0

Paolo Veronese: Biografie Leben und Werk des venezianischen Renaissancemalers

Paolo Veronese, Selbstporträt, 1558–1563, Öl/Lw, 63 x 50.5 cm (Eremitage, St. Petersburg)

Paolo Veronese, Selbstporträt, 1558–1563, Öl/Lw, 63 x 50.5 cm (Eremitage, St. Petersburg)

Paolo Veronese, auch Paolo Caliari (1528–1588), war einer der führenden Maler Venedigs in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Gemeinsam mit Tizian und Jacopo Tintoretto bildet Veronese das Dreigestirn der venezianischen Renaissance-Malerei, wobei er im Vergleich zum „Schnellmaler“ Tintoretto der Maler der eleganten, modisch gekleideten Figuren ist, der mit seinen großformatigen und teils heftig kritisierten Darstellungen der Gastmähler Kunstgeschichte schrieb.

Paolo Veronese wurde im Jahr 1528 als fünftes Kind des Steinmetzen, Gabriele de Piero, und dessen Ehefrau Catherina in Verona geboren. Anfangs war Paolo Veronese unter dem Namen Paolo Spezapreda [Steinmetz] bekannt. Erst 1555 nahm er den Namen Paolo Caliari an, da seine Mutter eine uneheliche Tochter des Adeligen Antonio Caliari war. Seine Ausbildung erhielt er um 1540 bei Antonio Badile (um 1516–1560) und 1544 bei Giovanni Francesco Caroto. Beide Lehrer Veroneses waren führende Maler in Verona.

Veronese schuf sein erstes Gemälde 1546. „Die Heilung der Tochter des Jairus“ (verschollen) befand sich in der Avanzi-Kapelle in San Bernardino in Verona. Weitere Altargemälde der Jahre 1547/48 zeigen, dass der noch nicht 20-jährige Maler frühreif war und die Einflüsse des Manierismus, darunter Correggio, gut zu verarbeiten wusste. Über den Architekten Michele Sanmicheli erhielt er den Auftrag für eine Ausstattung in der Villa Soranzo in Sant‘Andrea di Castelfranco (1551). Im gleichen Jahr schuf Veronese mit dem Altargemälde „Heilige Familie mit dem Johannesknaben sowie den hll. Katharina und Antonius Abbas“ für San Francesco della Vigna das erste Werk in Venedig. Die Auftraggeber waren Lorenzo Giustiniani, der Prokurator von San Marco, und Antonio Giustiniani, Senator der Stadt Venedig. Die familiären Verbindungen der Giustinani mit den Gritti, den Grimani und den Barbaro bildeten das ökonomische Netzwerk, in dem sich Paolo Veronese als Maler bewegte.

Bevor sich Paolo Veronese 1553 endgültig in Venedig niederließ, berief ihn 1552 Kardinal Ercole Gonzaga, Großonkel des regierenden Guglielmo Gonzaga, Herzog von Mantua, nach Mantua. Vor Ort entstand das Altargemälde für den Dom in Mantua, die „Versuchung des hl. Antonius“ (Caen, Musée des Beaux-Arts), in der Veronese den Torso Belvedere zitiert. Während seines Aufenthalts in Mantua konnte Veronese die Deckengemälde von Giulio Romano studieren, die seine kommenden venezianischen Aufträge stark beeinflussten.

Paolo Cagliari wurde 1553 zu Paolo „il Veronese“: Er schuf Fresken für die Decke der Sala del Consiglio dei Dieci und die anschließenden Säle – Sala dell’Udienza, Sala della Bussola und Sala dei Tre Capi del Consiglio – im Dogenpalast. Das wichtigste Gemälde des jungen Veronese befand sich ursprünglich in der Sala dell’Udienza und zeigt „Jupiter vertreibt die Untugenden“ (Louvre).)

