Albrecht Dürer

Albrecht Dürer (1471-1528) wurde am 21. Mai 1471 als Sohn des eingewanderten Goldschmieds Albrecht Dürer d. Ä. (1427-1502) und dessen Ehefrau Barbara Holper (1452-1514) in Nürnberg geboren. Das Werk des international akklamierten Künstlers umfasst mehr als 1.113 Zeichnungen, 108 Kupferstiche und Radierungen, cireca 246 Holzschnitte und 188 Gemälde. Dazu eine Gruppe von 34 Aquarellen, die ohne Auftrag entstanden und zu den berühmtesten Werken Dürers zählen (→ Albrecht Dürer: Feldhase, 1502).

Bis zu seinem Tod 1528 veränderte er die Stellung von Kunst und Künstlern nördlichder Alpen so drastisch wie nachhaltig. Angeregt durch seine Wanderschaft und zwei Italienreisen, von denen jedoch nur eine dokumentarisch gesichert ist, verlangte Dürer nach einer neuen sozialen Stellung: Anstelle eines spätmittelalterlichen Handwerkers sah er sich und seine Arbeit als gelehrtes Tun. Die Gelehrsamkeit Dürers – vor allem repräsentiert durch seine lebenslangen Untersuchungen zum perfekten Körperbild –, seine Fähigkeit realistische Porträts anzufertigen, sein Versuch sein Monogramm als „Marke“ schützen zu lassen, machen Dürer zu einem modernen Künstler. Dürer brachte es als sozialer Aufsteiger vom „Migrantenkind“, sein Vater war aus Ungarn nach Nürnberg eingewandert und hatte gemeinsam mit seiner Frau eine florierende Goldschmiedewerkstatt betrieben, zum Maler des Kaisers und Freund von Gelehrten.

 

Ausbildung und Frühwerk

Albrecht Dürer lernte bis 1485 in der Goldschmiedewerkstatt seines Vaters, danach ging er von 1486 bis 1489 in die Lehre bei Michael Wolgemut. Wolgemut hatte bei Hans Pleydenwurff (gestorben 1472) gelernt, letzterer war 1457 nach Nürnberg gezogen und hatte begonnen, niederländische Bilderfindungen wie Weltlandschaften im Hintergrund und genaue Pflanzenstudien im Bildvordergrund zu vermitteln. Michael Wolgemut heiratete nach Pleydenwurffs Tod dessen Witwe und führte die Werkstatt des Meisters fort. Er war ab Mitte der 1480er Jahre auch für die Holzschnittillustrationen von Büchern aus der Anton Koberger-Druckerei verantwortlich (darunter die „Schädel`sche Weltchronik“). So erlernte Dürer einerseits die Traditionen der flämischen Malerei und war gleichzeitig am Entstehen neuester Druckwerke beteiligt, die bei seinem Taufpaten Koberger veröffentlicht wurden.

Die früheste bekannte Zeichnung Dürer zeigt den 13-jährigen zukünftigen Künstler im Jahr 1484 (Albertina). Erstaunlich ist, dass sich der jugendliche Goldschmiedelehrling bereits mit einem Selbstporträt, der Verwendung eines Spiegels und der Gestik seiner Hand auseinandersetzte.
Das erste gesicherte Gemälde von Albrecht Dürer ist das „Bildnis der Mutter des Künstlers“ (um 1490) aus dem Germanischen Nationalmuseum Nürnberg. Es entstand knapp nachdem Dürer seine Ausbildung bei Michael Wolgemut 1489 abgeschlossen hatte, und bevor er zu seiner vierjährigen Wanderschaft an den Oberrhein aufbrach. Bereits in diesem Frühwerk zeigt Dürer außerordentliche Beherrschung der Zeichnung, wenn auch sein Können auf dem Gebiet der Malerei diesem Talent noch hinterherhinkte.

