Mark Rothko

Wer war Mark Rothko?

Mark Rothko (1903–1970) war ein amerikanischer Maler des Abstrakten Expressionismus (→ Abstrakter Expressionismus | Informel). Geprägt von Alten Meistern und der Kunst des Surrealismus, wandte er sich in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre der Abstrakten Kunst zu. Seine auf drei Farbtönen basierenden Gemälde zählen zu den Höhepunkten der Farbfeldmalerei.

„Ich betrachte meine Bilder als Dramen und die Formen darin sind die Darsteller. Sie sind aus der Notwendigkeit entstanden, eine Gruppe von Schauspielern zu haben, die sich dramatisch bewegen können, ohne dabei Peinlichkeit zu empfinden, und ihre Gesten ohne Scham ausführen können.“1 (Mark Rothko, 1947)

 

Jugend und Auswanderung (1903–1914)

Mark Rothko wurde am 25. September 1903 als Marcus Rothkowitz (Rotkovich) in Dwinsk im russischen Kaiserreich (heute: Daugavpils, Lettland) geboren. Sein Vater, Jacob (Yakov) Rothkowitz, war ein Apotheker und Intellektuelle, der seine drei ältesten Kinder – Sonia, Moise und Albert – staatlich ausbilden ließ. Seine Mutter Anna Goldin Rotkovich stammt aus einer wohl situierten Familie aus St. Petersburg und heiratet den Vater im Alter von sechzehn Jahren. Mark Rothko zufolge war sein „aggressiv anti-religiöser“ Vater Marxist. Rothko wuchs in Angst vor dem grassierenden Antisemitismus auf. Zu Rothkos angstvollen Kindheitserinnerungen gehören Bilder von Kosaken, die Juden vergraben, die sie zuvor gefangen und ermordet haben.

Trotz Jacob Rothkowitz‘ geringem Einkommen war die Familie hochgebildet. Mark Rothko sprach sowohl russisch wie auch Jiddisch und Hebräisch. Nachdem sein Vater zum orthodoxen Judentum zurückgekehrt war, wurde Mark Rothko, das jüngste der vier Kinder, im Alter von fünf Jahren in die Cheder, die an die Synagoge angeschlossene Schule, geschickert. Bis zu seinem elften Lebensjahr wurde er hier religiös unterrichtet und studierte den Talmud.

Da Jacob Rothkowitz fürchtete, dass seine älteren Söhne zur kaiserlich russischen Armee eingezogen werden würde, wanderte er 1910 in die USA aus. Im Dezember 1912 folgen die beiden älteren Brüder, Moise und Albert. Markus blieb mit seiner Mutter und der älteren Schwester Sonia in Russland zurück. Im August 1913 wanderten auch sie mit dem Passagierdampfer SS Czar der Russian American Line von Libau (West-Lettland) nach New York aus. Sie kamen Ende des Jahres auf Ellis Island an. Die neue Schreibweise des Familiennamen – Rothkowitz – war ein Ergebnis der Registrierung durch die Immigrationsbehörde. Für ihre weitere Reise per Zug, die sie quer durch das Land nach Portland, Oregon, führt, tragen sie Schilder mit der Aufschrift „I do not speak English“. Die Familie zog zu Marcus’ Onkel, Sam Weinstein, der bereits 1891 nach Portland ausgewandert war und dort eine Bekleidungsfirma betrieb.

 

Tod des Vaters und Schulbesuch (1914–1920)

Der zehnjährige besucht die erste Klasse der Failing School in Portland – nach einem Monat in den USA und ohne die Sprache zu sprechen. Einige Monate später verstarb der Vater im Alter von 55 Jahren an Darmkrebs (27.3.1914), was die Familie gänzlich mittellos zurückließ. Sonia arbeitete als Kassiererin und Markus in einem Warenhaus seines Onkels, wo er Zeitungen an Mitarbeiter verkaufte. Nachdem Rothko den Tod seines Vaters ein Jahr lang in der Synagoge mit dem traditionellen Totengebet betrauert hatte, schwor er sich, nie wieder einen Fuß in den Tempel zu setzen.

