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Gerhard Richter: Biografie Lebensdaten und wichtige Ausstellungen des Malers

Gerhard Richter während der Arbeit am Zyklus 18. Oktober 1977, 1988 © Photo Timm Rautert .

Gerhard Richter während der Arbeit am Zyklus 18. Oktober 1977, 1988 © Photo Timm Rautert.

Gerhard Richter (* 1932) zählt zu den bekanntesten bildenden Künstlern der Gegenwart. Sein Werk umfasst sowohl figurative wie abstrakte Malerei, womit er den Grenzbereich zwischen den beiden in der Nachkriegskunst als gegensätzlich aufgefassten Ausdrucksformen erforschte.

Ehefrauen

  • Marianne, genannt Ema (geb. Eufinger): 1. ⚭ 8.6.1957– Mai 1979, Scheidung 1981.
  • Isa Genzken (* 1948): 2. ⚭ 1.6.1982–1993, Gerhard Richter zog im April 1979 von zu Hause aus und später im Jahr mit Isa Genzken zusammen, Scheidung 1994.
  • Sabine Moritz (* 1969): 3. ⚭ 1995. Das Paar hat drei Kinder.

Kinder

  • Babette, genannt Betty (* 30.12.1966)
  • Moritz (* 6.1.1995)
  • Ella Maria (* 1996)
  • Theodor (* 2006)

Beiträge über Gerhard Richter

Bilder von Gerhard Richter waren in folgenden Themen- und Gruppenausstellungen zu sehen

Biografie von Gerhard Richter (* 1932)

  • 9.2.1932

    Gerhard Richter wurde am 9. Februar 1932 in Dresden als Sohn von Hildegard und Horst Richter geboren. Seine Mutter, Tochter eines begabten Pianisten und gelernte Buchhändlerin, unterstützt seine künstlerischen Interessen.
  • 1936

    Der Vater fand als Mathematiklehrer eine Anstellung im ländlichen Reichenau (heute: Bogatynia, 10 km östlich von Zittau und 80 km von Dresden). Geburt der Schwester Gerhard Richters, Gisela (November).
  • 1939

    Richters Vater und seine beiden Onkel wurden zum Kriegsdienst einberufen. Die Onkel fallen im Krieg. Gerhard Richters Vater Horst kam erst 1946 aus Kriegsgefangenschaft wieder zurück. Richters behinderte Tante Marianne wurde aufgrund einer diagonstizierten Schizophrenie im Zuge des Euthanasieprogramms der Nazis zuerst zwangssterilisiert und 1945 ermordet.
  • 1942

    Gerhard Richter musste der Nachwuchsorganisation der Hitlerjugend, den „Pfimpfen“, beitreten. Mit Hilfe seiner Mutter konnte er sich vor den paramilitärischen Übungen drücken.
  • 1943

    Umzug nach Waltersdorf in der Oberlausitz. Ab August Besuch der Oberschule in Zittau.
  • 1945

    Im Februar wurde Dresden durch Luftangriffe der Alliierten zerstört. Zu Weihnachten schenkte ihm die Mutter eine erste einfache Kassettenkamera. Im Fotolabor eines Freundes konnte er seine eigenen Filme entwickeln, die ihn 1965 zum ersten gemalten Foto-Bild „Kuh II (88)“ inspirierten.
  • 1946

    Aus finanziellen Gründen musste Gerhard Richter die Oberschule wieder verlassen. Ab 5. September besuchte er die Wirtschaftsschule in Zittau. In den folgenden Jahren begann sich Gerhard Richter für Literatur und Malerei zu interessieren. In der neu eingerichteten Bibliothek in Waltersdorf hatte er erstmals Zugang zu Werken der unter den Nationalsozialismus verfolgten Autoren wie Thomas Mann, Lion Feuchtwanger und Stefan Zweig. 1946 setzt sein zeichnerisches Werk mit Kopien ein. Malte Bühnenbilder für Inszenierungen der Laienspieltruppe.
  • 1947

    Richter besuchte die Handelsschule in Zittau und nahm an Abendkursen im Malen teil.
  • 1948

