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Wien | Albertina: Xenia Hausner „True Lies“ umkreist Hausners geheimnisvolle Menschenbilder

Xenia Hausner, Hotel Shanghai, Detail, 2010, Acryl auf Hartfaser, 250 x 290 cm

Xenia Hausner, Hotel Shanghai, Detail, 2010, Acryl auf Hartfaser, 250 x 290 cm

Mit „Xenia Hausner. True Lies“ zeigt die Albertina eine der wichtigsten österreichischen Malerinnen unserer Zeit. Der Schwerpunkt der Schau liegt auf dem Aspekt der Inszenierung, der die Werke von Xenia Hausner auszeichnet. Für ihre Bilder konstruiert die Künstlerin, die früher als Bühnenbildnerin tätig war, vorab räumliche Settings in ihrem Atelier. Autofragmente oder Zugabteile werden zu Kulissen, triviale Alltagsgegenstände zu Mitspielern ihrer eigentümlichen Szenarien. Auch ihre Modelle arrangiert sie in diesem Umfeld.

In einem vorwiegend weiblichen Kosmos lösen sich die Figuren von der ursprünglichen Person und nehmen eine eigene Rolle in Hausners Geschichten ein, die sich einer eindeutigen Lesart entziehen. In inszenierten Bruchstücken konfrontiert uns die Künstlerin mit den Widersprüchen, die in uns angelegt sind, mit Facetten, die wir nicht nach außen kehren. Gerade die Fiktion ermöglicht ihr, mit geschärftem Blick dem wahren Kern nachzuspüren und in ihren Bildern offenzulegen.

„Ich versuche, eine innere Wesentlichkeit zu verstehen oder zu erwischen. Einmal ist es der Mensch in seiner eigenen Biografie – das würde man klassisch unter ‚Porträt‘ subsummieren –, oder es ist der Mensch in einer erfundenen Konstellation“1 (Xenia Hausner)

 

Xenia Hausner in der Albertina

Die Ausstellung ist retrospektiv angelegt, beginnend mit den ersten frühen Arbeiten aus den 1990er Jahren bis zu Xenia Hausers jüngsten bewegenden „Exiles“-Serie.

Quelle: Pressetext

 

 

Xenia Hausner: Bilder

  • Xenia Hausner, Hotel Shanghai, 2010, Acryl auf Hartfaser, 250 x 290 cm
  • Xenia Hausner, nachher
  • Xenia Hausner, Nacht der Skorpione, 1995

Aktuelle Ausstellungen

17. Oktober 2019
Werner Scholz, Am Bülowbogen, Detail, um 1930, Farblithographie (© Berlinische Galerie – Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur. Leihgabe aus Privatbesitz, Hamburg)

Köln | Käthe Kollwitz Museum: Berliner Realismus Von Käthe Kollwitz bis Otto Dix. Sozialkritik – Satire – Revolution

Rau, ruppig und politisch unbequem: Die Berliner Kunst zur Kaiserzeit besitzt Sprengkraft! „Von Käthe Kollwitz bis Otto Dix“ zeigt politisch engagierte Kunst zwischen Realismus und Verismus.
14. Oktober 2019
Caravaggio, David mit dem Haupt des Goliath, Detail, um 1600/01, Pappelholz, 91,2 × 116,2 cm (Kunsthistorisches Museum Wien, Gemäldegalerie © KHM-Museumsverband)

Wien | KHM: Caravaggio & Bernini Barocke Genies in Wien

Das Kunsthistorische Museum Wien präsentiert erstmals ein visuelles Barockspektakel. Im Zentrum stehen dabei bahnbrechende Werke des Malers Michelangelo Merisi da Caravaggio, genannt Caravaggio (1571–1610), und des Bildhauers Gian Lorenzo Bernini (1598–1680).
10. Oktober 2019
Edvard Munch, Unter den Sternen, Detail, 1900-1905, Öl/Lw, 90 x 129 cm (Munchmuseet Oslo)

K20: Edvard Munch gesehen von Karl Ove Knausgård Schriftsteller zeigt unbekannten Munch

Düsseldorf, Herbst 2019: Der umtrittene norwegische Schriftsteller zeigt den "unbekannten" Munch aus dem Archiv und dem Kunstdepot des Munch Museum in Oslo.
9. Oktober 2019
Pierre Bonnard, Speisezimmer am Land, Detail, 1913, Öl/Lw, 164,5 x 205,7 cm (Minneapolis Institute of Art)

Pierre Bonnard. Die Farbe der Erinnerung Farbenfrohe Moderne mit südfranzösischem Licht

Pierre Bonnards (1867–1947) reifes Werk ab 1909 in leuchtenden Farben, seine Freundschaften mit Vuillard & Matisse und seine Reaktionen auf politisches Zeitgeschehen neu gesehen. Wie zeitgenössisch ist das Werk des französischen Postimpressionisten?
8. Oktober 2019
Mark Dion, The Shipwreck, 2001, Buntstift auf Papier, 27,5 x 34,8 cm (Schenkung der Sammlung Florence und Daniel Guerlain, 2012 | Centre Pompidou – Musée National d’Art Moderne, Paris)

Albertina: Zeichnungen aus der Sammlung Guerlain Zeichnen heute: Internationale Positionen seit 2000

Die Albertina zeigt eine Auswahl an zeitgenössischen Zeichnungen aus der Sammlung von Florence und Daniel Guerlain, Stifter des Prix de dessin, die vor einigen Jahren dem Centre Pompidou 1.200 Arbeiten auf Papier schenkten.
7. Oktober 2019
August Macke, Café am See, Detail, 1913 (Franz Marc Museum, Kochel a. See, Dauerleihgabe aus Privatbesitz)

Kochel am See | Franz Marc Museum: Blauer Reiter – Das Moment der Abstraktion August Mackes „Café am See“ und die Abstraktion im „Blauen Reiter“

Eine neue, bedeutende Dauerleihgabe, das Gemälde August Mackes, „Café am See“ von 1913 ist Anlass, die verschiedenen Abstraktionstendenzen, die die Künstler des „Blauen Reiters“ in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg entwickelten, nebeneinanderzustellen.
  1. Zit. n. S. 30.
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.