Abstrakte Kunst

Was ist Abstrakte Kunst?

Abstraktion kann vom Lateinischen abstrahere für „loslösen“ oder „wegnehmen“ abgeleitet werden. Abstrakte Kunst meint daher eine Ausdrucksform, die sich von der Wiedergabe von Gegenständen löst, deren Ziel nicht mehr die Schilderung greifbarer Objekte und Figuren ist, sondern sich der geistigen Welt, dem Visionären, der logisch-rationalen Farbfeld-Kombination und/oder selbstreflexiven Analysen der Mittel, mit denen Kunst gemacht wird (Farben, Formen), verschreibt.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wandte sich eine Handvoll Künstlerinnen und Künstler von der Gegenständlichkeit ab und erforschten die Möglichkeiten abstrakter Bildwelten. Vielfach ließen sie sich für die Ablehnung der mimetischen Kunsttradition von metaphysischen, musikalischen und naturwissenschaftlichen Inspirationsquellen leiten. Protagonistinnen und Protagonisten der Klassischen Moderne wie Hilma af Klint, Wassily Kandinsky, Robert Delaunay, Kasimir Malewitsch oder Piet Mondrian stellten sich höchst individuelle Fragen zu einer neuen malerischen Wirklichkeit. Die „Darstellung“ spiritueller oder theosophischer Konzepte, der „inneren Welt“, d.h. der unsichtbaren Gefühlswelt, von Emotionen, „Visionen“ oder Ängsten, der Vergleich mit der immateriellen Musik, aber auch ein selbstreferenzielles Nachdenken über die eigenen Mittel gewann an Bedeutung.

In der europäischen Malerei lassen sich zwei Grundformen der Abstrakten Kunst bestimmen: Abstrakte und Ungegenständliche bzw. Konkrete Kunst. Abstraktion bedeutet in diesem Fall die absolute Reduktion der sichtbaren Welt auf Farb- und Lichteindrücke. Diese Form der abstrakten Kunst kann vom Expressionismus abgeleitet werden, in vielen frühen Werken ist der Bezug zur Natur oder zum Organischen noch immer vorhanden. Entweder lässt er sich aus den Bildinformationen ableitet oder wird im Bildtitel angedeutet. Werke von Robert Delaunay, Hilma af Klint, František Kupka, Paul Klee und Wassily Kandinsky gehören zu dieser Gruppe.

Die zweite Richtung, die ungegenständliche Kunst, entstand in der Nachfolge von Paul Cézanne. Bereits die Kubisten gingen von Cézannes charakteristischen Farbflecken aus und verfestigten sie zu Kuben. In der Malerei und Assemblage der russischen Suprematisten und Konstruktivisten, im deutschen Bauhaus und im holländischen De Stijl lösten Künstler sich gänzlich von einer wie auch immer gearteten Wiedergabe (Mimesis), um aus geometrischen Formen ihre Kompositionen zu bauen.

Hier findest du eine alphabetische Liste mit: Berühmte Künstlerinnen der Abstrakten Kunst

Kandinsky und Malewitsch - Väter der Abstraktion?

Wassily Kandinsky und Kasimir Malewitsch galten in den vergangenen Jahrzehnten als die Väter der Abstraktion - heute ist der Kanon um einige wichtige Leistungen erweitert worden. Beide wussten ihr schriftstellerisches Talent als Kapital geschickt einzusetzen und datieren auch Werke vor, um die Vorreiterrolle zu betonen. Vor allem Kandinskys Verdienst war es, seine Überlegungen zur abstrakten Malerei aufzuschreiben und wie ein Manifest zu veröffentlichen. In seiner 1911 erschienenen Schrift „Über das Geistige in der Kunst“ erklärte er Farben und Formen zu den „eigentlichen Mitteln“ der Malerei, mit denen der Künstler seine innere Welt zum Ausdruck bringen soll.