    Abschluss der Handelsschule in Zittau mit der Mittleren Reife mit der Note „bestanden“ (24.7.). Ernsthafte Beschäftigung mit Kunstgeschichte und Malen. Dennoch wollte er in diesen Jahren noch Förster werden, für die Ausbildung zum Waldarbeiter war er jedoch nicht kräftig genug.
  • 1949

    Gehilfe in einem Werbe- und Anzeigenbüro in Zittau (ab 25.4.), wo ihn die Arbeit aber nicht befriedigte, und Richter nach einem halben Jahr kündigte. Staatsgründung der DDR (7.10.).
  • 1950

    Anstellung als Malsaaleleve am Stadttheater Zittau (1.2. bis 15.7.). Richter bewarb sich im August erstmals der Hochschule für Bildende Künste Dresden, wurde abgelehnt und erhielt einen wertvollen Ratschlag: Gerhard Richter sollte zuerst in einem volkseigenen Betrieb arbeiten und sich von dort aus auf die Akademie delegieren lassen. Richter wurde Betriebsmaler der Dewag, der Deutschen Werbe- und Anzeigen-Gesellschaft (1.10.).
  • 1951

    Zulassung zum Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Lernte seine spätere Ehrefrau Marianne Eufinger (genannt Ema) kennen.
  • 1952

    Walter Ulbricht propagierte in einer Rede die Funktion der Kunst wäre, den „neuen Menschen“, den „Helden der Arbeit“ bei seiner Aufgabe zu unterstützen. Ziel des praktischen Unterrichts war der Sozialistische Realismus. In der Bibliothek waren daher nur Bücher über Alte Meister bis zum Impressionismus zugänglich, die Klassische Moderne galt als Zeichen bürgerlicher Dekadenz. Richter konnte 1952 sein Kunststudium beginnen.
  • 1953

    Im Sommer Abschluss des Grundstudiums; Hauptstudium im neu eingerichteten Fach Wandmalerei bei Heinz Lohmar.
  • 1955

    Im Frühjahr Abschluss des Hauptstudiums mit einem „Abendmahl“ für die Mensa der Dresdner Kunsthochschule. Zum zweisemestrigen Diplomstudiengang zugelassen. Im Dezember erhielt er die Aufgabenstellung für seine Diplomarbeit: die Ausgestaltung eines Vorraums für das Deutsche Hygienemuseum, Dresden.
  • 1956

    Diplomabschluss mit der Wandmalerei. „Lebensfreude“ im Deutschen Hygiene-Museum, Dresden. Das Wandgemälde wurde in den 1960er Jahren übermalt. Als das Werk von Restauratoren 1994 wiederentdeckt wurde, sprach sich Gerhard Richter gegen eine Freilegung der „Friede-Freude-Eierkuchen-Idylle“ aus.
  • 1957

    Dreijährige Aspirantur mit eigenem Atelier an der Hochschule sowie finanzielle Unterstützung. Hochzeit mit Marianne Eufinger, genannt Ema (8.6.). „Elbe“ mit Motiven zwischen Abstraktion und landschaftlichen Assoziationen entstand.
  • 1959

    Besuch der documenta II in Kassel: Gerhard Richter war tief beeindruckt von den Werken von Ernst Wilhelm Nay, Jackson Pollock, Lucio Fontana, Jean Fautrier, Mark Rothko. Die Vertreter des Abstrakten Expressionismus regten ihn zu abstrakten Experimenten an.
  • 1961

    Am 30. März 1961 gelang ihm gemeinsam mit seiner Ehefrau Marianne (Ema) die Flucht aus der DDR. Umzug nach Düsseldorf. Studium an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf bei Ferdinand Macketanz.
  • 1962

    Freundschaft mit Konrad Lueg (= Konrad Fischer), Sigmar Polke, Manfred Kuttner und Blinky Palermo. Wechsel in die Klasse von K. O. Götz. Erste Ausstellung in der Galerie Junge Kunst in Fulda, gemeinsam mit Manfred Kuttner. Gerhard Richter malte das Bild „Tisch“ nach einer fotografischen Vorlage aus der Zeitschrift Domus. Es bildet die Nr. 1 des Werkkataloges, da Richter mit ihm einen Neubeginn formulierte. Zudem schloss er alle früheren Arbeiten aus.
  • 1963