Die zwischen 1490 und 1493 erfolgte Wanderschaft an den Oberrhein führte ihn  Vergeblich versucht Albrecht Dürer, den berühmtesten Kupferstecher seiner Zeit, Martin Schongauer, in Colmar zu treffen, denn dieser war 1491 verstorben. Über die Reiseroute kann nur spekuliert werden, vielleicht begann sie aus geschäftlichen Gründen in Frankfurt a. M. Vermutlich kam er im Frühjahr 1492 oder vielleicht schon im Herbst 1491 in Colmar an. Vergeblich versuchte Albrecht Dürer, hier den berühmtesten Kupferstecher seiner Zeit, Martin Schongauer (1445/50–1491), zu treffen, denn dieser war bereits 1491 verstorben. Die Brüder des Schongauers nahmen den fahrenden Gesellen bei sich auf, zeigten ihm Blätter aus dem Nachlass und schenkten ihm Werke von Schongauer. Albrecht Dürer orientierte sich an Schongauers meisterhaften Kupferstichen, in denen flächig-ornamentale Ordnung und zeichnerisch-plastisches Arrangement zu einer Synthese gebracht sind. Weiterreise nach Basel, wo er den Gelehrten Sebastian Brant (1457–1521) traf; daraufhin befand sich Dürer in Straßburg (1493), wo er wieder als Maler arbeitete.

Am 14. Mai 1494 kehrte Albrecht Dürer nach Nürnberg zurück und am 7. Juli heiratete er Agnes Frey (1475–1539) aus einer alten Nürnberger Ratsfamilie. Deren stattliche Mitgift von 200 Gulden ermöglichte die Werkstattgründung.

 

Erste Italienreise

Die dokumentarisch nicht belegte, erste Italienreise Dürers 1494/95 lässt sich vielleicht mit Zeichnungen wie „Nürnbergerin und Venezianerin“ (um 1495) in Verbindung bringen. Die wie ein spätmittelalterliches Musterblatt angelegte Zeichnung zeigt zwei unterschiedlich gekleidete Frauen, die rechte scheint größer zu sein, was allerdings mit der unter venezianischen Prostituierten weit verbreiteten Mode, hohe Platteauschuhe zu tragen, erklärt werden kann. Die beiden werden wie in einem Gespräch einander zugedreht gezeigt. Dürer nähert sich dem Städtevergleich wie ein Ethnologe an und hält die unterschiedlichen Trachten fest.

Zudem entstanden auf der Reise jene außerordentlichen Landschaftsaquarelle, mit denen Albrecht Dürer erstmals spontan (und vielleicht auch vor dem Motiv?) Veduten - wie beispielsweise von der Innsbrucker Hofburg - festhielt. Erstmals wird Natur als Landschaft aufgefasst und festgehalten. Darüberhinaus war die Funktion dieser Aquarelle, die Eindrücke, Empfindungen und Beobachtungen des reisenden Künstlers festzuhalten. Dabei wählte er ruhige, lichterfüllte Landschaften aus (im Gegensatz dazu die Künstler der Donauschule wilde, vom Wind zerzauste Baumgruppen → Albrecht Altdorfer und das Expressive in der Kunst um 1500).

 

Frühe Malerei

Der „Büßende heilige Hieronymus“ (um 1497, National Gallery, London) belegt die reife Frühzeit Dürers. Die Rückseite der Tafel zeigt eine himmlische Erscheinung, die von der Forschung als Komet, Meteor, Meteoriteneinschlag oder Eklipse interpretiert worden ist. Der Einfluss der altniederländischen Malerei zeigt sich in der verblauenden Landschaft mit Tiefenzug und der detailreichen Darstellung, wobei letztere auch in den Landschaftsaquarellen Dürers zu finden ist.