„Als ich 1913 den verzweifelten Versuch unternahm, die Kunst vom Gewicht der Dinge zu befreien, stellte ich ein Gemälde aus, das nicht mehr war als ein schwarzes Quadrat auf einem weißen Grundfeld. [...] Es war kein leeres Quadrat, das ich ausstellte, sondern vielmehr die Empfindung der Gegenstandslosigkeit. Das Quadrat = Empfindung Das weiße Feld = die Leere hinter dem Quadrat.“ (Kasimir Malewitsch)

Orphismus - Abstaktion im Dienste der „idealen Schönheit“

Der Dichter und Kunstkritiker Guillaume Apollinaire unterschied in einem Vortrag im Jahr 1912 vier verschiedene Strömung innerhalb des Kubismus. Dabei sprach er, angeregt durch die farbenprächtigen Gemälde des Künstlers Robert Delaunay, von einem „orphischen“ Kubismus. Delaunay hingegen lehnte den Begriff für seine Gemälde entschieden ab.
Apollinaire entwickelte seinen Ansatz dennoch zur Idee des Orphismus weiter. Darunter verstand er eine Malerei, die sich von der Wiedergabe der äußeren Realität löste und eine „ideale Schönheit“ zum Ausdruck brachte. Als einer der ersten beschrieb er damit eine vollkommen abstrakte Kunst, in der sich kubistische, futuristische und expressionistische Ansätze verbinden. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs beendete den Versuch, den Orphismus als radikale Avantgarde-Bewegung zu etablieren.

Dennoch waren diese von Paris ausgehenden abstrakten Tendenzen bedeutend für die Entwicklung der modernen Kunst des 20. Jahrhunderts in Europa. So setzten sich die Maler des Blauen Reiter intensiv mit dem Werk von Robert Delaunay auseinander und rezipierten seine facettierte Wirklichkeitsauffassung. Darunter befanden sich beispielsweise Paul Klee, Franz Marc, August Macke und Heinrich Campendonck, die sich in unterschiedlicher Weise der Abstraktion öffneten.

Rayonismus

Neben Wassily Kandinskys Improvisationen, Frantisek Kupkas Fugen und Kasimir Malewitschs suprematistische Arbeiten bildet die Kunst von Natalja Gontscharowa und Michail Larionow die großen Eckpfeiler der ungegenständlichen Malerei zu Beginn der 1910er Jahre. Die beiden russischen Künstler suchten nach Darstellungsmöglichkeiten des Lichts mit den Mitteln der Malerei. Entscheidende Impulse für die abstrahierenden Tendenzen des Rayonismus gingen von Kubismus, italienischem Futurismus und Orphismus aus. Charakteristisch in diesen Werken ist eine Beschleunigung der Bildsituation, das prismatische Zersplittern und die grafische Verdichtung der Bildfläche. Anfangs unterzogen die Künstler den Gegenstand einer piktorialen Analyse. Die davor in expressivem Gestus und mit unrealistischer Farbgebung gestalteten Menschen, Tiere und Dinge wurden einem kubistischen Dynamisierungsprozess ausgesetzt.

De Stijl: Ungegenständliche Abstraktion in den Niederlanden

Wichtiger Impulsgeber wurde auch die 1917 gegründete Künstlervereinigung De Stijl, einer Gruppe Gleichgesinnter, deren Name sich vom Titel der niederländischen Zeitschrift für bildende Kunst (Oktober 1917–1931) ableitete. Gründungsmitglieder waren Theo van Doesburg (1883–1931), Piet Mondrian (1872–1944), Vilmos Huszár (1884–1960), Georges Vantongerloo (1886–1965) sowie die Architekten Robert van’t Hoff, J. J. P. Oud und Jan Wils, zudem die Maler Vilmos Huszár und Bart van der Leck, sowie der Dichter Antony Kok. 1918 wurden der Architekt Gerrit Thomas Rietveld, 1922 Cornelis van Eesteren und 1924 der Maler Friedrich Vordemberge-Gildewart aufgenommen.

De Stijl propagierte die geometrische Abstraktion (ungegenständliche Kunst) und die Reduktion auf die Grundfarben Rot, Blau und Gelb sowie die Nichtfarben Schwarz, Grau und Weiß als vollkommende Darstellungsformen für Kunst, Architektur und Design. Zudem beschäftigten sie sich mit dem Quadrat als Format und als Grundform der Kompositionen. Kunst sollte nicht abbildend, illustrativ oder erzählend sein, sondern ganz aus sich selbst herausverstehbar. Da De Stijl Künstler geometrische Formen in technisch anmutenden Kompositionen arrangierten, lässt sich die Bewegung in die Kunstrichtung des Konstruktivismus einordnen. Diese auf Rationalität und Objektivität gegründete Kunst sollte helfen, eine neue, ideale Welt zu gestalten. Ihre Werke empfanden die Künstler als Verkörperungen eines idealen Zustandes, als Realisationen idealer Harmonie. Daher beschränkte sich De Stijl nicht auf eine Kunstgattung (wie die Malerei), sondern schloss alle Formen der Lebenswirklichkeit mit ein: Mode, Architektur, Design, Kunsthandwerk.

