bekam die eigentlich bereits ausgebildete Malerin von Eduard Schleich d. Ä. (1812–1874), den sie in der Landschaft um Polling kennenlernen konnte.[1]S. 12. In Ablösung von der heroischen Landschaftsauffassung des Historismus (vgl. Albert Zimmermann in Wien) und in Auseinandersetzung mit der spätrealistischen Landschaftsmalerei (→ Ist das Biedermeier?), der französischen Schule von Barbizon und der holländischen Schule von Den Haag arbeitete Tina Blau um 1870 an Pleinairmalerei, an stimmungsvollen, von Wettererscheinungen geprägten Landschaften. Das Belvedere präsentiert mit „Zigeunerhütte bei Klausenburg“ (1865) und „Dachau“ (1870) zwei frühe Gemälde der Künstlerin, die sich mit ihren blauen, durchlichteten, panoramaartigen Landschaften deutlich von den Mitte der 1870er Jahre entstandenen Stimmungsbildern aus dem ungarischen Szolnok unterscheiden.

 


 

Tina Blau und Emil Jakob Schindler

Bereits 1866 hatte Tina Blau den etwas älteren Landschaftsmaler Emil Jakob Schindler (1842–1892) zum ersten Mal getroffen, die Freundschaft zu ihm intensivierte sie jedoch erst nach ihrer Rückkehr nach Wien 1874. Während eines Malaufenthalts in Fischamend (östlich von Wien an der Donau gelegen) lernte Tina Blau im Sommer 1872 Emil Jakob Schindler und dessen Kreis besser kennen. Schindler, Eugen Jettel, Franz Rumpler, Julius Victor Berger und Hugo Charlemont studierten gemeinsam in der Klasse von Albert Zimmermann an der Akademie. Emil Jakob Schindler malte zu dieser Zeit sein frühes Hauptwerk „Die Dampfschiffstation an der Donau gegenüber Kaisermühlen“ (um 1871/72, Belvedere). Ein Jahr später teilte sie sich mit Schindler ein Atelier und reisten auch gemeinsam nach Holland, was wohl durch Tina Blau initiiert und von ihr bezahlt worden ist. Zwischen1873 und 1879 mieteten Blau und Schindler ein gemeinsames Atelier im Wiener Prater, das sie nach der Hochzeit des Malers alleine nutzte. Die oft kolportierte Beziehung zwischen den beiden hat, so Kurator Markus Fellinger, nur eine Atelier-Gemeinschaft – also weder eine Lehrer-Schülerin noch eine erotische Komponente – eingeschlossen.

 

 

Holland und Italien

Im Jahr 1873 unternahmen Tina Blau und Emil Jakob Schindler gemeinsam eine wichtige Holland-Reise. Sie fuhren über Nürnberg, Köln und Düsseldorf in die Niederlande, wo sie Museen besuchten, sich an der holländischen Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts wie Meindert Hobbema (1638–1709) schulten und die niederländischen Regionen bereisten. Wie Schindler entdeckte auch Tina Blau in Holland u. a. das Werk von Jacob Maris (1837–1899) und Peter Paul Joseph Constantin Gabriël (1828–1903), die zur Haager Schule gezählt werden und mit pittoresken Windmühlen, Schafsherden wolkenverhangenen Strandszenen in den 1860er Jahren bekannt wurden. Tina Blau konnte die zeitgenössische niederländische Landschaftsmalerei bereits 1869 auf der „I. Internationalen Kunstausstellung“ in München und 1873 auf der Weltausstellung in Wien kennenlernen. Im Gegensatz zu Emil Jakob Schindler, der seine Gemälde im Atelier ausführte, berichtete Tina Blau, dass sie in Holland nach der Natur gemalt hätte.

