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Cathérine Hug: „Es ist keine Sünde, wenn man sich mit Mode befasst.“ Kritische Reflexion der Mode: Vorschau auf die Ausstellung „Fashion Drive. Extreme Mode in der Kunst“ im Kunsthaus Zürich

Elisabeth Louise Vigée Le Brun, Marie Antoinette in einem Chemisen Kleid, Detail, 1783, Öl auf Leinwand, 89.8 × 72 cm (Hessische Hausstiftung, Kronberg)

Elisabeth Louise Vigée Le Brun, Marie Antoinette in einem Chemisen Kleid, Detail, 1783, Öl auf Leinwand, 89.8 × 72 cm (Hessische Hausstiftung, Kronberg)

Cathérine Hug über ihren kritischen Zugang zur Mode

Cathérine Hug, Kuratorin des Kunsthaus Zürich, bereitet mit Kunsthaus Direktor Christoph Becker gerade die Ausstellung „Fashion Drive. Extreme Mode in der Kunst“ vor, für die sie Werke der Sammlung mit rund 150 nationalen und internationalen Leihgaben auf die Darstellung und Bedeutung von Mode untersucht. Im Winterpalais reden wir über kuratorische Zugänge, Künstler als Gesellschaftskritiker und die Rolle der Mode dabei, Mode in der Schweiz, Marie Antoinette als Mode-Rebellin.
Das Gespräch führte Alexandra Matzner.

 

ARTinWORDS: Die kommende Schau in Zürich reflektiert Mode, wie sie Menschen formt, bzw. wie sich Menschen mit Hilfe von Mode ausdrücken. Wir treffen einander in die Ausstellung Vulgär?! Fashion redefined“: Wie findest du die Wiener Schau?

Cathérine Hug: Man kann darin eintauchen, es gibt einige schöne Entdeckungen sowie Werke, die man schon oft gesehen hat. Ich muss vorausschicken, dass ich in den letzten Monaten schon einige Mode-Ausstellungen gesehen habe, die eher monografisch orientiert waren. Es gibt vor allem im angelsächsischen Raum und in Frankreich, z. B. im Victoria & Albert Museum, und dem Musée des arts décoratives in Paris, konstant solche Ausstellungen in allen Variationen, teilweise auch mit ausgefallenen Thesen. Von dem her war ich auf die Wiener Ausstellung neugierig, weil für mich der Zugang über den Begriff des Vulgären in dieser kuratorischen Traditionslinie steht. Angelsächsische Kollegen haben die Zusammenstellung und These initiiert, Alfred Weidinger hat ihr speziell für Wien eine eigene Note verliehen. Ich war neugierig, wie über diesen Begriff nachgedacht wird. Sehr positiv finde ich, dass man so nah an die Exponate kommt! Man kann die Realien praktisch berühren. In dieser Art habe ich das noch nie erleben können. Weil man so nah an den Materialien ist, kann man aus dem Winterpalais die Erfahrung der Stofflichkeit, der Handwerkskunst mitnehmen.

ARTinWORDS: Was ist dann das Schwierige an der Ausstellung für dich?

Cathérine Hug: Sehr viele der Exponate datieren nach 2000.

ARTinWORDS: Das ist – im Vergleich zur Londoner Schau – dem konservatorischen Schutz der Objekte geschuldet. Die Kleidungsstücke aus dem 18. Jahrhundert durften nicht reisen.

