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Basel | Kunstmuseum Basel: Helen Frankenthaler

Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 18. April 2026
Helen Frankenthaler, Star Gazing, 1989, Acryl auf Leinwand, 181.6 x 365.8 cm (© 2025 Helen Frankenthaler Foundation, Inc. / ProLitteris, Zurich)

Helen Frankenthaler, Star Gazing, 1989, Acryl auf Leinwand, 181.6 x 365.8 cm (© 2025 Helen Frankenthaler Foundation, Inc. / ProLitteris, Zurich)

Im Frühjahr 2026 zeigt das Kunstmuseum Basel mit Helen Frankenthaler (1928–2011) eine Pionierin der abstrakten Malerei. Mehr als 50 Werke zeigen die kreative Kraft einer der wichtigsten Künstler:innen der US-amerikanischen Nachkriegszeit und der Abstraktion (→ Abstrakte Kunst). Es ist die bislang größte Werkschau von Frankenthalers Malerei in Europa und ihre erste institutionelle Einzelausstellung in der Schweiz.

Helen Frankenthaler

Schweiz | Basel: Kunstmuseum Basel Neubau
18.4. – 23.8.2026

Helen Frankenthaler, Claude’s Message, 1976, Acryl auf Leinwand, 149.9 x 289.6 cm (© 2025 Helen Frankenthaler Foundation, Inc. / ProLitteris, Zurich, Helen Frankenthaler Foundation, New York, Foto: Thomas Barratt)
Helen Frankenthaler, Claude’s Message, 1976, Acryl auf Leinwand, 149.9 x 289.6 cm (© 2025 Helen Frankenthaler Foundation, Inc. / ProLitteris, Zurich, Helen Frankenthaler Foundation, New York, Foto: Thomas Barratt)

Claude Monet, La passerelle sur le bassin aux nymphéas, 1919, Öl auf Leinwand, 65.6 x 106.4 cm (Kunstmuseum Basel, Inv. G 1986.15, mit einem Sonderkredit der Basler Regierung und einem Beitrag der Max Geldner-Stiftung erworben, Foto: Martin P. Bühler)
Claude Monet, La passerelle sur le bassin aux nymphéas, 1919, Öl auf Leinwand, 65.6 x 106.4 cm (Kunstmuseum Basel, Inv. G 1986.15, mit einem Sonderkredit der Basler Regierung und einem Beitrag der Max Geldner-Stiftung erworben, Foto: Martin P. Bühler)

Helen Frankenthaler in Basel 2026

Die Ausstellung „Helen Frankenthaler“ beleuchtet die Entwicklung der Malerin über einen Zeitraum von mehr als fünf Jahrzehnten und gibt erstmals Einblick in ihre intensive Auseinandersetzung mit der westlichen Kunstgeschichte von der italienischen Renaissance bis zur Moderne.

Während ihres Studiums beschäftigte sich Helen Frankenthaler vor allem mit dem späten Kubismus Pablo Picassos sowie den Werken von Paul Cézanne, Wassily Kandinsky, Joan Miró und Henri Matisse. Ab den 1950er Jahren ließ sie sich immer wieder von älterer Malerei inspirieren, die sie in Museen in New York und Chicago sah. Auf ihren ausgedehnten Europareisen besuchte Frankenthaler unzählige Museen und bewunderte Maler wie Tizian, Peter Paul Rubens und Claude Monet. Der Einbezug von Gemälden, auf die sich Frankenthaler explizit bezog, ermöglicht in der Ausstellung eine völlig neue Perspektive auf ihr Werk.

 

Warum ist Helen Frankenthaler wichtig?

Mit ihrer innovativen Soak-Stain-Technik veränderte Helen Frankenthaler im Alter von nur 23 Jahren die Malerei: Sie schuf mit verdünnter Farbe auf ungrundierter, auf dem Boden auslegter Leinwand Kompositionen von enormer Leuchtkraft – oft in großem Format. Frankenthaler bearbeitete die Farbe von allen Seiten mit Schwämmen, Schabern, Haushaltsbürsten und anderen Werkzeugen. So erreichte sie, dass die Leinwand die Pigmente aufsaugte und Stoff und Farbe eins wurden. Obwohl sie dem Zufall im Malprozess viel Raum ließ, bewahrte sie ein ausgeprägtes Bewusstsein für Balance und Struktur. Ihre Werke bestechen durch einen lyrischen Umgang mit Farbe und mutige kompositorische Entscheidungen.

Aufgewachsen in einer gebildeten und wohlhabenden jüdischen Familie in New York, erhielt die 1928 geborene Helen Frankenthaler eine Ausbildung als Malerin. Mit 20 Jahren arbeitete sie bereits selbständig in ihrem eigenen Atelier in Manhattan und schloss bald Bekanntschaft mit dem einflussreichen Kunstkritiker Clement Greenberg und Künstler:innen der ersten Generation des Abstrakten Expressionismus, darunter Lee Krasner, Barnett Newman, ihrem späteren Ehemann Robert Motherwell und Jackson Pollock. Pollocks Bearbeitung der auf dem Boden liegenden Leinwand gab den Anlass, jene revolutionäre Technik zu entwickeln, mit der sie sich im männlich dominierten Umfeld behauptete und zur Pionierin der Farbfeldmalerei wurde.

Frankenthaler entwickelte ihre Abstraktion während ihrer langen Karriere kontinuierlich weiter. Neben einzigartigen Gemälden auf Leinwand und Papier schuf sie Keramiken, Skulpturen, Wandteppiche und insbesondere Druckgrafiken. 2011verstarb sie 83-jährig in Darien, Connecticut.

Kuratiert von Anita Haldemann.

 

Helen Frankenthaler: Bilder

  • Helen Frankenthaler, Sesame, 1970, Acryl auf Leinwand, 269.2 x 209.6 cm (Helen Frankenthaler Foundation, Inc.)
  • Helen Frankenthaler, Moveable Blue, 1973, Acryl auf Leinwand, 177.8 x 617.2 cm (ASOM Collection, Vaduz, Courtesy of Berggruen Gallery, San Francisco)
  • Helen Frankenthaler, Flood, 1967, Acryl auf Leinwand, 315.6 x 356.9 cm (Whitney Museum of American Art, Purchased with funds from the Friends of the Whitney Museum of American Art)
  • Helen Frankenthaler, Claude’s Message, 1976, Acryl auf Leinwand, 149.9 x 289.6 cm (Helen Frankenthaler Foundation, New York)
  • Claude Monet, La passerelle sur le bassin aux nymphéas, 1919, Öl auf Leinwand, 65.6 x 106.4 cm (Kunstmuseum Basel, Inv. G 1986.15, mit einem Sonderkredit der Basler Regierung und einem Beitrag der Max Geldner-Stiftung erworben)
  • Helen Frankenthaler, Star Gazing, 1989, Acryl auf Leinwand, 181.6 x 365.8 cm (Helen Frankenthaler Foundation, Inc.)
  • Helen Frankenthaler, Cloud Burst, 2002, Acryl und Collage auf Papier, 201.3 x 173.4 cm (Helen Frankenthaler Foundation, Inc.)

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18. April 2026
Helen Frankenthaler, Star Gazing, 1989, Acryl auf Leinwand, 181.6 x 365.8 cm (© 2025 Helen Frankenthaler Foundation, Inc. / ProLitteris, Zurich)
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