Was ist Abstrakte Kunst?

Abstraktion kann vom Lateinischen abstrahere für „loslösen“ oder „wegnehmen“ abgeleitet werden. Abstrakte Kunst meint daher eine Ausdrucksform, die sich von der Wiedergabe von Gegenständen löst, deren Ziel nicht mehr die Schilderung greifbarer Objekte und Figuren ist, sondern sich der geistigen Welt, dem Visionären, der logisch-rationalen Farbfeld-Kombination und/oder selbstreflexiven Analysen der Mittel, mit denen Kunst gemacht wird (Farben, Formen), verschreibt.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wandte sich eine Handvoll Künstlerinnen und Künstler von der Gegenständlichkeit ab und erforschten die Möglichkeiten abstrakter Bildwelten. Vielfach ließen sie sich für die Ablehnung der mimetischen Kunsttradition von metaphysischen, musikalischen und naturwissenschaftlichen Inspirationsquellen leiten. Protagonistinnen und Protagonisten der Klassischen Moderne wie Hilma af Klint, Wassily Kandinsky, Robert Delaunay, Kasimir Malewitsch oder Piet Mondrian stellten sich höchst individuelle Fragen zu einer neuen malerischen Wirklichkeit. Die „Darstellung“ spiritueller oder theosophischer Konzepte, der „inneren Welt“, d.h. der unsichtbaren Gefühlswelt, von Emotionen, „Visionen“ oder Ängsten, der Vergleich mit der immateriellen Musik, aber auch ein selbstreferenzielles Nachdenken über die eigenen Mittel gewann an Bedeutung.

In der europäischen Malerei lassen sich zwei Grundformen der Abstrakten Kunst bestimmen: Abstrakte und Ungegenständle Kunst. Abstraktion bedeutet in diesem Fall die absolute Reduktion der sichtbaren Welt auf Farb- und Lichteindrücke. Diese Form der abstrakten Kunst kann vom Expressionismus abgeleitet werden, in vielen frühen Werken ist der Bezug zur Natur oder zum Organischen noch immer vorhanden. Entweder lässt er sich aus den Bildinformationen ableitet oder wird im Bildtitel angedeutet. Werke von Robert Delaunay, Hilma af Klint, František Kupka, Paul Klee und Wassily Kandinsky gehören zu dieser Gruppe.

Die zweite Richtung, die ungegenständliche Kunst, entstand in der Nachfolge von Paul Cézanne.  Bereits die Kubisten gingen von Cézannes charakteristischen Farbflecken aus und verfestigten sie zu Kuben. In der Malerei und Assemblage der russischen Suprematisten und Konstruktivisten, im deutschen Bauhaus und im holländischen De Stijl lösten Künstler sich gänzlich von einer wie auch immer gearteten Wiedergabe (Mimesis), um aus geometrischen Formen ihre Kompositionen zu bauen.

Kandinsky und Malewitsch - Väter der Abstraktion?

Wassily Kandinsky und Kasimir Malewitsch galten in den vergangenen Jahrzehnten als die Väter der Abstraktion - heute ist der Kanon um einige wichtige Leistungen erweitert worden. Beide wussten ihr schriftstellerisches Talent als Kapital geschickt einzusetzen und datieren auch Werke vor, um die Vorreiterrolle zu betonen. Vor allem Kandinskys Verdienst war es, seine Überlegungen zur abstrakten Malerei aufzuschreiben und wie ein Manifest zu veröffentlichen. In seiner 1911 erschienenen Schrift „Über das Geistige in der Kunst“ erklärte er Farben und Formen zu den „eigentlichen Mitteln“ der Malerei, mit denen der Künstler seine innere Welt zum Ausdruck bringen soll.

„Als ich 1913 den verzweifelten Versuch unternahm, die Kunst vom Gewicht der Dinge zu befreien, stellte ich ein Gemälde aus, das nicht mehr war als ein schwarzes Quadrat auf einem weißen Grundfeld. [...] Es war kein leeres Quadrat, das ich ausstellte, sondern vielmehr die Empfindung der Gegenstandslosigkeit. Das Quadrat = Empfindung Das weiße Feld = die Leere hinter dem Quadrat.“ (Kasimir Malewitsch)

Orphismus - Abstaktion im Dienste der „idealen Schönheit“

Der Dichter und Kunstkritiker Guillaume Apollinaire unterschied in einem Vortrag im Jahr 1912 vier verschiedene Strömung innerhalb des Kubismus. Dabei sprach er, angeregt durch die farbenprächtigen Gemälde des Künstlers Robert Delaunay, von einem „orphischen“ Kubismus. Delaunay hingegen lehnte den Begriff für seine Gemälde entschieden ab.
Apollinaire entwickelte seinen Ansatz dennoch zur Idee des Orphismus weiter. Darunter verstand er eine Malerei, die sich von der Wiedergabe der äußeren Realität löste und eine „ideale Schönheit“ zum Ausdruck brachte. Als einer der ersten beschrieb er damit eine vollkommen abstrakte Kunst, in der sich kubistische, futuristische und expressionistische Ansätze verbinden. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs beendete den Versuch, den Orphismus als radikale Avantgarde-Bewegung zu etablieren.