 

„Was aber meinen Aufenthalt in Szolnok anbelangt, ist es zweifellos, dass er von außerordentlicher Wirkung auf meine künstlerische Entwicklung ist.“ (Tina Blau)

„Ich liebe die tiefen und weichen Töne und die finde ich am ehesten in Holland und Ungarn.“ (Tina Blau)

 

Diese Überzeugung, die sich in vielen Landschaften mit grauem Wetter niederschlug, wandelte sich nach der ersten Italienreise im Sommer und Herbst 1876, der im Frühjahr 1879 eine zweite bis Rom und Neapel sowie 1885 und ab 1902 weitere Aufenthalte folgten. Ende der 1870er Jahre entdeckte Tina Blau das südliche Licht für sich und hellte ihre Palette deutlich auf. Die im Belvedere ausgestellten Skizzen nach Motiven des Forum Romanum und Palatin weisen auf eine summarische Behandlung der Formen und naturalistische Landschaftsauffassung hin. Im Gegensatz zu den tonigen Landschaften der 1870er Jahre mit der starken Betonung der Perspektive durch steil in die Tiefe fluchtende Wege, Kaianlagen oder Objekte wird nun das Unscheinbare bildparallel ins Bildfeld gesetzt. Die kubischen Formen der Gebäude treten in Bildern wie „Forum Romanum“ (1885, Privatbesitz), gefolgt von „Am Kobolzeller Tor (Rothenburg ob der Tauber)“ (1888, Privatbesitz), besonders deutlich hervor.

 

Tina Blaus Realismus

Tina Blaus erfolgreichstes Bild ist „Frühling im Prater“ (1882), das wegen seines Realismus[2]Markus Fellinger führt diese Eigenschaft auf den österreichischen „Biedermeierrealismus“ zurück, dessen „penibles Detailstudium nach der Natur“ in der Tradition von Georg Ferdinand Waldmüller ein österreichisches Charakteristikum ist. Er lehnt den Begriff Stimmungsimpressionismus für Tina Blaus Landschaften ab und zitiert in seinem Katalogbeitrag Herbert Giese und Hans Tietze, die der Künstlerin eine weniger „weichliche, nicht sentimentale, nicht einmal romantische“ (Hans Tietze) Kunst attestieren. Markus Fellinger, Tina Blau – Zwischen Impressionismus und Biedermeier, in: Agnes Husslein-Arco, Markus Fellinger (Hg.), Tina Blau (Ausst.-Kat. Belvedere 16.12.2016-9.4.2017), Wien 2016, S. 25–45, hier S. 28 und S. 30. und seiner Helligkeit von der Hängekommission des Künstlerhauses wie ein „Loch in der Wand“ empfunden wurde. Nur durch Fürsprache von Hans Makart konnte Tina Blau dieses Gemälde auf der „I. Internationalen Kunst-Ausstellung“ in Wien präsentieren. Der französische Botschafter, der das Werk in Wien sah, empfahl es an der Pariser Salon (1.5.–10.6.1883), wo Tina Blau 1883 dafür ausgezeichnet wurde. Der Paris-Aufenthalt führte zur Auseinandersetzung der Malerin mit dem französischen Impressionismus der frühen 1880er Jahre, was sie in einigen berühmten Skizzen aus den Tuilerien sogleich erprobte. Nur in den Ölskizzen und Studien, die vor den Motiven entstanden, beschränkte sich die Malerin auf die Wiedergabe flüchtiger Eindrücke, wie Kurator Markus Fellinger hervorhebt.

 

 

In diesem für die Künstlerin äußerst erfolgreichen Jahr heiratete sie den Pferde- und Schlachtenmaler Heinrich Lang (1838–1891), für den sie zum Protestantismus konvertierte. Bis zum Tod ihres Mannes lebte Tina Blau in München verlor aber den Kontakt zu Wien nie. Dennoch feierte sie in der bayrischen Hauptstadt größere Erfolge als im Kaiserreich.

 


 

Tina Blau im Belvedere

Für die Ausstellung im zweiten Stock des Oberen Belvedere versammelte Markus Fellinger 65 Ölskizzen und Gemälde, von denen „Frühling im Prater“ (1882) aus dem hauseigenen Bestand aufgrund seiner monumentalen Größe und seiner Ausführung besonders ins Auge fällt. Der erste der beiden Räume zeigt das Werk der österreichischen Landschaftsmalerin in chronologischer Abfolge – von ersten spätromantischen Landschaften der 1860er Jahre über atmosphärische Wolkenstimmungen aus Ungarn und Holland bis zur Entdeckung des südlichen Lichts. Die ausgeführten Gemälde mit Motiven aus dem Prater (Krieau, gestürzte Bäume, Meierei, Rotunde) überzeugen als Kompositionen und verbinden eine realistische Auffassung der Naturwiedergabe mit offener Malweise.