Cathérine Hug: Das ist mir schon klar, aber als Besucherin einer museal angelegten Ausstellung schaue ich auf den Gesamteindruck und nicht auf die konservatorischen Bedingungen. Ich finde das bei einem Wirtschaftszweig, der die globale Welt dominiert und sehr kritisierbar ist, äußerst problematisch. Bei dem Weltwirtschaftsthema spielen die Modedesigner auch mit – Stichwort: Umwelt, unfaire Gehälter in den Produktionsländern, Verschwendung beim Konsumenten. Das spielt in dieser Ausstellung gar keine Rolle. Das finde ich sehr affirmativ und unkritisch. Die Modewelt, so wie sie sich in den letzten 20 Jahren gestaltet, ist eine der Global Player und Globalisierungsgewinnerin. Gerade heute, wo man globalisierungskritisch ist, könnte man diesen globalen Standpunkt noch mehr erläutern und Lösungsansätze anbieten. Vivienne Westwood ist schließlich eine wichtige Vertreterin dieser kritischen Haltung, die hier von ihr ausgestellten Exponate wurden aber nicht oder kaum ihrer kritischen Stimme in Einklang gebracht, man spürt nichts davon. Das wäre meine Hauptkritik an dieser Ausstellung.

ARTinWORDS: Es werden in der Ausstellung historische Kostüme zeitgenössischen Entwürfen gegenübergestellt. Was hältst du davon?

Cathérine Hug: Modeschöpferinnen wie bereits erwähnt Vivienne Westwood, oder Iris von Herpen finde ich sehr wichtig. Von beiden gehen neue Signale aus, sie vertreten ethische Werte, die ich für unterstützenswert halte. Aber wenn man schon sagt, dass Mode mit der Gesellschaft verwoben ist und über diese etwas aussage, hätte ich mir auch mehr solche Vertreter in der Ausstellung gewünscht.

 

 

Mode und Gesellschaft

ARTinWORDS: Dieser Zugang spielt bei euch in Zürich 2018 eine große Rolle: Mode und Gesellschaft miteinander verwoben und schlussendlich in der bildenden Kunst verewigt bzw. zur Diskussion gestellt. Wie kannst du uns das kuratorische Konzept eurer Ausstellung beschreiben?

Cathérine Hug: Die Präsentation ist erst in einem Jahr, aber an Themenausstellungen arbeitet man lange. Das spürt man auch hier! Ich gehe von einem recht konservativen Ansatz aus. Ich bin keine Mode- oder Kostümhistorikerin, aber es interessiert mich, Mode und bildende Kunst in einen Dialog zu bringen. Wie haben bildende Künstler den vestimentären Ausdruck und dessen Wertigkeiten, Zensur oder Überhöhung, eingesetzt? Was sagt Malerei über Mode aus? Konservativ daran ist, dass wir chronologisch vorgehen und bildende Kunst in den Vordergrund stellen; progressiv daran ist, dass wir wegen der großen Zeitspanne, die die Show umfasst, uns punktuell aber wiederholt krasse asynchrone Assoziationen erlauben wollen.

ARTinWORDS: Kannst du uns dafür schon ein Beispiel geben?

Cathérine Hug: Es ist die große Herausforderung für Modeausstellungen originale Exponate aus dem Barock zu bekommen. Kleidung aus der Zeit von Ludwig XIV. ist schwer ausleihbar, Kostüme aus dem Rokoko sieht man hier. Es gab gerade in Frankreich eine große Empire-Ausstellung, wo viele Kostüme zu sehen waren. Das interessante ist, dass Künstler gegenüber der Mode immer kritischer eingestellt werden. Vor allem im 19. aber auch schon im 18. Jahrhundert mit Hogarth und James Gillray sind erste Widerstände festzumachen. Uns interessiert also hauptsächlich, wie Künstler auf Mode reagieren, sie kritisieren und in ihrer Kunst interpretieren, und nicht so sehr die Realien selbst.

ARTinWORDS: William Hogarth wäre eine wunderbare Ergänzung zur Ausstellung „Vulgär?!“, besser dem englischen Begriff des „vulgar“, was mit „schlechter Geschmack“ übersetzt werden kann. Darunter versteht man in Großbritannien, etwas scheinen wollen, was man nicht ist. Sich sozial erhöhen wollen, findet sich auch immer wieder bei Hogarth widergespiegelt und dekonstruiert.

