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Paris | Musée d’Orsay: Schweizer Moderne

Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 21. Mai 2021
Giovanni Giacometti, Ansicht von Capolago, Detail, um 1907, Öl auf Leinwand, 51,5 x 60 cm (Paris, Musée d'Orsay © DR - RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski)

Giovanni Giacometti, Ansicht von Capolago, Detail, um 1907, Öl auf Leinwand, 51,5 x 60 cm (Paris, Musée d'Orsay © DR - RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski)

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts zeichnet sich die Schweizer Kunstszene durch eine große Vitalität aus. Ende der 1890er Jahre setzt sich eine Generation von Malern wie Cuno Amiet, Giovanni Giacometti und Augusto Giacometti, Félix Vallotton oder auch Ernest Bieler oder Max Buri durch, um die Kunst der damaligen Zeit tiefgreifend zu erneuern. Diese Maler wurden in Frankreich, Deutschland oder teilweise Italien im Zusammenhang mit den europäischen Avantgarde-Bewegungen ausgebildet und erforschen die ausdrucksvolle, symbolische oder dekorative Kraft von Linien und Farben. Gleichzeitig beschäftigen sie sich mit Motiven in Anlehnung an die Schweizer Geschichte und Nationalkultur, die damals gerade erfunden wird, vor dem Hintergrund der Selbstbehauptung des jungen Bundesstaats, der 1848 gegründet wurde.

Modernités suisses (1890–1914)

Frankreich | Paris: Musée d’Orsay
2.3. – 25.7.2021

Diese Maler sowie dieser wichtige Augenblick in der europäischen Kunst sind jedoch außerhalb der Schweiz weitgehend unbekannt. Abgesehen von zwei Ausstellungen 1934 und 1960 sowie unlängst zwei ambitionierten Retrospektiven über Ferdinand Hodler (2007 im Musée d'Orsay) und Félix Vallotton (2014 in den Nationalgalerien des Grand Palais wurde der Schweizer Malerei des frühen 20. Jahrhunderts bisher keine einzige Ausstellung gewidmet. Dennoch waren Maler wie Paul Gauguin oder Vincent van Gogh, Schauplätze wie Paris und Pont-Aven ausschlaggebend für wichtige Künstler der damaligen Zeit wie z. B. Cuno Amiet.

 

Giovanni Giacometti, Ansicht von Capolago, um 1907, Öl auf Leinwand, 51,5 x 60 cm (Paris, Musée d'Orsay © DR - RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski)
Giovanni Giacometti, Ansicht von Capolago, um 1907, Öl auf Leinwand, 51,5 x 60 cm (Paris, Musée d’Orsay © DR – RMN-Grand Palais (Musée d’Orsay) / Hervé Lewandowski)

 

Schweizer Moderne im Musée d‘Orsay

Ausgestellt werden etwa 70 Werke aus der Jahrhundertwende, die hauptsächlich aus öffentlichen und privaten Schweizer Sammlungen stammen. Im Mittelpunkt stehen die wichtigen Protagonisten und Meilensteine in der Entwicklung der Avantgarde-Bewegungen, die sich zwar von den bedeutenden Strömungen Europas beeinflussen lassen, jedoch gleichzeitig tief in der kulturellen und intellektuellen Schweizer Landschaft verwurzelt bleiben. Anstelle eines Gesamtüberblicks bietet die Ausstellung die Möglichkeit, in Frankreich unbekannte Künstler sowie außergewöhnliche Gemälde zu entdecken. Die Ausstellung ist in mehrere Abschnitte gegliedert, wobei monografische Ansätze sowie die Gegenüberstellung mehrerer Maler abwechseln. Der Ausstellungskatalog zeichnet die Entwicklung der Schweizer Malkunst der 1900er Jahre in seinem historischen Kontext nach und erweist auch wichtigen Protagonisten wie den Kunstsammlern, Kunstkritikern, Vermittlern und Kunsthändlern eine Hommage.

