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Leopold Museum: Wien um 1900. Aufbruch in die Moderne Neuaufstellung der Sammlung: Wiener Kunst von 1880 bis 1930

Leopold Museum Wien 1900: Schiele, Klimt, Sigmund Freud

Leopold Museum Wien 1900. Neuaufstellung der Sammlung

Einen enzyklopädischen Rundgang durch die Wiener Moderne – vom Historismus bis zur Secession, vom Expressionismus bis zum Magischen Realismus (Neue Sachlichkeit) – möchte die Neuaufstellung der Sammlung Leopold bieten, erklärte ihr Direktor, Hans-Peter Wipplinger bei der Pressekonferenz heute. Und man muss sagen, es ist gelungen!

 

Theatralische Präsentationen vermitteln auf sinnlicher Ebene den Bruch in der Ausstellungsgestaltung durch die Wiener Secession. Allseits bekannte Werke der Epoche Wien 1900 – von Gustav Klimt, Otto Wagner, Egon Schiele, Oskar Kokoschka – werden von einem Kosmos an weniger bekannten oder gänzlich unbekannten Kunstschaffenden eingerahmt. Die Wiener Moderne, so vermag die Schau auf den ersten Blick zu vermitteln, war deutlich reicher als vergoldetes Ornament, fein geschwungene und zarte Pflanzenmotive, das Wiener Quadrat, Otto Wagners Stadtbahnstationen, die goldenen Bilder von Gustav Klimt. Wurden die Visionäre und Vorkämpfer in den letzten Jahren vor allem in Form von Einzelausstellungen gefeiert, gelingt es dem Leopold Museum mit diesem Gesamtüberblick, die Charakteristik der Wiener Moderne als eine Verbindung von Einzelleistungen auf den Gebieten bildender Kunst, Architektur, Kunsthandwerk, Musik, Philosophie, Literatur, Tanz darzustellen.

 

 

Prolog: Historismus und Stimmungslandschaft

Die ersten drei Räume sind dem Historismus und der österreichischen Landschaftsmalerei (→ Stimmungsimpressionismus) gewidmet. Gemälde und Ölskizzen von Hans Makart, Hans Canon, eine monumentale „Medea“ von Anselm Feuerbach und ein sehr früher Entwurf von Gustav Klimt für ein Dekorationsgemälde hängen vor schweren, blutroten Samtvorhängen! Der Gestaltungswille Makarts und die gängige Ausstellungspraxis im Künstlerhaus, die meist großformatigen Werke in opulenten, salonartig gestalteten Räumen zu präsentieren, lebt wieder auf. Dass der spätere „Skandalkünstler“ Gustav Klimt hatte als Sohn eines Goldgraveurs die Kunstgewerbeschule besucht und sich um 1880 mit seinem jüngeren Bruder Ernst und dem Studienkollegen Franz Matsch zur Künstler-Compagnie zusammengeschlossen (→ Gustav Klimt: Biografie). Der Entwurf zeigt den etwa 20-jährigen als Dekorationsmaler, der sich erst ab etwa 1890 dem Auftragsporträt und ab 1898 der Landschaftsmalerei – zuwandte. Malerei bedeutet für Klimt in den 1880er Jahren in einer dienenden Funktion zu stehen, als Auftragskünstler Dekorationen meist für Theaterbauten zu realisieren. Das Gesamtkunstwerk des Historismus war eine Folge der engen stilistischen Parallelführung von Architekten, Malern, Bildhauern – und weniger einer gestaltenden Hand, wie es für Koloman Moser und Josef Hoffmann charakteristisch werden wird.