    „Demonstrative Ausstellung“, gemeinsam mit Manfred Kuttner, Konrad Lueg und Sigmar Polke in einem Ladengeschäft in der Kaiserstraße 31 A in Düsseldorf. Performance und Ausstellung „Leben mit Pop – Eine Demonstration für den kapitalistischen Realismus“ im Möbelhaus Berges mit Konrad Lueg in Düsseldorf. Mit dem Kapitalistischen Realismus wollen sie das System der westdeutschen Gesellschaft ironisieren. In seiner Ausstellung im Möbelhaus Berges in Düsseldorf zeigte Richter mit „Hirsch“ (CR 7) und „Schloss Neuschwanstein“ (CR 8) erstmals Ölgemälde mit Landschaftsmotiven, die nach Fotografien entstanden waren. Elemente der Popkultur spiegeln sich zunehmend in Richters Arbeiten wider. Er malte erste Bilder mit weichzeichnenden Unschärfeeffekten.
  • 1964

    Beendigung des Studiums. Ausstellung in der Münchner Galerie Friedrich und Dahlem (gleichzeitig mit Peter Klasen). Erste Einzelausstellungen in der Galerie Schmela, Düsseldorf, und der Galerie René Block, Berlin. Ausstellung mit Konrad Lueg und Sigmar Polke in der Galerie Parnass, Wuppertal. Richter arbeitete von nun an mit einem Episkop zur Übertragung von Fotografien auf die Leinwand.
  • 1965

    Richter malte großformatige Vorhangbilder. Die Bilder „Onkel Rudi“ (CR 85) und „Tante Marianne“ (CR 87) entstanden.
  • 1966

    „Ema (Akt auf einer Treppe)“ (CR 134) entstand nach einer Farbfotografie von Richter. Der Künstler begann die Werkgruppe der Farbtafelbilder, die auf kommerziellen Farbmusterkarten beruhen (ab CR135-1). Ausstellung mit Sigmar Polke in der galerie h, Hannover. Geburt der Tochter Babette (Betty).
  • 1967

    Gerhard Richter wandte sich den Motiven Wellbleche, Türen und Rohre zu genauso wie pornografische Szenen. Zugleich konstruierte Richter seine erste Glaskonstruktion (CR 160). Vertretungsprofessur an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Kunstpreis „Junger Westen“ der Stadt Recklinghausen.
  • 1968/69

    Ansichten von Städten und Bergen aus der Vogelperspektive in pastosen Pinselstrukturen als Annäherung zur Abstraktion.
  • 1969

    Erste institutionelle Einzelausstellung im Aachener Kunstverein Gegenverkehr. Gerhard Richter begann den „Atlas“ zusammenzustellen: Er sammelte darin Fotos und Skizzen, die er als Vorlagen für seine Bilder verwendete.
  • 1970

    Reise mit Blinky Palermo nach New York.
  • 1971

    Gerhard Richter beschäftigte sich wieder mit der geometrischen Abstraktion. Er malte neue Farbtafel-Bilder. Ernennung zum Professor an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf (bis 1994). Einzelausstellung im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf.
  • 1972

    Richter gestaltete den Deutschen Pavillon für die 36. Biennale in Venedig: Er zeigte dort „48 Porträts“ (CR 324) und Landschaften. Erste Teilnahme an der Documenta 5 in Kassel. Richter veröffentlichte seine Sammlung von Fotos, Collagen und Skizzen, die ihm als Vorlagen für seine Bilder dienten, den Atlas. Graue Bilder, erste Vermalungen und Rot-Blau-Gelb-Gemälde entstanden.
  • 1973

    Erste Einzelausstellung in New York in der Reinhard Onnasch Gallery.
  • 1975

    Auf Basis von Fotos einer Grönland- Reisemalte Gerhard Richter einen Zyklus von Seestücken (CR 375–378). Ausstellungen in der Kunsthalle Bremen und dem Palais des Beaux-Arts, Brüssel.
  • 1976