 

 

Der zweite Raum vereint Bilder rund um Fragen der Kunsttheorie von Tina Blau: Hier finden sich drei Ölskizzen „Aus den Tuilerien“ (1883, zwei aus dem Belvedere und eine aus dem Oberösterreichischen Landesmuseum, Linz) sowie zwei weitere „Aus dem Belvedere“ (1894/95). Die beiden letzteren sind zwischen den Fensterachsen gehängt, sodass die Besucherinnen und Besucher den Ausblick auf den Belvedere-Garten und die Blau’schen Kompositionen miteinander vergleichen können. Die Skizze „Kinder an der Friedhofsmauer“ (um1887/888, Privatbesitz) bereitet ein Gemälde vor (Verbleib unbekannt) und zeigt eine seltene sozialkritische Herangehensweise. Die als Farbflecken gestalteten Kinder armer Familien sammeln hinter der Friedhofsmauer Blumen von Totenkränzen, um sich daraus Kränze zu winden. Die Künstlerin interessierte sich vornehmlich für idyllische Prateransichten und Blicke auf die Alt-Wiener Vorstadt, wobei sie allerdings die zunehmende Industrialisierung nicht ausblendete: „Grinzing an der Zahnradbahn“ (um 1894/95, Privatbesitz) bringt schwarze Rußwolken der titelgebenden Bahn genauso ins Bild wie ein Fabriksschlot eine „Straßenansicht, Motiv aus Nußdorf“ (1894, Privatbesitz) den Kirchturm vernebelt. Fragen der Malerei, nämlich des Mitsprechens des Malgrundes, stellt Markus Fellinger genauso, wenn er „An der Isar bei München“ (um 1884, Privatbesitz), „Im Wiental bei Ober St. Veit“ (um 1880, Privatbesitz) ins Museum holt. Die Gegenüberstellung von „Partie aus Schladming“ (1902, Privatbesitz) und dem dazugehörigen, ausgeführten Gemälde „Motiv aus Schladming mit dem Dachstein“ (1902/07, Privatbesitz) gibt einen interessanten Einblick „hinter die Kulissen“ von Tina Blaus malerischem Denken: Die „Partie“ fasst summarisch die Tonwerte der Komposition zusammen, die sie in „Motiv aus Schladming“ auf der Höhe von einem Meter präzise ausführt, noch durch das Repoussoiremotiv einer Fichte und einem dunklen Vordergrund anreicherte, um den Dachstein im Hintergrund in strahlender Helligkeit scheinen zu lassen.

 

 

Zweifellos erinnert diese Art der Landschaftsmalerei mehr an Aquarelle von Rudolf von Alt und Gemälde aus der Rettenbachwildnis von Georg Ferdinand Waldmüller als den zweitgleichen Farbexperimenten von Claude Monet (1840–1926). Die österreichische Tradition wird erst mit Egon Schieles gebauten Stadtansichten und Herbert Boeckls revolutionären Landschaftsskizzen aus dem Jahr 1920 (→ Herbert Boeckl) eine völlig neue Richtung einschlagen.

 

 

Biografie von Tina Blau (1845–1916)