Die Familie lebte in Little Odessa, einem Stadtteil Portlands, in dem sich der Großteil der jüdischen Einwanderer aus Osteuropa angesiedelt hatet. Nach einem Jahr in den USA besuchte Marcus Rothkowitz die dritte Klasse der Shattuck Elementary School. Er war ein guter Schüler und wechselte bereits im Herbst 1918 auf die Lincoln Highschool. Er interessierte sich für Literatur und spielte Theater. Obwohl jüdische Schüler von vielen Aktivitäten und Verbindungen ausgeschlossen wurden, war er aktives Mitglied der Schülerzeitung und gründete im jüdischen Gemeindezentrum einen eigenen Debattierclub. In dieser Zeit besuchte er zwar keine Zeichenkurse an der Schule, doch seine Begeisterung für das Zeichnen wurde langsam sichtbar.

 

Studium und Kunststudium (1921–1923)

Im Juni 1921 schloss der 17-jährige Mark Rothko die Schulausbildung mit Auszeichnung an der Lincoln High School in Portland ab. Er wurde ein aktives Mitglied im jüdischen Gemeinschaftszentrum, wo er sich an politischen Diskussionen beteiligte. Wie sein Vater war Rothko an Themen wie die Rechte von Arbeitern und Schwangerschaftsabbruch interessiert. In den frühen 1920er Jahren war Portland ein Epizentrum der revolutionären Aktivität in den USA. Hier war auch die Vereinigung der Industrial Workers of the World (IWW) am stärksten. Anfangs dachte er daran, ein Gewerkschaftsorganisator zu werden. Die rhetorischen Fähigkeiten, die Mark Rothko in diesem Kontext entwickelte, nutzte er später, um den Surrealismus zu verteidigen.

Zwischen 1921 und 1923 studierte Mark Rothko Psychologie und Philosophiegeschichte an der Yale University in New Heaven, Connecticut. Das erste Jahr finanzierte er mit einem Stipendium, aufgrund der restriktiven Bestimmungen hinsichtlich ausländischer und vor allem jüdischer Studierende gestrichen wurde. Während des zweiten Jahres arbeitete er für die studentische Wäscherei und als Bote; er lebte in einem Schlafsaal am Campus. Er malte und zeichnete, dachte aber noch über eine Karriere als Jurist oder Ingenieur nach. Das philosophische Studium schloss er allerdings nicht ab, da er die Universität als elitär und rassistisch empfand. Rothko und ein Freund, Aaron Director, begannen ein satirisches Magazin, „The Yale Saturday Evening Pest“, herauszugeben. Während dieser beiden Jahre las Mark Rothko viel, schien aber dem Studienplan nicht zu folgen. Nach dem zweiten Jahr kehrte Mark Rothko nicht mehr nach Yale zurück, stattdessen wechselte er an die Art Students League und die New School of Design nach New York.

 

Erste Jahre in New York (1924–1926)

Mit 20 Jahren ging Mark Rothko ohne Abschluss, Job oder Wohnung nach New York. Er wohnte eine Weile bei Verwandten und hielt sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Im Herbst 1923 fand Rothko Arbeit in New York. Vergleichsweise spät kam er über die klassische Aktmalerei zur Kunst. Als er einen Freund an der Art Students League of New York besuchte, sah er Studierende beim Skizzieren von einem Modell. Rothko zufolge war dies der Beginn seines Lebens als Künstler. Er schrieb sich noch im Januar 1924 an der Art Students League ein. Zwar kehrte er im selben Jahr noch einmal nach Portland zurück, um dort Schauspielerei zu studieren, doch bereits Anfang 1925 zog es ihn wieder nach New York. Er bemühte sich erfolglos um ein Stipendium am American Laboratory Theater und begann ein Studium an der New York School of Design, einer kleinen kommerziellen Kunstschule am Broadway. Er tauchte in die New Yorker Kunstszene ein, indem er durch die Galerienviertel wanderte und Stunden bei den Alten Meistern im Metropolitan Museum of Art verbrachte. Vor allem die Werke Rembrandt van Rijns faszinierten den angehenden Künstler, der unter ständigen Geldsorgen litt und kein Jobangebot ausschlug.