    Gerhard Richter lernte Isa Genzken kennen, die in seine Klasse an der Kunstakademie wechselte. Erste abstrakte Bilder entstaanden. Diese umfangreiche Werkgruppe ist bis heute nicht abgeschlossen.
  • 1977

    Richter entwickelte für sich ein neues Medium: skulpturale Werke aus einseitig bemalten Glasplatten. Einzelausstellung im Musée National d’Art Moderne, Centre Georges-Pompidou, Paris.
  • 1978

    Im Sommersemester Gastprofessur am Nova Scotia College of Art and Design in Halifax, Kanada.
  • 1979

    Im April trennte sich Gerhard Richter von seiner ersten Ehefrau. Isa Genzken löste sich im Mai aus ihrer Beziehung. Anhaltende Beschäftigung mit der Abstraktion. Die großen Gemälde „Strich (auf Blau)“ (CR 451) und „Strich (auf Rot)“ (CR 452) entstehen.
  • 1980

    Für die neue Kreisberufsschule in Soest plante der Architekt Wolfgang Schwartz ein monumentales Wandgemälde von Gerhard Richter ein, mit denen dieser an seine Ausbildung in der DDR anknüpfte: „Strich (auf Blau) (451)“ (1979) und „Strich (auf Rot) (452)“ (1980). Zuschlag für die Ausgestaltung des U-Bahnhofs König-Heinrich-Platz in Duisburg an Gerhard Richter und Isa Genzken (Fertigstellung 1992).
  • 1981

    Richter malte Landschaftsansichten von Davos, dazu erschien das Künstlerbuch „Eis“, basierend auf Fotografien einer Grönlandreise. Erste Spiegel wurden produziert. Arbeiten von Richter wurden in der Ausstellung „A New Spirit in Painting“ der Royal Academy of Arts in London gezeigt. Scheidung von Ema Richter.
  • 1982

    Erste Stillleben mit Kerze entstanden. Richter erhielt den Arnold-Bode-Preis der Stadt Kassel. Ausstellung der „Abstrakten Bilder“ in der Kunsthalle Bielefeld und im Mannheimer Kunstverein. Heirat mit Isa Genzken.
  • 1983

    Umzug nach Köln. Der Maler beschäftigte sich mit Landschaften ländlicher Motive, wie beispielsweise „Scheune“ (CR 549-1), „Wiese“ (CR 549-2) und zwei Jahre später „Wiesental“ (CR 572-4). Gleichzeitig malte Richter „Abstrakte Bilder“, die stark an Landschaften erinnern (CR 551/1–9).
  • 1985

    Richter erhielt den Oskar-Kokoschka-Preis der Stadt Wien.
  • 1986

    Der Künstler überarbeitete eine Serie von Landschaften mit der Rakel und begann, Fotografien zu übermalen. Die Retrospektive „Gerhard Richter. Bilder 1962–1985“ tourte von der Städtischen Kunsthalle Düsseldorf in die Neue Nationalgalerie, Berlin, die Kunsthalle Bern und das Museum des 20. Jahrhunderts, Wien. Erste Rückkehr nach Dresden (nach 25 Jahren).
  • 1987

    Veröffentlichung der Notizen Richters anlässlich der Ausstellung „Gerhard Richter. Werken op papier 1983–1986“ im Museum Overholland, Amsterdam.
  • 1988

    Der 15-teilige Bilderzyklus „18. Oktober 1977“ (CR 667-1 bis 674-2, MoMA, New York) entstand. Darin thematisierte Richter den Tod der führenden Mitglieder der Roten Armee Fraktion (RAF). Retrospektive „Gerhard Richter. Paintings“ in der Art Gallery of Ontario, Toronto; im Museum of Contemporary Art, Chicago, und im Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Washington D.C. Kaspar König berief als neuer Rektor der Städelschule in Frankfurt a.M. Gerhard Richter als Professor für Malerei. Nach einem Semester kehrte dieser Frankfurt enttäuscht den Rücken. Richter wurde dem Kaiserring der Stadt Goslar ausgezeichnet.
  • 1989