 

Das revolutionäre Potenzial der Landschaftsmalerei der 1870er und 1880er Jahre lag im einfachen Motiv: ein sonnenbeschienener Weg im Frühling von Emil Jakob Schindler, ein tonig gemalter Bauernhof von Max Liebermann, eine im Biedermeier-Realismus aufgenommene Wassermühle von Robert Russ, Eugen Jettels „Garten mit Sonnenblumen“ (1885). In Österreich-Ungarn dominiert der Naturalismus, zunehmend gewürzt mit einem poetischen Realismus, der das malende Ich im Verhältnis zur Natur wahrnimmt. Die Gegenüberstellung von Schindlers Frühlingsbild und einer offen hingeworfenen Ölskizze lassen erkennen, dass Fragen des Malerischen ebenfalls in der Landschaft leichter anzudenken waren als im Figurenbild, egal ob Porträt oder Historie. Die Frage, ob solche spontanen Skizzen ausstellungswürdig waren oder nicht, wurde im Künstlerhaus Mitte der 1890er Jahre kontrovers diskutiert. Erst mit Theodor von Hörmann ziehen die reinen Farben des französischen Impressionismus und der punktartige Farbauftrag ein (→ Theodor von Hörmann. Impressionist aus Österreich). Auseinandersetzungen um eine Nachlassauktion von Werken Hörmanns im Künstlerhaus waren einer der Gründe, warum 1897 Gustav Klimt, Carl Moll, Koloman Moser und andere die Secession aus der Taufe hoben.

 

Secession – Plakat – Stilkunst

Häufig wird die Wiener Secession1, die Ende 1898 das von Joseph Maria Olbrich geplanten Ausstellungspavillon bezog, mit dem Jugendstil und der Wiener Werkstätte verbunden. Zweifellos wichtig war die Vereinigung als Motor für ein neues Ausstellungswesen und als Protektorin der „Raumkunst“. Verantwortlich dafür waren Koloman Moser und Josef Hoffmann, wobei die Malerei Mosers in den letzten Jahren zwar wiederentdeckt wurde aber in der Bekanntheit dennoch hinter seinen Entwürfen für die Wiener Werkstätte zurückstehen.

So zeigt sich der Auszug der „Jungen“ aus dem Künstlerhaus, den Hermann Bahr zur Kunstrevolte gegen die Ökonomisierung der Kunst auf den Jahresausstellungen rhetorisch aufwertete, zu einer Neuausrichtung auf Basis der Tradition. Zweifellos war die Stilvielfalt, die auch die ersten Jahre der Secession prägte, bereits im Künstlerhaus vertreten. Und doch sollte der Kampfruf „Secession“ unter den Auspizien der Pallas Athene zum mythischen Kampf für das Neue und gegen das Alte - nicht nur in Klimts erstem Secessionsplakat - stilisiert werden. Dass der Secessionismus zu einer Bewegung wurde, die auch das Kunstgewerbe und Ausstellungsarchitektur einschloss, verwunderte so manchen traditionalistischen Kommentator. Dem Publikum schien es zu gefallen, strömte es doch in Massen in die Secessionsausstellungen.

 

 

Malerei wird ab dem vierten Saal der Leopold Sammlungspräsentation durch Kunsthandwerk, Möbel der berühmtesten Architekten und Entwerfer, ergänzt. Dazu kommen noch Bücher, Plakate und Drucksorten verschiedenster Natur, um die umwälzenden Leistungen der Wiener Moderne zu würdigen. Eine „Wall of Fame“ holt Intellektuelle, Kunstschaffende, Wissenschaftler, Literaten vor den Vorhang – in der Epoche „Wien 1900“ leisteten viele in den unterschiedlichsten Fachrichtungen und Wissenschaftsgebieten tätige Menschen Außergewöhnliches.

Von der großen Masse der in Wien geschaffenen Kunstwerke ragen zweifellos die Leistungen von Gustav Klimt, Carl Moll, Koloman Moser und Josef Hoffmann besonders heraus.2 Leihgaben ermöglichen nun, einen umfassenderen Überblick über die Varianten der Stilkunst: Josef Maria Auchentallers „Elfenreigen“ (1899) oder ein wunderbar stilisiertes Porträt von Emil Orlik, Otto Friedrichs gefährliche „Dame in Rot“ (1909), ein herkulischer „Neptun“ (1915/16) des Keramikers Michael Powolny, eine stimmungsvolle „Salome“ (1906) von Wilhelm List.