In der Person des Kunsttheoretikers, Architekten und Malers Theo van Doesburg war De Stijl am Bauhaus in Weimar vertreten. Als umtriebiger Geist gab er den Anstoß für die Gründung der Zeitschrift und war ihr Redakteur bis zum Schluss. De Stijl wurde von Doesburg angetrieben. Gleichzeitig begann sich die Gruppe aufgrund von Meinungsverschiedenheiten aufzulösen. U. a. nahm Van Doesburg Diagonalen in seine Kompositionen auf, was Piet Mondrian kategorisch ablehnte.

„Allmählich wurde mir klar, dass der Kubismus die logischen Konsequenzen seiner eigenen Entdeckungen nicht akzeptierte; er entwickelte die Abstraktion nicht bis zur äußersten Konsequenz, dem Ausdruck der reinen Wirklichkeit.“1 (Piet Mondrian, toward the true vision of reality, 1942)

Konstruktivismus

Sowohl der Supreamtismus als auch die geometrische, ungegenständliche Kunst werden mit dem Überbegriff Konstruktivismus zusammengefasst. Zu den wichtigsten Künstlern zählen Kasimir MalewitschEl Lissitzky und László Moholy-Nagy.

Abstraktion in Paris um 1930: Cercle et Carré / Abstraction-Creation

Die Vorherrschaft des Surrealismus und der Neuen Sachlichkeit animierte die Kunstschaffenden der Abstraktion ihre Kräfte zu bündeln. Um 1930 entstanden in Paris drei Künstlergruppen, von denen „Cercle et Carré [Kreis und Quadrat]“ sowie „Abstraction-Création“ die wichtigsten sind.
Michel Seuphor und Joaquin Torres-Garcia gründeten im März 1929 die Künstlergruppe „Cercle et Carré“, der Theo van Doesburg im Sommer des gleichen Jahres die Gruppe „Art Concret“ entgegenstellte. Da beide Gruppierungen nur kurzlebig waren - ihre Organisatoren Michel Seuphor und Theo van Doesburg waren länger krank - wurde im Februar 1931 die Gruppe „Abstraction-Création“ ins Leben gerufen. Sowohl „Cercle et Carré“ als auch „Abstraction-Création“ versammelten Vertreterinnen und Vertreter der oranisch-abstrhierenden wie auch der geometrisch-gegenstandslosen Kunst, darunter Hans Arp, Sophie Taeuber-Arp, Willi Baumeister, Carl BuchheisterAlexander Calder uvm.

Abstrakter Expressionismus

Abstrakter Expressionismus | Informel

Zu den wichtigsten Formen der Abstrakten Kunst zählt der Amerikanische Abstrakte Expressionismus, dessen Hauptvertreter Lee Krasner, Jackson Pollock, Robert Motherwell u.a. waren.

Informel

Die Malerei des Informel setzte sich diametral von der Kunstdoktrin des Nationalsozialismus und Faschismus ab, womit diese Form der expressiven abstrakten Kunst zur (ebenfalls ideologisch aufgewerteten) "Weltsprache der Kunst" werden konnte. Der Name Informel leitete sich vom Französischen l'informe, dem Unförmigen, ab. Damit bezeichnet man die Formlosigkeit der Farbflecken, Farbschlieren, mit denen die Bilder gestaletet wurden. Zu den wichtigsten Malern des Informel in Deutschland zählte Ernst Wilhelm Nay, der ab den 1950er Jahren als international gefeierter Maler anerkannt wurde.

Die Künstler des Informel mussten lange auf die Wiederentdeckung ihrer Kunst warten. Nach dem Zweiten Weltkrieg galten sie als die „Modernen“. Während der 1960er Jahre wurden einige zu Professoren berufen: Carl Buchheister 1954, Hann Trier 1957, Karl Otto Götz und Thieler 1959, Hoehme 1960, Sonderborg 1965, Schumacher 1966, Dahmen 1967. Dieser Anerkennung ging ihre breitenwirksame Präsentation auf der „II. documenta '59. Kunst nach 1945“ voraus.