    Einzelausstellung im Museum Boijmans van Beuningen, Rotterdam. Retrospektive „Gerhard Richter Paintings“ im San Francisco Museum of Modern Art.
  • 1991

    Erneut wandte sich Gerhard Richter dem Spiegel zu: Dieser erscheint nun blutrot oder grau sowie als Eckspiegel im Raum. Retrospektive in der Tate Gallery, London (erste in Großbritannien).
  • 1992

    Erstmalige Präsentation von Gerhard Richters übermalte Fotos als eigenständige Arbeiten In der Ausstellung „Gerhard Richter: Sils“ im Nietzsche-Haus.
  • 1993

    Das Buch Text mit Interviews und Notizen des Künstlers erschien. Richter lernte Sabine Moritz kennen, Studentin an der Düsseldorfer Akademie. Bisher größte Retrospektive Richters im Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris, in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, dem Moderna Museet in Stockholm und Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid.
  • 1994

    Richter malt Sabine Moritz in den Porträts „Lesende“ (CR 804) und „Kleine Badende“ (CR 815-1). Richter beendete seine Lehrtätigkeit an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf.
  • 1995

    Gerhard Richter erhielt den Wolf-Preis, Jerusalem. Hochzeit mit Sabine Moritz.
  • 1996

    Richter bezog ein neues Atelier am Kölner Stadtrand.
  • 1997

    Der Atlas wurde auf der von Catherine David kuratierten documenta X in Kassel gezeigt. Gerhard Richter erhielt den Goldenen Löwen auf der 47. Biennale in Venedig, weiters den Praemium Imperiale, Tokio.
  • 1998

    Erste Ausstellung der Landschaften im Sprengel Museum Hannover. Richter erhielt den Wexner-Preis, Columbus, Ohio.
  • 1999

    Retrospektive der Arbeiten auf Papier in Winterthur, Dresden, Krefeld und Tilburg. Für das Foyer des Reichstagsgebäudes in Berlin entstand das Werk „Schwarz-Rot-Gold“ (CR 856) aus sechs großformatigen Glasplatten.
  • 2000

    Gerhard Richter erhielt den Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen.
  • 2001

    Richter wurde zum Ehrendoktor der Universität Löwen ernannt. Er zeigte seine „Rhomben“ (CR 851/1–6) auf der 49. Biennale von Venedig.
  • 2002

    Retrospektive „Gerhard Richter: Forty Years of Painting“ im Museum of Modern Art, New York, im Art Institute of Chicago und im San Francisco im Museum of Modern Art.
  • 2003

    Die Serie „Silikat“ (CR 885/1–4) entstand nach nanotechnologischen Bildern, die in einem Artikel in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ abgebildet waren. Retrospektive „Gerhard Richter: Forty Years of Painting“ im Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Washington, D.C.
  • 2004

    Eröffnung von drei Räumen mit Werken von Gerhard Richter im Albertinum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.
  • 2005

    Retrospektive „Gerhard Richter“ im K20, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf; Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München, 21st Century Museum of Contemporary Art, Kanazawa und im Kawamura Memorial Museum of Art, Sakura.
  • 2006

    Einrichtung des Gerhard Richter Archivs in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Der abstrakte Bildzyklus „Cage“ (CR 897/1–6) entsteht, benannt nach dem Komponisten John Cage.
  • 2007

    Präsentation von „Cage“ auf der 2. Biennale von Venedig. Verleihung der Ehrenbürgerwürde der Stadt Köln. Einweihung des von Gerhard Richter gestalteten Südquerhausfensters im Kölner Dom (CR 900), bestehend aus 11.500 Glasquadraten. Er ließ sich dafür von seinen früheren Farbtafeln inspirieren. Gleichzeitig arbeitete er an der Serie „25 Farben“ (CR 901/1–3).
  • 2008

    Gerhard Richter schuf den Zyklus „Sindbad“ (CR 905/1–100), bestehend aus 100 kleinformatigen Glasbildern. Retrospektive „Gerhard Richter. Bilder aus Privatsammlungen“ im Museum Frieder Burda in Baden-Baden, in den National Galleries of Scotland, Edinburgh, und dem National Art Museum of China, Peking. Ausstellungen: „Gerhard Richter. Übermalte Fotografien“ im Museum Morsbroich, Leverkusen; „Gerhard Richter. Abstrakte Bilder“ im Museum Ludwig, Köln, und anschließend im Haus der Kunst, München.
  • 2009