Dennoch waren diese von Paris ausgehenden abstrakten Tendenzen bedeutend für die Entwicklung der modernen Kunst des 20. Jahrhunderts in Europa. So setzten sich die Maler des Blauen Reiter intensiv mit dem Werk von Robert Delaunay auseinander und rezipierten seine facettierte Wirklichkeitsauffassung. Darunter befanden sich beispielsweise Paul Klee, Franz Marc, August Macke und Heinrich Campendonck, die sich in unterschiedlicher Weise der Abstraktion öffneten.

De Stijl: Ungegenständliche Abstraktion in den Niederlanden

Wichtiger Impulsgeber wurde auch die 1917 gegründete Künstlervereinigung De Stijl, einer Gruppe Gleichgesinnter, deren Name sich vom Titel der niederländischen Zeitschrift für bildende Kunst (Oktober 1917–1931) ableitete. Gründungsmitglieder waren Theo van Doesburg, Piet Mondrian (1917–1925), Georges Vantongerloo sowie die Architekten Robert van’t Hoff, J. J. P. Oud und Jan Wils, zudem die Maler Vilmos Huszár und Bart van der Leck, sowie der Dichter Antony Kok. 1918 wurden der Architekt Gerrit Thomas Rietveld, 1922 Cornelis van Eesteren und 1924 der Maler Friedrich Vordemberge-Gildewart aufgenommen.

De Stijl propagierte die geometrische Abstraktion (ungegenständliche Kunst) und die Reduktion auf die Grundfarben Rot, Blau und Gelb sowie die Nichtfarben Schwarz, Grau und Weiß als vollkommende Darstellungsformen für Kunst, Architektur und Design. Zudem beschäftigten sie sich mit dem Quadrat als Format und als Grundform der Kompositionen. Kunst sollte nicht abbildend, illustrativ oder erzählend sein, sondern ganz aus sich selbst herausverstehbar. Da De Stijl Künstler geometrische Formen in technisch anmutenden Kompositionen arrangierten, lässt sich die Bewegung in die Kunstrichtung des Konstruktivismus einordnen. Diese auf Rationalität und Objektivität gegründete Kunst sollte helfen, eine neue, ideale Welt zu gestalten. Ihre Werke empfanden die Künstler als Verkörperungen eines idealen Zustandes, als Realisationen idealer Harmonie. Daher beschränkte sich De Stijl nicht auf eine Kunstgattung (wie die Malerei), sondern schloss alle Formen der Lebenswirklichkeit mit ein: Mode, Architektur, Design, Kunsthandwerk.

In der Person des Kunsttheoretikers, Architekten und Malers Theo van Doesburg war De Stijl am Bauhaus in Weimar vertreten. Als umtriebiger Geist gab er den Anstoß für die Gründung der Zeitschrift und war ihr Redakteur bis zum Schluss. De Stijl wurde von Doesburg angetrieben. Gleichzeitig begann sich die Gruppe aufgrund von Meinungsverschiedenheiten aufzulösen. U. a. nahm Van Doesburg Diagonalen in seine Kompositionen auf, was Piet Mondrian kategorisch ablehnte.

„Allmählich wurde mir klar, dass der Kubismus die logischen Konsequenzen seiner eigenen Entdeckungen nicht akzeptierte; er entwickelte die Abstraktion nicht bis zur äußersten Konsequenz, dem Ausdruck der reinen Wirklichkeit.“1 (Piet Mondrian, toward the true vision of reality, 1942)

Cercle et Carré / Abstraction-Creation

Michel Seuphor und Joaquin Torres-Garcia gründeten Ende Mai 1929 die Künstlergruppe Cerle et Carré, die im September 1930 in die offenere Gruppierung Abstraction-Creation überging. Beide Gruppierungen versammelten Vertreterinnen und Vertreter der geometrisch-gegenstandslosen Kunst, daunter Hans Arp, Sophie Taeuber-Arp, Alexander Calder uvm.

Abstrakter Expressionismus

Zu den wichtigsten Formen der Abstrakten Kunst zählt der Amerikanische Abstrakte Expressionismus, dessen Hauptvertreter Lee Krasner, Jackson Pollock, Robert Motherwell u.a. waren.

Informel

Die Malerei des Informel setzte sich diametral von der Kunstdoktrin des Nationalsozialismus und Faschismus ab, womit diese Form der expressiven abstrakten Kunst zur (ebenfalls ideologisch aufgewerteten) "Weltsprache der Kunst" werden konnte. Der Name Informel leitete sich vom Französischen l'informe, dem Unförmigen, ab. Damit bezeichnet man die Formlosigkeit der Farbflecken, Farbschlieren, mit denen die Bilder gestaletet wurden. Zu den wichtigsten Malern des Informel in Deutschland zählte Ernst Wilhelm Nay, der ab den 1950er Jahren als international gefeierter Maler anerkannt wurde.