Cathérine Hug: Der Effekt, den Mode auf den Menschen hatte, wird in der Ausstellung „Vulgär?!“ nicht thematisiert. Aber das ist hier offensichtlich auch nicht das Ziel. Hogarth aber dann v. a. James Gillray und George Cruikshank haben via weit verbreiteter Karikatur gezeigt, wie Menschen auf die Machtdemonstrationen von Kleiderordnungen reagierten. Man muss sich in Erinnerung rufen, dass die Frage, wie man sich anzieht, bis Anfang des 20. Jahrhunderts nur der Aristokratie und der Oberschicht vorbehalten war. Die Beschäftigung mit Mode und Shopping sind Erfindungen des 20. Jahrhunderts, eher noch der Nachkriegszeit bzw. jüngeren Geschichte. Gillray, Cruikshank und Honoré Daumier analysieren das in ihrer Sprache, in der sich die Demokratisierung der Gesellschaften ab der Französischen Revolution und mit der ersten Phase der Industrialisierung zeigt. Im Sinne der Freiheit der Meinungsäußerung durften Menschen anziehen, was sie wollten, real war das aus ökonomischen Gründen aber kaum der Fall.

 

 

Kleidung und Macht: Dandy, englischer Landadel und kontinentale Repräsentation

ARTinWORDS: Inwiefern kann man sich mit Kleidung im frühen 19. Jahrhundert auch politisch äußern?

Cathérine Hug: Da gibt es ganz spannende Beispiele, mit denen ich mich aktuell beschäftige. Wenn auch Frauenmode seit 1800 den Diskurs dominiert, ist die Entwicklungsgeschichte des Dandys höchst spannend. Er ist eine dezidiert nicht aristokratische Figur, die sich aber über Kleidung, Geschmack und Manieren von der Mehrheit bewusst abheben möchte. Es wird zum Lebensinhalt, wie man sich bewegt, redet, das Halstuch knüpft. Beau Brummell, Robert de Montesquiou, Oscar Wilde gehören zu den bekanntesten Persönlichkeiten, die sich über Selbstinszenierung von der dominanten Machtsprache abgrenzten.

ARTinWORDS: Ist der Dandy das Gegenprojekt zum schwarzen Anzug, der sich im 19. Jahrhundert durchsetzt?

Cathérine Hug: Ironischerweise ist der Dandy Mitgestalter des schwarzen Anzugs. Er hat ihn mitgeprägt und gesellschaftsfähig gemacht. Wenn man die Malerei von Antonis van Dyck ansieht, kann man da schon Vorläufer für Dandys finden. In den Posen von Händen und Schultern, der Art, die Figuren langzuziehen, ihre Blicke zu führen, Tücher nonchalant über die Schultern zu werfen, hat Van Dyck Wichtiges für das englische Kulturleben geleistet. Auffallend im Vergleich zu zeitgenössischen Porträts auf dem Kontinent ist die Schlichtheit der Kleidung des englischen Adels. Die Silhouette des Körpers wird plötzlich viel sichtbarer als der Prunk darauf. Das ist für die Dandys später ebenfalls sehr wichtig: Es geht um den Schnitt, die Qualität des Stoffes und die simple, pure Eleganz.

 

 

ARTinWORDS: Ich habe gelesen, dass in England Mitte des 17. Jahrhunderts diese leichtere Kleidung so beliebt war, weil man sich häufig auf Jagden und Picknicken in der freien Natur bewegt hätte.

Cathérine Hug: Ja, das ist absolut richtig. Die unterschiedlichen Formen des gesellschaftlichen Lebens in England und am Kontinent haben so ihre Spuren in der Bekleidung hinterlassen.

ARTinWORDS: In der hochbarocken Porträtmalerei Frankreichs ist allerdings Kleidung gleichbedeutend mit Status und vergrößert den Körper seines Trägers!