1925 schrieb sich Rothko in der Parsons The New School for Design ein, wo einer seiner Lehrer Arshile Gorky war. Das war höchstwahrscheinlich Rothkos erstes Zusammentreffen mit einem Mitglied der amerikanischen Avantgarde. Gleichzeitig besuchte er die Stillleben-Klasse des kubistischen Künstlers Max Weber an der Art Student‘s League (ab Oktober 1925). Max Weber, der in Paris mit Matisse, Picasso, Rousseau und Apollinaire bekannt war, kam, wie auch Rothko, im Alter von zehn Jahren als jüdischer Einwanderer aus Russland in die USA. Unter seinem Einfluss malte Rothko in der Mitte der 1920er Jahre einige Arbeiten im Stil Paul Cézannes. Unter Webers Aufsicht begann Mark Rothko, Kunst als ein Werkzeug für emotionale und religiöse Konzepte zu sehen. Die frühesten Werke des Malers öffenbaren den Einfluss seines frühen Mentors und Lehrers. Darüber hinaus waren noch Werke der deutschen Expressionisten, der Surrealisten wie Paul Klee und die Gemälde von Georges Rouault für ihn bedeutend.

 

Erste Werke (1927–1929)

1927 erhielt Mark Rothko einen Auftrag für die Illustration der von Rabbi Lewis Browne herausgegebenen „Graphic Bible“. Wegen vertraglicher Ungereimtheiten verklagte er nach der Veröffentlichung des Werkes im Folgejahr Browne und den MacMillan Verlag auf 20.000 Dollar sowie einen Teil der Verkaufsrechte. Nach langwierigen Verhandlungen verlor Rothko den Prozess. In diesem Jahr traf er den jungen Geiger Louis Kaufman, der ihm das Künstlerehepaar Milton und Sally Avery vorstellte. Das Haus der Averys war Treffpunkt junger Künstler wie John Graham, Barnett Newman, Joseph Solman, Louis Harris oder Adolph Gottlieb. Man traf sich zum Aktzeichnen, für Leseabende oder um sich über die neuesten Werke auszutauschen. Rothko wurde zu einem engen Freund und besuchte die beiden fast täglich.

Im Herbst 1928 stellte Mark Rothko Werke mit Avery, Harris und anderen jungen Künstlern in der Opportunity Galerie in der 56th Street in New York aus. Er präsentierte dunkle, stimmungsvolle, expressionistische Interieurs wie auch Stadtansichten aus. Seine Bilder wurden sowohl von Kritikern wie dem Publikum gut aufgenommen.

Trotz dieses ersten Erfolgs musste Mark Rothko sein Einkommen aufbessern und gab daher ab 1929 an der Center Academy of the Brooklyn Jewish Center Unterricht für Schulkinder (Zeichnung, Malerei, Tonplastik). Rothko unterrichtete bis 1952, also 22 Jahre, am Jewish Center. Er befasste sich in dieser Zeit intensiv mit Pädagogik und schrieb Texte zum Thema Kreativität bei Kindern. Zum Sinnbild des idealen Lernens wurde für ihn das Atelier des Renaissancekünstlers:

„Der Lehrling, der in die Künstlerwerkstatt seines Renaissance-Meisters eintrat, konnte sich wahrhaft glücklich schätzen, denn sowohl die Ziele als auch die Methoden der Kunst waren recht deutlich definiert und allgemein akzeptiert.“2

 

Rothkos Künstlerfreunde (1930–1933)

Während der frühen 1930er Jahre traf Mark Rothko Adolph Gottlieb, der – neben Barnett Newman, Joseph Solman, Louis Schanker und John Graham – einer Gruppe um den Maler Milton Avery angehörte. Elaine de Kooning erinnerte sich, dass es Avery war, der Rothko die Idee einpflanzte, dass „das Leben als ein professioneller Künstler eine Möglichkeit“ wäre. Dessen stilisierte Naturbilder, die auf der Basis eines reichen Wissens um Form und Farben entstanden, hatten einen wichtigen Einfluss auf Rothko. „Bathers, or Beach Scene“ (1933/34) zeigt, wie sehr Milton Avery den jungen Maler beeindruckte.

