Marie Eléonore Godefroid

Wer war Marie Eléonore Godefroid?

Marie Eléonore Godefroid (1778–1849) war eine französische Malerin des Klassizismus und Spezialistin für Kinderporträts.

Ausbildung

Die aus einer Künstlerfamilie stammende Malerin Marie Eléonore Godefroid wuchs im Louvre auf, wo ihr Vater ein Atelier besaß. Neben ihrem Vater kümmerte sich vor allem der Maler François Gérard um die Ausbildung des Mädchens. Marie Eléonore Godefroid muss ein Wunderkind gewesen sein, erhielt sie bereits im Alter von 17 Jahren eine Anstellung als Zeichenlehrerin an einem exklusiven Pariser Mädchenpensionat. In den elf Jahren vor 1805 lehrte sie an der von Napoleon besonders bevorzugten Ausbildungsstätte.

Porträtistin und Mitarbeiterin Gérards

Danach trat sie in das Atelier von François Gérard ein, der inzwischen zum Lieblingsmaler des Kaisers aufgestiegen war. Um die Arbeit bewältigen zu können, stellte Gérard Marie Eléonore Godefroid ein; weiters verschaffte er ihr Porträtaufträge. Auch als sich Godefroid längst einen eigenen Namen gemacht hatte, blieb sie bei ihrem väterlichen Freund im Atelier, arbeitete auch als seine „Sekretärin“ und wurde in seine Familie aufgenommen. Auch nach dem Tod von Gérard lebte Godefreoid mit dessen Familie. 1849 ist sie an der Cholera gestorben.

Godefroids Kinderporträts

Die Spezialität von Marie Eléonore Godefroid waren Kinderporträts. Sie malte die Kinder von Königin Hortense, des Herzogs von Orlèans, von Fürsten und Generälen. Godefroid verstand es, die Kinder sowohl lebensecht darzustellen als auch den Status der Familie zu vermitteln. Von den politischen Umstürzen ihrer Zeit scheint ihre Kunst nicht beeinflusst worden zu sein – schlussendlich wollten alle ihre Kinder im rechten Licht dargestellt wissen. Godefroid verstand es kostbare Stoffe, für die Auftraggeber wichtige „Accessoirs“ und sich fürstlich benehmende Kinder miteinander in Einklang zu bringen. Diese Fähigkeit ermöglichte ihr bis ins hohe Alter als Porträtmalerin tätig zu sein.