Neben seiner Beschäftigung im Palazzo Ducale malte Paolo Veronese ab 1555 bevorzugt für San Sebastiano in Venedig. Der Prior, Bernardo Torlioni, beauftragte Veronese mit der Gemäldeausstattung des Deckengewölbes der Sakristei und mit der Gechichte der Esther im Kirchenschiff (1556/57). Das berühmteste Bild ist aufgrund seiner gewagten Perspektive „Der Triumph des Mordechai“. 1562 ergänzte Veronese die Decken mit dem Gemälde „Friedrich Barbarossa, der dem Schisma-Papst Victor IV. die Hand küsst“, das 1577 durch einen Brand zerstört wurde. Für die Sala del Maggior Consiglio schuf er den „Triumph Venedigs“ (1582 eingesetzt).

1556/57 gelang Paolo Veronese der Aufstieg in die erste Reihe der venezianischen Meister: Er wurde gemeinsam mit anderen Malern beauftragt, die Decke der Libreria Marciana zu gestalten. Die Jury, welche die Künstler auswählte, bestand Vasari zufolge aus Tizian, Jacopo Sansovino und Pietro Aretino. Paolo Veronese erhielt als Ehrenbekundung für das Gemälde der „Allegorie der Musik“ in der Libreria Marciana eine Goldkette. Bei dieser Gelegenheit wurde Veronese öffentlich von Tizian gelobt. Zu den bedeutendsten Freskoausstattungen des 16. Jahrhunderts zählt Veroneses Zyklus in der Villa Barbaro in Maser (1560/61). Die Verbindung von komplexen Perspektiven und Trompe l’œil machten Paolo Veronese zum Malerstar.

In den 1560ern und 1580ern prägte Paolo Veronese einen neuen Bildtypus, die „Gastmähler“. Für das Refektorium von San Giorgio Maggiore in Venedig bemalte er eine 66 m² große Fläche mit einem „Gastmahl in Kanaa“, wobei er sich verpflichtete, so vielen Figuren wie möglich und nur die besten Farben (incl. Lapislazuli) zu verwenden. Das großformatige Werk befindet sich heute im Musée du Louvre in Paris und war eine Zusammenarbeit mit Andrea Palladio.

1573 Die Dominikaner von Santi Giovanni e Paolo in Venedig beauftragten Veronese mit dem Gemälde „Das Gastmahl im Hause des Levi“ (Galleria dell´Accademia, Venedig), das ein verbranntes „Letztes Abendmahl“ von Tizian ersetzen sollte. Paolo Veronese wagte es, deutsche Söldner, Kleinwüchsige und Tiere einzufügen. Im Jahr 1573 malte er „Das Gastmahl im Hause des Levi“. Für diese Kompositionen musste sich Veronese vor der Inquisition verantworten. Paolo Veronese forderte in seiner Aussage die Freiheit der Künstler ein. Vermutlich hatte der Maler heimliche Unterstützung durch einen adeligen Kunstliebhaber. Das „Letzte Abendmahl“ wurde in „Das Gastmahl im Hause des Levi“ umbenannt, da es das decorum der Gegenreformation verstieß.

Am 19. April 1588 verstarb Paolo Veronese im Alter von 59 oder 60 Jahren in Venedig und fand die letzte Ruhestätte in San Sebastiano.

 

Ehefrau

  • Elena Badile: ⚭ 17. April 1566, Tochter seines Veroneser Lehrers

 

Kinder

  • eine Tochter und vier Söhne:
  • Gabriele Caliari (1568–1631)
  • Carlo Cannovaro Caliari, genannt Carletto (20.7.1570–1596)

 

Paolo Veronese war Vorbild von:

 

Weitere Beiträge zu Paolo Veronese

 

Biographie von Paolo Veronese (1528–1588)

  • 1528

    Paolo Caliari wurde als fünftes Kind des Steinmetzen, Gabriele de Piero, und dessen Ehefrau Catherina in Verona geboren. Anfangs war Paolo Veronese unter dem Namen Paolo Spezapreda [Steinmetz] bekannt. Erst 1555 nahm er den Namen Paolo Caliari an, da seine Mutter eine uneheliche Tochter des Adeligen Antonio Caliari war.
  • Gegen 1540

    Paolo Veronese trat in die Werkstatt des Malers Antonio Badile (um 1516–1560) ein und wurde 1541 offiziell im Einwohnerregister als dessen Schüler bezeichnet.
  • 1544