Die Künstler des Informel mussten lange auf die Wiederentdeckung ihrer Kunst warten. Nach dem Zweiten Weltkrieg galten sie als die „Modernen“. Während der 1960er Jahre wurden einige zu Professoren berufen: Trier 1957, Götz und Thieler 1959, Hoehme 1960, Sonderborg 1965, Schumacher 1966, Dahmen 1967. Dieser Anerkennung ging ihre breitenwirksame Präsentation auf der „II. documenta '59. Kunst nach 1945“ voraus.

Pionierinnen und Pioniere der Abstrakten Kunst im frühen 20. Jahrhundert

Hauptvertreter der Abstrakten Kunst Mitte des 20. Jahrhunderts

Abstrakte Kunst der Nachkriegszeit

  • Amerikanischer Abstrakter Expressionismus
  • Colorfield Painting | Farbfeld Malerei
  • Informel | L'art autre
  • Konkrete Kunst
  • Op Art

Beiträge zur Abstrakten Kunst

10. Juli 2020
Sophie Taeuber-Arp, Komposition mit Kreisen und überlappenden Ecken, 1930 (The Museum of Modern Art, New York. The Riklis Collection of McCrory Corporation. Foto: The Museum of Modern Art, Department of Imaging and Visual Resources)

London | Tate Modern: Sophie Taeuber-Arp

Die Ausstellung zu Sophie Taeuber-Arp in der Tate Modern zeigt die multimediale Arbeit einer der bedeutendsten abstrakten Künstlerinnen und Designerinnen der 1920er und 1930er Jahre, die die Grenzen zwischen traditionellem Handwerk und moderner Kunst in Frage stellte.
1. Juli 2020
Larry Poons, Nixe's Mate, 1961, Acryl auf Leinwand, 178x 285 x 4 cm (Leihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung seit 1996, Photo: mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien © Bildrecht, Wien2020)

Wien | mumok: Misfitting Together. Serielle Formationen der Pop Art, Minimal Art und Conceptual Art Andy Warhols serielles Denken kontextualisiert

Pop Art, Minimal und Conceptual Art aus der Sammlung von Peter und Irene Ludwig unter dem Aspekt des Seriellen erweitert den Blick auf Andy Warhols Werk. Modulare und serielle Ideen nach Mel Bochner in deutscher und amerikanischer Kunst der 1960er und 1970er Jahre.
21. Juni 2020
Helen Frankenthaler, Spring Bank, Februar 1974, Acryl/Leinwand, 273,5 x 269,5 cm (Centre Pompidou, Paris)

Paris | Centre Pompidou: Künstlerinnen der Abstraktion

Die Ausstellung zeichnet die Kunstgeschichte der Abstraktion des 20. und 21. Jahrhunderts nach – mit einigen Abstechern ins 19. Jahrhundert – und konzentriert sich auf den Beitrag von Künstlerinnen. Mit Werken von Hilma af Klingt, Sonia Delaunay-Terk, Georgia O'Keeffe, Helen Frankenthaler oder Louise Bourgeois, Gunta Stölzl, Germaine Dulac oder Zilia Sánchez u.v.m.
21. Juni 2020
Georgia O'Keeffe, Red, Yellow and Black Streak, 1924

Paris | Centre Pompidou: Georgia O’Keeffe

Die Ausstellung zeichnet die künstlerische Reise einer Künstlerin nach, die in ihrem langen Leben von der Protagonistin der amerikanischen Moderne, der Suche nach Identität in den 1930er Jahren und der „harten“ Abstraktion der 1950er Jahre machte.
21. Juni 2020
Josef Albers, Hommage an das Quadrat

Paris | Musée d’Art Moderne: Josef und Anni Albers

Das Musée d’Art Moderne organisiert die erste Ausstellung des Künstlerpaares Josef und Anni Albers (1888–1976/1899–1994) in Frankreich! Die Ausstellung beleuchtet den lebenslangen künstlerischen Dialog des Ehepaares über Farbe, Form und Abstraktion vom Bauhaus zum Black Mountain College.
3. Mai 2020
Piet Mondrian, Komposition in Rot, Gelb, Blau und Schwarz, 1921, Öl-Lw, 59.5 x 59.5 cm (Kunstmuseum, Den Haag)

Madrid | Museo Reina Sofia: Mondrian und De Stijl Mondrian und De Stijl in Spanien

Die Ausstellung im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia vereint Werke von Mondrian und seinen Künstlerkollegen. Im Zentrum steht die Art und Weise, wie Mondrian nach Wegen suchte, seine Arbeit zu präsentieren, um ihre Bedeutung zugänglich zu machen.
24. April 2020
Pierre Soulages, Peinture , 13 juin 1971, Öl/Leinwand, 111 x 162 cm (Sammlung Domnick © VG Bild-Kunst, Bonn 2020)