 

 

Gustav Klimt im Leopold Museum

Gustav Klimts Landschaften – das Frühwerk beseelt vom Naturlyrismus, die späten Arbeiten eine Huldigung an malerischen Duktus und Flächigkeit der Leinwand (neben der Schönheit der grünen Natur) – dominieren auf den ersten Blick den Klimt-Raum. „Ein Morgen am Teich“ (1899) wird flankiert von einem „Forellenweiher“ (1890 → Franz von Stuck. Sünde und Secession) von Franz von Stuck und Carl Molls „Waldweiher mit Seerosen“ (1900) aus der Sammlung Grubmann. Wasseroberfläche gehörte zu den wichtigsten Stimmungsträgern des Symbolismus – und Klimt zählte zu den besten Beobachtern und Malern dieses malerisch so schwer zu bewältigenden Sujets. Es zeigt nicht nur jedes Bild eine einzigartige Lösung, Wasseroberfläche darzustellen, sondern der Vergleich mit Moll auch die Öffnung Klimts in Richtung Claude Monets „Lichtmalerei“. Duftig gesetzte Pinselstriche, das Spiel mit Schärfe und Unschärfe, gefolgt von einer immer mehr die Fläche betonenden Komposition. Dass sich Klimt 1898 während eines Sommeraufenthalts in St. Agatha (Oberösterreich) plötzlich der Landschaftsmalerei zuwandte und sie in den folgenden Jahren mit soviel Engagement betrieb, dürfte ursächliche Gründe in der Arbeit an den „Fakultätsbildern“ haben. Reproduktionen der 1945 wohl verbrannten Monumentalbilder dokumentieren Klimts Hinwendung zu Symbolismus und der Philosophie von Friedrich Nietzsche.

 

 

Klimts Bruch mit der Tradition wurde vor allem nach der öffentlichen Präsentation des ersten Fakultätsbildes, die „Philosophie“, für alle nachvollziehbar. Das Blätterrauschen wurde von einem öffentlichen Protest der Universitätsprofessoren gekrönt. Klimts Auszeichnung auf der Pariser Weltausstellung 1900 konnte seine Karriere als Dekorationsmaler genauso wenig retten wie ihm eine Professur an der Akademie der bildenden Künste - als Professor für Landschaftsmalerei (!) - verschaffen. Um sich von den Strapazen zu erholen, reiste Klimt ab 1900 jedes Jahr an den Attersee und brachte atmosphärische Landschaften aus dem Salzkammergut mit. Der türkisgrüne See im Morgennebel (→ Gustav Klimt: Am Attersee (1900)), die pointillistische Pappel bei aufziehendem Gewitter, strahlend grün-violette Vegetation mit optisch verzeichnetem Litzlbergkeller entzückten das Wiener Publikum und die illustre Schar an Sammlerinnen und Sammlern. Die teilweise Rekonstruktion von Klimts Empfangsraum im Atelier, gefolgt von „Tod und Leben“ sowie den Leistungen Emilie Flöges komplettieren den Kosmos Klimt (→ Gustav Klimt – Emilie Flöge).

 

 

Was ist guter Stil? Kunstgewerbe der Wiener Moderne!

Trotz der zunehmend international orientierten Malerei der Wiener Moderne ist es doch das Kunsthandwerk, das die Ästhetik dieser Epoche prägt. Ab 1900 pflegten hauptsächlich einige Firmen, die Kunstgewerbeschule und ab 1903 die Wiener Werkstätte die Stilkunst: Architekturmodelle des Cabaret Fledermaus und des Sanatorium Purkersdorf, führen in die moderne Formensprache ein, die bis heute nachwirkt.

Sowohl Koloman „Kolo“ Moser wie auch Josef Hoffmann wandten sich unabhängig voneinander dem Gestalten von Alltagsgegenständen zu. Die Entwürfe von Moser für Glas wurden gar von einem Kommentator als „nicht materialgerecht“ abgekanzelt. Hoffmanns auf den ersten Blick nüchterne und doch differenzierte Formensprache erinnerte frappant an Biedermeiermobiliar. Kunstgewerbliche Objekte - von Vasen über Ledereinbände, von Büchern zu Schmuckstücken - wurden designt und zwecks lebensreformatorischen Bestrebungen für ein breites Publikum konzipiert. Dass dem Luxusgedanken in Form von Einzelstücken wie der gesamten Wohnungseinrichtung Terramare knapp vor Gründung der Wiener Werkstätte trotzdem Rechnung zu tragen war, schien die mit Feuereifer arbeitenden Maler und Architekten nicht zu stören.

