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Kunsthalle Mannheim Ausstellungen 2020

Kunsthalle Mannheim 2020

Kunsthalle Mannheim 2020

Die Kunsthalle Mannheim plant für 2020 zwei Großausstellungen zu Anselm Kiefer und James Ensor. Mit „Deltabeben“ stellt die Kunsthalle Mannheim ab Mitte November die zeitgenössische Kunstproduktion der Region Rhein-Neckar vor.

 

Welche Ausstellungen zeigt die Kunsthalle Mannheim 2020?

Anselm Kiefer

Dauer: 15.5.–6.9.2020

Die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte, dem Judentum und den Medien der Erinnerungskultur zeichnet das schwergewichtige Werk von Anselm Kiefer aus. Die weitläufigen Galerien im Erdgeschoss des Neubaus bieten Raum für die oft emotional ergreifenden und durch ihre haptische Materialität überwältigenden Werke dieses international renommierten Ausnahmekünstlers und seiner anspruchsvollen, mythologischen Deutung der Menschheitsgeschichte.

Schon bei der Eröffnung der Kunsthalle Mannheim spielten Werke von Anselm Kiefer eine bedeutende Rolle. Die große Sonderausstellung mit Leihgaben der Sammlung Grothe, die als Dauerleihgaben in der Kunsthalle Mannheim präsentiert werden, konzentriert sich auf drei wichtige Werkphasen des Künstlers: Von „Sprache der Vögel“ (2012) über „Volkszählung (Leviathan)“ (1987–1989) bis zu „Palmsonntag“ (2007) werden großformatige Bilder und Skulpturen gezeigt.

Kuratiert von Dr. Sebastian Baden

 

James Ensor

Dauer: 2.10.2020–24.1.2021

Im Zentrum der Ausstellung zum belgischen Künstler James Ensor stehen das 1937 in der Kunsthalle Mannheim beschlagnahmte, heute in Lüttich befindliche Ensor-Bild mit Masken- und Todesmotivik , das in den 1950er Jahren als Ersatz erworbene „Stillleben mit Hahn“ und das zentrale „Selbstporträt als Skelett“, auf dem das Mannheimer Stillleben zu sehen ist. Dazu gesellen sich etwa 40 bis 50 internationale Leihgaben zum Motivkreis Selbstbildnis – Maske-Tod – Stillleben, die zeigen, wie eng verflochten diese Thematik in Ensors Œuvre war.

Das seltsame Treiben der Masken, die Begegnung von Masken mit dem Tod – James Ensor hat solch gespenstische Szenen eines „tragischen Karnevals“ immer wieder gemalt. Die für Ensor typischen Elemente sind: das Doppelbödige einer trügerischen Realität, Vermummung als Zeichen der Angst, Welt-Ekel und Vanitas-Symbolik. Gleichzeitig entstehen Stillleben in niederländischer Tradition, zum Teil eindringliche Belege großer Peinture, in die Masken und Totenköpfe integriert sind.

Ergänzt wird die Schau durch den 93 Einzelblatt umfassenden Grafikbestand von James Ensor in der Kunsthalle mit dem Schwerpunkt auf Landschaftsmotiven, außerdem die Mappe „La Gamme d'Amour“, ein Marionettenspiel, für das Ensor Text und Musik geschrieben und dessen Kostüme und Bühnenbild er entworfen hat. Die Erstaufführung fand 1920 statt.

Erinnert wird mit dieser Präsentation auch an die erste Ensor-Ausstellung in der Kunsthalle im Jahr 1928.

 

Deltabeben

Dauer: 15.11.2020 – 10.1.2021

Alle zwei Jahre werden im Wechsel mit dem Wilhelm-Hack-Museum und dem Kunstverein in Ludwigshafen künstlerische Positionen aus allen Gattungen der bildenden Kunst vorgestellt. Das gemeinsame Ausstellungsprojekt von Kunsthalle Mannheim, Kunstverein und Port 25, das 2020 bereits zum sechsten Mal stattfindet, versteht sich als Spiegel der künstlerischen Vielfalt der Metropolregion Rhein-Neckar.