    Paolo Veronese wurde Schüler von Giovanni Francesco Caroto. Beide Lehrer Veroneses waren führende Maler in Verona.
  • 1546

    Veronese schuf sein erstes Gemälde, „Die Heilung der Tochter des Jairus“, das sich in der Avanzi-Kapelle in San Bernardino in Verona befand (verschollen).
  • 1547

    Das „Martyrium der hl. Katharina“ entstand anlässlich einer Hochzeit einer adeligen Familie in Verona.
  • 1548

    Veronese arbeitete an dem Gemälde „Madonna mit Heiligen und Stifter [Pala Bevillacqua-Lazise]“, das den von der Familie Bevilaqua-Lazise gestifteten Altar schmückte (Verona, Museo Civico).
  • 1551

    Paolo Veronese erhielt den Auftrag für eine Ausstattung in der Villa Soranzo in Sant‘Andrea di Castelfranco und arbeitete gemeinsam mit Giambattista Zelotti und Ansemo Canneri. Für die Vermittlung des Auftrages war vermutlich der Architekt Michele Sanmicheli verantwortlich. Schuf mit dem Altargemälde „Heilige Familie mit dem Johannesknaben sowie den hll. Katharina und Antonius Abbas“ (313 × 190 cm) für San Francesco della Vigna das erste Werk in Venedig. Die Auftraggeber waren Lorenzo Giustiniani, der Prokurator von San Marco, und Antonio Giustiniani, Senator der Stadt Venedig. Die familiären Verbindungen der Giustinani mit den Gritti, den Grimani und den Barbaro bildeten das ökonomische Netzwerk, in dem sich Paolo Veronese als Maler bewegte.
  • 1552

    Kardinal Ercole Gonzaga, Großonkel des regierenden Guglielmo Gonzaga, Herzog von Mantua, berief Veronese nach Mantua und übertrug ihm die Ausführung eines Altargemäldes für den Dom in Mantua, das die „Versuchung des hl. Antonius“ darstellt (Caen, Musée des Beaux-Arts) und dabei den Torso Belvedere zitiert. Der Künstler schuf eine „Verkündigung an Maria“ (Padua, Museo Civico). Während seines Aufenthalts in Mantua konnte Veronese die Deckengemälde von Giulio Romano studieren, die seine kommenden venezianischen Aufträge stark beeinflussten.
  • 1553

    Endgültige Übersiedelung nach Venedig, nachdem er seinen ersten Staatsauftrag erhalten hatte: Hier wurde Paolo Cagliari nun zu Paolo „il Veronese“. Er schuf Fresken für die Decke der Sala deo Consiglio dei Dieci und die anschließenden Säle – Sala dell’Udienza, Sala della Bussola und Sala dei Tre Capi del Consiglio – im Dogenpalast.
  • 1554

    Veronese reiste gemeinsam mit Daniele Barbaro und Andrea Palladio nach Rom.
  • 1554–1556

    Im Rahmen der Arbeiten an der Ausstattung der Sala del Consiglio dei Dieci im Dogenpalast in Venedig war Veronese gemeinsam mit Giovanni Battista Zelotti und Giovanni Battista Ponchino tätig. Das wichtigste Gemälde des jungen Veronese befand sich ursprünglich in der Sala dell’Udienza und zeigt „Jupiter vertreibt das Böse“ (Louvre).) Mit dem 3. Juni 1555 wurde ein Vertrag datiert, der die Auftragsvergabe für das Hochaltarbild im Dom von Montagnana an Veronese zum Inhalt hat; das Gemälde stellt die „Auferstehung Christi“ dar und befindet sich in situ.
  • 1555

    Der Prior von San Sebastiano in Venedig, Bernardo Torlioni, beauftragte Veronese mit der Gemäldeausstattung des Deckengewölbes der Sakristei. Veronese stellte die Geschichte der Esther dar (1556/57), das berühmteste Bild ist aufgrund seiner gewagten Perspektive „Der Triumph des Mordechai“. Der Maler wohnte im Viertel von Santi Apostoli.
  • 1556