 

 

Der Wiener Stil war ein nationaler, darauf waren seine Protagonisten stolz. 1903 - kurz nachdem sie in der XIV. Ausstellung der Wiener Secession, der sogenannten Beethoven-Ausstellung - das Gesamtkunstwerk auf die Spitze getrieben hatten, gründeten sie gemeinsam mit Fritz Waerndorfer die Wiener Werkstätte. Aufträge für das Sanatorium Purkersdorf, ein Heil- und Wellnesstempel vor den Toren der Stadt, und das innerstädtische Kabarett Fledermaus folgten. Von den Kacheln bis zur Menükarte harmonierten die Elemente miteinander, waren sie doch einer gestaltenden Hand unterworfen.

Gemälde von Carl Moll zeigen das Innere seiner Doppelhaushälfte auf der Hohen Warte, die von Josef Hoffmann entworfen und eingerichtet worden war. Gläser, Stoffe, Teppiche, Silbergeschirr für den „guten Geschmack“ ergänzen die Präsentation um Objekte, die von Koloman Moser und Josef Hoffmann sowie ihren Schülerinnen und Schülern an der Kunstgewerbeschule entworfen worden sind. Schwarze Vitrinen, welche einen Entwurf von Josef Hoffmann neuinterpretieren, verleihen den Exponaten einen äußerst würdigen Rahmen. Mit dem „Tausendsassa“ Koloman Moser endet der Rundgang im vierten Stock und setzt im dritten Stock wieder ein.

 

 

Otto Wagner, Koloman Moser, Adolf Loos und Josef Hoffmann werden mit singulären Sesselentwürfen – darunter Loos‘ amüsanter „Knieschwinger“ (!) – und Wohnungseinrichtungen vorgestellt (→ Wagner, Hoffmann, Loos und das Möbeldesign der Wiener Moderne ). Das Kunstgewerbe, resp. Design, lässt sich hier als Leitgattung der Wiener Moderne definieren. Mosers späte Gemälde, sei es „Tristan und Isolde“ oder auch die Traunsee-Landschaften, passen sich nicht nur in ihrer distinguierten Farbigkeit dem Möbelstoff an. Strenge Geometrie und organische Formentfaltung ergänzen einander kongenial. Ganze Wohnungseinrichtungen konnten sich dann doch nur das Großbürgertum leisten. Je nach Repräsentationsbedürfnis und Funktion der Räume boten Hoffmann und Moser entweder einheitlich gestaltete, lichtdurchflossene Räume in hellen Tönen oder exklusive Marketeriearbeit, in der die Schönheit von Holz und Perlmutter durch den geradlinigen Entwurf hervorgehoben werden.

 

Expressionismus in Wien

Die Erzählung des Expressionismus in der Wiener Malerei setzt mit dem Werk von Richard Gerstl an, dem überraschenderweise zwei weitere Räume mit bildnerischen Arbeiten von Arnold Schönberg folgen, bevor die berühmte Schiele-Sammlung den Rundgang vollendet. Schönberg wird als Maler visionärer, serieller Selbstporträts als begierig Lernender und „Fan“ von Richard Gerstl bis Edvard Munch eingeführt. Solange die Werke von Oskar Kokoschka für die Oskar Kokoschka: Eine Retrospektive benötigt werden (eröffnet ab 6.4.), fehlt dieser im Rundgang.

 

 

Die Egon Schiele Sammlung des Leopold Museum umfasst 42 Gemälde und 180 Arbeiten auf Papier. Der „Gelbe Akt“ (1910) korrespondiert mit Auguste Rodin, auf Schieles gesellschaftspolitische Analysen von Mutter und Kind-Darstellungen folgen seine Häuser (einige mit anthropomorphen Anklängen). Das während des Ersten Weltkriegs entstandene Spätwerk des mit nur 28 Jahren junge verstorbenen Expressionisten führt bereits in eine Form der Klassik, die den radikalen Brüchen der Vorkriegszeit diametral gegenübersteht.