Pionierinnen und Pioniere der Abstrakten Kunst im frühen 20. Jahrhundert

Hauptvertreter der Abstrakten Kunst Mitte des 20. Jahrhunderts

Abstrakte Kunst der Nachkriegszeit

  • Colorfield Painting | Farbfeld Malerei
  • Informel | L'art autre
  • Konkrete Kunst
  • Op Art
  • Neo-Geo

Beiträge zur Abstrakten Kunst

23. Januar 2022
Bernar Venet, Effondrement of Arcs, 2019, Cortenstahl, Ortsspezifische Abmessungen, Ausstellung: Lieu d’Art et Action Contemporaine (LAAC), Dünkirchen, Frankreich © Bernar Venet und VG Bild-Kunst, Bonn 2022, Foto: Vincent Bijan, LAAC Dünkirchen.

Berlin | Kunsthalle Berlin: Bernar Venet 60 Jahre Performance, Bilder und Skulpturen | 2022

Dem französischen Künstler Bernar Venet (*1941) wird die bisher größte und umfangreichste Retrospektive weltweit gewidmet.
19. Januar 2022
Michel Majerus, Massnahmen..., 1994, Acryl auf Baumwolle, 2-tlg, gesamt 303 x 476 cm (Sprengel Museum Hannover, Leihgabe aus Privatbesitz)

Hannover | Sprengel Museum: Michel Majerus Retrospektive zum 20. Todestag | 2022

Anlässlich der 20. Wiederkehr seines Todestags widmet das Sprengel Museum dem Luxemburger Maler Michel Majerus eine umfassende Retrospektive.
17. Januar 2022
Dorá Maurer, Quod libet, 1991-2003

Bielefeld | Kunsthalle Bielefeld: Dóra Maurer

Dorá Maurer in Bielefeld umfasst etwa 60 Werke aus fünf Jahrzehnten in den unterschiedlichen Medien Grafik, Film, Fotografie und Malerei.
4. Januar 2022
Etel Adnan, Rihla ila Jabal Tamalpais [Voyage au Mont Tamalpais], 2008, Aquarell und Tusche auf japanischem Notizbuch, 30 x 10,5 cm x 54, Seite 30 x 567 cm (Donation Claude & France Lemand. Musée, Institut du monde arabe, Paris. © Etel Adnan. Courtesy Galerie Claude Lemand, Paris)

Metz | Centre Pompidou-Metz: Schreiben ist Zeichnen Worte und Zeichen | 2021/22

Die Ausstellung vereint kostbare alte Manuskripte, die in drei Kabinetten untergebracht sind, mit Werken zeitgenössischer Künstler:innen und Schriftsteller:innen, vor allem aus der Grafikabteilung des Centre Pompidou.
3. Januar 2022
Tamara de Lempicka (© Tamara de Lempicka Estate, LLC / Adagp, Paris, 2021 / photo François Fernandez)

Paris | Musée du Luxembourg: Pionierinnen. Künstlerinnen im Paris der 1920er Revolutionen in Kunst und Geschlechterbild | 2022

Künstlerinnen müssen in die Kunstgeschichte der Moderne verankert werden: vom Fauvismus zur Abstraktion, darunter Kubismus, Dadaismus und Surrealismus insbesondere, aber auch in der Welt der Architektur, des Tanzes, des Designs, der Literatur und Mode sowie der wissenschaftlichen Entdeckungen.
3. Januar 2022
Ernst Wilhelm Nay, Mit roten und schwarzen Punkten, 1954 (Hamburger Kunsthalle. © Hamburger Kunsthalle ⁄ bpk, © Ernst Wilhelm Nay Stiftung, Köln ⁄ VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Elke Walford)

Wiesbaden | Museum Wiesbaden: Ernst Wilhelm Nay Retrospektive | 2022/23

Zu sehen sind nicht nur Ernst Wilhelm Nays berühmte Lofoten-, Scheiben- oder Augenbilder, sondern auch die in der Rhein-Main-Region entstandenen Hekate- und Fugalen Bilder.
3. Januar 2022
Frank Stella, Bene come il sale, 1987, Mischtechnik auf Aluminium, 238 x 227 x 157 cm (Sammlung Henkel © Frank Stella / VG Bildkunst, Bonn 2021)

