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Kunsthalle Mannheim: Ausstellungen 2020

Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 22. Dezember 2019
Kunsthalle Mannheim 2020

Kunsthalle Mannheim 2020

Die Kunsthalle Mannheim plant für 2020 eine Neubetrachtung von Walker Evans (ab 29.2.), eine Schau zu den geplanten "Umbrüchen" der Sammlung (ab 15.5.) und eine Großausstellung zu Anselm Kiefer (ab 2.10.). In der Graphischen Sammlung wird das Drucken ohne Farbe (ab 24.1.) präsentiert wie auch eine Einzelausstellung von Barbara Hindahl (ab 3.7.). Das "Studio" wird Ausstellungen von Wolfgang Ganter (ab 24.1.), On The Quiet (ab 2.4.) sowie den oder die Preisträger*in des Rainer Wild Preises (ab 4.6.) beherbergen. Mit „Deltabeben“ stellt die Kunsthalle Mannheim ab 15. November die zeitgenössische Kunstproduktion der Region Rhein-Neckar vor.

ACHTUNG! Titel und Laufzeiten der Ausstellungen können sich noch ändern (Stand 22.12.2019)!

 

Ausstellungen in Mannheim, die noch 2020 laufen

  • Liebe, Alltag, Akrobaten. Französische Grafik um 1900 (25.10.2019 bis 12.1.2020)
  • Inspiration Matisse (27.9.2019 bis 19.1.2020) → Kunsthalle Mannheim: Henri Matisse
  • Gustav Seitz. Leib und Seele (25.10.2019 bis 1.3.2020)
  • John Bock. AuraAroma Ω-Beule (25.10.2019 bis 31.10.2020)

 

Welche Ausstellungen zeigt die Kunsthalle Mannheim 2020?

Wolfgang Ganter (24.1.–22.3.2020)

Wolfgang Ganters konzeptuelle Fotografien haben ihren Ursprung in mikroskopischen Aufnahmen biologischer Prozesse und chemischer Reaktionen. Großformatige Fotografien im "Studio" zeigen den Reichtum der Farbspektren, die zuvor nur mithilfe eines Mikrskops sichtbar waren.

 

Drucken ohne Farbe. Graphische Experimente ab 1960 (24.1.–24.5.2020, verlängert bis 19.7.2020)

Zahlreiche Auf- und Umbrüche sowie das generelle Infragestellen bestehender Gattungsgrenzen kennzeichnen die Kunst der 1950er und 1960er Jahre. Auch im Bereich der Druckgraphik rüttelten damals viele Künstler an bis dato festen Gesetzmäßigkeiten und suchten nach neuen Techniken und Bildformen. Eines dieser Experimente, Graphik ganz neu zu denken, kreist um den Versuch, beim unmittelbaren Druckvorgang nicht mittels Farbe, sondern auf alternativen Wegen sichtbare Spuren auf dem gewählten Bildgrund zu hinterlassen. Der Präge- oder auch Reliefdruck etwa lässt Graphiken entstehen, die nur auf der plastischen Verformung ihres Trägermediums basieren und ihren besonderen Reiz aus dem Spiel von Licht und Schatten ziehen. Durch das Ausstanzen bestimmter Partien sprengen auch Perforierungen wie Lucio Fontanas „Teatrini“ die traditionelle Zweidimensionalität der Gattung. Dass Drucken ohne Farbe keineswegs immer zu farblosen Ergebnissen führen muss, beweisen schließlich Material- und Foliendrucke.

Die in der Ausstellung präsentierten Grafiken von Künstlern wie César, Lucio Fontana, Heinz Mack, Leo Erb oder Günther Uecker veranschaulichen die große Bandbreite dieser neuen, in größerem Maße erst ab den 1960er Jahren eingesetzten Druckverfahren. Das Spektrum der gezeigten Werke reicht dabei von streng geometrisch aufgebauten bis hin zu organisch-expressiven Arbeiten und umfasst viele der ab 1960 aufblühenden Kunstrichtungen wie Pop Art und Op Art, konkrete Kunst oder Nouveaux Réalistes.

Kuratiert von Dr. Mathias Listl.