Baden Baden | Museum Frieder Burda: Pierre Soulages Lichtbilder in Schwarz

Die Ausstellung zeigt Werke aus dem 80-jährigen Schaffen von Pierre Soulages - und wirft einen Blick in die Zukunft des 100jährigen Malers.
25. März 2020
Agnes Pelton, Untitled, Detail, 1931, Öl/Lw, 91.9 × 61.4 cm (Whitney Museum of American Art, New York; purchase, with funds from the Modern Painting and Sculpture Committee 96.175)

New York | Whitney Museum of American Art: Agnes Pelton Wiederentdeckte „Wüstentranszendentalistin“

Agnes Pelton (1881–1961) war eine visionäre Symbolistin. Sie stellte die spirituelle Realität dar, die sie in Momenten meditativer Stille erlebte. Diese Ausstellung von ungefähr 45 Werken stellt der Öffentlichkeit eine wenig bekannte Künstlerin vor, deren leuchtende, abstrakte Bilder der Transzendenz erst jetzt vollständig erkannt werden.
20. Oktober 2019
Lee Krasner, Combat, 1965 (National Gallery of Victoria, Melbourne, Felton Bequest, 1992 (IC1-1992). © The Pollock-Krasner Foundation/ ARS, New York. Licensed by Copyright Agency, 2018)

Frankfurt | Schirn Kunsthalle: Lee Krasner Erste Retrospektive zur Amerikanischen Expressionistin seit 50 Jahren

Lee Krasner (1908–1984), Pionierin des Abstrakten Expressionismus, in einer großen Retrospektive in der Schirn Kunsthalle (ab Oktober 2019)
7. Oktober 2019
August Macke, Café am See, Detail, 1913 (Franz Marc Museum, Kochel a. See, Dauerleihgabe aus Privatbesitz)

Kochel am See | Franz Marc Museum: Blauer Reiter – Das Moment der Abstraktion August Mackes „Café am See“ und die Abstraktion im „Blauen Reiter“

Eine neue, bedeutende Dauerleihgabe, das Gemälde August Mackes, „Café am See“ von 1913 ist Anlass, die verschiedenen Abstraktionstendenzen, die die Künstler des „Blauen Reiters“ in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg entwickelten, nebeneinanderzustellen.
8. Juli 2019
Pierre Soulages, 2. Oktober 2017 © Collection Raphaël Gaillarde, dist RMN Grand Palais, Raphaël Gaillarde © RMN Grand Palais. Gestion droit auteur pour Raphaël Gaillarde ©ADAGP, Paris 2019 pour Pierre Soulages

Paris | Louvre: Soulages Werke des fast 100-jährigen Malers

Pierre Soulages, der „Maler des Schwarz und des Lichts“ ist eine wichtige Position in der ungegenständlichen Malerei, als solche seit ihrer Begründung nach dem Zweiten Weltkrieg anerkannt. Pierre Soulages wurde am 24. Dezember 1919 in Rodez geboren und feiert im Dezember 2019 seinen 100. Geburtstag.
16. Mai 2019
Hermann Nitsch, Schüttbild, Detail, 2011, Acryl auf Jute © Hermann Nitsch

Hermann Nitsch in der Albertina Ausstellung „Räume aus Farbe“ zeigt Nitschs Schüttbilder von den 1960ern bis heute

Hermann Nitsch (* 1938) zählt zu den umstrittensten Künstlern Österreichs und den wichtigen Wiener Aktionisten. Die Albertina zeigt erstmals einen Überblick über Nitsch's Schüttbilder seit den 60ern.
8. Mai 2019
Lee Krasner, Combat, 1965 (National Gallery of Victoria, Melbourne, Felton Bequest, 1992 (IC1-1992). © The Pollock-Krasner Foundation/ ARS, New York. Licensed by Copyright Agency, 2018)

London | Barbican Art Gallery: Lee Krasner. Living Colour Pionierin des Amerikanischen Abstrakten Expressionismus erhält gebührende Aufmerksamkeit

Barbican Art Gallery in London zeigt eine große Retrospektive zu Lee Krasner. Die Ausstellung wird ab Herbst 2019 in der Schirn Kunsthalle in Frankfurt a. M. zu sehen sein.
8. Mai 2019
Johannes Itten, Ländliches Fest, Detail, 1917, Öl auf Leinwand, 142,2 x 102 cm (Kunstmuseum Bern, Leihgabe)

Kunstmuseum Bern | Johannes Itten Kunst als Leben Bauhausutopien und Dokumente der Wirklichkeit

Johannes Itten (1888–1967) entwickelte das utopische Projekt, Leben und Kunst auf ganzheitliche Weise zu verschmelzen. Das Kunstmuseum Bern zeigt im Herbst 2019 eine Ausstellung mit Ittens Tage- und Skizzenbücher im Zusammenspiel mit Schlüsselwerken seines malerischen Werks.
17. März 2019
Sean Scully, Landline China 8, Detail, 2018, Öl/Aluminium, 300 × 190 cm (Privatsammlung (SS3506) © Sean Scully. Photo: courtesy the artist)