Kuratiert von Dr. Inge Herold

Quelle: Pressetext

Aktuelle Ausstellungen

18. August 2019
Fondation Beyeler Ausstellungen 2020

Fondation Beyeler: Ausstellungen 2020 Ausstellungshighlights Edward Hopper & Goya

18. August 2019
Edward Hopper, Gas, Detail, 1940, Öl/Lw, 66,7 x 102,2 cm (The Museum of Modern Art, New York, Mrs. Simon Guggenheim Fund © Heirs of Josephine Hopper / 2019, ProLitteris, Zurich © 2019 Digital image, The Museum of Modern Art, New York / Scala, Florence)

Fondation Beyeler: Edward Hopper

Edward Hopper (1882–1967) in der Fondation Beyeler zeigt Aquarelle und Ölgemälde der 1910er bis 1960er Jahre und bietet einen umfangreichen und spannenden Einblick in den Facettenreichtum der Hopper’schen Malerei.
18. August 2019
Sabine Lepsius, Selbstbildnis, Detail, 1885 (© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Jörg P. Anders)

Berlin | Nationalgalerie: Künstlerinnen der Nationalgalerie vor 1919 „Kampf um Sichtbarkeit“

Erstmals zeigt Berlin Werke von Malerinnen und Bildhauerinnen, die es trotz aller Widrigkeiten in die Kunstöffentlichkeit geschafft und Eingang in die Sammlung der Nationalgalerie gefunden haben.
18. August 2019
Adolph Menzel, Ein tanzender Maler (Selbstbildnis), Detail, flüchtige Skizze zu Kronprinz Friedrich besucht den Maler Antoine Pesne während der Arbeit auf dem Gerüst, um 1861 (© Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Jörg P. Anders)

Berlin | Kupferstichkabinett: Menzel. Maler auf Papier

Adolph Menzel nutzte als Maler auf Papier die gesamte Palette seiner künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten: Es sind farbige Arbeiten von der experimentellen Einzelstudie bis hin zur durchkomponierten Malerei. Die Ausstellung präsentiert neben überwiegend eigenständigen Werke auch ausgewählte Vorarbeiten für berühmte Gemälde.
18. August 2019
Gerard ter Borch, Galante Konversation, Detail (© Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie / Christoph Schmidt)

Berlin | Gemäldegalerie: Gerard ter Borchs „Galante Konversation“ Ein Meisterwerk und seine virtuosen Varianten

Gerard ter Borch d. J. (1617–1681) schuf mindestens zwei nahezu identische Versionen von „Galanter Konversation“, auch bekannt als „Väterliche Ermahnung“. Eines der erhaltenen Gemälde befindet sich in der Berliner Gemäldegalerie und das andere im Amsterdamer Rijksmuseum. Eine Sonderpräsentation in der Gemäldegalerie wird die beiden Bilder nach über 350 Jahren erstmals wieder zusammenführen und im direkten Vergleich nebeneinander zeigen.
17. August 2019
Rudolf Schlichter, Damenkneipe, Detail, um 1925 (Privatsammlung © Viola Roehr v. Alvensleben, München. Photo: akg-images)

Wien | Belvedere: Die Avantgarde im Nachtcafé „Into The Night” beleuchtet die Rolle von Bars und Kabaretts für die Moderne

Willkommen, Bienvenue, Welcome! Treten Sie ein in die pulsierende Welt der Kabaretts, Clubs und Cafés. Aus Perspektive dieser alternativen Szenen erzählt die Ausstellung „Into the Night“ im Unteren Belvedere und in der Orangerie vom kulturellen Geschehen von den 1880er bis zu den 1960er Jahren.