 

2. Biennale für aktuelle Fotografie (29.2.–26.4.2020, verlängert bis 21.6.2020)

Die Biennale für aktuelle Fotografie findet alle zwei Jahre in den drei Städten Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen statt. Bei einer internationalen Ausrichtung mit verstärkter Einbindung der Region werden junge zeitgenössische Bildproduktionen und historische Positionen miteinander verschränkt und die Auseinandersetzung mit den Eigenheiten und Veränderungen der Fotografie angekurbelt. Das Konzept der Biennale für aktuelle Fotografie ist einmalig in Deutschland und hat Modellcharakter, weil es Kulturinstitutionen, Förderer und Partner über Stadtgrenzen, auf Länderebene und international vernetzt und als gemeinsames Projekt zu einer Identitätsstiftung beiträgt.

Kuratiert von David Campany.

 

Walker Evans Revisited (29.2.–26.4.2020, verlängert bis 21.6.2020)

Die Ausstellung Walker Evans Revisited in der Kunsthalle Mannheim zeigt rund 30 Werke des amerikanischen Fotografen Walker Evans (1903-1975). Er widmete sich konsequent den Themen des Alltags. Vor allem seine Fotografien, die das Leben in den USA der 1930er Jahre, zu Zeiten der großen Depression, zeigen, erlangten große Bekanntheit. Evans Wertschätzung der alltäglichen Bildwelt war ein wegweisender Ansatz innerhalb der künstlerischen Fotografie und machte ihn zum Vorläufer der Streetlife-Fotografie. Neben Werken von Walker Evans richtet die Ausstellung den Blick auf künstlerische Positionen aus Europa und Amerika, die Evans Schaffen in ihren Arbeiten wieder aufleben lassen. Dabei inspirierte Walker Evans zeitgenössische Fotografen nicht nur durch seinen spezifischen Stil und die Wahl seiner Motive, sondern auch durch den Umgang mit seinem Werk: So weigerte er sich etwa zeitlebens, einer Agentur beizutreten und bestand auch bei seinen kommerziellen Arbeiten für Magazine darauf, seine Fotografien selbst zu editieren und an der Gestaltung der Magazinseiten beteiligt zu werden. Damit gelang es ihm, die Kontrolle über sein Werk und dessen Deutung zu behalten.

Kuratiert von David Campany.

 

On The Quiet (2.4.–24.5.2020, verlängert bis 14.6.2020)

Ausgehend von der Idee, eine ganze Ausstellung aus dem Koffer zu bestreiten, entstand die von Benjamin Appel und Carolina Perez Pallares konzipierte Idee,  ein 31,5 kg schweres Paket mit Kunstwerken und Konzepten ortsspezifischer Installationen zu packen und in ausgewählten Museen zu präsentieren. Zu sehen im "Studio".

 

Umbruch (17.7.–18.10.2020)

"Umbruch" ist die erste von Direktor Johan Holten kuratierte Ausstellung, in der zukunftsweisende Umstrukturierungsprozesse sichtbar gemacht werden sollen. Dazu zählt die Malerei von wiederentdeckten Künstlerinnen der 1920er und 1930er Jahre bis zur zeitgenössischen Skulptur und Videoarbeiten europäischer, amerikanischer und chinseischer Künstlerinnen und Künstler.

 

Rainer Wild Preis (4.6.–23.8.2020)

In den Sommermonaten ist im "Studio" eine von der Kunststiftung Rainer Wild ausgezeichnete, junge Position zu sehen. Auf Wunsch der Stiftung wird der Preis ab 2020 in Mannheim vergeben.

 

Barbara Hindahl (26.6.–1.11.2020)

Die Zeichnungen von Barbara Hindahl spielen mit einer Vielzahl von Inspirationsquellen und Methodiken des Zeichnens und Spurenaufzeichnens wie auch mit der Raumzeichnung.

Kuratiert von Dr. Thomas Köllhofer.

 

Anselm Kiefer (13.11.2020–6.6.2021)

→ Mannheim | Kunsthalle Mannheim: Anselm Kiefer

Die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte, dem Judentum und den Medien der Erinnerungskultur zeichnet das schwergewichtige Werk von Anselm Kiefer aus. Die weitläufigen Galerien im Erdgeschoss des Neubaus bieten Raum für die oft emotional ergreifenden und durch ihre haptische Materialität überwältigenden Werke dieses international renommierten Ausnahmekünstlers und seiner anspruchsvollen, mythologischen Deutung der Menschheitsgeschichte.

