Hortense de Beauharnais

Wer war Hortense de Beauharnais?

Hortense de Beauharnais (1783–1837) war die Stieftochter Napoleons, Ehefrau von Louis Bonaparte und Königin der Niederlande. Neben ihren Verpflichtungen als Mitglied der politischen Elite pflegte sie das Zeichnen und Malen im Stil des Klassizismus. Im Schweizer Exil führte sie auf Schloss Arenberg einen intellektuellen Zirkel und pflegte selbst Musik (Komposition) und Malerei (Porträts und Landschaften).

Ausbildung und Ehe mit Luis Bonaparte

Die Tochter von General Baron de Beauharnais wurde am Institut für höhere Töchter in Malen und Zeichnen ausgebildet. Nachdem ihre Mutter Josephine den jungen General Napoleon Bonaparte geheiartet hatte und nach Schloss Malmaison bei Paris übersiedelt war, wurde auch Hortense 1802 mit dem Bruder des zukünftigen Kaisers verheiratet. Die Ehe war unglücklich, das Paar trennte sich. Allerdings wurde Hortense die Mutter von Louis Napoleon, der als Kaiser Napoleon III. auf den französischen Thron zurückkehren würde.

Exil

Hortense de Beauharnais ließ sich in der neutralen Schweiz nieder, wo sie Schloss Arenberg am Südufer des Untersees erwarb. Hier führte sie einen „Musenhof“, wo Intellektuelle ein- und ausgingen. Auf Schloss Arenberg werden heute noch drei Skizzenbücher und ein frühes Selbstporträt von Königin Hortense verwahrt.