Cathérine Hug: Hyazinthe Rigaud konnte Macht über Gesichtsausdruck, Pose, Stofflichkeit ausdrücken, sodass er einer der beliebtesten Auftragsporträtisten Europas zur Zeit Louis XIV. wurde. So etwas finde ich interessant! Es ist auch eine Form von „Mode“, die Kleidung dient der Darstellung des Status und der Machtausübung. Es sei allerdings auch daran erinnert: Louis XIV. hatte eine besonders strenge Kleiderordnung – unter dem Übergriff der Etiquette – am Hof gepflegt, die von seinen beiden Nachfolgern Louis XV. und Louis XVI. bzw. deren Geliebten und Gattinnen auf originelle Weise unterwandert wurde.

 

Mode in der Schweiz

ARTinWORDS: Frankreich wurde im 19. Jahrhundert zum Erfindungsland der Mode schlechthin – allerdings durch einen Engländer, nämlich Charles Worth. Wie verhält es sich im Vergleich dazu in der Eidgenossenschaft Schweiz?

Cathérine Hug: Charles Worth war einer der ersten Modedesigner im Sinne, wie wir es heute verstehen, mit einem „Label“ innerhalb des Kragens. Aber vor ihm gar es bereits Rose Bertin, die sehr extravagante Kleider für Marie Antoinette schuf und einen Laden in Paris mit dem Namen „Le Grand Mogul“ betrieb. Die Schweiz ist dagegen genealogisch gesehen keine Modenation, jedoch eine textilherstellende Nation. Berühmte Schweizer Philosophen wie Jean-Jacques Rousseau waren sogar äusserst Mode-kritisch, was subkutan in der Mentalität der Leute zu finden ist

ARTinWORDS: Ist die Schweiz dann demokratischer, was Mode betrifft, wenn kein Hof den Geschmack vorgab?

Cathérine Hug: Mode hat verschiedene Momente: Neuigkeitsgrad, Selbstverwirklichung und Distinktion, Mut, Subkulturen, Kunst … Mode ist es nicht erst dann, wenn alle das Gleiche tragen. Man kann vielleicht schon sagen, dass es tendenziell im Auftreten in der deutschsprachigen Schweiz eine gewisse Zurückhaltung gibt. Das kann man auch konfessionell erklären: Zürich ist zwinglianisch, der Calvinismus in Genf ist noch strenger. Es gab bis ins 19. Jahrhundert hinein Kleidermandate.

ARTinWORDS: Wie sehen solche Kleidermandate aus?

Cathérine Hug: Das sind Gesetze, deren Einhaltung von Ordnungshütern überwacht wurden. Bei Übertretung wurden Bußen wegen Angriffs auf die Sittlichkeit verordnet. Sie wurden mit der Zeit gelockert, aber mentalitätsgeschichtlich haben sie sich doch erhalten. Die Leute kleiden sich in der Mehrheit sehr diskret und in den Farben zurückhaltend. Der Druck der Mehrheit kann schon dazu führen, dass jemand, der auffallend gekleidet ist, schräg angesehen wird. Das ist sicher nicht demokratisch!

ARTinWORDS: Lassen sich die Kleiderordnungen am Porträtschaffen in der Schweiz nachvollziehen. Erfüllen alle Porträtierten diese strengen Vorgaben?

Cathérine Hug: Das ist interessant, weil Janine Jakob über diese Mandate gerade dissertiert: „Edler Putz macht Damen. Mode zwischen Mandat und Praxis in Zürich, Basel und Luzern 1650–1790“ ist der Titel ihres Projekts. Da Prunkentfaltung in der Realität nicht möglich war, wurden die Vorschriften in den Bildnissen gebrochen. Hier war es eher möglich, sich ausgefallen zu kleiden.

 

Marie Antoinette als Mode-Revoluzzerin

ARTinWORDS: Die Porträtmalerei eröffnet dann doch so etwas wie ein Fenster zur Entfaltung!

