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Joaquín Sorolla: Werke voller Licht Spaniens bekanntester Impressionist verzaubert mit Sonne am Meer

Joaquín Sorolla, Die Rückkehr der Fischer, 1894, Öl/Lw, 265 × 403.5 cm (Paris, musée d'Orsay © Musée d'Orsay, Dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt)

Joaquín Sorolla, Die Rückkehr der Fischer, 1894, Öl/Lw, 265 × 403.5 cm (Paris, musée d'Orsay © Musée d'Orsay, Dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt)

Der spanische Maler Joaquín Sorolla y Bastida (1863–1923) wurde in den letzten Jahren international wiederentdeckt und zählt heute „zu den berühmtensten Malern Spaniens zwischen Goya und Picasso“, wie Gabriele Finaldi resümmiert. Sorolla ist im Frühjahr 2019 in London eine große Überblicksausstellung gewidmet. Die National Gallery of Art stellt abei alle Aspekte aus dem Werk des Impressionisten aus dem sonnigen Süden dem Publikum vor: Porträts, Landschaften, Seebilder, Gartenbilder und Badende, für die Sorolla besonders bekannt ist, sowie Genreszenen aus dem spanischen Leben.

„Sorolla: Spanischer Meister des Lichts“ präsentiert mehr als 60 Gemälde des Malers aus öffentlichen und privaten Sammlungen in Spanien und den USA. Der Künstler schuf für große Ausstellungen monumentale Leinwandbilder mit sozialen Themen (1890er Jahre) und begründete damit seinen internationalen Ruhm. 1908, als er seine letzte Ausstellung in Großbritannien, genauer den Londoner Grafton Galleries, hatte, zählte Sorolla bereits zu den berühmtesten lebenden Künstlern seiner Zeit - heute ist er als der Hauptvertreter des Impressionismus in Spanien bekannt.

Wenn sich heute auch nur wenige Werke von Joaquín Sorolla heute in öffentlichen Sammlungen in Großbritannien befinden, so lässt sich sein Œuvre, das manchmal als spanischer Impressionismus bezeichnet wird, doch mit der Alt-Meister-Sammlung der National Gallery in Verbindung bringen. Man denke an Gemälde von Diego Velázquez und Francisco de Goya wie auch von Sorollas Zeitgenossen John Singer Sargent (→ John Singer Sargent. Porträts) und Claude Monet.

Die Ausstellung wird organisiert von der National Gallery of Art | London und der National Gallery of Ireland in Dublin.
Kuratiert von Christopher Riopelle, The Neil Westreich Curator of Post 1800 Paintings an der National Gallery, London. Blanca Pons-Sorolla, die Urenkelin des Malers, unterstützte die Ausstellungsvorbereitung inhaltlich.

Joaquín Sorolla. Werke voller Licht: Bilder

  • Joaquín Sorolla, Die Rückkehr der Fischer, 1894, Öl/Lw, 265 × 403.5 cm (Paris, musée d'Orsay)
  • Joaquín Sorolla, Das Segel nähen, 1896, Öl/Lw, 222 × 300 cm (Galleria Internazionale d'Arte Moderna di Ca' Pesaro, Venedig 2018)
  • Joaquín Sorolla, Porträt von Amelia Romea, Señora de Laiglesia, 1897, Öl/Lw, 107.5 × 150.5 cm (Privatsammlung)
  • Joaquín Sorolla, Nachmittag am Strand in Valencia, 1904, Öl/Lw, 64 × 97 cm (Arango Collection)
  • Joaquín Sorolla, Spaziergang am Meer, 1909, Öl/Lw, 205 × 200 cm (Fundación Museo Sorolla, Madrid © Fundación Museo Sorolla, Madrid)
  • Joaquín Sorolla, Lindaraja Patio, Granada, 1909, Öl/Lw, 106 × 81.5 cm (Museo Sorolla, Madrid © Museo Sorolla, Madrid)
  • Joaquín Sorolla, Garten von Sorollas Haus mit leerem Stuhl, 1920, Öl/Lw, 104 × 87.5 cm (Museo Sorolla, Madrid © Museo Sorolla, Madrid)