Wiesbaden | Museum Wiesbaden: Frank Stella Alexej von Jawlensky-Preisträger | 2022

Frank Stella (*1936) ist der nächste Alexej von Jawlensky-Preisträger. 2022 wird er daher mit einer großen Ausstellung im Museum Wiesbaden präsentiert.
3. Januar 2022
Mondrian Moves im Kunstmuseum Den Haag 2022

Den Haag | Kunstmuseum: Mondrian Moves Künstlerischer Austausch und Inspiration | 2022

Anlässlich des 150. Geburtstags von Piet Mondrian (1872–1944) organisiert das Kunstmuseum Den Haag eine inspirierende Ausstellung zu den Folgen seines Werks. Mit Arbeiten von Bridget Riley, Fred Sandback, Rob van Koningsbruggen, Bob Bonies, Isa Genzken und Remy Jungerman.
3. Januar 2022
Piet Mondrian, Wald (Wald bei Oele), Detail, 1908, Öl/Lw, 128 x 158 cm (Kunstmuseum Den Haag – bequest Salomon B. Slijper, Inv.-Nr. 0334284)

Düsseldorf | K20: Mondrian Vom Symbolismus zur Abstraktion | 2022

Der Fokus der Ausstellung „Mondrian“ liegt 2022 auf Werken, welche Mondrians künstlerische Entwicklung bis in die 20er Jahre und die stilistische Entstehung seines Spätwerks beleuchten.
30. Dezember 2021
Etel Adnan, Untitled, 2010, Öl/Lw, 24 x 30 cm (Collection Mudam Luxemburg, Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean. © Photo: Rémi Villaggi / Mudam Luxembourg)

Amsterdam | Van Gogh Museum: Etel Adnan. Colour as Language Adnan und Van Gogh | 2022

Etel Adnan verbindet mit Vincent van Gogh, dass beide versuchten, die Kraft der Natur auf der Leinwand mit einer eigenen Farbpalette und einem ganz eigenen Malstil zu vermitteln.
26. Dezember 2021
Josef Albers und Andreu Alfaro, Emil Schumacher, Installationsansicht Emil Schumacher Museum, Hagen, 2021.

Hagen | Emil Schumacher Museum Hagen: Konkret! Hommage an Ulrich Schumacher Die Sammlung des Josef Albers Museums Quadrat | 2021/22

In Gedenken an Ulrich Schumacher widmet das Emil Schumacher Museum in Hagen seinem Gründungsdirektor eine Ausstellung zur Konkreten Kunst seit 1923.
13. Dezember 2021
Lygia Pape, Divisor (Divider), 1968, Performance im Museu de Arte Moderna, Rio de Janeiro, 1990 © Projeto Lygia Pape

Düsseldorf | K20: Lygia Pape The Skin of All | 2022

Erste Einzelausstellung zum facettenreichen Werk von Lygia Pape in Deutschland: radikale Neukonzeption der konkreten-konstruktivistischen Kunst und Aktivierung des Publikums
13. Dezember 2021
Gerhard Richter, „Birkenau” (2014) im Albertinum 2015, Installationsaufnahme: David Brandt © Gerhard Richter Kunststiftung

Düsseldorf | K21: Gerhard Richter. Birkenau-Zyklus Zeichnungen, Übermalte Fotos | 2021/22

„Birkenau“-Zyklus in Düsseldorf vereint übermalte Fotografien mit vorbereitenden und verworfenen Zeichnungen Gerhard Richters.
10. Dezember 2021
Gerwald Rockenschaub, 2020, Detail

Wien | Belvedere 21: Gerwald Rockenschaub Personale | 2022/23

Personale des in Berlin lebenden Künstlers und DJs Gerwald Rockenschaub: minimalistische Kompositionen, Neo-Neo, Plexiglas.
10. Dezember 2021
Helen Frankenthaler, Beginnings, Detail, 1994 (© 2022 Helen Frankenthaler Foundation, Inc. / Bildrecht Wien)

