Claude Monet

Claude Monet (1840-1926) ist ein Hauptvertreter des Impressionismus und prägte mit seinen Landschaftsbildern und Gartenansichten die Vorstellung einer von akademischen Regeln befreiten Kunst. Wenn er auch nie ein Manifest entwickelte, so können Monets Aussagen wie Leisätze seiner Kunst gelesen werden. Die Ästhetik seiner Gemälde seit Ende der 1860er Jahre, als Monet Seite an Seite mit Pierre-Auguste Renoir die Badeinsel La Grenouillère in „Skizzen“ festhielt und, inspiriert durch das Werk Daubignys, diese als vollwertige Arbeiten ausstellen wollten, revolutionierte nicht nur die französische Malerei, sondern breitete sich bis nach Amerika aus. Das Freizeitvergnügen der Großstädter (Segeln in Argenteuil, Pariser Boulevards), die Eisenbahn, Gärten gehören neben französischen Landschaften zwischen der Normandie und Südfrankreich zu den bevorzugten Themen des Malers.

Seine offene Pinselschrift, das Arbeiten vor dem Motiv (Pleinairmalerei), das Beobachten und Festhalten von Lichteffekten, Bewegungsunschärfe und außergewöhnliche, von der japanischen Kunst beeinflusste Blickpunkte zählen wie die Selbstorganisation von Gruppenausstellungen bzw. die Förderung von international agierenden Kunsthändlern zu den wichtigen Stilkriterien und Marktveränderungen Monet'schen Arbeitens. Erst in den 1880er Jahren erzielte Claude Monet mit seinen revolutionären Landschaftsbildern finanziellen Erfolg (vor allem in Amerika), so dass er sich leisten konnte, in Giverny ein Bauernhaus zu erwerben. In den folgenden Jahrzehnten ließ er dort einen Garten anlegen, der Kunstwerk und Sujet seiner Gemälde wurde. In den eigens errichteten Ateliers entstanden in den letzten Jahrzehnten großformatige, ja panoramaartige Gartenbilder, in denen Claude Monet der Schönheit der Natur huldigte und gleichzeitig seine Malerei (Faktur, Perspektive) in den Mittelpunkt stellte. Monets nachlassende Sehkraft zwang ihn zum Malen aus der Erinnerung. Durch die Betonung des inneren Bildes führte er die Malerei in Richtung Abstraktion.

Beiträge zu Claude Monet

15. September 2017
Claude Monet, Charing Cross Bridge, Dampfschwaden im Nebel, Impression, 1902 (© Musée Marmottan Monet, Paris - The Bridgeman Art Library)

Claude Monet. Impression und Empfindung Farbe, Licht und Pflanzen zwischen Impressionismus und Abstraktion

Claude Monet (1840–1926) steht wie kein anderer für die Malerei des Impressionismus. Der französische „Meister des Lichts“ war ein zentraler Wegbereiter der Malerei im 20. Jahrhundert.
8. Februar 2017
Claude Monet, Sonnenaufgang, Impression, 1872/73 (Musée Marmottan Monet, Paris)

Erste Impressionisten-Ausstellung 1874 Erste Selbstorganisation und Namensgebung des Impressionismus

An der ersten Impressionismus-Ausstellung in Paris nahmen 30 Künstlerinnen und Künstler, darunter Paul Cézanne, Edgar Degas, Armand Guillaumin, Claude Monet, Berthe Morisot, Camille Pissarro, Auguste Renoir und Alfred Sisley. Whistler hatte seine erste Einzelausstellung in London und nahm vielleicht deshalb nicht an der Impressionismus-Ausstellung in Paris teil.
20. Januar 2017
Claude Monet, Matinée sur la Seine [Vormittag auf der Seine], 1897, Öl auf Leinwand, 81,9 x 93,3 cm (Mead Art Museum, Amherst College, Massachusetts, Vermächtnis Miss Susan Dwight Bliss, 1966, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS)