Schon bei der Eröffnung der Kunsthalle Mannheim spielten Werke von Anselm Kiefer eine bedeutende Rolle. Die große Sonderausstellung mit Leihgaben der Sammlung Grothe, die als Dauerleihgaben in der Kunsthalle Mannheim präsentiert werden, konzentriert sich auf drei wichtige Werkphasen des Künstlers: Von „Sprache der Vögel“ (2012) über „Volkszählung (Leviathan)“ (1987–1989) bis zu „Palmsonntag“ (2007) werden großformatige Bilder und Skulpturen gezeigt.

Ergänzend zur Sonderausstellung in den weitläufigen Galerien des Erdgeschosses wird im zweiten Obergeschoss der Kubus 6 neu inszeniert. Hier zeigt die Kunsthalle permanent Werke der Kiefer-Sammlung Grothe in der Kunsthalle Mannheim: Ab Oktober 2020 wird dann die raumgreifende Skulptur „Der Verlorene Buchstabe“ (2011-2017) im Zentrum des Raumes stehen.

Kuratiert von Dr. Sebastian Baden

 

Deltabeben (15.11.2020–10.1.2021)

Alle zwei Jahre werden im Wechsel mit dem Wilhelm-Hack-Museum und dem Kunstverein in Ludwigshafen künstlerische Positionen aus allen Gattungen der bildenden Kunst vorgestellt. Das gemeinsame Ausstellungsprojekt von Kunsthalle Mannheim, Kunstverein und Port 25, das 2020 bereits zum sechsten Mal stattfindet, versteht sich als Spiegel der künstlerischen Vielfalt der Metropolregion Rhein-Neckar.

Kuratiert von Dr. Inge Herold

Quelle: Kunsthalle Mannheim

 

Für das Jahr 2021 bereitet die Kunsthalle Mannheim eine Ausstellung über James Ensor vor:

James Ensor (5.3.2021–4.7.2021)

→ Mannheim | Kunsthalle Mannheim: James Ensor

Im Zentrum dieser geplanten James Ensor-Ausstellung in Mannheim stehen  das 1937 in der Kunsthalle Mannheim beschlagnahmte, heute  in Lüttich befindliche Bild mit Masken- und Todesmotivik von James Ensor, das in den 1950er Jahren als Ersatz erworbene „Stillleben mit Hahn“ und das zentrale „Selbstporträt als Skelett“, auf dem das Mannheimer Stillleben zu sehen ist. Dazu gesellen sich etwa 40 bis 50 andere internationale Leihgaben zum Motivkreis Selbstbildnis – Maske – Tod – Stillleben, die zeigen, wie eng verflochten diese Thematik in Ensors Œuvre war. Das Treiben seltsamer Masken, die Begegnung von Masken mit dem Tod – James Ensor hat solch gespenstische Szenen eines „tragischen Karnevals“ immer wieder gemalt. Die für Ensor typischen Elemente sind: das Doppelbödige einer trügerischen Realität, Vermummung als Zeichen der Angst, Welt-Ekel und Vanitas-Symbolik. Gleichzeitig entstehen Stillleben in niederländischer Tradition, zum Teil eindringliche Belege großer Peinture, in die Masken und Totenköpfe integriert sind. Ergänzt wird die Schau durch den 93 Einzelblatt umfassenden Grafikbestand von Ensor in der Kunsthalle mit dem Schwerpunkt auf Landschaftsmotiven, außerdem die Mappe „La Gamme d'Amour“, ein Marionettenspiel, dessen Text und Musik Ensor geschrieben und dessen Kostüme und Bühnenbild er entworfen hat. Die Erstaufführung fand 1920 statt.
Erinnert wird mit dieser Präsentation auch an die erste Ensor-Ausstellung in der Kunsthalle im Jahr 1928.

