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Wien | KHM: Cranach. Die Anfänge in Wien Expressive Frühwerke und Kontakte zu Humanisten

Lucas Cranach der Ältere, Johannes Cuspinian, Detail, 1502

Lucas Cranach der Ältere, Johannes Cuspinian, Detail, 1502

Um 1500 tritt Lucas Cranach der Ältere aus dem künstlerischen Nichts, und zwar in Wien. Ausstellung und Buch widmen sich ausführlich dieser ersten bekannten Schaffensperiode des Malers und stellen sämtliche in ihr entstandenen Werke vor, deren expressiver Stil sich markant von dem der höfisch- eleganten Arbeiten seiner Zeit in Wittenberg unterscheidet.

Lucas Cranach in Wien um 1500 – die Anfänge eines Künstlerstars

Lucas Cranach d. Ä. (1472–1553) schuf seine frühesten bekannten Werke um 1500 in Wien, kurz bevor er seine Karriere als Hofmaler der sächsischen Kurfürsten in Wittenberg antrat. Diese fulminanten Gemälde, Zeichnungen und Holzschnitte belegen dabei nicht nur die engen Verbindungen, die der knapp Dreißigjährige zu den Humanistenkreisen um Konrad Celtis und Johannes Cuspinian besaß, sondern weisen ihn auch als einen Wegbereiter der sogenannten Donauschule aus.

Kuratiert von Guido Messling, Kurator für Deutsche Malerei der Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums Wien (seit 2011), und Kerstin Richter, Leiterin der Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» in Winterthur (seit 2016). Die Ausstellung ist in erster Station in Winterthur und danach in Wien zu sehen.

CRANACH. DIE ANFÄNGE IN WIEN: Ausstellungskatalog

Hg. Guido Messling, Kerstin Richter
Mit Beiträgen von K. Baumhoff, B. Blauensteiner, A. Fingernagel, S. Heiser, G. Messling, K. Richter
Deutsche & englische Ausgabe
160 Seiten
70 Abbildungen in Farbe
20 × 24 cm, Klappenbroschur
ISBN 978-3-7774-3924-2 (dt.)
ISBN 978-3-7774-3926-6 (engl.)
HIRMER VERLAG

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