Cathérine Hug: das Brechen der Etiquette war auch ein wichtiges Kommunikationsmittel von Marie Antoinette, der Tochter von Maria Theresia. Sie hat erstaunlicherweise in der Hofmalerin Elisabeth Vigée-Lebrun eine Unterstützerin darin gefunden. Das berühmteste Beispiel dafür ist „Marie Antoinette im Chemisenkleid“. Ein Chemisenkleid besteht aus dünner Baumwolle, durch das man die Konturen der Brust erahnen kann. So etwas hätte man als vulgär bezeichnet. Das Bild musste bei seiner Erstpräsentation im Pariser Salon durch ein konventionelleres ersetzt werden, weil es einen Skandal verursachte. Nicht in erster Linie die Erotik schockierte, sondern die Tatsache, dass die Königin als Oberhaupt des Volkes sich statt in kostbarer, repräsentativer Seide in einem einfachen Baumwollstoff darstellen ließ.

ARTinWORDS: Am Ende des französischen Rokoko wird der höfische Körper all seines Prunkes beraubt, gleichsam abgeräumt. Im Empire kommt noch das Antikenzitat dazu, wie es auch in dieser Ausstellung zu sehen ist.

Cathérine Hug: Maire Antoinette ließ sich als kleine, naive Hirtin darstellen, die allerdings im Sausundbraus lebte, sich mindestens fünf Mal am Tag umzog und ein einfaches Leben nur vortäuschte. Als Königin dürfte sie den Rollentausch pflegen, der Bäuerin war es aber verboten, sich wie eine Königin zu kleiden. Wie gesagt, war Rose Bertin Marie Antoinettes Schneiderin, die sehr viel Macht über das Brechen der Etiquette hatte. Marie Antoinette hat offenbar Kleidung als eine Art Fessel verstanden und wollte mehr experimentieren. Das wurde nicht nur vom Hof, sondern auch vom französischen Volk als Zeichen der Schwäche verstanden. In der Mode nahm Marie Antoinette vorweg, was in der Empire-Mode wenige Jahre später zum Muss erhoben wurde: die Valorisierung des weiblichen Körpers.

 

ARTinWORDS: Welche Wiener Ausstellung möchtest du – über „Vulgär?!“ hinausgehend – weiterempfehlen?

Cathérine Hug: Eine völlig andere Ausstellung, die sehr experimentell ist und auch stark von Mode und aus einer subjektiven Perspektive von ihren gesellschaftlichen Implikationen und Wechselwirkungen spricht, ist die Personale von Jakob Lena Knebl im mumok (→ Jakob Lena Knebl: „Ich gönn‘ mir jetzt diesen Hedonismus!“). Knebl macht als Modedesignerin und Künstlerin Assoziationsangebote, in denen das Verhältnis von Körper und Kleidung im Zentrum steht. Mode als Selbstermächtigungsstrategie, abrupte Risse, krasse Gegenüberstellungen, Mode und Erotik sind aber auch Themen, die man im Winterpalais gut nachvollziehen kann! Kleider sollen verdecken, und den Körper gleichzeitig begehrenswert machen. Was man in diesen beiden Ausstellungen sieht, ist doch irre, nicht? Man sollte viel mehr ausprobieren, und überlegen! Es ist keine Sünde, wenn man sich mit Mode befasst.

 

Mode im Kunsthaus Zürich

ARTinWORDS: Worauf dürfen wir uns im Kunsthaus Zürich 2018 freuen? Kannst du uns schon einen kleinen Einblick in die Ausstellung „Fashion Drive“ geben?

