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Wien | Albertina: The Print: Dürer bis Picasso Erste Experimente bis Druckgrafik der Moderne | 2023

Hendrick Goltzius, Phaeton, Detail, 1588, 33,1 x 33,3, Kupferstich (Albertina, Wien)

Hendrick Goltzius, Phaeton, Detail, 1588, 33,1 x 33,3, Kupferstich (Albertina, Wien)

Zum 20-jährigen Jubiläum der Neueröffnung der Albertina wird ein grandioses Ausstellungsduett zur Druckgrafik der letzten sechs Jahrhunderte präsentiert. Seit der Gründung der Albertina durch Albert von Sachsen-Teschen vor über 200 Jahren liegt ein Schwerpunkt des Sammelns darin, der jeweils zeitgenössischen Kunst gesteigerte Aufmerksamkeit zu schenken: „The Print: Dürer bis Picasso“ macht hier den Anfang - gleichzeitig ist in der Albertina modern die Fortsetzung zu sehen.

Druckgrafik in der Albertina

Wie kaum eine andere Sammlung weltweit vermag die Albertina die Geschichte der grafischen Künste mit den herausragendsten Stücken zu präsentieren. Die Ausstellung reicht von den ersten druckgrafischen Experimenten bis zur Kunst der Moderne.

Die Entwicklung druckgrafischer Techniken gehört zu den größten künstlerischen Errungenschaften des späten Mittelalters. Bald sollten sie der Malerei ebenbürtig und mit Künstlern wie Martin Schongauer oder Albrecht Dürer sogar höherrangig werden.

Gegenüber Holzschnitt und Kupferstich bot die kurz vor 1500 entwickelte Radierung größeren Spielraum für künstlerisches Experiment. In Rembrandt van Rijns Werk und ein Jahrhundert später bei Francisco de Goya fand sie ihren Höhepunkt.

Ab dem frühen 19. Jahrhundert erlaubten Lithografie oder die Autotypie den Druck höchster Auflagen. Damit bot sich Künstler:innen des 20. Jahrhunderts ein breites Spektrum künstlerischer Ausdrucksmittel, die in den 1960er Jahren um den Siebdruck als ein von den Pop Art-Künstlern bevorzugtes Verfahren ergänzt wurden (→ Wien | Albertina modern: The Print: Warhol bis Kiefer).

Quelle: Albertina, Wien