 

Dürers erste Druckgrafiken

Zweifellos hat der Ruhm Albrecht Dürers eine Basis in der meisterhaften Beherrschung und Weiterentwicklung druckgrafischer Techniken, die seine Kunst weit über die Grenzen des Heiligen Römischen Reiches bekannt machten und ihm gute Verdienstmöglichkeiten boten. Einen ersten Höhepunkt erreichte Dürer mit der Folge von 16 Holzschnitten der „Apokalypse“ (1498/1511). Noch vor 1500 wurde Dürer damit in ganz Europa berühmt! Das 1498 als Buch mit 32 Seiten veröffentlichte Werk vereint ein Titelblatt mit 15 großformatigen Holzschnitten.

Albrecht Dürer brachte das Werk ohne Auftraggeber und auf eigenes finanzielles Risiko heraus, wobei er jedoch Unterstützung durch seinen Taufpaten Anton Koberger erhielt, von dem die Lettern und wohl auch der Druck stammen. Ob Dürer Unterstützung von professionellen Formschneidern hatte, die seine Entwürfe handwerklich umsetzten, konnte bislang noch nicht schlüssig geklärt werden. Das Aufsehen, dass die „Apokalypse“ Dürers kurz vor 1500 erregt haben muss, ist kaum mehr nachvollziehbar. Seine Holzschnitte sind derart subtil gearbeitet und detailreich in der Erzählung, dass es für sie keine Vorläufer zu geben scheint. Dennoch bezog er sich  auf eine in Köln gedruckte Bibel von 1483, auf eine Bibel von Grüninger in Straßburg von 1485. Der Bild-Text-Bezug geht nicht immer auf einer Doppelseite auf, da Dürer die bedeutendsten und dramatischsten Bilder aus dem visionären Text, die diesem in nichts nachstehen, aufs Papier brachte: Der das Buch verschlingende hl. Johannes auf Patmos war in dieser Form noch nie dargestellt worden. Die Babylonische Hure erinnert an die Zeichnung einer Venezianerin. Monster, vielköpfige Ungeheuer, teuflische Gestalten verlieh Dürer teils absurdes Aussehen, während die Engel rund um Michael als dynamische Heroen geschildert werden.

 

Selbstbildnisse

Mit dem „Selbstbildnis“ (Prado) gelang Albrecht Dürer der erste große Wurf. Er malte sich nachweislich zwischen dem 25. Dezember 1497 und seinem Geburtstag am 21. Mai 1498 und stellt sich als elegant gekleideter Nürnberger Handwerker dar. Die Gemälde der 1490er Jahre wirken im Vergleich dazu qualitativ reduziert, mit dem Prado-„Selbstbildnis“ setzte er sich selbst ein Denkmal. Aus dem Handwerker war ein selbstbewusster, wohlhabender Künstlergeworden, der seinen sozialen Aufstieg dokumentierte und seine humanistische Gesinnung als denkender und analysierender Maler feierte. 1499 rühmte ihn Conrad Celtis daher den „neuen Apelles“, den Neubegründer der Malkunst aus dem Geist der Antike.

Dem modischen „Selbstbildnis“ des Prado folgt zwei Jahre später das „Selbstbildnis“ der Alten Pinakothek (1500). Albrecht Dürer zeigt sich christomorph, streng und feierlich blickend. Nur wenig später dürfte die bekannte wie irritierend persönliche Zeichnung „Selbstbildnis als Akt“ (1500-1505, Weimar) zu datieren sein. Die entblößte Selbstdarstellung und das präzise Modellieren von Muskeln und Genital ist gänzlich ohne Vorbild in der mitteleuropäischen Kunst. Zur gleichen Zeit beschäftigte sich Albrecht Dürer mit Naturstudien und Proportionsstudien. Letztere waren von Jacopo de'Barbari angeregt und führten zu so überzeugenden Kupferstichen wie „Nemesis“ (1501) und „Adam und Eva“ (1504). 