Aktuelle Ausstellungen

1. Juli 2020
Larry Poons, Nixe's Mate, 1961, Acryl auf Leinwand, 178x 285 x 4 cm (Leihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung seit 1996, Photo: mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien © Bildrecht, Wien2020)

Wien | mumok: Misfitting Together. Serielle Formationen der Pop Art, Minimal Art und Conceptual Art Andy Warhols serielles Denken kontextualisiert

Pop Art, Minimal und Conceptual Art aus der Sammlung von Peter und Irene Ludwig unter dem Aspekt des Seriellen erweitert den Blick auf Andy Warhols Werk. Modulare und serielle Ideen nach Mel Bochner in deutscher und amerikanischer Kunst der 1960er und 1970er Jahre.
23. Juni 2020
Angelika Kauffmann, Selbstporträt der Künstlerin am Scheideweg zwischen Musik und Malerei, Detail, Rom 1794, Öl/Lw, 147,3 x 215,9 cm (Nostell Priory, West Yorshire © National Trust Images/John Hammond)

Düsseldorf | Museum Kunstpalast: Angelika Kauffmann Bedeutendste Künstlerin Europas um 1800

Angelika Kauffmann (1741–1807) vertritt exemplarisch den neuen Typus einer europaweit vernetzten und weltgewandten Künstlerin. Ihr breitgefächertes Œuvre repräsentiert wesentliche Aspekte des internationalen Klassizismus im Zeitalter der Aufklärung und Empfindsamkeit.
22. Juni 2020
Henri Cartier-Bresson, Simiane-la-Rotonde, 1969, Silbergelatineduck von 1973 (© Fondation Cartier-Bresson / Magnum Photos)

Venedig | Palazzo Grassi: Henri Cartier-Bresson Fünf Interpreten für die „Master Collection”

Fünf Kuratoren zeigen Henri Cartier-Bresson (1908–2004). Anfang der 1970er Jahre lud das Sammlerpaar Jean und Dominique de Menil Cartier-Bresson ein, seine bedeutendsten Bilder auszuwählen: Der Pariser Fotograf stellte selbst aus 385 Fotografien seine „Master Collection“ zusammen.
22. Juni 2020
Llyn Foulkes, Deliverance, 2007 (Pinault Collection © Llyn Foulkes)

Venedig | Punta della Dogana: Untitled, 2020

Die französische Kuratorin Caroline Bourgeois, der in L.A. lebende Künstler Thomas Houseago und seine Partnerin, die Kunsttherapeutin Muna El Fituri, kuratieren für die Punta della Dogana eine Ausstellung zur Gegenwartskunst.
19. Juni 2020
Peter Lindbergh, Uma Thurman, New York, 2016 © Peter Lindbergh (courtesy Peter Lindbergh, Paris)

Hamburg | MKG: Peter Lindbergh „Untold Stories“ feiert Lindberghs „Neue Frau“

Peter Lindbergh war einer der einflussreichsten Modefotografen der letzten 40 Jahre. Er fotografierte Menschen so wie sie sind, natürlich und authentisch, und prägte einen völlig neuen Typus des Supermodels.
18. Juni 2020
K. H. Hödicke, Entwurf, Detail, 1972, Bleistift und Wachsmalstift auf Papier, 297 x 210 mm (Staatliche Graphische Sammlung München, Schenkung S. K. H. Herzog Franz von Bayern 2019, Foto: Staatliche Graphische Sammlung München © VG Bild-Kunst, Bonn 2020)

München | Pinakothek der Moderne: K. H. Hödicke Arbeiten auf Papier in der Staatlichen Graphischen Sammlung München

K. H. Hödicke, der Berliner Maler, in der Pinakothek der Moderne und in einem zweibändigen Katalog, vorgestellt als Zeichner von duftigen DIN-A4-Blättern und monumentalen malerischen Gouachen. Der Erwerb von 53 Arbeiten auf Papier durch die Staatliche Graphische Sammlung München wie eine zweijährige Zusammenarbeit ihres Direktors Michel Hering mit dem Künstler ermöglichen, Hödicke als gewitzten, sich mit der Pop-Art, Konzeptkunst und seiner Umgebung höchst innovativ beschäftigenden Maler kennenzulernen.
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.