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Frankfurt | Städel Museum: Carl Schuch und Frankreich

Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 24. September 2025
Carl Schuch, Der Rhododendronkorb („Der grüne Krug“), 1886–1894, Öl auf Leinwand 61 x 78 cm (Staatliche Kunstsammlungen, Gemäldegalerie Neue Meister, Dresden © Albertinum | GNM, Staatliche Kunstsammlungen Dresden / Jürgen Karpinski)

Carl Schuch, Der Rhododendronkorb („Der grüne Krug“), 1886–1894, Öl auf Leinwand 61 x 78 cm (Staatliche Kunstsammlungen, Gemäldegalerie Neue Meister, Dresden © Albertinum | GNM, Staatliche Kunstsammlungen Dresden / Jürgen Karpinski)

Mit Carl Schuch (1846–1903) widmet sich das Städel Museum dem bekanntesten „Unbekannten“ der Malerei des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Zu Lebzeiten von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, erlebte Schuchs Werk kurz nach seinem Tod große Aufmerksamkeit bei Kritikern, Museen sowie Sammlern und wurde dann wieder vergessen. Das Städel Museum spürt der Faszination von Schuchs Malerei nach und zeigt seine vielfältige Auseinandersetzung mit der modernen französischen Kunst.

„Leibl verehrt man, Trübner schätzt man sehr hoch, aber Schuch liebt man.“1 (Karl Scheffler, 1922)

Carl Schuch und Frankreich

Deutschland | Frankfurt a. M., Städel Museum
24.9.2025 – 1.2.2026

Carl Schuch im Städel 2025/26

Carl Schuch war ein Kosmopolit: In Wien ausgebildet, in Europa auf Reisen, ließ er sich 1882 in Paris nieder und erlebte dort die produktivste Phase seines künstlerischen Schaffens. Schuch überführte seine Sinneseindrücke in reine Malerei, die sich durch subtile Tonabstufungen und klangvolle Farbharmonien auszeichnet. Er befasste sich hauptsächlich im Sommer mit der Freilichtmalerei. Im Atelier wiederum wurde das Stillleben zu seinem wichtigsten Experimentierfeld. Um unterschiedliche Farbwirkungen auszuprobieren, variierte er ein festes Motivrepertoire in immer neuen Zusammenstellungen. Komplementärkontraste und die Veränderung der Farben durch Licht und Schatten interessierten ihn ebenso wie Farbmischungen und neue Farbmittel. Wiederholt übertrug Schuch die am Stillleben erprobte, herausragende Maltechnik in seine Landschaftsgemälde.

Das Städel Museum vereint Schuchs Gemälde mit bedeutenden Werken französischer Kunst aus führenden Museen und Privatsammlungen. Schuch beschäftigte sich intensiv mit der Malerei seiner Vorbilder, zu denen neben deutschen Weggefährten wie Wilhelm Trübner und Wilhelm Leibl vor allem seine französischen Zeitgenossen Paul Cézanne, Camille Corot, Gustave Courbet, Edouard Manet und Claude Monet zählen. Durch die Gegenüberstellung mit ihren Werken wird Schuchs individuelle Malweise anschaulich. Neueste kunsttechnologische Untersuchungen eröffnen Einblicke in die Entstehungsgeschichte seiner Gemälde. Der befreite Einsatz von Farbe und die unverwechselbare Handschrift Schuchs machen seine Malerei zu einer lohnenden Entdeckung.

Kuratiert von Alexander Eiling (Sammlungsleiter Kunst der Moderne, Städel Museum), Juliane Betz (stellv. Sammlungsleiterin Kunst der Moderne, Städel Museum), Neela Struck (wissenschaftliche Mitarbeiterin, Kunst der Moderne, Städel Museum) und in Zusammenarbeit mit Dr. Roland Dorn (Autor des Werkverzeichnisses Carl Schuch)

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