 

Zweite Italienreise

Als Albrecht Dürer seine zweite Italienreise antrat, war er bereits ein berühmter Künstler. In Venedig hatten seine Druckgrafiken den Maler bereits bekannt gemacht. Zwischen 1505 und 1507 reiste er nach Venedig, wo Dürer den berühmten venezianischen Maler Giovanni Bellini persönich kennenlernte. Mit dem Tafelbild „Rosekranzmadonna“ (1506) konnte er sich die Anerkennung der venezianischen Künstlerschaft verdienen. Das Gemälde „Christus unter den Schriftgelehrten“ (1506) wurde mit sorgfältigen Studien auf blauem Papier vorbereitet - eine Technik, die sich in Venedig größter Beliebtheit erfreute.

Die Nachfolge dieses Aufenthalts südlich der Alpen wirkte lange nach: Wieder zurück in Nürnberg malte Albrecht Dürer die ersten lebensgroßen Aktdarstellungen nördlich der Alpen: „Adam und Eva“ (1507, Prado). Wie „Die Marter der zehntausend Christen“ bereitete er auch den „Heller-Altar“ (1508) mit Vorzeichnungen auf blauem Papier vor.

 

Meisterstiche

„Der Reiter (Ritter, Tod und Teufel)“, „Melencolia I (Die Melancholie)“ oder „Hieronymus im Gehäus“ (jeweils um 1514, Städel Museum) führen Dürers Meisterschaft im Kupferstich weiter. In knapp zwei Jahren veröffentlichte Dürer zwölf Stiche. Den Erfolg seiner Kompositionen zeigen die vielen zeitgenössischen Kopien (Fälschungen), gegen die sich der Künstler bereits zu wehren versuchte. Die Schau in Frankfurt präsentiert auch die einzige erhaltene Metalldruckplatte (1515, Staatsbibliothek Bamberg) mit der dazugehörigen Eisenradierung „Christus am Ölberg“ (1515, Sammlung Otto Schäfer II, Schweinfurt). Dürer experimentierte zwischen 1515 und 1518 in insgesamt sechs Eisenradierungen mit der neuen Ätztechnik.

 

Die Ehrenpforte für Kaiser Maximilian I.

Einen Spezialfall im druckgrafischen Werk nicht nur Dürers stellt die „Ehrenpforte für Kaiser Maximilian I.“ (1512–1517/18, Herzog Anton Ulrich-Museum, Braunschweig) dar – einem mit 195 Druckstöcken auf 36 Papierbögen gedruckten, teilvergoldeten und altkolorierten Werk. Die Monumentalität des Drucks lässt sich nur mit seiner Nutzung als „Fresko- oder Tapisserie-Ersatz“ in herrschaftlichen Räumen schlüssig erklären. Die „Ehrenpforte“ verbindet sowohl die Genealogie der Habsburger bis zur Enkelgeneration Maximilians mit den wichtigsten Ereignissen aus seinem Leben (v.a. die Heirat mit Maria von Burgund, seine Schlachten und Kriege; → „Die Ehrenpforte Kaiser Maximilians“ und seine Familienpolitik). Der „Große Triumphwagen“ (1523, Holzschnitt, Schweinfurt, Sammlung-Otto-Schäfer) hätte eigentlich Teil des Druckgrafik-Triumphzugs, einem Gemeinschaftsprojekt mit u.a. Hans Burgkmair, werden sollen. Die aus acht Druckstöcken komponierte Allegorie erinnert an die guten Eigenschaften des 1519 verstorbenen Kaisers und wurde von Dürer in Eigenregie 1522 herausgegeben (→ Popularisierung des „Triumphzugs Kaiser Maximilians“).

Zwischen 1512 und 1519 arbeitete Albrecht Dürer für Kaiser Maximilian I. an der „Triumphpforte“ und dem „Triumphzug“. Zeichnungen belegen Detailentwürfe für einen silbernen Prunkharnisch für den Kaiser und Hoftrachten für Feste. Berühmt, wenn auch selten zu sehen, sind Dürers Zeichnungen am „Gebetbuch des Kaisers Maximilian“ (1513–1515) – gemeinsam mit Lucas Cranach d. Ä., Albrecht Altdorfer, Jörg Breu, Hans Baldung, Hans Schönsperger (Drucker).