Rothko, Gottlieb, Newman, Solman, Graham und Avery verbrachten viel Zeit miteinander, unter anderem urlaubten sie am Lake George, New York, und Gloucester, Massachusetts. Tagsüber malten sie und abends diskutierten sie über Kunst. Im Jahr 1932 besuchten sie Lake George, wo Rothko Edith Sachar, eine Schmuckdesignerin, kennenlernte. Das Paar zog zusammen und heiratete am 12. November 1932.

Im Sommer 1933 organisierte das Portland Art Museum die erste Einzelausstellung Mark Rothkos, die hauptsächlich Zeichnungen und Aquarelle beinhaltete. Neben seinen eigenen Arbeiten präsentierte Rothko auch Werke seiner jugendlichen Studenten aus der Center Academy. Rothko fuhr zusammen mit Edith Sachar per Anhalter nach Portland, um sie seiner Familie vorzustellen. Rothkos Familie verstand dessen Entscheidung, Künstler werden zu wollen nicht, zumal die ökonomische Lage während der Depression ohnedies angespannt war.

 

Erste Einzelausstellung und „The Ten“ (1933–1935)

Rothkos erste Einzelausstellung an der Ostküste wurde im Herbst 1933 von der Contemporary Arts Gallery ausgerichtet. Er präsentierte dort 15 Ölgemälde, meist Porträts und Landschaften, neben einigen Aquarellen und Zeichnungen. Die Kritiker konzentrierten sich vor allem auf die Gemälde, da er in ihnen über Milton Averys Einfluss hinausging: Erstmals zeigen seine Werke Farbfelder. Im Herbst 1935 schloss sich Mark Rothko mit Ilya Bolotowsky, Ben-Zion, Adolph Gottlieb, Lou Harris, Ralph Rosenborg, Louis Schanker und Joseph Solman zur Gruppe „The Ten“ (1935–1939) zusammen. Sie wollten damit gegen die „angebliche Gleichwertigkeit der amerikanischen Malerei und der wörtlichen [literal] Malerei“ protestieren. Ihre erste gemeinsame Gruppenausstellung fand im Dezember 1935 in der Montross Gallery statt, bei der Rothko zum ersten Mal ein Bild aus der Subway-Serie präsentierte.

Die Artists’ Union, darunter Gottlieb und Solman, plante, eine städtische Kunstgalerie zu eröffnen, um selbstorganisierte Gruppenausstellungen zu zeigen. Im Jahr 1936 stellte die Gruppe in der Galerie Bonaparte in Frankreich aus, die positive Kritikerresonanzen zur Folge hatte. Zwei Jahre später protestierte sie mit einer Ausstellung in der Mercury Gallery in New York gegen das provinzielle Ausstellungsprogramm des Whitney Museum of American Art.

 

WPA und Surrealismus in New York (1936–1938)

1936 malte Rothko sein einziges klassisches Selbstportrait, in dem er sich als Nachfolger Rembrandts mit vor dem Oberkörper gefalteten Händen inszenierte. Zeit seines Lebens stellte der niederländische Meister einen wichtigen Bezugspunkt für seine Malerei dar. Er zitierte ihn während eines Radiointerviews 1943 und, als er später am Brooklyn College unterrichtete, beschreibt er ihn als ersten modernen Maler. Im September 1936 fand Mark Rothko Anstellung in der Works Progress Administration (WPA: wie Avery, Baziotes, Guston, Arshile Gorky, Krasner, Pollock, de Kooning, Reinhardt und viele andere auch). Er landete zunächst in der Abteilung für Wandmalerei, wechselte aber im Mai 1937 zur Staffeleimalerei, wo er alle paar Monate ein Ölbild einreichen musste. Im Herbst 1936 lernte Mark Rothko Barnett und Annalee Newman bei einem Frühstück kennen, 1937 auf einer Parkbank zufällig Willem de Kooning.