National Gallery, London: Sean Scully – Sea Star Irisch-amerikanischer Maler zoll Hommage an William Turner

In „Sea Star“ ehrt Sean Scully sein Vorbild William Turner und gibt in der National Gallery of Art, London, einen Überblick über Arbeiten der letzten Jahre. Vor allem die Serie „Landline“ zeigt mit ihren den Horizont abstrahierenden Streifen formale Ähnlichkeit mit der malerischen Auseinandersatzung des Romantikers mit dem Meer, dem Horizont und dem Himmel.
12. März 2019
Arshile Gorky, The Liver Is the Cock’s Comb, Detail, 1944, Öl/Lw, 186.1 x 249.9 cm (Albright-Knox Art Gallery, Buffalo, New York, Gift of Seymour H. Knox, Jr., 1956, K1956:4, Image courtesy Albright-Knox Art Gallery)

Arshile Gorky. Werke eines janusköpfigen Malers zwischen Surrealismus und Abstraktem Expressionismus

Die Fondazione Musei Civici di Venezia präsentiert ab Mai 2019 eine retrospektive Überblicksausstellung zum armenisch-amerikanischen Maler Arshile Gorky (um 1904–1948).
11. März 2019
Mark Rothko, Ohne Titel (Rot, Orange), Detail, 1968, Öl/Lw, 193 × 175 cm (Fondation Beyeler, Riehen/Basel, Sammlung Beyeler, Foto: Robert Bayer)

KHM: Mark Rothko Erste Rothko Retrospektive in Wien

Mit 46 Werken aus Mark Rothkos gesamtem Schaffen gibt das Kunsthistorische Mueum einen Überblick von dessen Anfängen im Umfeld des Surrealismus bis zum Durchbruch zur Abstraktion. Etwas mehr als die Hälfte der Werke gehören zu den abstrakten Kompositionen, mit denen Mark Rothko die Farbfeldmlerei einleitete.
19. September 2018
Claude Monet, Der Seerosenteich, Detail, 1917–1919 (© Albertina, Wien. Sammlung Batliner)

Claude Monet. Impression und Empfindung Die Welt im Fluss: Farbe, Licht und Pflanzen zwischen Impressionismus und Abstraktion

Claude Monet (1840–1926) steht wie kein anderer für die Malerei des Impressionismus. Sein Umgang mit Farbe, Bildaufbau und Struktur ließen ihn früh zur zentralen Malerpersönlichkeit der 1870er Jahre avancieren. Anhand von Lebens- und Arbeitsorten analysiert die Ausstellung der Albertina Monets Entwicklung (malerisch wie ikonografisch) und lenkt auf das außergewöhnliche Spätwerk hin, das im Garten von Giverny entstand.
11. September 2018
Sean Scully, Landline Bend Triptych, Detail, 2017, Öl/Aluminium, 3-teilig, je 215,9 × 190,5 cm (Privatsammlung © Sean Scully, Foto: Robert Bean)

Sean Scully: Landline Meer, Horizont und Himmel ineinander verwoben

Was 2014/15 als Projekt für Venedig begann, zeigt sich heute als Wendepunkt im Werk von Sean Scully: Indem er Meer, Horizont und Himmel ineinander verwebt, eröffnete er sich mit "Landlines" ein neues Formenreperoire. 2018/19 im Hirshhorn Museum and Sculpture Garten & Wadsworth Atheneum Museum of Art
4. September 2018
Jackson Pollock, Summertime Number 9A, Detail, 1948, Öl, Emailfarbe, Wandfarbe/Lw, 84,8 x 555 cm (Tate Modern, London)

Jackson Pollock 1958 in London Whitechapel Gallery bringt Jackson Pollock auf die Bühne

Jackson Pollocks (1912–1956) revolutionäres, über fünf Meter breites Drip-Gemälde „Summertime 9A“ (1948, Tate Modern, London) wurde 1958 in der Whitechapel Gallery erstmals in Großbritannien präsentiert.
19. August 2018
Christine Streuli, Christine Streuli, Warpainting_005, Detail, 2016/17, Mischtechnik auf Leinwand, 243,5 x 173 cm (Courtesy the artist & Galerie Sfeir-Semler, Hamburg/Beirut © Christine Streuli)

Pattern and Decoration. Ornament als Versprechen Muster und Feminismus von den 1970ern bis heute

Farbenfrohe Patchwork-Arbeiten und dekorative Muster auf der einen, politisch-emanzipatorischer Anspruch auf der anderen Seite – die Pattern and Decoration-Bewegung vereint vermeintliche Widersprüche. Sie entwickelt sich Mitte der 1970er Jahre in den USA, getragen von so vielen Frauen wie keine andere Kunstbewegung zuvor.
25. Juni 2018
Gerhard Richter, A B, Still, 1986, Detail (Museum Barberini © Gerhard Richter 2018 (29062018)

