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Berlin | Alte Nationalgalerie: Belgischer Symbolismus „Todessehnsucht und Dekadenz“ in der belgischen Kunst um 1900

Jean Delville, L’Amour des âmes, Detail, 1900, Öl und Tempera auf Leinwand (© Musée d’Ixelles Brussels, Foto: Vincent Everarts)

Jean Delville, L’Amour des âmes, Detail, 1900, Öl und Tempera auf Leinwand (© Musée d’Ixelles Brussels, Foto: Vincent Everarts)

Der lustvolle Blick in den Abgrund, der übersteigerte Ästhetizismus einer übersättigten Gesellschaft, die sich zugleich in der Krise wähnte, der morbide Reiz zwischen Thanatos und Eros – dies sind Themenfelder in der Kunst, die Ende des 19. Jahrhunderts insbesondere im Belgischen Symbolismus ihren Ausdruck fanden. Gegen die Entwicklung des Oberflächenreizes von Naturalismus und Impressionismus formiert sich in den 1880er Jahren eine neue Kunstströmung, deren Kennzeichen die Sinnlichkeit, tiefgründige Bedeutsamkeit wie auch die Irrationalität sind.

Das Spezifikum des belgischen Symbolismus ist eine Vorliebe für eine morbide und dekadente Motivik. Die groß angelegte Sonderausstellung stellt das Spektrum an bislang wenig bekannten belgischen Positionen wie Fernand Khnopff, Léon Spilliaert, Félicien Rops, James Ensor oder Jean Delville vor. Werke von Gustave Moreau, Max Klinger, Arnold Böcklin, Edvard Munch und Gustav Klimt bilden die Referenz für Belgien als Knotenpunkt des europäischen Symbolismus.

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit den Musées royaux des Beaux-Arts de Belgique
Quelle: Pressetext

 

 

Belgischer Symbolismus in Berlin: Bilder

  • Jean Delville, L’Amour des âmes, 1900, Öl und Tempera auf Leinwand (© Musée d’Ixelles Brussels, Foto: Vincent Everarts)

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Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.