Im Jahr 1518 war Albrecht Dürer Delegationsmitglied des Nürnberger Rates beim Reichstag in Augsburg, wo großformatige Kohlezeichnungen von hochrangigen Teilnehmern entstanden: darunter Kardinal Albrecht von Brandenburg, Erzbischof von Magdeburg und Mainz und dem Kaiser. Danach malte Dürer ein Porträt des Kaisers, das jedoch erst nach dessen Tod im Januar 1519 vollendet wurde.

 

Dürer in den Niederlanden

Als Delegationsmitglied des Nürnberger Rates bei den in Aachen stattfindenden Krönungsfeierlichkeiten von Karl von Burgund zum deutschen König reiste Albrecht Dürer gemeinsam mit seiner Ehefrau Agnes. Die Bestätigung der ihm vom Kaiser zugesicherten lebenslangen Leibrente erhielt er von Statthalterin Margarethe.

Danach reiste er weiter über Aachen in die Niederlande. In Antwerpen zeichnet er den Hafen der Stadt und den Kopf eines 93-jähigen Mannes, der als „Hl. Hieronymus“ einsetzte. Der „Heiliger Hieronymus im Studierzimmer“ (1521, Museu Nacional de Arte Antiga, Lissabon) wurde von den Zeitgenossen so begeistert aufgenommen, dass ihn Lucas van Leyden (1494–1533) abzeichnete und Joos van Cleve (1485–1540) und dessen Werkstatt paraphrasierte. Von Joachim Patinir erhielt Dürer die kleine „Landschaft mit dem Untergang von Sodom und Gomorrha“ als Geschenk. Wenn der Künstler sich am Ende seiner Reise in die Niederlande sicher war, dass sie sich für ihn finanziell nicht ausgezahlt hätte, so muss es dem Künstler doch gefallen haben, all die Ehrungen der Zünfte entgegen zu nehmen. Einen stilistischen oder ikonografischen Einfluss auf seine Kunst lässt sich nicht nachweisen, dafür war der Künstler zu überzeugt von seiner Leistung. Daher kann man nur auf den beginnenden „Nachruhm“ und die Mythisierung Dürers hinweisen, wenn Hans Schwarz bereits 1520 eine „Porträtmedaille auf Albrecht Dürer“ (1520, Kunsthistorisches Museum Wien) anfertigte.

Am 6. April 1528 starb Albrecht Dürer wohl an den Folgen einer Malaria-Erkrankung im Alter von 57 Jahren.

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24. Oktober 2013
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Albrecht Dürer in Sammlungen

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12. Dezember 2016
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Edmund de Waal trifft Albrecht Dürer Ausstellung des Keramikkünstlers im KHM

Bisher war Edmund de Waal (* 1964) bekannt für strahlendweiße Installationen, in denen er seine handgefertigten, teilweise versilberten Porzellanbehälter („vessels“) auf reinweißen Regalen arrangierte. Als Autor wird de Waal seit 2010 für sein Erinnerungsbuch „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ weltweit gefeiert. Sein subtiler Umgang mit Sprache und dem Unsagbaren, seine Liebe zur Poesie wurde in Wien bereits in seiner Installation „Lichtzwang“ im Theseustempel (2014) vorgestellt. Als der Brite im Rahmen der Vorbereitungen von Jasper Sharp und dem Kunsthistorischen Museum eingeladen wurde, eine Ausstellung zu kuratieren, entschied er sich sein Interesse an den Dingen auf ihr Potenzial, Angst zu bannen, Unheimliches zu zeigen, den Kontrollverlust zu sublimieren und Einsamkeit zu füllen, auszuweiten.