Claude Monet in der Fondation Beyeler Monets Landschaften der 1880er Jahre

Monet die Fondation Beyeler. Als Renzo Piano das Gebäude für die Sammlung des berühmten Kunsthändlerehepaares Beyeler plante, hatte er Claude Monets monumentales Gemälde „Le bassin aux nymphéas [Seerosenteich]“ (um 1917–1920) im Sinn. Piano öffnete das Museum mit großen Glasflächen zum Garten hin. Der Blick wandert über das Gemälde – und weiter zum Teich, dem Schilf, das sich manchmal sanft im Wind wiegt. Wenn auch Claude Monet dieses späte Werk nicht vor dem Motiv gemalt hat, sondern sich dafür eigens ein Atelier in Giverny bauen hat lassen, so suggeriert die Sammlungspräsentation überzeugend die innige Verbindung des Malers mit der Natur, der nahezu blind nach seinen Erinnerungen malte.
17. November 2016
Claude Monet, Meule [Heuschober], 1891, Öl auf Leinwand, 72,7 x 92,1 cm (Privatbesitz © Courtesy Christie’s New York)

Auktions-Weltrekord für Monets „Heuschober“

Neuer Auktions-Weltrekord für Claude Monet: Am 16. November 2016 wurde Claude Monets „Meule [Heuschober]“ bei Christie’s New York für $ 81.447.500.- (€ 75,774,215) verkauft.
9. November 2016
Claude Monet, Die Seine bei Lavacourt, 1880, Öl auf Leinwand, 98,4 x 149,2 cm (Dallas Museum of Art)

Claude Monet und Daubigny Flusslandschaften und Atelier-Boote

Schon 1859 bewunderte Claude Monet die Landschaften Daubignys am Salon und beschrieb sie in einem Brief an Boudin. In den folgenden Jahren erwies sich der Landschaftsmaler als wichtiges Vorbild und Unterstützer im Kampf um Anerkennung und die Durchsetzung des neuen, realistischen Landschaftsbegriffs. Claude Monet übernahm von Daubigny nicht nur eine skizzenhafte Ausführung und eine auf Lichteffekten basierende Farbwahl, sondern auch das Arbeiten auf einem Atelier-Boot. Zwischen 1873 und 1897 entstanden atemberaubende Flusslandschaften in der Nachfolge Daubignys, die in der Landschaftsmalerei des Impressionismus eine herausragende Stellung einnehmen.
9. Oktober 2016
William Turner (1775–1851), Venedig, die Seufzerbrücke (Venice, the Bridge of Sighs), 1840 ausgestellt, Öl auf Leinwand, 68,6 x 91,4 cm (Tate, London: Accepted by the nation as part of the Turner Bequest 1856 Inv.-Nr. N00527)

Venedig. Stadt der Künstler Das Bild der Lagunenstadt in Malerei und Fotografie von 1600 bis heute

„Man kann aus Venedig nicht abreisen, ohne sofort wiederkommen zu wollen!“ Mit diesem Satz von Claude Monet kann sich wohl so ziemlich jeder Venedig-Reisende identifizieren. Nicht mehr als 13 Quadratkilometer ist Venedig groß, doch seine Anziehungskraft bewegt bis heute Massen. Die Ausstellung im Bucerius Kunstforum widmet sich dem Blick der Künstler auf Venedig vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart – und ermöglicht einen ausgezeichneten Einstieg in das Thema.
26. Februar 2016
Edouard Manet, Die Dante-Barke / The Barque of Dante (nach / after Delacroix), um / about 1854, Öl auf Leinwand / Oil on canvas, 37.5 x 45 cm, Musée des Beaux Arts de Lyon (B830) © Lyon MBA - photo Alain Basset.

Delacroix und die Malerei der Moderne Wegbereiter von Renoir, Monet, Cézanne, Gauguin, Redon...

Eugène Delacroix (1798–1863) steht an der Schwelle von Salonmalerei und moderner Malerei, die nur sich selbst verpflichtet ist. In Auseinandersetzung mit dem Grand Style von Paul Delaroche und den Farbtheorien Michel Eugène Chevreuls (1786–1889) entwickelte er einen auf Farben und Pinselstrich basierenden Malstil. Obwohl Delacroix kaum Schüler hatte, wurde sein Personalstil und seine Überlegungen zu Kunst zu den folgenreichsten des 19. Jahrhunderts. Generationen von Impressionisten (Manet, Fantin-Latour, Bazille, Renoir), Spätimpressionisten (Cézanne, Van Gogh), Symbolisten (Moreau, Redon, Gauguin) und Pointillisten (Seurat, Matisse, Metzinger) bezogen sich auf oft ungeahnte Weise auf ihren 1863 verstorbenen Wegbereiter.
3. Februar 2016
Joaquin Sorolla, Louis Comfort Tiffany, 1911, Öl auf Leinwand, 150 x 225.5 cm, On loan from the Hispanic Society of America, New York, NY, Photo © Courtesy of The Hispanic Society of America, New York.