 

 

Kunst in Wien während der Ersten Republik: Pluralismus der Stile

Wie schon für die Zeit um 1900 lässt sich auch für die 1920er und frühen 1930er Jahre keine „dominante“ Stilrichtung benennen. Stattdessen ist die Kunst der Ersten Republik sowohl von Aufbruch als auch Rückbesinnung auf alte Werte gekennzeichnet. Die monumentale Kunst und den Expressionismus trugen Albin Egger-Lienz und auch Herbert Boeckl weiter. Der in Südtirol lebende Egger-Lienz fand in der bäuerlichen Bevölkerung Symbole für Leben und Sterben, während der in Wien arbeitende Boeckl Farbschichten anhäufte. Neue Sachlichkeit und Magischer Realismus dürften den Sammlung Rudolf Leopold am meisten beeindruckt haben, allen voran Rudolf Wacker und Otto Rudolf Schatz (→ Otto Rudolf Schatz und Carry Hauser ). Leihgaben aus der Sammlung der Österreichischen Nationalbank und von Ernst Ploil bringen Max Oppenheimer, Erika Giovanna Klien und Keramikerinnen rund um Dagobert Peche in das Leopold Museum. Vor allem Peches hochdekorativer Stil begeisterte ab den 1970er Jahren Designer der sich formierenden Postmoderne. Sie begleiteten den „Aufstieg“ der Marke „Wien 1900“ und die Entdeckung der Wiener Moderne.

 

 

Die Bedeutung dieser Epoche des Umbruchs, der Widersprüche und Gegensätze lässt sich sowohl als Phase der Dekadenz und des Niedergans lesen, als „Tanz auf dem Vulkan“, als Weltuntergang – aber auch als Beginn der europäischen Idee. Bazon Brock, der dem Projekt beratend zur Seite stand, unterstrich in seiner Eröffnungsrede den zukunftsweisenden, positiven Aspekt. In Wien, so meinte Brock, passierte der wahre Aufbruch in die Modernität, in die Demokratie, in das Europa der EU. Dazwischen lag allerdings noch die Urkatastrophe des Zweiten Weltkriegs und der Shoa, worauf Hans-Peter Wipplinger im letzten Bereich nicht vergaß hinzuweisen.

 

Leopold Museum: Wien um 1900. Urquell der Moderne: Bilder

  • Olga Wisinger-Florian, Sommerabend, 1896 (© Leopold Privatsammlung Foto Leopold Museum, Wien Manfred Thumberger)
  • Broncia Koller-Pinell, Sitzende (Marietta), 1907 (© Sammlung Eisenberger, Wien, Foto Vera Eisenberger KG, Wien)
  • Richard Gerstl, Paar im Grünen, 1908 (© Leopold Museum, Wien, Inv. 645)
  • Gustav Klimt, Tod und Leben, 1910/11, umgearbeitet 1915/16 (© Leopold Museum, Wien, Inv. 630)
  • Egon Schiele, Kardinal und Nonne („Liebkosung“), 1912 (© Leopold Museum, Wien)
  • Egon Schiele, Selbstbildnis mit Lampionsfrüchten, 1912 (© Leopold Museum, Wien)

Weitere Beiträge zur Wiener Moderne

30. Juni 2019
Gustav Klimt, Judith I, Detail, 1901, Öl/Lw, 98 × 48 × 5 cm (incl. Rahmen) (Belvedere, Wien)

Amsterdam | Van Gogh Museum: Gustav Klimt Retrospektive des Wiener Malerstars mit Fokus auf seine Inspiration durch Monat, Van Gogh und Matisse

Das Van Gogh Museum, Amsterdam, zeigt eine Retrospektive zu Gustav Klimt, incl. den Einfluss der internationalen Avantgarde auf dessen Werk. 100 Gemälde, je 50 von Klimt sowie James McNeill Whistler, Jan Toroop, Claude Monet, Auguste Rodin, Vincent van Gogh, Henri Matisse - Herbst 2020!
23. Mai 2019
Olga Wisinger-Florian, Sommerabend, Detail, 1896 (© Leopold Privatsammlung Foto Leopold Museum, Wien Manfred Thumberger)