Krems | Kunsthalle Krems: Helen Frankenthaler Malerische Konstellationen | 2022

Das reichhaltige malerische Werk auf Papier stellt neben den Gemälden einen gewichtigen und eigenständigen Korpus in Frankenthalers Schaffen dar. Erste Einzelausstellung der New Yorker Künstlerin in Österreich!
7. Dezember 2021
Etel Adnan, Persian, 1963/64 (Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf © Rechtsnachfolge Etel Adnan / Legal Successors to Etel Adnan, Foto Achim Kukulies

München | Lenbachhaus: Etel Adnan Monografische Ausstellung zur Malerei | 2022/23

Erste umfassende monografische Ausstellung zum Werk von Etel Adnan (1925–2021) in Deutschland.
6. Dezember 2021
Gego in ihrem Atelier, Caracas um 1978

Stuttgart | Kunstmuseum Stuttgart: Gego Die Architektur einer Künstlerin

Die Ausstellung im Frühjahr 2022 beschäftigt sich neben der Studienzeit von Gego in Stuttgart auch mit dem fortdauernden und engen Verhältnis ihres Werkes zur Architektur.
2. Dezember 2021
Frank Bowling, 2020, © Frank Bowling/VG Bild-Kunst Bonn, 2021, Courtesy: der Künstler und Hauser & Wirth, Foto Sacha Bowling

Köln | Museum Ludwig: Frank Bowling

Ausstellung des bedeutenden britischen Malers des Abstrakten Expressionismus anlässlich der Preisverleihung.
30. November 2021
Isamu Noguchi, 4.7.1947, Foto: Arnold Newman (© Arnold Newman Collection / Getty Images / INFGM / ARS – DACS)

Köln | Museum Ludwig: Isamu Noguchi Retrospektive zwischen Objektkunst und Design

Erste Retrospektive zu Leben und Werk von Isamu Noguchi zeigt erstmalig mit 150 Arbeiten aller Schaffensphasen und bringt einen experimentierfreudigen und politisch engagierten Künstler zum Vorschein.
23. November 2021
Paul Klee, Schwebendes, 1930, 220, Ölfarbe auf Leinwand; originale Rahmenleisten, 84 x 84 cm (Zentrum Paul Klee, Bern)

Bern | Zentrum Paul Klee: Paul Klee. Vom Rausch der Technik

Paul Klees Reaktionen auf neue Errungenschaften Röntgenstrahlen, Telefone, Elektrizität, durch die die Wahrnehmung der Menschen von Materie, Raum und Zeit in Frage gestellt wurden.
23. November 2021
Isamu Noguchi, Lunar Infant, 1944, Magnesit, Holz, elektronische Komponenten, 55,9 x 40,6 x 40,6 cm (The Isamu Noguchi Foundation and Garden Museum, New York, Estate of the artist, 1988)

Bern | Zentrum Paul Klee: Isamu Noguchi

Die umfangreiche Ausstellung erkundet Noguchi als Weltenbürger, der zwischen den USA, Japan und Italien pendelte und in seinem unvergleichlichen Œuvre verschiedene kulturelle Traditionen und Techniken verschmolz.
22. November 2021
Gerhard Richter vor 0165/2021, 2021, Foto David Pinzer, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Dresden | Albertinum: Gerhard Richter 2022 Portraits. Glas. Abstraktionen

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und das Gerhard Richter Archiv ehren mit dieser Ausstellung Gerhard Richter zu seinem 90. Geburtstag.
14. November 2021
Tony Cragg, Deep Early Form, 2003, Bronze patiniert (ALBERTINA, Wien – Familiensammlung Haselsteiner © Bildrecht, Wien, 2021)

Wien | Albertina: Tony Cragg Skulpturen und Zeichnungen des Bildhauers | 2022

Erste Ausstellung des 1949 in Liverpool geborenen und in Wuppertal und Berlin lebenden Bildhauers Tony Cragg in der Albertina Wien.
9. November 2021
Brice Marden, 15 x 15 10, 2015–2017, Tusche, Farbtusche auf Papier, 50.8 x 38.1 cm (Collection of the artist. © Brice Marden / Artists Rights Society (ARS), New York. Foto: Bill Jacobson)

Basel | Kunstmuseum Basel: Brice Marden. Inner Space Zeichnungen als Räume & Entwürfe für das Basler Münster

Ausstellung mit rund 90 Werken aus den Jahren 1972 bis 2019, darunter wichtige Zeichnungsserien und Gemälde aus der Sammlung des Künstlers, von denen einige zum ersten Mal überhaupt zu sehen sind.
8. November 2021
Etel Adnan, Untitled, um 1995–2000, Öl/Lw, 20 × 25 cm (Sammlung Yto Barrada © Etel Adnan)