Gerhard Richter. Abstraktion Museum Barberini zeigt Überblick zu Richters ungegenständlichen Bildern

„Gerhard Richter. Abstraktion“ im Museum Barberini schlägt den großen Bogen von den 1960er Jahren bis zu neuen Arbeiten. Sie widmet sich dabei erstmals einem für Richters Malerei zentralen Thema: den abstrakten Strategien und Verfahrensweisen im Gesamtwerk des Künstlers.
25. Juni 2018
Wassily Kandinsky, Murnau – Landschaft mit grünem Haus, 1909 (Privatsammlung)

Vom Expressionismus zum Informel in Deutschland: Nolde, Kandinsky, Nay Farbe und Gefühl zwischen Figur und Abstraktion

Anhand einer konzentrierten Auswahl von 26 Werken zeichnet das Museum Barberini – parallel zur Ausstellung „Gerhard Richter. Abstraktion“ – den Weg vom Expressionismus zum Informel nach. Potsdam präsentiert dafür Gemälde von Willi Baumeister, Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, Ernst Wilhelm Nay, Emil Nolde, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff und Fritz Winter.
7. Juni 2018
Sam Gilliam, The Music of Color, Kunstmuseum Basel 2018, Foto Alexandra Matzner, ARTinWORDS

Sam Gilliam: The Music of Color Immersiv, formlos und farbgesättigt - Werke der Jahre 1967 bis 1973 in Basel

Sam Gilliams (* 1933) radikale, raumeinnehmende Abstraktionen der Jahre 1967 bis 1973 werden erstmals im Kunstmuseum Basel ausgestellt: Jazz und Politik der 60er Jahre prägten den afroamerikanischen Maler, der mit seinen "Farbtüchern" kunsttheoretische Diskussionen um Bewegung, Farbe, Raum, Objekt aufnahm und weiterentwickelte.
21. Mai 2018
Thomas Reinhold, Matrix, Detail, 2018, Öl auf Leinwand, 150 x 140 cm (© Thomas Reinhold)

Thomas Reinhold. Zur Geometrie des Amorphen Ein synästhetisches Erlebnis bei Artemons Contemporary

Thomas Reinhold (* 1953), ehemals Neuer Wilder, der sich nun vornehmlich im Medium der Malerei bewegt, stellt in der Artemons Gallery, Wien, unter dem Titel „Zur Geometrie des Amorphen“ Arbeiten aus Werkreihen von 2006 bis heute vor.
18. Mai 2018
Tomma Abts, Feke, Detail, 2013, Acryl/Öl/Lw, 48 × 38 cm (Courtesy Privatsammlung)

Tomma Abts in der Serpentine Gallery Prozessuale Abstraktion

Tomma Abts (* 1967) gewann 2006 den renommieren Turner Prize – und dennoch hatte die in Kiel (Deutschland) geborene Malerin noch keine Einzelausstellung in Großbritannien! Man mag es kaum glauben, dass die Serpentine Gallery diese Lücke im Sommer 2018 füllt. Tomma Abts ist bekannt für ihre abstrakten Kompositionen in Acryl und Ölfarbe, die auf geometrischen Formen beruhen und durch ihr kleines Format überzeugen.
10. Mai 2018
Per Kirkeby, Ohne Titel, Detail, 1986, Öl/Lw, 200 x 240 cm (PK 435/01, © Per Kirkeby, Courtesy Galerie Michael Werner Märkisch Wilmersdorf, Köln & New York), Foto: Jörg von Bruchhausen

Per Kirkeby: Natur, Struktur, Bild Zum 80. Geburtstag und in Gedenken an den heuer verstorbenen dänischen Künstler

In Gedenken an Per Kirkeby (1938–2018) und sein Werk widmet ihm die Kunsthalle Krems im Herbst/Winter 2018/19 eine Einzelausstellung. Der promovierte Naturwissenschaftler zählte zu den bedeutendsten Malern der Gegenwart. 1938 in Kopenhagen geboren, studierte Per Kirkeby zwischen 1957 und 1964 Geologie an der Universität Kopenhagen. Noch während seines Studiums wandte er sich der Kunst zu und widmete sich anfangs den Medien Zeichnung, 8-mm-Film und Installationen.
29. März 2018
Frantisek Kupka, Amorfa, Fuge in zwei Farben, Detail, 1912, Öl/Lw, (Nationalgalerie Prag, Prag)

František Kupka. Pionier der Abstraktion Symbolismus und Abstraktion: „Amorpha, Fuge in zwei Farben“

Frantisek Kupka (1871–1957) wurde in den letzten Jahren im Solomon R. Guggenheim Museum (1975/76) und im Kunsthaus Zürich, jüngst im Musée d’Art moderne de la Ville de Paris (1989) gewürdigt. Das gesamte Werk des aus dem böhmischen Opočno stammenden Malers wird präsentiert: von frühen symbolistischen Arbeiten über abstrakte Kompositionen bis zu den späten Bildern der 1950er Jahre.
18. März 2018
Josef Albers, Variant / Adobe, 4 Central Warm Colors Surrounded by 2 Blues, 1948 (Josef Albers Museum Quadrat Bottrop © 2017 The Josef and Anni Albers Foundation / VG Bild-Kunst)

