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Aschaffenburg | KirchnerHAUS: Künstlerinnen der Moderne

Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 25. Oktober 2025
Emy Roeder, Pariserin, Detail, 1934, Bronze (Privatsammlung Aschaffenburg © Museum im Kulturspeicher Würzburg, Nachlass Emy Roeder, Foto: Museen der Stadt Aschaffenburg, Sabine Denecke)

Emy Roeder, Pariserin, Detail, 1934, Bronze (Privatsammlung Aschaffenburg © Museum im Kulturspeicher Würzburg, Nachlass Emy Roeder, Foto: Museen der Stadt Aschaffenburg, Sabine Denecke)

Der Zugang zum Kunstbetrieb war noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts für Frauen stark eingeschränkt. Erst ab 1919 eroberten sie ihren Platz an den Kunstakademien. Ihre Werke zeigen, dass sie oftmals radikaler und experimenteller waren als ihre männlichen Kollegen. Doch mangelte es oft an Anerkennung und Akzeptanz als gleichwertige Mitglieder der Kunstszene (→ Berühmte Künstlerinnen).

GEGEN ALLE WIDERSTÄNDE. Künstlerinnen der Moderne

Deutschland | Aschaffenburg: KirchnerHAUS
25.10.2025 – 8.2.2026

Emy Roeder, Pariserin, 1934, Bronze (Privatsammlung Aschaffenburg © Museum im Kulturspeicher Würzburg, Nachlass Emy Roeder, Foto: Museen der Stadt Aschaffenburg, Sabine Denecke)
Emy Roeder, Pariserin, 1934, Bronze (Privatsammlung Aschaffenburg © Museum im Kulturspeicher Würzburg, Nachlass Emy Roeder, Foto: Museen der Stadt Aschaffenburg, Sabine Denecke)

GEGEN ALLE WIDERSTÄNDE – Künstlerinnen der Moderne in Aschaffenburg

Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein mussten Frauen in Deutschland gegen zahlreiche Hürden kämpfen, um als Künstlerinnen wahrgenommen zu werden. Der Zugang zu Kunstakademien blieb ihnen bis 1918 verwehrt, stattdessen verwies man sie in die Rolle der Muse oder in dekorative „Damenkunst“.

Erst in der Weimarer Republik öffneten sich langsam Türen – doch Anerkennung im männlich dominierten Kunstbetrieb blieb die Ausnahme. Mit der Machtübernahme der National- sozialisten wurden viele Künstlerinnen erneut entrechtet: als „entartet“ diffamiert, verfolgt, vertrieben oder ermordet. Die Ausstellung „GEGEN ALLE WIDERSTÄNDE“ widmet sich jenen Frauen, die trotz aller Einschränkungen ihren künstlerischen Weg gingen und ein eindrucksvolles Œuvre hinterließen. Sie schufen Werke von höchster Qualität, voller Innovationskraft und mit Themen, die bis heute berühren. Manche wie Käthe Kollwitz oder Gabriele Münter erlangten schon zu Lebzeiten Ansehen, viele andere wurden erst in den letzten Jahrzehnten wiederentdeckt.

Die Ausstellung macht sichtbar, was lange übersehen wurde: Frauen trugen entscheidend zur Entwicklung der Moderne bei. Sie waren nicht nur Begleiterinnen berühmter Kollegen, sondern eigenständige, mutige und wegweisende Künstlerinnen. Das KirchnerHAUS Museum Aschaffenburg lädt dazu ein, ihre faszinierenden Lebenswege und Werke neu zu entdecken – als Zeugnisse von Widerstandskraft, künstlerischer Unabhängigkeit und inspirierender Kreativität.

 

Ausgestelle Künstlerinnen

Lou Albert-Lasard, Tina Bauer-Pezellen, Else Blankenhorn, Lilia Busse, Maria Caspar-Filser, Lucie Cousturier, Elsa Bertha Fischer-Ginsburg, Paule Gobillard, Silvia Koller, Käthe Kollwitz, Elfriede Lohse-Wächtler, Jeanne Mammen, Else Meidner, Paula Modersohn-Becker, Gabriele Münter, Hanna Nagel, Emma Ritter, Emy Roeder, Martel Schwichtenberg, Alice Sommer, Suzanne Valadon, Paula Wimmer, Julie Wolfthorn

Quelle: KirchnerHAUS, Aschaffenburg

 

Bilder

  • Elfriede Lohse-Wächtler, Nachdenkender Mann, 1931, Pastellkreide auf Papier (Sammlung Frank Brabant)
  • Paula Modersohn-Becker, Brustbild eines Mädchens mit Strohhut und Kind im Profil (Sonnige Kinder), um 1903, Tempera auf Karton (Privatsammlung)
  • Elfriede Lohse-Wächtler, Studie eines Frauenkopfes, 1919, Pastellkreide auf Papier (Privatsammlung Aschaffenburg)
  • Else Meidner, Selbstporträt mit entblößter Brust, 1925, Kaltnadelradierung (Jüdisches Museum Frankfurt)
  • Hanna Nagel, Glomme, 1929, Graphit/Aquarell auf Papier (Sammlung Frank Brabant)
  • Emy Roeder, Pariserin, 1934, Bronze (Privatsammlung)
  • Käthe Kollwitz, Turm der Mütter, 1937/38, Bronze (Privatsammlung)

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