New York | Guggenheim Museum: Etel Adnan Light’s New Measure

Etel Adnans Malerei der letzten 40 Jahre wird vom Guggenheim Museum geehrt.
7. November 2021
Helen Frankenthaler, Grotto Azura, 1963 (© 2021 Helen Frankenthaler Foundation, Inc. / VG Bild-Kunst, Bonn)

Essen | Folkwang Museum: Helen Frankenthaler Malerische Konstellationen der Pionierin des Abstraken Expressionismus

Das Museum Folkwang präsentiert erstmals seit mehr als zwanzig Jahren wieder das farbgewaltige Werk Helen Frankenthalers (1928–2011) in Deutschland, der Vorreiterin am Übergang vom Abstrakten Expressionismus zum Colour Field Painting (Farbfeldmalerei).
30. Oktober 2021
Hepworth mit dem Gipsmodell von „Single Form (Memorial)“, Palais de Danse, St. Ives, März 1962. Fotostudio St. Ives

Amsterdam | Rijksmuseum Gardens: Barbara Hepworth Überblick über Hepworths Nachkriegswerk

Wichtige öffentliche Werke der britischen Modernistin mit einem Schwerpunkt auf den 1960er und frühen 1970er Jahren.
30. September 2021
Isamu Noguchi, 4.7.1947, Foto: Arnold Newman (© Arnold Newman Collection / Getty Images / INFGM / ARS – DACS)

London | Barbican: Isamu Noguchi Skulpturen, Möbel, Lichtobjekte und Land Art-Projekte des amerikanischen Modernisten

Erste Retrospektive mit mehr als 150 Werken des japanisch-amerikanischen Künstlers Isamu Noguchi, der Skulptur, Design und Land-Art miteinander verband.
29. September 2021
Mark Rothko, Untitled (Blue, Yellow, Green on Red), 1954 (Museum Barberini, Potsdam)

Wien | Albertina modern: Die Form der Freiheit. Internationale Abstraktion nach 1945 Abstrakter Expressionismus vs. Informel

Die Ausstellung untersucht das kreative Wechselspiel zwischen Abstraktem Expressionismus und informeller Malerei im transatlantischen Austausch und Dialog von Mitte der 1940er Jahre bis zum Ende des Kalten Kriegs.
24. September 2021
Piet Mondrian, Tableau No. I, 1921–1925, Öl auf Leinwand, 75,5 x 65,5 cm (Fondation Beyeler, Riehen / Basel, Sammlung Beyeler © Mondrian / Holtzman Trust, c/o HCR International Warrenton, VA USA, Foto: Robert Bayer, Basel)

Riehen b. Basel | Fondation Beyeler: Mondrian Vom Symbolismus zur Abstraktion

Die Spätwerke Mondrians aus Sammlung der Fondation Beyeler treffen auf seiner künstlerischen Anfänge als Landschaftsmaleri, seine Entwicklung als Symbolist und "Vater" der ABstraktion bis in die 1920er Jahre.
15. September 2021
Helen Frankenthaler, Madame Butterfly, 2000, Holzschnitt in 102 Farben (© 2020 Helen Frankenthaler Foundation, Inc. / DACS / Tyler Graphic Ltd., Mount Kisco, NY)

London | Dulwich Picture Gallery: Helen Frankenthaler. Radical Beauty Farbholzschnitte der amerikanischen Malerin

Erste große Ausstellung der beeindruckenden Farbholzschnitte der führenden Abstrakten Expressionistin Helen Frankenthaler (1928–2011) in Großbritannien.
10. September 2021
Josef Albers, Hommage an das Quadrat

Paris | Musée d’Art Moderne: Josef und Anni Albers

Das Musée d’Art Moderne organisiert die erste Ausstellung des Künstlerpaares Josef und Anni Albers (1888–1976/1899–1994) in Frankreich! Die Ausstellung beleuchtet den lebenslangen künstlerischen Dialog des Ehepaares über Farbe, Form und Abstraktion vom Bauhaus zum Black Mountain College.
8. September 2021
Georgia O'Keeffe, Inside Red Canna, Detail, 1919 (© Georgia O’Keeffe Museum/Adagp Paris 2021)