Diese Ausstellung ist Teil eines Programms, die das rege künstlerische Schaffen dieser Wendezeit innerhalb der Entstehung der Moderne widerspiegelt (zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts). Sie präsentiert Werke, von denen die meisten noch nie in Frankreich gezeigt wurden.
Kuratiert von Paul Muller, Kunsthistoriker, und Sylvie Patry, Leiterin Konservierung und Sammlungen des Musée d'Orsay.
Quelle: Musée d’Orsay, Paris

 

Schweizer Moderne im Musée d’Orsay: Bilder

  • Giovanni Giacometti, Ansicht von Capolago, um 1907, Öl auf Leinwand, 51,5 x 60 cm (Paris, Musée d'Orsay)

Weitere Beiträge zur Klassischen Moderne

14. Mai 2026
Karoly Ferenczy, Malerin, Detail, 1903, Öl auf Leinwand, 136 × 129.6 cm (Ungarische Nationalgalerie)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 14. Mai 2026

Paris | Petit Palais: Károly Ferenczy

Das Petit Palais präsentiert erstmals in Frankreich eine Retrospektive zu Károly Ferenczy (1863–1917). Die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Museum der Schönen Künste in Budapest stellt diesen bedeutenden Maler der ungarischen Moderne vor, in dessen Werk sich Naturalismus und Ästhetik der Jahrhundertwende vereinen.
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3. Mai 2026
Hilma af Klint, Die zehn Größten, Nr. 7, Das Mannesalter, Gruppe IV, 1907 © Stiftelsen Hilma af Klints Verk. Photo: Albin Dahlström / Moderna Museet
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Paris | Grand Palais: Hilma af Klint

Im Frühjahr 2026 widmet Paris der schwedischen Malerin Hilma af Klint eine wegweisende Ausstellung. Ihr Zyklus der monumentalen „Tempelbilder“ (1906–1915) wird erstmals in Frankreich gezeigt. Darunter befindet sich auch die berühmte Serie der „Zehn Größten“, die von der visionären Kraft einer ihrer Zeit weit vorausgehenden Künstlerin zeugt. Weiters beleuchtet die Ausstellung die vielfältigen Inspirationsquellen von Hilma af Klints Werk – Esoterik bzw. Theosophie, Folklore und Volkskunst, Wissenschaftskultur.
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20. März 2026
Brancusi, Atelier, Einblick
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 20. März 2026

Berlin | Neue Nationalgalerie: Constantin Brâncuşi

Neben Hauptwerken Brâncuşis wie „Der Kuss“, „Vogel im Raum“, „Schlummernde Muse“, „Unendliche Säule“ ist auch eine Teilrekonstruktion von Brâncuşis berühmtem Atelier in Berlin zu sehen.
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Aktuelle Ausstellung

11. Juni 2026
Barbara Hepworth, Eidos, 1947 (National Gallery of Victoria, Melbourne. Purchased with the assistance of the Samuel E. Wills Bequest to commemorate the retirement of Dr E. Westbrook, Director of Arts for Victoria, 1981 © Bowness. Foto: Predrag Cancar / NGV. Image courtesy National Gallery of Victoria, Melbourne)
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London | The Courtauld: Hepworth in Farbe

Barbara Hepworths Einsatz von Farbe ist das Thema im Sommer 2026 im Courtauld. Fühe Farbskulpturen & Zeichnungen der 1940er treffen auf Werke der folgenden Jahrzehnte.
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10. Juni 2026
Georg Baselitz, Sigmund fliegt mit Sex im Koffer, 2024, Öl und Plastik auf Leinwand (courtesy White Cube Bermondsey, London)
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 10. Juni 2026

London | White Cube Bermondsey: Georg Baselitz. Back Again

White Cube Bermondsey plant ab Juni 2026 neue, großformatige Gemälde und Arbeiten auf Papier von Georg Baselitz (1938–2026) zu zeigen. Neben bereits Bekanntem wie den expressiven und schonungslosen Selbstporträts, den Bildnissen seiner Ehefrau Elke widmete sich der Künstler zum Schluss noch goldenen Gottheiten Indiens. Man darf gespannt sein!
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10. Juni 2026
Van Cleef & Arpels im MAK, 2026
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 10. Juni 2026

Van Cleef & Arpels im MAK Wien: glitzernde Juwelen x Meisterwerke des MAK

Ein funkelndes Gipfeltreffen der Moderne: Ab Juni 2026 konfrontiert das MAK Wien unter dem Titel „GLANZSTÜCKE“ die spektakuläre Patrimonial Collection der Pariser Maison Van Cleef & Arpels mit den visionären Entwürfen der Wiener Werkstätte. In einer labyrinthartigen Inszenierung treten rund 500 Exponate – von meisterhaftem High Jewelry über japanische Wandschirme bis hin zu Gustav Klimts Werkzeichnungen – in einen fesselnden ästhetischen Dialog. Erfahren Sie hier, wie Geometrie auf florale Poesie trifft und zwei Modemetropolen das frühe 20. Jahrhundert neu erfanden.
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