Der moderne Garten in der Malerei von Monet bis Matisse Impressionsmus und Natur

Eigentlich müsste die Ausstellung „Der moderne Garten in der Malerei von Monet bis Monet“ heißen, auch wenn die Überbetonung dieses einen Künstlers den Leistungen der anderen Maler_innen nicht gerecht werden würde. „Gärtnern war etwas, das ich in meiner Jugend lernte, als ich unglücklich war. Ich verdanke es vielleicht den Blumen, dass ich Maler geworden bin“, resümierte Claude Monet am Ende seines Lebens. Die kontrastierende Farbenpracht frisch gezüchteter Pflanzen, exotische Importe und der Reichtum an Blüten in verschiedensten Formen kennzeichnen die Gartenkunst des 19. Jahrhunderts und inspirierten die Impressionist_innen und ihre Nachfolger_innen, die an neuen Farb- und Raumkonzepten arbeiteten. Wenn auch nicht so signifikante Erfindungen wie der barocke Garten oder der englische Landschaftsgarten mit diesem Jahrhundert verbunden werden können, so waren es doch die Veränderungen der Großstädte mit ihren weitläufigen Parkanlagen, die besseren Transportmöglichkeiten und die internationalen Pflanzenschauen, die Gärtner zu prächtigen Pflanzungen führten. Monet am Anfang und Matisse am Ende zu setzen, meint nicht nur zwei Meister der Moderne anzuführen, sondern auch die Avantgarde von Amerika bis Spanien und Schweden und ihre Begeisterung für die kontrollierte Natur zu erforschen.
12. März 2015
Claude Monet (1840-1926), Sommer, Detail, 1874, Öl auf Leinwand, 57 x 80 cm, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie Foto: bpk / Nationalgalerie, SMB / Jörg P. Anders.

Monet und die Geburt des Impressionismus Monet Ausstellung in Frankfurt

Monet Ausstellung in Frankfurt feiert den 150. „Geburtstag“ des Impressionismus und sich selbst! Claude Monet wird als Anführer der Landschaftsmaler von Felix Krämer deutlich herausgearbeitet. Ausgangspunkt der Ausstellung ist die hauseigene Sammlung impressionistischer Malerei, die in der kurzen Zeit von nur 13 Jahren zusammengetragen wurde und die Frühzeit der Bewegung dokumentiert.
14. Januar 2015
John Singer Sargent, Zwei schlafende Frauen in einem Kahn unter der Weide, um 1887, Öl und Leinwand, 56 x 68,6 cm (Museu Calouste Gulbenkian, Lissabon, Foto Catarina Gomes Ferreira).

Impressionismus in Amerika Maler in der Nachfolge Claude Monets

Die von der Terra Foundation for American Art, Chicago, organisierte Ausstellung „American Impressionism. A New Vision 1880–1900“ ist noch bis 1. Februar im Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid zu sehen.
27. Oktober 2014
Claude Monet, Waterloo Bridge, Sonne im Nebel, 1903, Öl auf Leinwand, 73,7 x 100,3 cm, Erworben 1914 © National Gallery of Canada, Ottawa.

Impressionismus in Österreich Ausstellung "Im Lichte Monets" zeigt den Einfluss des Pariser Impressionisten auf die österreichische Malerei

Für Claude Monet war die Entstehung eines Gemäldes gleichbedeutend mit der Unmöglichkeit, die Schönheit der Stimmung einzufangen, in der sich seine Bildsujets befanden. Es ging ihm weniger darum, einen Hühnerhof, Blumen im Garten, die Kathedrale von Rouen, das Londoner Parlament oder einfach tosende Wellen an der Atlantikküste festzuhalten, als das Licht und die Atmosphäre treffend wiederzugeben. Formen und Volumina der Objekte konnte er daher vernachlässigen, Farben und Farbharmonien erlangten ungleich größere Bedeutung.
15. Oktober 2014
Paul Durand-Ruel in seiner Galerie, Fotografie von Dornac, um 1910, Archives Durand-Ruel © Durand-Ruel & Cie