    Paolo Veronese wurde gemeinsam mit anderen Malern beauftragt, die Decke der Libreria Marciana zu gestalten. Die Jury, welche die Künstler auswählte, bestand Vasari zufolge aus Tizian, Jacopo Sansovino und Pietro Aretino.
  • 1557

    Veronese erhielt als Ehrenbekundung für das Gemälde der „Allegorie der Musik“ in der Libreria Marciana eine Goldkette. Bei dieser Gelegenheit wurde Veronese öffentlich von Tizian gelobt. Damit stieg er in die erste Reihe der venezianischen Meister auf. Mitglieder des entscheidenden Komitees waren Tizian und Jacopo Sansovino.
  • Um 1557

    Im Palazzo Trevisan auf der Insel Murano schuf Veronese eine malerische Ausstattung, Alessandro Vittoria war an der Dekoration als Bildhauer beteiligt.
  • 1560

    Carlo Ridolfi berichtete in seinen 1648 erschienener Künstlerbiografie „Le Maraviglie dell'arte“ über Veronese, dass dieser gemeinsam mit dem venezianischen Botschafter Girolamo Grimani nach Rom reiste.
  • 1560–1561

    Veronese nahm die Arbeiten in der von Palladio entworfenen Villa Barbaro in Maser auf, die Fresken befinden sich in situ und waren für die Brüder Daniele und Marcantonio Barbaro bestimmt. In der Halles des Olymp malte er Giustinana Giustinian, Hausherrin und Ehefrau von Marcantonio Barbaro, mit ihrem jüngsten Sohn, der Amme und den Haustieren, einem Papgei und einem Spaniel, darüber die Göttliche Vorsehung [Divina Sapienzia]. Dieser taucht erneut im Raum des kleinen Hundes auf. Der Crociera Raum zeigt Phantasielandschaften und die Angestellten, wie sie durch Scheintüren lugen. Der Raum mit Öllampe zeigt Symbole von tapferem Verhalten und Stärke. Der Bacchus-Raum ist mit Szenen des Weinkelterns geschmückt. Das Deckenfresko im Nordsalon gibt die Planeten wieder, die durch klassische Götter personifiziert und mit den Tierkreiszeichen verbunden werden. Die Verbindung von komplexen Perspektiven und Trompe l’œil machten Paolo Veronese zum Malerstar.
  • 7. Januar 1562

    Veronese wurde mit der Ausführung eines Gemäldes – „Friedrich Barbarossa, der dem Schisma-Papst Victor IV. die Hand küsst“ – im Dogenpalast in Venedig beauftragt. 1577 wurde das Werk durch einen Brand zerstört.
  • 6. Juni 1562

    Vertrag mit Veronese über ein Gemälde für das Refektorium des Klosters San Giorgio Maggiore in Venedig geschlossen. Der Maler verpflichtete sich darin 66 m² Fläche mit so vielen Figuren wie möglich zu füllen und dabei nur die besten Farben (incl. Lapislazuli) zu verwenden. Das großformatige Werk mit der Darstellung der „Hochzeit von Kana“ (1562/63) befindet sich heute im Musée du Louvre in Paris und war eine Zusammenarbeit mit Andrea Palladio.
  • Um 1564

    Veronese schuf für San Sebastiano in Venedig ein Altarblatt mit der thronenden Madonna, den hll. Sebastian, Petrus, Johannes, Franziskus, Katharina und Elisabeth (in situ).
  • 1565

    Veronese malte die „Wunderheilung des hl. Barnabas“ (Rouen, Musée des Beaux-Arts).
  • Um 1565

    Das „Martyrium der hll. Sebastian, Markus und Marcellianus“ wurde geschaffen, heute in Venedig, San Sebastiano.
  • 17. April 1566

    Veronese heiratete Elena Badile, die Tochter seines Veroneser Lehrers, mit der er eine Tochter und vier Söhne bekommen wird.
  • 1567

    Geburt seines ersten Sohnes Gabriele Caliari (1568–1631).
  • 1568

    Die Lebensbeschreibung von Paolo Veronese wurde der zweiten Ausgabe von Giorgio Vasaris „Leben“ beigefügt.
  • 1570

