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Wien | Lange Nacht der Museen 2022

Wien, Lange Nacht der Museen 2022

Die Lange Nacht der Museen in Wien findet am 1. Oktober 2022 statt.

Heute kann noch niemand genau sagen, wie die Lange Nacht der Museen organisiert werden wird. Dennoch haben wir für euch schon mal alle Ausstellungen zusammengestellt, welche die großen Museen und Ausstellungshäuser in Wien rund um den ersten Samstag im Oktober planen.

Welche Sonderausstellungen sind Anfang Oktober in Wien geöffnet?

Albertina + Albertina modern

Jean-Michel Basquiat, La Hara, Detail, 1981, Acryl und Ölkreide auf Holz (Courtesy of Arora Collection)

Wien | Albertina: Basquiat


Im Herbst zeigt die Albertina in ihrem Haupthaus „Basquiat. Of Symbols and Signs“. Es ist die erste große Museumsretrospektive des außergewöhnlichen Werks von Jean-Michel Basquiat (1960–1988) in Österreich. Mit seinen symbolträchtigen, komplexen und oft emotional aufgeladenen Kunstwerken veränderte Jean-Michel Basquiat in den 1980er Jahren die Kunstwelt und verband in seiner künstlerischen Praxis verschiedene, künstlerische Genres und Sparten.
Tony Cragg, Deep Early Form, 2003, Bronze patiniert (ALBERTINA, Wien – Familiensammlung Haselsteiner © Bildrecht, Wien, 2021)

Wien | Albertina: Tony Cragg


Mit einer Auswahl von rund 20 Skulpturen und ebenso vielen Zeichnungen aus den letzten zwei Jahrzehnten würdigt die Albertina erstmals das international angesehene Werk des 1949 in Liverpool geborenen und in Wuppertal und Berlin lebenden Bildhauers Tony Cragg.

Francesco Clemente, Hermaphrodite, 1985, Gouache auf handgeschöpftem Pondicherry-Papier (ALBERTINA, Wien - The JABLONKA Collection © Francesco Clemente)

Wien | Albertina: Francesco Clemente


Die Albertina widmet dem italienisch-US-amerikanischen Künstler Francesco Clemente eine umfassende Personale. Anlass ist die Übernahme der Sammlung Jablonka, die viele bedeutende Werke des Künstlers beinhaltet. Die Schau konzentriert sich auf Clementes Selbstbetrachtungen und, damit in engem Zusammenhang, auf sein Reisen sowie Arbeiten an den verschiedensten Orten der Welt. Eindrücke und Erlebnisse, Geschichten und Mythen werden nicht nur in seinem Schaffen sichtbar, sondern prägen auch ihn selbst und machen ihn letztlich als Person in all ihren unterschiedlichen Facetten aus. Neben Werken aus der Sammlung Jablonka sind einige weitere Schlüsselwerke aus der Sammlung der Albertina zu sehen, sowie die Sirens, eine Serie an Ölgemälden, die erst kürzlich entstanden ist.
Gottfried Helnwein, Michael Jackson, Köln, 1988, Silbergelatine-Abzug (ALBERTINA, Wien)

Wien | Albertina modern: The Face. Avedon bis Newton


Die Ausstellung „The Face“ in der Albertina modern zeigt ausgewählte Werke zeitgenössischer Porträtfotografie aus der Sammlung der Albertina. Die Fotografien von internationalen und nationalen Künstler:innen zeigen, wie facettenreich das Thema Porträt sein kann: Der Bogen reicht von eindringlichen Bildnisstudien berühmter Persönlichkeiten über Porträtaufnahmen von Künstler:innen in ihren Ateliers bis hin zu Arbeiten, die sich mittels serieller Aufnahmen eingehend mit den Porträtierten und ihrem Lebensumfeld auseinandersetzen.

Belvedere + Belvedere 21

Stanislava Kovalcikova – Belvedere 21
Emilie Mediz-Pelikan, Blühende Kastanien, Detail, 1900 (Belvedere, Wien)

Wien | Belvedere: Grow. Der Baum in der Kunst


Mysterium, Wissensträger, stiller Beobachter: Der Baum ist in der Kultur tief verwurzelt – als Vermittler zwischen dem Göttlichen und dem Menschlichen, als Objekt der Wissenschaft, als Warnsignal ökologischer (Fehl-)Entwicklungen. Mit dem Baum widmet das Belvedere einem der wichtigsten Sujets der Kunstgeschichte und seiner vielschichtigen Beziehung zum Menschen eine Ausstellung, die zahlreiche Stile und Epochen umfasst. Die Werkauswahl basiert auf der Sammlung des Belvedere und wird um internationale Positionen ergänzt. Die künstlerischen Arbeiten spannen einen Bogen vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
Joseph Rebell, Sonnenuntergang über den Campi Flegrei gegen die Inseln Procida und Ischia, Detail, 1819, Öl/Lw, 98 x 136 cm (Belvedere, Wien)

Wien | Belvedere: Joseph Rebell


Das Belvedere widmet im Frühjahr und Sommer 2021 dem bedeutenden Landschaftsmaler Joseph Rebell (1787–1828) eine erste Einzelausstellung. Der Künstler wurde im Jahr 1787 in Wien geboren und wirkte ab 1813 in Neapel und Rom. Seine Bilder genossen höchstes Ansehen beim kunstinteressierten Publikum in ganz Europa, bei Aristokratinnen, Aristokraten und Königen. Die umfangreiche Schau zeigt zahlreiche Ansichten Rebells aus öffentlichen und privaten Sammlungen in Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz, die nun erstmals miteinander verglichen werden können.