Im Jahr 1936 besuchte Mark Rothko zwei Ausstellungen im Museum of Modern Art: „Cubism and Abstract Art [Kubismus und abstrakte Kunst]“ und „Fantastic Art, Dada and Surrealism [Fantastische Kunst, Dada und Surrealismus]“. Noch im gleichen Jahr begann Mark Rothko ein Buch über die Ähnlichkeit von Kinderkunst und Werke der Moderne zu schreiben, das er nie vollendete. Rothko zufolge konnten die Kunstwerke der Modernen Künstler, die von primitiver Kunst beeinflusst wurde, mit jenen von Kindern verglichen werden. Er sprach sich gegen die Zeichnung als akademische Vorgangsweise aus, stattdessen sollte man mit Farbe beginnen. Rothko setzte Farbfelder in seinen Aquarellen und Stadtansichten ein. Sein Stil ähnelte zunehmend den späteren reifen Abstraktionen. In dieser Phase des Surrealismus erprobte er formale und stilistische Neuerungen, die von mythologischen Fabeln und Symbolen inspiriert wurden. Vor allem Werke von Max Ernst, Wolfgang Paalen und Yves Tanguy spielten in dieser Phase eine wichtige Vorbildrolle, was in der Serie „Subway Scene“ (1938) zum Tragen kam. Darin zeigt Rothko Wartende in den Haltestellen der U-Bahn: dünne, langgezogene, gesichts- und ausdruckslose Figuren in einer orthogonal komponierten Architektur.

 

Depression und Neubeginn (1939–1945)

Am 21. Februar 1938 wurde Marcus Rothkowitz amerikanischer Staatsbürger; im Januar 1940 änderte er seinen Namen in Mark Rothko. Im August 1939 verlor er seine Anstellung bei der WPA. Finanzielle Not und Probleme in der Ehe führten zur depressiven Verstimmung des Künstlers. Er legte eine Malpause ein und las philosophische Texte sowie klassische Dramen. In dieser Zeit entstand der Großteil eines philosophischen Manuskriptes, das erst viele Jahre nach Rothkos Tod von seinem Sohn Christopher Rothko unter dem Titel „The Artist’s Reality“ veröffentlicht wurde. Seine Kunst sollte die grundlegenden Gefühle des Menschen behandeln, das Tragische und Dramatische, das er in den Kompositionen der Alten Meister immer wieder bewunderte. Besonders Rembrandt war seiner Meinung nach in der Lage, das ausdrücklich Menschliche in die Kunst zu integrieren.

Im engen Austausch mit Adolph Gottlieb setzte sich Mark Rothko ab 1940 intensiv mit mythologischen Themen auseinander. Archaische und rituelle Motive wie Vögel, Pflanzen, antike Köpfe und amorphe Figuren rufen Erinnerungen an antike Mythen, Omen oder Prophezeiungen hervor. Gewalt und Brutalität in seinen Arbeiten spiegelten die Gräuel des Krieges wieder. Vor allem ab 1942, als die nach New York emigrierten Surrealisten Salvador Dalí, Max Ernst, Joan Miró, Wolfgang Paalen und Yves Tanguy aber auch Piet Mondrian durchschlagenden Erfolg feierten, begannen sich Mark Rothko mit deren Konzepten auseinanderzusetzen – und als Erbe der europäischen Tradition zu fühlen.

Aufgrund seiner schlechten Sicht wurde Rothko für kriegsuntauglich erklärt. Rothko und Sachar trennen sich im Juni 1943 endgültig. Der Maler erlitt einen Nervenzusammenbruch und wies sich selbst in eine Klinik ein. Daraifhon besuchte er seine Familie in Portland und reiste von dort aus weiter in die Bay Area in California, wo er Clyfford Still kennenlernte.

 

Reife Werke (1944–1970)

Für sein reifes Werk ließ Rothko Repräsentation und mythologische Sujets in einem langen Prozess der Ablösung hinter sich und verwandelte sie in Farbfelder und Licht, sogenannten „Multiforms“. Auslöser dafür waren der Zweite Weltkrieg und die Schriften von Friedrich Nietzsche. Zudem hatte er die Landschaftsmalerei von Clyfford Still aus North Dakota mit deren Farbfeldern schätzen gelernt. Als Schlüsselwerk bezeichnete er auch Henri Matisses „Rotes Atelier“, das das Museum of Modern Art 1949 erworben hatte. Nach dem Tod des französischen Malers am 3. November 1954 malte Rothko „Homage to Matisse“, das einzige Bild der klassischen Phase, das einen beschreibenden Titel hat.