Paul Durand-Ruel Galerist der Impressionisten

Viel haben sie ihm, Paul Durand-Ruel (1831–1922), zu verdanken, die Impressionist_innen. Ohne ihn, so war sich Claude Monet in seinen Anfängen sicher, hätte sie nicht überlebt. Ab 1870/71 vertrat er die Pariser Avantgarde, ging mit seiner Galerie sogar in Konkurs und verkaufte die heute so beliebten Gemälde auch in die Vereinigten Staaten. Durand-Ruel handelte mit Werken von Monet, Pissarro, Degas und Renoir und kämpfte für die Akzeptanz ihrer neuen Bildsprache.
30. September 2014
Monet, Gauguin, van Gogh …. Inspiration Japan, Cover (Steidl Verlag)

Monet, Gauguin, van Gogh …. Inspiration Japan Impressionistische Künstler und ihre Beschäftigung mit Japan

Gemeinsam mit dem Kunsthaus Zürich stemmt das Museum Folkwang in Essen eine wichtige Schau und einen gewichtigen Katalog über den transkulturellen Austausch zwischen französischen und japanischen Künstler_innen. Bislang musste man die Publikationen von Klaus Berger und Siegfried Wichmann (beide 1980) in die Hand nehmen, um sich über dieses Thema umfassend zu informieren, jetzt zeichnet der Katalog aus dem Steidl Verlag die Faszination am Japanischen zwischen 1860 und 1910 mustergültig nach.
4. April 2013
Gerhard Richter, Wolken (Fenster), 1970 (Essl Museum Klosterneuburg/Wien), Installationsansicht „Wolken“ im Leopold Museum, Foto: Alexandra Matzner.

Wolken in der Malerei Welt des Flüchtigen

Essentiell für die Landschaftsmalerei - erstmals wissenschaftlich eingeteilt im frühen 19. Jahrhundert. Das Leopold Museum widmet sich dem wichtigen Nass zwischen Himmel und Erde.
3. November 2010
Claude Monet, Les Coquelicots à Argenteuil, 1873, Öl auf Leinwand, 50 x 65,3 cm, Musée d'Orsay, Paris © service presse Rmn / Hervé Lewandowski.

Claude Monet: Werk & Leben Impressionismus und darüber hinaus

Von frühen Landschaften aus dem Wald von Fontainebleau hin zu den berühmten Seerosenbildern der späten Zeit in Giverny entwickelte sich das Werk von Claude Monet vom Realismus zum Impressionismus und darüber hinaus. Anhand seiner Reiseziele - wie der Normandie, von Argenteuil, Vétheuil und des Mittelmeers - lässt sich die malerische Entwicklung des französischen Landschaftsmalers nachzeichnen. Die Pariser Kuratoren führen dazu Motive wie das Porträt, die Stillleben, die Fassade der Kathedrale von Rouen, das Parlament von London, Venedig, die Pappeln oder die Getreideschober zusammen.
3. November 2010
Claude Monet, Aiguille d’Étretat, marée basse [Felsnadel von Étretat bei Ebbe], 1883, Öl auf Leinwand, 60 x 81 cm (Privatsammlung, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS)

Claude Monet: Biografie

Leben (Lebenslauf), Ausstellungen und Werk von CLaude Monet
27. September 2009
Albert Besnard, Eine Wiese im Park von Calais, 1890, Wallraf-Richartz-Museums & Fondation Corboud, Köln © RBA, Köln.

Impressionismus. Wie das Licht auf die Leinwand kam Wie malten die Impressionisten?

Die Albertina verspricht in ihrer jüngsten Ausstellung die technische Seite des Impressionismus zu klären. Was ist eine Impression? Wann ist ein Bild fertig? Drinnen oder Draußen? Diese und ähnliche Fragen beleuchten also die erste Stilphase der Moderne nicht von ihrer entwicklungsgeschichtlichen Stellung her oder ihrem soziokulturellen Umfeld, sondern wollen die handwerklichen Charakteristika der Impressionisten aufdecken. Anhand von 125 Gemälden (davon 75 Bilder aus dem Wallraf-Richartz-Museums & Fondation Corboud, Köln) gehen Restauratoren und Kunsttechnologen den Tricks von Monet und Co. mit Hilfe neuester Technik nach.