Paris | Centre Pompidou: Georgia O’Keeffe

Die Ausstellung zeichnet die künstlerische Reise einer Künstlerin nach, die in ihrem langen Leben von der Protagonistin der amerikanischen Moderne zur Suchenden einer amerikanischen Identität in den 1930er Jahren und der Vorreiterin der „harten“ Abstraktion der 1950er Jahre wurde.
25. August 2021
Düsseldorf, Kunstpalast, Barock Modern

Düsseldorf | Kunstpalast: BAROCK MODERN Gegenüberstellung barocker Werke und abstrakten Arbeiten der Nachkriegszeit

In einer rund 120 Gemälde, Skulpturen, Papierarbeiten und Glasobjekte umfassenden Ausstellung untersucht der Kunstpalast die bislang kaum beleuchteten Spuren des Barocks in der Kunst nach 1950.
19. August 2021
Calder - Picasso

Atlanta | High Museum of Art: CALDER – PICASSO Dialog über Fläche, Raum, Leere und gemeinsame Motive

Die interessante Schau trifft Aussagen über gemeinsame Interessen, Fragestellungen, Motive und vor allem philosophische Diskurse. „Calder – Picasso“ gelingt ein überraschender Dialog zweier Titanen des 20. Jahrhunderts, der tief in die Kunst der Jahrhundertmitte einführt!
7. August 2021
Barbara Hepworth, Stringed Figure (Curlew), Version II, Detail, 1956, Edition 1959 (© Bowness. Photo © Kirstin Prisk)

St. Ives | Tate St Ives: Barbara Hepworth Kunst und Leben der Bildhauerin in Cornwall

Die Ausstellung in der Tate St Ives wird gemeinsam mit dem Hepworth Wakefield Museum organisiert. Sie wird einen Fokus auf Hepworths Leben in Cornwall legen und viele ihrer wichtigsten Werke zusammenbringen.
14. Juli 2021
Ernst Wilhelm Nay, Akkord in Rot und Blau, 1958 (Hamburger Kunsthalle, Foto: Elke Walford)

Hamburg | Hamburger Kunsthalle: Ernst Wilhelm Nay Erste Retrospektive seit 30 Jahren

Ernst Wilhelm Nay (1902–1968) ist einer der großen deutschen Maler des 20. Jahrhunderts. Diese erste Retrospektive nach 30 Jahren wirft neues Licht auf Nay als einen prägenden Künstler seiner Zeit.
20. Juni 2021
Mark Rothko, Untitled (Blue, Yellow, Green on Red), 1954 (Museum Barberini, Potsdam)

Potsdam | Museum Barberini: Die Form der Freiheit. Internationale Abstraktion nach 1945 Abstrakter Expressionismus vs. Informel

Die Ausstellung untersucht das kreative Wechselspiel zwischen Abstraktem Expressionismus und informeller Malerei im transatlantischen Austausch und Dialog von Mitte der 1940er Jahre bis zum Ende des Kalten Kriegs.
9. April 2021
Jean Frautier, Fleurs, Hombroich

Raketenstation Hombroich | Siza Pavillon: Jean Fautrier. Eine Sammlung

Karl-Heinrich Müller schuf in über dreißig Jahren eine der bedeutendsten Sammlungen zu Jean Fautrier. Über vierzig Werke aus allen wichtigen Schaffensphasen geben einen Einblick in die Entwicklung des bedeutenden Malers des Informel.
28. März 2021
Serge Poliakoff (Chemnitz)

Chemnitz | Museum Gunzenhauser: Serge Poliakoff Abstraktion aus dem Paris der Nachkriegszeit

Serge Poliakoff (1899–1969) ist einer der wichtigsten Künstler in der Sammlung Dr. Alfred Gunzenhauser. Anhand von zehn Gemälden aus der Sammlung Gunzenhauser zeigt die Ausstellung in Kombination mit internationalen Leihgaben die künstlerische Entwicklung Poliakoffs. Die Präsentation schlägt dabei einen Bogen von den noch gegenständlichen Anfängen bis hin zu seiner unverkennbaren abstrakten Ausdrucksweise.
  1. Zitiert nach Hna L. C. Jaffé, De Stijl 1917–1931. Der niederländische Beitrag zur modernen Kunst, Berlin 1965, S. 54.