Ab 1949 gehörte Mark Rothko zu den wichtigsten Vertretern des Abstrakten Expressionismus und in der Folge der Farbfeldmalerei. In großformatigen Ölgemälden nutzte er drei Farben, die er zu ineinander verschwimmenden, monochromen Farbflächen verbindet. Wenn der Maler seine Werke auch als „Dramen“ bezeichnet und die Formen darin als „Darsteller“, so betitelte er sie ab 1948 nur noch mit Nummern. 1949/50 gab er die figurative Malerei zugunsten der abstrakten völlig auf. Gleichzeitig kamen auch Ad Newman, Clyfford Still, Jackson Pollock oder Adolphe Gottlieb zur Abstraktion. Der Höhepunkt seines Werks ist die sogenannte Rothko Chapel.

Rothko hatte genaue Vorstellungen bezüglich der Hängung und Beleuchtung seiner Werke in eher düsteren Räumen. Der Maler empfahl, die Gemälde aus circa 45 cm Entfernung zu betrachten. Ein zentrales Anliegen seiner Werke ist die intensive Betrachter-Bild-Beziehung, die durch eine rein auf die Wirkung der Farbe ausgerichtete, nicht figurative Malerei erreicht werden soll. Mark Rothko kommentierte sein eigenes Werk fast nie und lehnte insbesondere nach 1950 jeden interpretatorischen Hinweis ab. Er sprach sich dafür, dass „Bilder geheimnisvoll sein“ müssen.

„Ein Bild lebt in Gemeinschaft, indem es sich in den Augen des einfühlsamen Betrachters entfaltet und dadurch in ihm auflebt. Es stirbt, wenn diese Gemeinschaft fehlt. Deshalb ist es ein gewagtes und gefühlloses Unterfangen, ein Bild in die Welt zu entsenden.“ (Mark Rothko, 1947)

 

Krankheit und Tod (1968–1970)

Zu Beginn des Jahres 1968 wurde bei Mark Rothko ein mildes Aortenaneurysma diagnostiziert. Rothko ignorierte die Anweisungen des Arztes, trank und rauchte weiterhin sehr viel und behielt auch seine ungesunde Ernährung bei. Dem Rat des Arztes, keine größeren Bilder als einen Meter zu malen, folgte er hingen. Er begann, kleinere Formate zu verwenden und vor allem mit Acryl auf Papier zu arbeiten. In dieser Zeit entstanden seine berühmten „Black on Gray-Paintings“.

Am Neujahrestag 1969 verließ Rothko seine zweiten Ehefrau Mell. Gründe dafür waren seine immer schlechter werdende Gesundheit, die durch das Aneurysma resultierende Impotenz. Zudem hatte sich das Ehepaar schon länger auseinandergelebt. Mark Rothko begann ein Verhältnis mit Rita Reinhard, der Witwe von Ad Reinhardt (1913–1967).

Am 25. Februar 1970, dem Tag als die Seagram Murals in London eintrafen, nahm sich Mark Rothko im Alter von 66 Jahren das Leben. Er hatte sich in seinem Atelier mit einer Rasierklinge eine Arterie am Ellbogen an seinem rechten Arm aufgeschnitten und zusätzlich eine Überdosis an Barbituraten eingenommen. Sein Assistent Oliver Steindecker fand ihn in der Küche seines höhlenartigen Ateliers in Manhattan. Der Maler trug lange Unterhosen und dicke schwarze Socken. Rothko hinterließ keinen Abschiedsbrief. Der Schweizer Chemiker, Mediziner und Depressionsforscher Florian Holsboer (* 1945) diagnostizierte bei Rothko eine manisch-depressive Störung; seine depressiven Lebensphasen lassen sich auch im farblichen Wechsel seiner Arbeit nachweisen.