Josef Albers, der Ikonenmaler des 20. Jahrhunderts? Zum 130. Geburtstag des „Farbentäuschers“

Am 19. März 2018 jährt sich der Geburtstag Josef Albers zum 130. Mal. Der Künstler hatte sich nichts Bescheideneres als Ziel gesetzt, als DIE meditativen Ikonen des 20. Jahrhunderts zu malen. Ob ihm dies gelungen ist? ARTinWORDS hat sich diesen feierlichen Tag zum Anlass genommen, um sich dessen bei einem Besuch des Josef Albers Museum im Quadrat Bottrop in seiner Heimatstadt zu vergewissern.
2. März 2018
Martha Jungwirth, Ohne Titel (aus der Serie: Regentinnen des Altmännerwohnheims, Frans Hals, 1664), 2014 (Albertina, Wien, Erwerbung aus Mitteln der Galerienförderung des BKA 2015 © Bildrecht, Wien, 2017)

Martha Jungwirth. Werke und Leben Erste Personale der österreichischen Malerin in der Albertina

Die Albertina widmet Martha Jungwirth (* 1940), die heute auch zurecht internationale Anerkennung erfährt, erstmals eine Personale. Einzelne Schlüsselwerke wie auch zu Serien zusammengefasste Werkblöcke ermöglichen einen faszinierenden Einblick in das umfangreiche Schaffen der Wiener Malerin.
31. Januar 2018
Guy Mees, Portretten (Niveauverschille), frühe 1970er Jahre, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS

Guy Mees. Das Wetter ist ruhig, kühl und mild Fragile Dekonstruktionen von Hierarchien

Objekte mit weißer Spitze überzogen, aus Kunstfell oder hochglänzendem Aluminium, fragile Zeichnungen auf gefaltetem Seidenpapier, poetisch-absurde Happenings und konzeptuelle Arbeiten mit Regeln und Codes – all das vereint das Werk des belgischen Künstlers Guy Mees (1935–2003). Die Kunsthalle Wien stellt am Karlsplatz die erste Ausstellung Mees‘ in Österreich als konzentrierten Einblick in dessen Werk vor.
13. Januar 2018
Victor Hugo, Burg und Schloss von Vianden im Mondschein, 1871 (Maisons de Victor Hugo, Paris / Guernese © Foto: Maisons de Victor Hugo/Roger-Viollet)

Victor Hugo. Der schwarze Romantiker Tuschezeichnungen des französischen Romanciers

Zeit seines Lebens stellte Victor Hugo ein einziges Mal 1859 am Salon aus, empfand sich weder als bildender Künstler noch wollte er eine Verbindung von Grafik und Literatur herstellen. Er kokettierte mit seinem Dilettantismus, war aber deuchtlich von Rembrandt und Goya beeinflusst. Seine kreativen Abklatschbilder begeisterten schon André Breton, der in ihnen Vorläufer für surreale Techniken sah!
6. Januar 2018
Hilma af Klint, Series WU/Rosen, Group III, No. 5, Detail (By courtesy of the Hilma af Klint Foundation, Foto: Albin Dahlström, Moderna Museet, Stockholm, Schweden)

Weltempfänger. Georgiana Houghton – Hilma af Klint – Emma Kunz Spiritistinnen und die „Erfindung“ der Abstraktion

Völlig unabhängig voneinander entwickelten Georgiana Houghton (1814–1884) in England, Hilma af Klint (1862–1944) in Schweden und Emma Kunz (1892–1963) in der Schweiz eine jeweils eigene abstrakte, mit Bedeutung hochaufgeladene Bildsprache. Ausgangspunkt war, Naturgesetze, Geistiges und Übersinnliches sichtbar zu machen. Das Lenbachhaus in München zeigt ihre spiritistischen Werke erstmals gemeinsam in einer Ausstellung.
4. Januar 2018
Anni Albers, Red and Blue Layers, Detail, 1954, Baumwolle, 61,6 x 37,8 cm (© 2017 The Josef and Anni Albers Foundation/Artists Rights Society (ARS), New York/DACS, London, Foto: Tim Nighswander/Imaging4Art © Kunstsammlung NRW)

Anni Albers. Textilkünstlerin mit Folgen Leben, Werk und Wirkung der deutsch-amerikanischen Designerin

Anni Albers (1899−1994, geb. Anneliese Fleischmann) ist die wohl anerkannteste Textilkünstlerin im 20. Jahrhundert. Bislang „überschattete“ ihre Ehe mit Josef Albers die Wahrnehmung von Anni Alberts und verhinderte gleichsam den Blick auf das höchst eigenständige Werk der Künstlerin. Erstmals seit fast 20 Jahren präsentiert die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen im K20 alle Facetten ihres Werks.
4. Januar 2018
Carmen Herrera, Irlanda, 1965, Acryl auf Leinwand, mit gemaltem Rahmen, 88,3 x 88,6 cm (Sammlung Pérez Simón, © Carmen Herrera, Foto: Raphael Doniz)