Cathérine Hug: Da möchte ich noch ein wenig zurückhaltend sein. Aber ich kann schon verraten, dass Männermode auch eine wichtige Rolle spielen wird – beispielsweise die historische Entwicklung der Beine der Männer. Die Impressionisten – vor allem Édouard Manet oder auch James Tissot – haben sich besonders mit Mode beschäftigt. Heinrich Füssli, Félix Valotton, Honoré Daumier, Meret Oppenheim, Leigh Bowery (→ EXTRAVAGANZA – Staging Leigh Bowery), Joseph Beuys und Andy Warhol, zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler wie K8 Hardy, Charles Ray, Hans-Peter Feldmann, Inez van Lamsweerde & Vinoodh Matadin, Sylvie Fleury, Richard Hamilton, Michelangelo Pistoletto, Peter Lindbergh, und natürlich Jakob Lena Knebl und Hans Ashley Scheirl werden involviert sein. Insgesamt zeigen wir Werke von der Renaissance bis ins 21. Jahrhundert, wobei dem 19. und Anfang 20. Jahrhundert besonderes Gewicht gegeben wird.

 


Bilder

  • William Larkin, Porträt von Diana Cecil, spätere Countess of Oxford, um 1614−1618, Öl auf Leinwand (Suffolk Collection, Kenwood House, Courtesy of the English Heritage)
  • Hyacinthe Rigaud, Bildnis des Erzgießers Balthasar Keller, 1685, Öl auf Leinwand, 140 x 107 cm (Kunsthaus Zürich, Kellersche Sammlung, 1854, Inv. 209)
  • Heinrich Füssli, Falstaff im Wäschekorb, 1792, Öl auf Leinwand, 137 x 170 cm (Kunsthaus Zürich, Inv. 2541)
  • Elisabeth Louise Vigée Le Brun, Marie Antoinette in einem Chemisen Kleid, 1783, Öl auf Leinwand, 89.8 × 72 cm (Hessische Hausstiftung, Kronberg)
  • Elisabeth Louise Vigée Le Brun, Marie Antoinette in einem Chemisen Kleid, Detail, 1783, Öl auf Leinwand, 89.8 × 72 cm (Hessische Hausstiftung, Kronberg)
  • Carle Vernet, Caricature d’un incroyable, um 1795, Schwarzer Stift, braune und graue Tinte, Aquarell, 33,7 x 22,1 cm (Musée du Louvre, Département des Arts graphiques, Cabinet des dessins, Fonds des dessins et miniatures, RF 3616, Recto, Réserve des grands albums, Album Roll, Isabey …, Folio 10, rapporté au recto vol. 20, S. 115)
  • Honoré Daumier, In Le Charivari, Paris 16. April 1856, Lithographie, 217 x 268 mm, Originaltext: Manière d’utiliser les jupons nouvellement mis à la mode [Neue Möglichkeit zur Verwendung der modernen Röcke] (Kunsthaus Zürich, Graph. Sammlung, DR 2759)
  • Édouard Manet, Jeanne Duval, Baudelaires Maitresse, zurückgelehnt (mit einem Fächer), 1862, Öl auf Leinwand, 113 x 90 cm (Museum of Fine Arts, Budapest, Ungarn)
  • Charles Worth / House of Worth (zugeschrieben), Ballkleid von Eugénie de Montijo, um 1860, 123 cm Länge, Leinen, Nadelspitze, Point d'Alençon, (Handspitze) (Sammlung John Jacoby-Iklé, Textilmuseum Sankt Gallen, Inv. Nr. 03612)
  • Giovanni Boldini, Le Comte Robert de Montesquiou, 1897, Öl auf Leinwand, 116 x 82,5 cm (Musée d’Orsay, Paris, Don Henri Pinard au nom du Comte de Montesqiou, 1922, Inv. RF 1977 56)
  • Inez van Lamsweerde & Vinoodh Matadin, Vivienne Westwood: Fur: Für Kym, 1994, Farbfotografie, C-Print, aufgezogen auf Aluminium-Platte, hinter Plexiglas, 183 x 183 cm (Zürcher Kunstgesellschaft, Inv. PH 1996/106 © Inez van Lamsweerde & Vinoodh Matadin)
  • K8 Hardy, Outfitumentary, 2001–2016, Mini-DV, Farbe, Ton, 82 Min., Courtesy of Picture Palace Pictures, Karma International und Reena Spaulings © K8 Hardy

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Alexandra Matzner
* 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.