    Geburt seines jüngsten Sohnes Carlo Cannovaro Caliari, genannt Carletto (20.7.1570–1596).
  • 1569–1571

    Veronese schuf das Gemälde „Die Familie des Darius vor Alexander dem Großen“ (The National Gallery, London).
  • 1572

    Veronese und seine Familie bezogen Quartier in der Calle di Ca´Mocenigo.
  • 1573

    Die Dominikaner von Santi Giovanni e Paolo in Venedig beauftragten Veronese mit dem Gemälde „Das Gastmahl im Hause des Levi“ (Galleria dell´Accademia, Venedig), das ein verbranntes „Letztes Abendmahl“ von Tizian ersetzen sollte. Paolo Veronese wagte es, deutsche Söldner, Kleinwüchsige und Tiere einzufügen.
  • 18. Juli 1573

    Für diese Komposition „Das Gastmahl im Hause des Levi“ musste sich Veronese vor der Inquisition verantworten. Das „Letzte Abendmahl“ wurde in „Das Gastmahl im Hause des Levi“ umbenannt. Paolo Veronese forderte in seiner Aussage die Freiheit der Künstler ein. Vermutlich hatte der Maler heimliche Unterstützung durch einen adeligen Kunstliebhaber.
  • 1575

    Veronese hielt sich mit seinem Bruder, Benedetto Caliari (1538–1598), der ebenfalls Maler war, in Padua auf, wo er das“ Martyrium der hl. Giustina“ für die Basilika schuf, das sich in situ befindet.
  • 1575–1582

    Veronese war mit den Ausstattungen der Sala del Collegio und der Sala del Maggior Consiglio im Dogenpalast in Venedig beschäftigt. Der Brand von 1577 zerstörte einige bedeutende Werke wie das „zusammentreffen von Friedrich Barbarossa mit dem Papst. Gemeinsam mit Tintoretto schmückte Veronese die Sala del Maggior Consiglio ab 1577 neu aus. Er malte dafür den „Triumph Venedigs“ (1582 eingesetzt).
  • 1581

    Paolo Veronese schuf für Santi Giovanni e Paolo in Venedig die Darstellung des „Toten Christus“, der von Maria und einem Engel gestützt wird (St. Petersburg, Eremitage).
  • Um 1582

    „Kreuzigung“ (Musée du Louvre, Paris).
  • 1585

    „Letztes Abendmahl“ (Pinacoteca di Brera, Mailand)
  • 1586

    Vermutlich in diesem Jahr entstand die „Marienkrönung“ für die Kirche Ognissanti (Gallerie dell‘Accademia).
  • 1587

    Bartolomeo Borghi beauftragte Veronese mit dem Gemälde „Das Wunder des hl. Pantaleon“ für San Pantalon in Venedig, das sich in situ befindet.
  • 1588

    Am 19. April 1588 verstarb Paolo Veronese im Alter von 59 oder 60 Jahren in Venedig und fand die letzte Ruhestätte in San Sebastiano.
  • Um 1590

    Die Werkstatt von Paolo Veronese, in der unter anderem sein Bruder Benedetto, seine beiden Söhne Gabriele und Carletto aber auch sein Neffe Luigi Benfatto mitgearbeitet haben, war noch etwa zehn Jahre nach dem Tod des Meisters tätig. Nachdem Gabriele in der Werkstatt seines Vaters ausgebildet worden war, wandte er sich vermutlich von der Malerei ab und trieb Handel. Zu den Schülern von Paolo Veronese zählten: Giovanni Battista Zelotti, Giovanni Antonio Fasolo, Sigismondo de Stefani, Anselmo Canneri.
  • 1648

    Carlo Ridolfi publizierte in „Le vite degli illustri Pittori Veneti e dello Stato” eine Biografie des Malers.
Dr. Birgit Schmidt
Dr. Birgit Schmidt, freischaffende Kunsthistorikerin in Wien, Spezialistin für Alte Meister, Künstlerinnen und die Wiener Schule der Kunstgeschichte