Rebecca Warren, The Living, 2005, Mixed Media Wandvitrine mit Neon 72 x 122 x 33 cm (© Rebecca Warren. Courtesy Maureen Paley, Galerie Max Hetzler, and Matthew Marks Gallery)

Wien | Belvedere 21: Rebecca Warren


Die britische Bildhauerin Rebecca Warren (* 1965) fertigt Skulpturen, Assemblagen und Konstruktionen in einer Vielzahl von Materialien wie Ton, Bronze, Stahl und Neon. Ihre Arbeiten sind von abstrakt-amorpher bis deutlich wiedererkennbarer Gestalt. In unterschiedlichen Werkgruppen arbeitet sie bewusst mit Ambivalenzen. Rebecca Warrens erste Einzelausstellung in einem österreichischen Museum zeigt einen Querschnitt neuer und älterer Arbeiten.

Kunsthistorisches Museum

Rubens, Titian, Pelzchen, KHM

Wien | KHM: Idole & Rivalen. Künstler im Wettstreit


Die Stichwörter Wettkampf, Wettstreit und Wettbewerb werden heute vor allem mit Wirtschaft, Sport, Evolutionstheorie, Architektur oder diversen TV-Contests assoziiert. In der Frühen Neuzeit jedoch war das Prinzip des Wettstreits für die Arbeit von Künstler:innen maßgeblich. Im Herbst 2022 widmet das Kunsthistorische Museum diesem wichtigen Thema eine große Schau. Zwar hat es gelegentlich Ausstellungen zum Wettstreit der Künste, italienisch paragone, gegeben, doch noch nie zu den Konkurrenzkämpfen, die Künstler:innen damals untereinander, aber auch mit lange verstorbenen Berühmtheiten ausgetragen haben. Aus diesen sind einige der bis heute bekanntesten Werke der Renaissance und des Barock hervorgegangen.
Lucas Cranach der Ältere, Johannes Cuspinian, Detail, 1502

Wien | KHM: Cranach. Die Anfänge in Wien


Um 1500 tritt Lucas Cranach der Ältere aus dem künstlerischen Nichts, und zwar in Wien. Ausstellung und Buch widmen sich ausführlich dieser ersten bekannten Schaffensperiode des Malers und stellen sämtliche in ihr entstandenen Werke vor, deren expressiver Stil sich markant von dem der höfisch- eleganten Arbeiten seiner Zeit in Wittenberg unterscheidet.

Ansichtssache #26 Farbe in Schwarz-Weiß. Josef Löwy und die Fotokampagne in der kaiserlichen Galerie im Oberen Belvedere
George Nuku - Theseustempel

Leopold Museum

Ferdinand Ludwig Graf, Decamerone, Detail, 1921 (Ernst Ploil, Wien, Foto: Christoph Fuchs, Wien)

Wien | Leopold Museum: Hagenbund


Der Hagenbund wurde im Jahr 1900 – wie drei Jahre zuvor die Wiener Secession – als Reaktion auf den Konservativismus des Künstlerhauses gegründet und etablierte sich spätestens in den 1920er Jahren als „heute radikalste Gruppe“ (Robert Musil, 1922) innerhalb der Wiener Künstlervereinigungen. Das Leopold Museum zeigt eine Überblicksausstellung und unterstreicht das Innovationspotenzial der Mitglieder in den 1920er Jahren.
Leopold Museum Wien 1900: Schiele, Klimt, Sigmund Freud

Leopold Museum | Wien um 1900. Aufbruch in die Moderne


Neuaufstellung der Sammlung: Wiener Kunst von 1880 bis 1930

Einen enzyklopädischen Rundgang durch die Wiener Moderne – vom Historismus bis zur Secession, vom Expressionismus bis zum Magischen Realismus (Neue Sachlichkeit) – möchte die Neuaufstellung der Sammlung Leopold bieten, erklärte ihr Direktor, Hans-Peter Wipplinger. Und man muss sagen, es ist gelungen!

MAK

FALTEN - Zentraler Raum MAK DESIGN LAB

Möbelmuseum

Schöner Essen. Amboss Design & Tischkultur 1950–1970

mumok

Kollaborationen. Ausstellung und Diskursprogramm
Das Tier in Dir – Kreaturen aus (und außerhalb) der mumok Sammlung

Wien Museum

Augenblick! Straßenfotografie in Wien – Wien Museum

Kunst Haus Wien

Unseen Places. Gregor Sailer

Heidi Horten Collection

Tim Nobel und Sue Webster, FUCKING BEAUTIFUL (HOT PINK NEON) , 2000

Wien | Heidi Horten Collection: OPEN


Mit OPEN feiert die Heidi Horten Collection die Eröffnung ihrer neuen Wirkungsstätte – einem eigens für die Sammlung geschaffenen Museum, das auf Wunsch und Initiative der Kunstsammlerin Heidi Goëss-Horten entstand.

Jüdisches Museum

Love me Kosher - Dorotheergasse
Endlich Espresso! Das Café Arabia am Kohlmarkt – Museum Judenplatz

Naturhistorisches Museum

Brasilien. 200 Jahre Beziehungsgeschichten

Theatermuseum

Verschwindet! Ich schieße ... Die Theaterphotographie der Christine de Grancy

Weltmuseum

George Nuku. Oceans. Collections. Reflections

Secession

Jennifer Tee
Anna Daučíková
Charlotte Prodger

Kunstforum

Das Kunstforum eröffnet erst am 19. Oktober 2022 die Ausstellung zu Helmut Newton.
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.