Am 15.11.1845 wurde Tina Blau als Tochter des Unterarzt beim Erzherzog Ernst-Grenadier-Regiment (Heumarktkaserne, 1030 Wien), Simon Blau, in Wien geboren.
Erste Ausbildung (Zeichenunterricht) bei dem Waldmüller-Schüler Antal Hanély.
1860 (ca.) Unterricht bei dem Landschaftsmaler August Schaeffer, der sie neben der Arbeit im Atelier Naturstudien im Prater anfertigen ließ.
1861 Studienreise nach Siebenbürgen.
1865 Lernte im Sommer während des Naturstudiums in Naßwald den Maler Joseph Aigner kennen, in dessen privater Malschule in Wien sie sich einschrieb.
1866 Lernte Emil Jakob Schindler kennen.
1867/68 Erste Teilnahme an einer Gruppenausstellung im Österreichischen Kunstverein.
1869 Erster Verkauf von zwei Gemälden. Den Verdienst nutzte Tina Blau, um die „I. Internationale Kunstausstellung“ in München zu besuchen.
1869–1873 Studienaufenthalt an der Akademie in München beim Historienmaler Wilhelm Lindenschmit d. J. und an der Kunstschule für Mädchen. Kleiner Atelierraum im Haus ihres Lehrers. Bekanntschaft mit Gustave Courbet.
1872 Blau erneuerte ihre Bekanntschaft mit Emil Jakob Schindler, mit dem sie im Sommer in der Gegend von Fischamend arbeitete.
1873 Studienreisen nach Szolnok (Ungarn), Holland, Italien, Paris, Sylt.
1874 Übersiedlung von München nach Wien und gemeinsames Atelier mit Schindler im Wiener Prater (Mayerhofgasse, 1040 Wien).
1875 Hollandreise gemeinsam mit Emil Jakob Schindler, die wohl hauptsächlich von Tina Blau finanziert worden sein dürfte. Beeindruckt von Gemälden von Rembrandt (→ Der späte Rembrandt), Frans Hals und der Haager Schule.
1876 Italienreise. Mietete mit Schindler gemeinsam ein Atelier im Prater.
1879 Zweite Italienreise, wo das italienische Licht zu einer Aufhellung ihrer Palette führte. Tina Blau mietete das Prater-Atelier für sich alleine, nachdem Schindler nach seiner Hochzeit ausgezogen war.
1882 „Frühling im Prater“ (Belvedere) im Künstlerhaus nur aufgrund der Fürsprache von Hans Makart. Der französische Botschafter vermittelte das Bild zu einer Ausstellung nach Paris.
1883 Heirat mit dem Pferde- und Schlachtenmaler Heinrich Lang (1838–1891), für den sie zum Protestantismus konvertierte. Umzug nach München.
1889 Teilnahme an der Weltausstellung in Paris. Unterrichtete Landschafts- und Stilllebenmalerei an der Schule des Münchner Künstlerinnenvereins.
1890 Teilnahme an der Weltausstellung in Paris. Ab diesem Jahr regelmäßig auf internationalen Ausstellungen vertreten, wo sie mit einer Bronzemedaille ausgezeichnet wurde. Einzelausstellung in den Städten München, Berlin, Dresden, Leipzig und Hamburg.
1891 Tod ihres Mannes (8.7.). Rückkehr von Tina Blau nach Wien.
1893 Teilnahme an der Weltausstellung in Chicago, wo sie mit einer Bronzemedaille ausgezeichnet wurde.
1897 Kleine goldene Medaille im Künstlerhaus
1898–1915 Lehrte an der Kunstschule für Frauen und Mädchen (KSFM, 1887 gegründet).
1910 Tina Blau wurde mit einer Einzelausstellung im Münchner Kunstverein geehrt.
Am 31.10.1916 verstarb Tina Blau in Wien.

 

Schülerinnen von Tina Blau

  • Ella Yranii
  • Grete Wolf-Krakauer

 