Carmen Herrera. Grande Dame der geometrischen Abstraktion „Lines of Sight“ im K20

Carmen Herrera (* 1915), Pionierin der geometrischen Abstraktion und lange verkannte Künstlerin, wird in einer umfangreichen Retrospektive im K20 der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen dem deutschsprachigen Publikum vorgestellt. Die heute über 100-jährige Malerin verkaufte mit 89 ihr erstes Gemälde!
4. Dezember 2017
Robert Delaunay, Formes circulaires. Soleil, lune, Detail, 1913–1931, Öl/Lw, 200 x 197 cm (Kunsthaus Zürich)

Robert Delaunay. Werke und Leben Vom Eiffelturm zu „Rhythmus Lebensfreude“ und den „Formes circulaires“

Robert Delaunay (1885–1941) ist einer der bedeutendsten Wegbereiter der Abstrakten Kunst des frühen 20. Jahrhunderts. Vom kubistischen Eiffelturm in den Fensterbildern zum Orphismus, „Rhythmus Lebensfreude“ und den „Formes circulaires“ beeinflusst der Pariser Maler die Künstler des Blauen Reiter wie die Surrealisten und die Nachkriegsabstraktion.
30. September 2017
Paul Klee, Blühendes, 1934, 199, Öl auf Leinwand, 81,5 x 80 cm (Kunstmuseum Winterthur, Legat Dr. Emil und Clara Friedrich-Jezler, 1973, Foto: © Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft, Zürich, Philipp Hitz)

Paul Klee und die Abstraktion „Klee – Die abstrakte Dimension“ in der Fondation Beyeler

Paul Klees beschäftigte sich ab 1912 lebenslang mit der Abstraktion: Zu den berühmtesten Bildern dieses Stranges seiner Kunst zählen Schachbrettbilder und Schichtaquarelle, in denen er sich u.a. mit der Geometrischen Abstraktion der 1930er Jahre auseinandersetzte.
19. September 2017
Paul Klee, Vorhaben, 1938, 126, Kleisterfarbe auf Papier auf Jute; originale Rahmenleisten, 75,5 x 112,3 cm, Zentrum Paul Klee, Bern.

Paul Klee und die amerikanische Avantgarde „10 Amerikaner nach Paul Klee“ zeigt dessen Einfluss auf die US-Abstraktion

Paul Klee und die Abstraktion in den USA? Paul Klee prägte die Avantgarde in der Neuen Welt bis in die 1960er Jahre, ohne je selbst einen Fuß in die Neue Welt gesetzt zu haben.
30. Juni 2017
Gerhard Richter, Abstraktes Bild 559-1, 1984, Öl auf Leinwand 200 x 300 cm (Kunstsammlung der Hypo Vereinsbank- Member of UniCredit) Courtesy Richter Images © Gerhard Richter 2017 (0131)

Abstract Painting Now! „Gerhard Richter, Katharina Grosse, Sean Scully …“ in der Kunsthalle Krems

Die „Neue Abstraktion“ begann in den 90ern und blüht in verschiedensten Ausprägungen bis heute. Die Abstraktion der „Zweiten Moderne“ (Heinrich Klotz) ist durch ihre Heterogenität geprägt, fernab verbindender oder trennender Manifeste oder Ideologien wie es für die Abstraktion der 1910er Jahre bzw. der Nachkriegsmoderne charakteristisch ist. Mit mehr als sechzig Positionen bietet die Ausstellung „Abstract Painting Now!“ einen Überblick über die wichtigsten Abstrakten der anglo-amerikanischen und deutschsprachigen Kunstszene.
29. Juni 2017
Sonia Delaunay, Simultanistische Kleider (Drei Frauen, Formen, Farben), 1925, Öl auf Leinwand, 146 x 114 cm (Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid © Pracusa) und Mantel für Gloria Swanson, um 1925, Baumwolle, Wolle (p0rivatsammlung)

Sonia Delaunay. Malerei, Design und Mode Leben und Werk der russisch-französischen Malerin und Designerin im Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid

Sonia Delaunay (1885–1979) war eine bedeutende Künstlerin der Abstraktion, Modedesignerin und mit ihrem zweiten Ehemann Robert Delaunay (1885–1941) eine Förderin der Abstrakten Kunst in Form des Simultanismus (Orphismus). Die Avantgardistin verstand es, ihre ästhetischen Ideale auf Alltagsgegenstände, vor allem Kleidung, zu übertragen, was sie vom Werk ihres Mannes deutlich unterscheidet.
  1. Zitiert nach Hna L. C. Jaffé, De Stijl 1917–1931. Der niederländische Beitrag zur modernen Kunst, Berlin 1965, S. 54.