Nach einer Totenfeier am 28. Februar in New York, wurde er in North Shore, Long Island begraben. Innerhalb weniger Monate nach seinem Tod schaffte es die Marlborough Gallery, Rothkos komplettes Vermächtnis, also um die 800 Werke, in ihren Besitz zu bringen. Im Mai 1970 eröffnete der Rothko Raum in der Tate Gallery in London mit neun Werken aus der Serie der Seagram Murals. Am 18. Dezember 1975, vier Jahre nach Prozessbeginn verkündete das Gericht das Ergebnis im Fall Rothko: Bernard Reis sowie Frank Lloyd werden für schuldig befunden, das Vermögen des Nachlasses veruntreut zu haben.

 

Rothko Chapel

Im Februar 1971 wurde die Rothko Chapel als religionsübergreifende Kapelle geweiht. In ihr hängen vierzehn großformatige Werke in dunklen Tönen wie Burgunderrot, Aubergine und Schwarz des Malers (1971). Sie waren im April 1967 vollendet worden. Die Kunstsammler John und Dominique de Ménil widmeten Mark Rothko das ungewöhnliche Gotteshaus. Im achteckigen Gebäude befindet sich auch eine Skulptur von Barnett Newman zum Gedenken an Martin Luther King. Der Komponist Morton Feldman, ein Freund von Rothko, komponierte für die de Menils das Stück „Rothko Chapel“. Es wurde während der Zeremonie, bei der die Kapelle in einen interkonfessionellen Raum verwandelt wurde, uraufgeführt.

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Vincent van Gogh, Le Café de nuit à Arles, 1888 (Hahnloser-Jaeggli Stiftung, Villa Flora, Winterthur, Foto: Reto Pedrini, Zürich)

Wien | Albertina: Sammlung Hahnloser Cézanne, Matisse, Hodler - und die Künstler des Postimpressionismus, Fauvismus und Klassischen Moderne

Die Albertina präsentiert im Frühjahr 2020 eine repräsentative Auswahl an Werken der Schweizer Sammlung Hahnloser. Die Sammlung Hahnloser, zwischen 1905 und 1936 zusammengetragen von Arthur Hahnloser und dessen Ehefrau Hedy Hahnloser-Bühler, umfasst Werke des Postimpressionismus, Fauvismus und der Klassischen Moderne - von Van Gogh, Cézanne über die Nabis bis zu Matisse und Ferdinand Hodler.
31. Juli 2019
Amedeo Modigliani, Junge Frau in Hemd, Detail, 1918 (Albertina, Wien, Sammlung Batliner)

Albertina: Ausstellungen 2020 Welche Künstler zeigt das führende Museum für Grafik im kommenden Jahr?

Noch sind keine Ausstellungen der Albertina 2020 bekannt.
30. Juli 2019
Max Beckmann. weiblich-männlich in der Hamburger Kunsthalle

Hamburger Kunsthalle: Max Beckmann. weiblich-männlich

Die Hamburger Kunsthalle thematisiert erstmals die zahlreichen, oft widersprüchlichen Rollen von Weiblichkeit und Männlichkeit in Max Beckmanns Kunst (Frühjahr 2020).
30. Juli 2019
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ARTinWORDS Visitor’s Choice 2019 Meistgelesene Artikel 2019

Welche Ausstellungen hat die Leserschaft von ARTinWORDS in den ersten neun Monaten des Jahres 2019 am meisten interessiert?
30. Juli 2019
Impressionismus und Skulptur im Staedel Museum, Frankfurt a. M., Frühjahr 2020

Frankfurt | Städel: Impressionismus und Skulptur

Das Städel Museum in Frankfurt a. M. stellt Malerei des Impressionismus und die in ihrem Umfeld entstandene Skulptur gemeinsam aus (Frühjahr 2020).
30. Juli 2019
Chuck Close, Self-Portrait, Detail, 2009 (Albertina, Wien)

Schlossmuseum Linz: Warhol bis Rauschenberg. Pop Art aus der Albertina Klaus Albrecht Schröder kuratiert Ausstellung zur Amerikanischen Kunst in Linz