Leopold Museum: Olga Wisinger-Florian Österreichische Landschaftsmalerin um 1900

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9. April 2019
Oskar Kokoschka, Portrait Franz Hauer, Detail, um 1914 (© Rhode Island School of Design, Providence / Fondation Oskar Kokoschka / Bildrecht, Wien, 2018)

Krems | Landesgalerie Niederösterreich: Franz Hauer. Selfmademan und Kunstsammler Vom Wiener Gastwirt zum Förderer von Schiele, Kokoschka und Egger-Lienz

Der Wiener Gastwirt Franz Hauer (1867–1914) zählte zu den wichtigsten Förderern der Wiener Moderne, allen voran der Expressionisten: Albin Egger-Lienz, Egon Schiele und Oskar Kokoschka. Seine Kunstsammlung umfasste mehr als 1.000 Werke der Avantgarde. Nach seinem frühen Tod 1914 wurde sie in alle Winde zerstreut. Ein Teil allerdings verblieb in Familienbesitz und befindet sich nun in den Niederösterreichischen Landessammlungen. Die Landesgalerie Niederösterreich in Krems widmet eine ihrer Eröffnungsaausstellungen dem bedeutenden Visionär.

Aktuelle Ausstellungen

14. August 2019
Georg Baselitz-Saal mit den Werken der Schenkung zu Ehren von S.K.H. Herzog Franz von Bayern in der Pinakothek der Moderne, München, 2019, Foto: Johannes Haslinger, Bayerische Staatsgemäldesammlungen © Georg Baselitz 2019

München | Pinakothek der Moderne: Georg Baselitz. Die Schenkung Pinakothek der Moderne besitzt nun über 31 Werke des Künstlers – von 1962 bis in die Gegenwart

Georg Baselitz schenkte den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen zu Ehren von S.K.H. Herzog Franz von Bayern sechs Gemälde und eine Skulptur aus den Jahren 2008 bis 2017. Der Baselitz-Saal in der Pinakothek der Moderne zeigt bis auf Weiteres diese Arbeiten in unterschiedlicher Zusammenstellung.
24. Juli 2019
Raffael, Platon und Aristoteles aus dem Karton der Schule von Athen (Pinacoteca Ambrosiana, Mailand © Veneranda Biblioteca Ambrosiana, Mondadori Portfolio)

Mailand | Pinacoteca Ambrosiana: Raffaels Karton der Schule von Athen Werkzeichnung des berühmten Freskos restauriert

Raffaels „Schule von Athen“ (1508–1511) gehört zu seinen berühmtesten Werken – der Karton zu dem Werk in der Stanza della Segnatura im Vatikan befindet sich seit dem Jahr 1610 in der Mailänder Pinacoteca Ambrosiana.
15. Juli 2019
Olafur Eliasson, Stardust particle, 2014, Ø 1760 mm (Tate, Foto: Jens Ziehe, 2017)

London | Tate Modern: Olafur Eliasson Retrospektive zu Natur, Wissenschaft und Teilhabe unter dem Titel „In real life“

Der dänisch-isländische Künstler Olafur Eliasson (* 1967) war bereits 2003 für seine Installation „The weater project“ in der Tate Modern international gewürdigt worden. Im Juli 2019 kehrt er für eine großangelegte Ausstellung und ein Kunstwerk im öffentlichen Raum nach London zurück.
  1. Eigentlich: Vereinigung bildender Künstler Österreichs – Secession
  2. Hagenbund (ab 1900) und Künstlerhaus, aber 1910 auch die Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs (VBKÖ) prägten die Epoche vor dem Ersten Weltkrieg genauso. Vor allem auf dem Gebiet der Malerei zeigt sich in der Rückschau, dass einige Mitglieder des Hagenbunds zukunftsweisendere Werke geschaffen haben als jene der Secession.
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.