Tina Blau: Bilder

  • Tina Blau, um 1860–1865 (© Tina Blau Archiv)
  • Tina Blau, Zigeunerhütte bei Klausenburg, 1865, Öl auf Leinwand, 48,5 × 66 cm (Privatbesitz, München, Foto: Alexandra Matzner)
  • Tina Blau, Interieur-Stillleben, um 1872, Öl auf Holz, 47,5 x 38 cm (Privatbesitz, Wien)
  • Tina Blau, Flößer an der Theiß, 1874, Öl auf Holz, 21 x 37 cm (© Belvedere, Wien)
  • Tina Blau, An der Donau bei Szobb, 1874, Öl auf Holz, 34,5 × 78,5 cm (Privatbesitz, Foto: Alexandra Matzner)
  • Tina Blau, Allee bei Amsterdam, 1875/76, Öl auf Leinwand, 63,5 x 90 cm (© Oberösterreichisches Landesmuseum, Linz)
  • Tina Blau, Forum Romanum mit Titusbogen, 1979, Öl auf Holz, 28 x 40,5 cm (© Privatbesitz, Courtesy Dorotheum, Wien)
  • Tina Blau, Frühling im Prater, 1882, Öl auf Leinwand 214 x 291 cm (Belvedere, Wien)
  • Tina Blau, Frühling im Prater, 1882, Detail Arbeiterfamilie, Öl auf Leinwand 214 x 291 cm (Belvedere, Wien)
  • Tina Blau, Frühling im Prater, 1882, Detail bürgerliche Damen, Öl auf Leinwand 214 x 291 cm (Belvedere, Wien)
  • Tina Blau, Gestürzte Größe, um 1882/89 Öl auf Leinwand, 91 × 70 cm (Privatbesitz, Wien, Foto: Alexandra Matzner)
  • Tina Blau, Aus den Tuilerien – Grauer Tag, 1883, Öl auf Holz, 18 x 27 cm (© Belvedere, Wien)
  • Tina Blau, An der Isar bei München, um 1884, Öl auf Malkarton, 23,5 × 31 cm (Privatbesitz, Foto: Alexandra Matzner)
  • Tina Blau, Im Prater bei der Rotunde, um 1885, Öl auf Leinwand, 33 x 45 cm (© Belvedere, Wien)
  • Tina Blau, Ansicht des Palatin in Rom, 1886, Öl auf Holz, 33,3 x 48 cm (© Belvedere, Wien)
  • Tina Blau, Kinder an der Friedhofsmauer, um 1887/88, Öl auf Holz, 17 × 26 cm (Privatbesitz, Foto: Alexandra Matzner)
  • Tina Blau, Straßenansicht. Motiv aus Nußdorf, 1894, Öl auf Holz, 17,5 × 23 cm (Privatbesitz)
  • Tina Blau, Grinzing an der Zahnradbahn, um 1894/98?, Öl auf Holz, 17 × 27 cm (Privatbesitz)
  • Tina Blau, Blick auf Wien vom Oberen Belvedere, 1894/95, Öl auf Holz, 26 × 39,5 cm (Legat Peter Parzer, Wien)
  • Tina Blau, Belvedere, 1895, Öl auf Holz, 17,6 x 26,8 cm (Privatbesitz)
  • Tina Blau, Blick auf die alte Pfarrkirche von Dürnstein, 1897/98, Öl auf Leinwand, 58 x 72 cm (© Privatbesitz, Courtesy Auktionshaus im Kinsky, Wien)
  • Tina Blau, Krieau im Prater, 1902, Öl auf Leinwand, 75,5 x 105 cm (© Belvedere, Wien)
  • Tina Blau, Partie aus Schladming, 1902, Öl auf Holz, 33 × 23,5 cm (Privatbesitz)
  • Tina Blau, Motiv aus Schladming mit dem Dachstein, 1902/07 Öl auf Leinwand, 100 × 74,5 cm (Privatbesitz)
  • Tina Blau, Dordrecht (Rotes Schiff), 1907, Öl auf Holz, 28 x 38 cm (Privatbesitz, Wien)
  • Tina Blau, Bahnbau bei Dürnstein, 1909, Öl auf Leinwand, 56 x 72 cm (© Privatbesitz)

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1. S. 12.
2. Markus Fellinger führt diese Eigenschaft auf den österreichischen „Biedermeierrealismus“ zurück, dessen „penibles Detailstudium nach der Natur“ in der Tradition von Georg Ferdinand Waldmüller ein österreichisches Charakteristikum ist. Er lehnt den Begriff Stimmungsimpressionismus für Tina Blaus Landschaften ab und zitiert in seinem Katalogbeitrag Herbert Giese und Hans Tietze, die der Künstlerin eine weniger „weichliche, nicht sentimentale, nicht einmal romantische“ (Hans Tietze) Kunst attestieren. Markus Fellinger, Tina Blau – Zwischen Impressionismus und Biedermeier, in: Agnes Husslein-Arco, Markus Fellinger (Hg.), Tina Blau (Ausst.-Kat. Belvedere 16.12.2016-9.4.2017), Wien 2016, S. 25–45, hier S. 28 und S. 30.