Mehr als 200 Werke von Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Robert Rauschenberg, Tom Wesselmann, Alex Katz, Robert Longo, Cindy Sherman, Nan Goldin, Sherrie Levine u.a. Gastspiel der Albertina im Schlossmuseum in Linz.
24. Juli 2019
Raffael, Platon und Aristoteles aus dem Karton der Schule von Athen (Pinacoteca Ambrosiana, Mailand © Veneranda Biblioteca Ambrosiana, Mondadori Portfolio)

Mailand | Pinacoteca Ambrosiana: Raffaels Karton der Schule von Athen Werkzeichnung des berühmten Freskos restauriert

Raffaels „Schule von Athen“ (1508–1511) gehört zu seinen berühmtesten Werken – der Karton zu dem Werk in der Stanza della Segnatura im Vatikan befindet sich seit dem Jahr 1610 in der Mailänder Pinacoteca Ambrosiana.
24. Juli 2019
Raffael, Selbstporträt, Detail, um 1506, Öl-Holz, 47,5 x 33 cm (Uffizien, Florenz)

Rom | Scuderie del Quirinale: Raffael Größte Raffael-Ausstellung 2020

Die Raffael-Ausstellung in den Scuderie in Rom wird vermutlich die wichtigste Ausstellung des Raffael-Jahrs 2020. Die Scuderie und arbeiten für die Raffael-Ausstellung mit den Gallerie degli Uffizi und dem Palazzo Pitti in Florenz zusammen.
24. Juli 2019
Raffael, Madonna Aldobrandini (auch: Madonna Garvagh), Detail, um 1510/11, Öl/Lw, 38,9 x 32,9 cm (The National Gallery, London)

Raffael und seine Freunde in Urbino Künstlerisches Netzwerk Raffaels in den Marken

Das Netzwerk Raffaels in und aus Urbino ist Thema der Raffael-Ausstellung in Urbino. Wie entwickelte er sich zu einem Hauptvertreter der Renaissance? Welche Einflüss übte er selbst mit seinen Werken in Rom auf urbinatische Künstler wie Giulio Romano aus?
23. Juli 2019
Städel Museum 2020

Frankfurt | Städel: Ausstellungen 2020

Das Städel Museum hat seine Ausstellungen 2020 noch nicht öffentlich bekanntgegeben. ARTinWORDS konnte schon jetzt die beiden wichtigsten Ausstellungsprojekte in Erfahrung bringen.
23. Juli 2019
Rembrandt, Die Blendung Simsons, 1636, Öl/Lw, 206 x 276 (Städel Museum, Inv.-Nr. 1383)

Frankfurt | Städel: Rembrandt

Einschließlich der Druckgrafiken besitzt das Städel Museum 35 Werke in seinen Sammlungen. Mit der „Blendung Simsons“ von 1636 nennt es ein Hauptwerk der 1630er Jahre sein Eigen.
23. Juli 2019
Kunstjahr 2020

Kunstjahr 2020: Jubiläen, Gedenken, Hommagen Welche Künstlerinnen und Künstler feiern wir 2020?

Das Kunstjahr 2020 wird von runden (und halbrunden) Geburts- und Todestagen geprägt werden. Einige davon sind in den Ausstellungsprogrammen der großen Museen wiederzufinden.
  1. Mark Rothko , Die Romantiker fühlten sich aufgerufen, 1947, Miguel López-Remiro (Hg.), Mark Rothko. Schriften 1934–1969: Essays, Briefe, Interviews, Schmieheim 2008, S. 83 ff.
  2. Miguel López-Remiro (Hg.), Mark Rothko. Schriften 1934–1969: Essays, Briefe, Interviews, Schmieheim 2008, S. 47.
  3. Mark Rothko , Die Romantiker fühlten sich aufgerufen, 1947, Miguel López-Remiro (Hg.), Mark Rothko. Schriften 1934–1969: Essays, Briefe, Interviews, Schmieheim 2008, S. 83 ff.
  4. Miguel López-Remiro (Hg.), Mark Rothko. Schriften 1934–1969: Essays, Briefe, Interviews, Schmieheim 2008, S. 47.