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Florenz | Palazzo Strozzi: Rothko in Florenz

Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 14. März 2026
Mark Rothko, Nr. 3/Nr. 13, 1949 © Digital Image, The Museum of Modern Art, New York / Scala, Florenz © 1998 von Kate Rothko Prizel und Christopher Rothko / Artists Rights Society (ARS), New York / SIAE, Rom

Mark Rothko, Nr. 3/Nr. 13, 1949 © Digital Image, The Museum of Modern Art, New York / Scala, Florenz © 1998 von Kate Rothko Prizel und Christopher Rothko / Artists Rights Society (ARS), New York / SIAE, Rom

Im Frühjahr/Sommer 2026 präsentiert die Fondazione Palazzo Strozzi eine Ausstellung zu Mark Rothko (1903–1970) und seinem sublimen Abstrakten Expressionismus (→ Abstrakter Expressionismus | Informel). „Rothko in Florenz“ würdigt die besondere Beziehung des Künstlers zu dieser Stadt. Die Architektur des Palazzo Strozzi und von Florenz selbst bilden den idealen Rahmen für die Annäherung an Rothkos Abstraktion. Der Amerikaner übersetzte die Spannung zwischen klassischer Proportion und expressiver Freiheit in Malerei. Mit Farbe schuf er eine neue Raumwahrnehmung, die die zweidimensionale Oberfläche der Leinwand transzendiert.

„Mich interessiert einzig der Ausdruck elementarer menschlicher Gefühle - Tragödie, Ekstase, Schicksal usw. […]. Jene Leute, die vor meinen Bildern weinen, machen dieselbe religiöse Erfahrung, die ich machte, als ich die Bilder malte.“ (Mark Rothko, 1957)

Rothko in Florenz

Italien | Florenz: Palazzo Strozzi
14.3. – 23.8.2026

Rothko in Florenz 2026

Die Rothko-Ausstellung im Palazzo Strozzi zeichnet sein gesamtes Schaffen anhand von über 70 Werken aus vier Jahrzehnten nach. Die Werke kommen aus bedeutenden internationalen Museen und renommierten Privatsammlungen.

 

Mark Rothko, Giotto und Fra Angelico

In „The Artist's Reality [Die Realität des Künstlers]“ beschrieb Mark Rothko bereits in den späten 1930ern seine Beschäftigung mit der frühen italienischen Malerei, insbesondere mit der von Giotto di Bondone (1264–1337). Rothkos zahlreiche Reisen nach Italien ermöglichten es ihm nicht nur, die Werke Giottos vor Ort zu bewundern, sondern machten ihn auch zu einem Bewunderer von Fra Angelico (1386/1400–1455).

An Giotto interessierte Rothko insbesondere die Fähigkeit, Bildraum und Handlung über das Kolorit zu organisieren. Das Konzept der „Berührbarkeit“ (Taktilität, tactility) spielt dabei eine wesentliche Rolle: Wie es Giotto gelungen war, nicht nur unterschiedliche Materialitäten sondern auch das Spektrum menschlicher Konditionen greifbar zu inszenieren, so versuchte auch Rothko seine Farbkonstellationen zu verdichten, so dass sie die Betrachtenden zu bewegter Handlung, zu Erfahrungsräumen werden. Zeitlebens bestand er darauf, dass seine Gemälde keine abstrakte Malerei darstellen. Vor diesem Hintergrund kontrollierte er sogar die Hängung seiner Werke und bezeichnete seine Bilder - analog zur italienischen Malerei „a fresco“ - als „murals“.

Vom Palazzo Strozzi aus strahlt die Ausstellung bis an zwei Orte in die Stadt, die für den Künstler von besonderer Bedeutung waren: das Museo di San Marco und die Biblioteca Medicea Laurenziana. Im Museo di San Marco tritt eine Auswahl von Rothkos Werken im Dialog mit den Fresken von Fra Angelico. Im Vestibül der von Michelangelo Buonarroti entworfenen Biblioteca Medicea Laurenziana entsteht ein Ausstellungsraum, der Rothkos eigenem Wunsch entspricht: der Maler träumte von Orten, die wie kleine Kapellen wirken, „in denen ein Reisender oder Wanderer eine Zeitlang ein einziges in einem kleinen Raum hängendes Bild“ betrachten kann.

Zu den Leihgebern der Ausstellung gehören das Museum of Modern Art (MoMA) und das Metropolitan Museum of Art in New York, die Tate in London, das Centre national d'art et de culture Georges-Pompidou in Paris und die National Gallery of Art in Washington D.C.

Kuratiert von Christopher Rothko und Elena Geuna.

 

Bilder

  • Mark Rothko, Nr. 3/Nr. 13, 1949 (The Museum of Modern Art, New York)

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