Die Kunsthalle Mannheim plant für 2020 zwei Großausstellungen zu Anselm Kiefer und James Ensor. Mit „Deltabeben“ stellt die Kunsthalle Mannheim ab Mitte November die zeitgenössische Kunstproduktion der Region Rhein-Neckar vor.

Welche Ausstellungen zeigt die Kunsthalle Mannheim 2020?

Anselm Kiefer

Dauer: 15.5.–6.9.2020

Die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte, dem Judentum und den Medien der Erinnerungskultur zeichnet das schwergewichtige Werk von Anselm Kiefer aus. Die weitläufigen Galerien im Erdgeschoss des Neubaus bieten Raum für die oft emotional ergreifenden und durch ihre haptische Materialität überwältigenden Werke dieses international renommierten Ausnahmekünstlers und seiner anspruchsvollen, mythologischen Deutung der Menschheitsgeschichte.

Schon bei der Eröffnung der Kunsthalle Mannheim spielten Werke von Anselm Kiefer eine bedeutende Rolle. Die große Sonderausstellung mit Leihgaben der Sammlung Grothe, die als Dauerleihgaben in der Kunsthalle Mannheim präsentiert werden, konzentriert sich auf drei wichtige Werkphasen des Künstlers: Von „Sprache der Vögel“ (2012) über „Volkszählung (Leviathan)“ (1987–1989) bis zu „Palmsonntag“ (2007) werden großformatige Bilder und Skulpturen gezeigt.

Kuratiert von Dr. Sebastian Baden

James Ensor

Dauer: 2.10.2020–24.1.2021

Im Zentrum der Ausstellung zum belgischen Künstler James Ensor stehen das 1937 in der Kunsthalle Mannheim beschlagnahmte, heute in Lüttich befindliche Ensor-Bild mit Masken- und Todesmotivik , das in den 1950er Jahren als Ersatz erworbene „Stillleben mit Hahn“ und das zentrale „Selbstporträt als Skelett“, auf dem das Mannheimer Stillleben zu sehen ist. Dazu gesellen sich etwa 40 bis 50 internationale Leihgaben zum Motivkreis Selbstbildnis – Maske-Tod – Stillleben, die zeigen, wie eng verflochten diese Thematik in Ensors Œuvre war.

Das seltsame Treiben der Masken, die Begegnung von Masken mit dem Tod – James Ensor hat solch gespenstische Szenen eines „tragischen Karnevals“ immer wieder gemalt. Die für Ensor typischen Elemente sind: das Doppelbödige einer trügerischen Realität, Vermummung als Zeichen der Angst, Welt-Ekel und Vanitas-Symbolik. Gleichzeitig entstehen Stillleben in niederländischer Tradition, zum Teil eindringliche Belege großer Peinture, in die Masken und Totenköpfe integriert sind.

Ergänzt wird die Schau durch den 93 Einzelblatt umfassenden Grafikbestand von James Ensor in der Kunsthalle mit dem Schwerpunkt auf Landschaftsmotiven, außerdem die Mappe „La Gamme d’Amour“, ein Marionettenspiel, für das Ensor Text und Musik geschrieben und dessen Kostüme und Bühnenbild er entworfen hat. Die Erstaufführung fand 1920 statt.

Erinnert wird mit dieser Präsentation auch an die erste Ensor-Ausstellung in der Kunsthalle im Jahr 1928.

Deltabeben

Dauer: 15.11.2020 – 10.1.2021

Alle zwei Jahre werden im Wechsel mit dem Wilhelm-Hack-Museum und dem Kunstverein in Ludwigshafen künstlerische Positionen aus allen Gattungen der bildenden Kunst vorgestellt. Das gemeinsame Ausstellungsprojekt von Kunsthalle Mannheim, Kunstverein und Port 25, das 2020 bereits zum sechsten Mal stattfindet, versteht sich als Spiegel der künstlerischen Vielfalt der Metropolregion Rhein-Neckar.

Kuratiert von Dr. Inge Herold

Quelle: Pressetext

Aktuelle Ausstellungen

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Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.