Kuratiert von Dr. Inge Herold

Aktuelle Ausstellungen

16. Juni 2026
Frida Kahlo, Selbstbildnis (mit Bonito), Detail, 1941, Öl auf Hartfaser, 54,6 x 43,2 cm (Privatsammlung, Courtesy Thomas Ammann Fine Art AG, Zürich)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 16. Juni 2026

Riehen b. Basel | Fondation Beyeler: Frida Kahlo – Die Malerin

Im Frühjahr 2027 zeigt die Fondation Beyeler die Malerin Frida Kahlo - DAS Ausstellungshighlight in der Schweiz.
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15. Juni 2026
Dieses Gemälde von Rembrandt zeigt einen Mann mit Turban. hierbei handelt es sich um ein Detail des Bildes aus dem Jahr 1635, das dem Rijksmuseum, Amsterdam gehört. Der Turban ist weiß und wird mit einem goldenen Band zusammengehalten. Der bärtige Mann blickt direkt aus dem Bild und wird von links angelezuchtet. Der Huntergrund ist Dunkelbraun.
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 15. Juni 2026

Amsterdam | Rembrandt-Haus: Rembrandt und der Orient

Das Rembrandt-Haus in Amsterdam zeigt im Herbst 2026 eine Ausstellung zu Rembrandts Auseinandersetzung mit persischer, osmanischer und nordafrikanischer Kultur. Dabei wird auch die Frage aufkommen, wie sich der junge Rembrandt von seinem Lehrer Pieter Lastman weiterentwickelte. Vor allem, da Rembrandt in den frühen 1630er Jahren nach Amsterdam übersiedelte und dort in Kontakt mit Menschen aus dem „Orient“ kam.
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11. Juni 2026
Barbara Hepworth, Eidos, 1947 (National Gallery of Victoria, Melbourne. Purchased with the assistance of the Samuel E. Wills Bequest to commemorate the retirement of Dr E. Westbrook, Director of Arts for Victoria, 1981 © Bowness. Foto: Predrag Cancar / NGV. Image courtesy National Gallery of Victoria, Melbourne)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 11. Juni 2026

London | The Courtauld: Hepworth in Farbe

Barbara Hepworths Einsatz von Farbe ist das Thema im Sommer 2026 im Courtauld. Fühe Farbskulpturen & Zeichnungen der 1940er treffen auf Werke der folgenden Jahrzehnte.
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10. Juni 2026
Georg Baselitz, Sigmund fliegt mit Sex im Koffer, 2024, Öl und Plastik auf Leinwand (courtesy White Cube Bermondsey, London)
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 10. Juni 2026

London | White Cube Bermondsey: Georg Baselitz. Back Again

White Cube Bermondsey plant ab Juni 2026 neue, großformatige Gemälde und Arbeiten auf Papier von Georg Baselitz (1938–2026) zu zeigen. Neben bereits Bekanntem wie den expressiven und schonungslosen Selbstporträts, den Bildnissen seiner Ehefrau Elke widmete sich der Künstler zum Schluss noch goldenen Gottheiten Indiens. Man darf gespannt sein!
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10. Juni 2026
Van Cleef & Arpels im MAK, 2026
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 10. Juni 2026

Van Cleef & Arpels im MAK Wien: glitzernde Juwelen x Meisterwerke des MAK

Ein funkelndes Gipfeltreffen der Moderne: Ab Juni 2026 konfrontiert das MAK Wien unter dem Titel „GLANZSTÜCKE“ die spektakuläre Patrimonial Collection der Pariser Maison Van Cleef & Arpels mit den visionären Entwürfen der Wiener Werkstätte. In einer labyrinthartigen Inszenierung treten rund 500 Exponate – von meisterhaftem High Jewelry über japanische Wandschirme bis hin zu Gustav Klimts Werkzeichnungen – in einen fesselnden ästhetischen Dialog. Erfahren Sie hier, wie Geometrie auf florale Poesie trifft und zwei Modemetropolen das frühe 20. Jahrhundert neu erfanden.
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9. Juni 2026
Pieter van der Heyden nach Pieter Bruegel d.Ä., Geduld (Patientia), Detail, 1557, Kupferstich (Kupferstichkabinett, Städel Museum, Frankfurt a.M.)
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 9. Juni 2026

Frankfurt | Städel Museum: Bruegel. Druckgrafiken

Im Sommer 2026 zeigt das Städel Museum eine Ausstellung mit rund 45 Druckgrafiken, die auf Basis von Bruegels Zeichnungen entstanden sind. Die Sammlung des Städel wird durch Leihgaben der Albertina, Wien, erweitert.
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