    Ausstellung „Gerhard Richter. Portraits“ in der National Portrait Gallery, London. Retrospektive „Gerhard Richter. Bilder aus Privatsammlungen“ in der Albertina, Wien, und Duisburg. Ausstellung „Gerhard Richter. Übermalte Fotografien“ im Centre de la Photographie Genève und dem Espacio Fundación Telefónica, Madrid.
  • 2010

    Wiedereröffnung des Albertinums in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden mit zwei Räumen mit Werken von Gerhard Richter.
  • 2011

    Richter produzierte die ersten „Strip-Bilder“, deren Entstehungsprozess im Künstlerbuch Patterns nachvollziehbar wird. Retrospektive „Gerhard Richter. Panorama“ in der Tate Gallery, London. Der Film „Gerhard Richter Painting“ von Corinna Belz wurde veröffentlicht.
  • 2012

    Ausstellung des Bildarchivs „Atlas“ in der Kunsthalle im Lipsiusbau, Dresden. Retrospektive „Gerhard Richter. Panorama“ und in der Neuen Nationalgalerie Berlin und dem Musée National d’Art Moderne, Centre Georges-Pompidou, Paris; „Gerhard Richter. Dessins et Aquarelles 1957–2008“ im Louvre.
  • 2013

    Ausstellung „Gerhard Richter. Streifen & Glas“ im Albertinum, Staatliche Kunstsammlungen Dresden. Ausstellung des Bildarchivs „Atlas“ im Kunstbau des Lenbachhauses, München.
  • 2014

    Gerhard Richter arbeitete an vier abstrakten Bildern, die auf Fotografien des Konzentrationslagers Birkenau basieren und später den Titel Birkenau erhielten. Ausstellung „Gerhard Richter. Streifen und Glas“ im Kunstmuseum Winterthur. Ausstellung „Gerhard Richter. Bilder/Serien“ in der Fondation Beyeler, Riehen/Basel.
  • 2015

    „Birkenau (937/1–4)“ wurde im Albertinum, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, erstmals öffentlich ausgestellt. Ausstellung neuer abstrakter Bilder bei Wako Works of Art, Tokio.
  • 2016

    Eröffnung des Pavillons mit der permanenten Installation „14 Panels of Glass for Toyoshima, dedicated to futility“ auf der japanischen Insel Toyoshima. Ausstellung „Gerhard Richter: Paintings and Drawings“ in der Marian Goodman Gallery, New York.
  • 2017

    Eine fotografische Version von „Birkenau“ wird im Berliner Reichstag gegenüber der Arbeit „Schwarz, Rot, Gold“ installiert. Ausstellungen: „Gerhard Richter. Neue Bilder“ im Museum Ludwig, Köln; „Gerhard Richter“, Queensland Art Gallery & Gallery of Modern Art, Brisbane (erste Ausstellung in Australien).
  • 2018

    Das Barberini Museum in Potsdam zeigt „Gerhard Richter. Abstraktion". Der deutsche Regisseu Florian Henkel von Donnersmarck veröffentlicht den Film „Werk ohn Autor", eng angelehnt an die Biografie Gerhard Richters. Der Maler kommentierte den Trailer als „reißerisch".
  • 2019

    Gerhard Richter entwarf das Chorfenster für die Benediktinerabtei St. Mauritius in Tholey im Saarland.
  • 2020

    Das Metropolitan Museum of Art in New York zeigt die Ausstellung Gerhard Richter – Painting after all. Das Bank Austria Kunstforum Wien zeigt die Ausstellung „Gerhard Richter. Landschaft" (14.10.2020–24.1.2021).
  • 2021

    Die Ausstellung „Gerhard Richter. Landschaft" wird im Kunsthaus Zürich präsentiert (26.3.–25.7.2021).
  • Gerhard Richter lebt und arbeitet am Stadtrand von Köln. www.gerhard-richter.com
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.